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Was sagen die Parteien in Niedersachsen zur Landwirtschaft?

4 aktuelle Wahlprogramme in Niedersachsen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europadeutlich weniger EU (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 1 deutlich weniger EU

Bauern von Bürokratie entlasten, Direktvermarktung fördern

Die AfD will die Bedingungen für bäuerliche Betriebe verbessern, damit Landwirte von ihrem Einkommen leben und investieren können. Vorgaben von EU, Bund und Land sollen zurückgenommen werden. Regionale Vermarktung und Hofläden will die Partei unterstützen.

Bauern sollen von ihrer Arbeit gut leben können. Die AfD will weniger Regeln für Bauern. Das gilt für Regeln von EU, Bund und Land. Bauern sollen mehr selbst entscheiden. Hofläden und Verkauf in der Region will die AfD fördern.

Ackerland vor Spekulation und Umwidmung schützen

Die AfD will den Verlust landwirtschaftlicher Flächen bremsen und Bodenkäufe durch Investoren erschweren. Die Beschränkungen beim Verkauf von Agrarland sollen auch für Anteilskäufe an Gesellschaften gelten. Die Umwidmung von Äckern zu Naturschutz-Ausgleichsflächen lehnt sie ab.

Die AfD will Ackerland für die Bauern erhalten. Große Investoren sollen Ackerland nicht so leicht kaufen können. Das soll auch gelten, wenn sie Anteile an Firmen kaufen. Äcker sollen nicht zu Naturschutz-Flächen werden, nur weil woanders gebaut wird.

Selbstversorgung sichern, Flächenstilllegung zurücknehmen

Die AfD will einen hohen Grad an Selbstversorgung mit Lebensmitteln erreichen und Ackerland vor allem für die Erzeugung von Nahrung nutzen. Die Pflicht, vier Prozent der Fläche stillzulegen, soll sofort entfallen. Umschichtungen von EU-Agrargeld zulasten der Direktzahlungen lehnt sie ab.

Die AfD will, dass Deutschland mehr eigenes Essen herstellt. Äcker sollen vor allem für Lebensmittel da sein. Bauern müssen nach EU-Regeln 4 Prozent ihrer Fläche ruhen lassen. Diese Regel soll sofort weg. Die Bauern sollen ihr EU-Geld weiter direkt bekommen.

Verschärfte Düngeverordnung zurücknehmen

Die AfD will die verschärften Düngeregeln sofort ändern, damit Pflanzen nach ihrem Bedarf gedüngt werden können. Die Abgrenzung der mit Nitrat belasteten Gebiete und das Netz der Messstellen sollen neu gestaltet werden.

Die AfD will die strengen Regeln für Dünger ändern. Bauern sollen ihre Pflanzen so düngen dürfen, wie die Pflanzen es brauchen. Der Staat soll das Nitrat im Grundwasser genauer messen. Nitrat ist ein Stoff, der aus Dünger ins Wasser kommen kann.

Schweinehalter und Milchbetriebe stützen

Die AfD will den Preis für Schweinefleisch mit staatlichen Beihilfen für die Lagerung stützen und eine Herkunftskennzeichnung einführen. Milchbetriebe sollen bei den Kosten entlastet und kleine Molkereien vor Konzentration am Markt geschützt werden.

Die AfD will Bauern mit Schweinen und Kühen helfen. Der Staat soll Geld geben, damit Schweinefleisch gelagert wird. So soll der Preis nicht weiter fallen. Auf dem Fleisch soll stehen, ob es ganz aus Deutschland kommt. Kleine Molkereien sollen bleiben.

AfD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (-0,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Agrarpolitik mit Anreizen und weniger Bürokratie

Die CDU will einen „Gesellschaftsvertrag für die Landwirtschaft“ entwickeln und die Agrarpolitik auf Anreize und Planungssicherheit ausrichten. Landwirte sollen Förderung erhalten und zugleich von Vorschriften entlastet werden, die das Programm als praxisfern und bürokratisch bezeichnet. Als wichtigstes Ziel nennt das Programm die sichere Ernährung der Bevölkerung.

Die CDU will mit Bauern und Gesellschaft feste Ziele für die Landwirtschaft vereinbaren. Bauern sollen für gute Leistungen Geld bekommen. Es soll weniger Papierkram geben. Bauern sollen lange im Voraus planen können.

Pflicht zur Flächenstilllegung dauerhaft aussetzen

Die CDU will erreichen, dass die in der EU-Agrarpolitik vorgesehene Stilllegung von vier Prozent der Ackerflächen ab 2023 dauerhaft nicht angewendet wird. Sie begründet das mit der Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln, die in der aktuellen Lage Vorrang habe.

Die EU verlangt: Bauern sollen einen Teil ihrer Äcker nicht bebauen. Dafür bekommen sie kein Geld. Die CDU will diese Regel dauerhaft aussetzen. Sie sagt: Es ist jetzt wichtiger, genug Lebensmittel herzustellen.

Tierwohl über Abgabe und Bundesgesetz finanzieren

Die CDU bekennt sich zur Tierhaltung und will die Empfehlungen der Borchert-Kommission für mehr Tierwohl umsetzen. Finanziert werden soll der Mehraufwand über eine dauerhafte, verpflichtende Tierwohlabgabe und über Investitionshilfen. Ein Tierwohlgesetz des Bundes soll den Betrieben verlässliche Planung geben.

Die CDU will, dass Tiere in Ställen besser leben. Das kostet die Bauern mehr Geld. Deshalb soll es eine Tierwohl-Abgabe geben. Das ist ein fester Betrag, der Pflicht ist. Bauern sollen auch Geld für den Umbau von Ställen bekommen.

Niedersachsen-Label und regionale Lebensmittel stärken

Die CDU will ein Niedersachsen-Label einführen, das Haltung und Herkunft regionaler Produkte verbindlich kennzeichnet. Zugleich sollen Tiertransporte kurz bleiben, regionale Schlachtbetriebe gefördert und in öffentlichen Kantinen mehr regionale Lebensmittel verwendet werden.

Die CDU will ein Zeichen für Lebensmittel aus Niedersachsen einführen. Es zeigt, woher ein Produkt kommt und wie die Tiere gelebt haben. Tiere sollen nur kurze Wege zum Schlachthof haben. Kantinen von Staat und Schulen sollen mehr Essen aus der Region anbieten.

Ökolandbau weiter fördern

Die CDU will den ökologischen Landbau weiter stärken, weil er aus ihrer Sicht Natur- und Artenschutz voranbringen kann. Biobetriebe sollen in Förderprogrammen eigens berücksichtigt und die Beratung für die Umstellung ausgebaut werden.

Die CDU will Bio-Bauern weiter unterstützen. Bio-Betriebe sollen eigenes Fördergeld bekommen. Wer auf Bio umstellen will, soll mehr Beratung erhalten. An einer Hochschule soll es eine Professur für Öko-Landbau geben.

Neue Züchtungsmethoden und digitale Landwirtschaft voranbringen

Die CDU will, dass neuartige Methoden der Pflanzenzüchtung zugelassen werden, und die Agrarforschung an den Hochschulen stärken. Landwirtschaft soll nach dem Programm auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und am technischen Fortschritt teilhaben. Dazu gehört auch die Digitalisierung von Betrieben und Verwaltung.

Die CDU will neue Methoden erlauben, um Pflanzen zu züchten. Die Forschung zur Landwirtschaft soll mehr Unterstützung bekommen. Berater sollen Bauern bei digitaler Technik helfen. Ämter sollen Daten digital austauschen.

Agrarflächen vor Spekulation schützen

Die CDU will verhindern, dass Äcker und Wiesen zu Spekulationsobjekten werden, und dafür das Bodenrecht ändern. Grund und Boden sollen den Familienbetrieben der Land- und Forstwirtschaft erhalten bleiben. Das Programm bekennt sich zugleich zum Eigentum an Grund und Boden.

Manche kaufen Ackerland nur, um damit Geld zu verdienen. Die CDU will das verhindern. Dafür will sie die Gesetze zum Boden ändern. Familien-Betriebe sollen ihr Land behalten können. Auch Wald-Besitzer sollen mehr Unterstützung bekommen.

Fischerei und Angeln im Land sichern

Die CDU will die Fischerei in Niedersachsen wettbewerbsfähig und zugleich nachhaltig halten. Dazu sollen Fanggründe gesichert, Fischbestände vor Fressfeinden geschützt und Ausbildung sowie Forschung erhalten werden.

Die CDU will den Fischern in Niedersachsen helfen. Sie sollen genug Plätze zum Fischen behalten. Fische sollen besser vor Tieren geschützt werden, die sie fressen. Auch Angler sollen Unterstützung bekommen.

CDU: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 10 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 5 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Agrarförderung an Umwelt- und Tierschutz ausrichten

Die Grünen wollen Agrargelder nicht mehr pauschal nach Fläche, sondern für Leistungen beim Umwelt- und Tierschutz vergeben. Langfristig streben sie eine Gemeinwohlprämie und eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik an.

Bauern bekommen heute Geld vor allem nach der Größe ihrer Fläche. Die Grünen wollen das ändern. Geld soll es für Umwelt-Schutz und Tier-Schutz geben. Das Land soll seine eigenen Förder-Programme dafür nutzen. Auch Hecken und Randstreifen an Feldern sollen geschützt werden.

Regionale Agrarmärkte weltweit stärken, Biosprit-Pflicht beenden

Die Grünen wollen die Ernährung weltweit sichern, indem regionale Agrarmärkte in allen Weltregionen gestärkt werden. Dazu sollen Fleischexporte sinken, Nahrungsmittelspekulation eingedämmt und die Pflicht zur Beimischung von Biokraftstoffen in der EU abgeschafft werden.

In armen Ländern droht Hunger. Die Grünen wollen die Bauern dort stärken. Deutschland soll weniger Fleisch in diese Länder verkaufen. Getreide soll nicht mehr im Tank landen. Deshalb soll die Pflicht für Bio-Sprit in Benzin und Diesel enden.

Treibhausgase der Landwirtschaft deutlich senken

Die Grünen wollen den Ausstoß von Lachgas und Methan aus der Landwirtschaft stark verringern. Dazu sollen weniger Stickstoff gedüngt, die Massentierhaltung beendet, Moorböden nicht mehr beackert und Humusaufbau sowie Ökolandbau gefördert werden.

Die Landwirtschaft stößt viele Treibhaus-Gase aus. Die Grünen wollen das stark senken. Bauern sollen weniger düngen. Die Massen-Tierhaltung soll enden. Auf Moor-Böden soll es keinen Ackerbau mehr geben. Bio-Betriebe sollen mehr Förderung bekommen.

Landwirtschaft an Klimafolgen anpassen

Die Grünen wollen landwirtschaftliche Betriebe dabei unterstützen, sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. Im Mittelpunkt stehen ein angepasster Umgang mit Wasser, Schutz vor Erosion und trockenheitsverträgliche Kulturen.

Der Klima-Wandel bringt Dürre und starken Regen. Das trifft die Bauern. Die Grünen wollen ihnen helfen. Wasser soll auf den Feldern bleiben. Bauern sollen sparsam bewässern. Pflanzen sollen Trockenheit besser aushalten.

Tierbestände senken und an Fläche binden

Die Grünen wollen die Zahl der gehaltenen Tiere an die verfügbare Fläche koppeln und vor allem im Westen Niedersachsens verringern. Betriebe sollen Hilfe beim Abbau von Beständen, beim tiergerechten Stallumbau und beim freiwilligen Ausstieg aus der Tierhaltung erhalten.

In manchen Gegenden gibt es sehr viele Tiere. Dadurch entsteht zu viel Gülle für die Felder. Die Grünen wollen weniger Tiere pro Fläche. Bauern bekommen Hilfe, wenn sie weniger Tiere halten. Sie bekommen auch Hilfe für bessere Ställe. Große Tier-Betriebe sollen mehr in die Tier-Seuchen-Kasse zahlen.

Pestizideinsatz stark reduzieren

Die Grünen wollen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Niedersachsen stark verringern und dafür die im Niedersächsischen Weg vereinbarte Reduktionsstrategie ausarbeiten. Im Bund setzen sie sich für eine Pestizidabgabe ein, in der EU für strengere Zulassungen.

Bauern nutzen Pestizide. Das sind Mittel gegen Schädlinge und Unkraut. Reste davon finden sich im Trinkwasser. Die Grünen wollen viel weniger Pestizide. Dafür machen sie einen Plan für Niedersachsen. Wer Pestizide nutzt, soll eine Abgabe zahlen.

Agrarkontrollen von der Landwirtschaftskammer trennen

Die Grünen wollen die Kontrolle von Umweltauflagen wie Dünge- und Pflanzenschutzrecht von der Landwirtschaftskammer auf eine andere Landesbehörde verlagern. Die Gebühren für Lebensmittel- und Futterkontrollen sollen neu geregelt werden, um kleine Handwerksbetriebe zu entlasten.

Heute prüft die Landwirtschafts-Kammer, ob Bauern Umwelt-Regeln einhalten. Die Kammer vertritt aber auch die Bauern. Die Grünen wollen das trennen. Eine andere Behörde soll die Prüfungen machen. Kleine Betriebe sollen weniger Gebühren für Kontrollen zahlen.

Grünland erhalten und Weidehaltung fördern

Die Grünen wollen die Grünlandflächen in Niedersachsen erhalten und dafür eine Weideprämie einführen. Das Programm begründet das damit, dass Grünland Kohlenstoff bindet, Gewässer vor Phosphat schützt und für die Artenvielfalt wichtig ist.

Die Grünen wollen Wiesen und Weiden erhalten. Bauern sollen Geld bekommen, wenn ihre Tiere auf der Weide stehen. Wiesen sind gut für das Klima und für viele Tierarten.

Agrarstrukturgesetz mit Vorkaufsrecht und Preisbremse einführen

Die Grünen wollen mit einem Agrarstrukturgesetz ortsansässigen Höfen ein starkes Vorkaufsrecht auf Ackerland gegenüber Investoren von außerhalb der Landwirtschaft geben und eine Preisbremse einführen. Aus Sicht des Programms verlieren aktive Landwirte derzeit auf dem Bodenmarkt gegen Finanzinvestoren.

Ackerland wird immer teurer. Auch Geld-Anleger kaufen Land. Die Grünen wollen ein neues Gesetz. Bauern aus der Gegend sollen Land zuerst kaufen dürfen. Die Preise sollen nicht mehr so stark steigen.

Ökolandbau auf 15 Prozent bis 2030 ausweiten

Die Grünen wollen den Anteil des Ökolandbaus von derzeit 5,2 Prozent deutlich steigern: 2025 sollen es wenigstens zehn Prozent sein, 2030 wenigstens 15 Prozent. Das Programm sieht im Ökolandbau das Leitbild, weil er Boden, Grundwasser, Arten und Klima schone und Arbeit im ländlichen Raum schaffe.

Die Grünen wollen mehr Bio-Landwirtschaft. Heute sind es etwa 5 Prozent. Bis 2030 sollen es mindestens 15 Prozent sein. Bio-Bauern nutzen keine künstlichen Dünger und Gifte. Das Land soll in seinen Kantinen Bio-Essen anbieten.

Niedersachsen gentechnikfrei halten

Die Grünen wollen, dass in Niedersachsen weiterhin keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden. Öffentliches Geld für kommerzielle Forschung zur grünen Gentechnik lehnen sie ab.

Die Grünen wollen keine Gentechnik auf den Feldern. Das soll so bleiben wie heute. Das Land soll auch kein Geld für solche Forschung von Firmen geben. Bauern sollen mehr eigenes Futter mit viel Eiweiß anbauen.

Aquakulturen ökologisch ausrichten

Die Grünen wollen Fischzucht in Aquakulturen weiter fördern, sie aber ökologischer gestalten. EU-Fischereimittel sollen gezielt in nachhaltige und innovative Anlagen fließen.

Viele Fische kommen aus Zucht-Anlagen. Die Grünen wollen diese Anlagen umwelt-freundlicher machen. Das Wasser soll sauber bleiben. Die Fische sollen mehr Platz haben. Geld von der EU soll dabei helfen.

Küstenfischerei nachhaltig stärken

Die Grünen wollen die Küstenfischerei mit einem politischen Konzept stärken und die Fischereiförderung weiter an hohen Umweltstandards ausrichten. Fischbestände sollen gesichert und aufgebaut werden; im Bund will sich die Partei für wirksamen Meeresschutz einsetzen.

Die Grünen wollen den Fischern an der Küste helfen. Die Fischer sollen schonend fangen. Krabben sollen vor Ort geschält werden und nicht in Marokko. Kleine Häfen sollen erreichbar bleiben. Das Meer soll besser geschützt werden.

Antibiotika in der Tiermast reduzieren

Die Grünen wollen den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung senken und die Überwachung wieder beim Land ansiedeln. Reserveantibiotika sollen in der Tiermast verboten werden, weil das Programm resistente Keime als Gefahr für die menschliche Gesundheit sieht.

In der Tiermast bekommen Tiere viele Antibiotika. Das sind Medikamente gegen Bakterien. Dadurch wirken sie bei Menschen schlechter. Die Grünen wollen weniger davon im Stall. Das Land soll das selbst kontrollieren. Besonders wichtige Antibiotika sollen für Masttiere verboten sein.

Kantinen auf mehr Bio umstellen, Schulessen fördern

Die Grünen wollen Kantinen dabei beraten, mehr Bioprodukte zu verwenden, und ein Landesprogramm für Schulessen auflegen. In Schulen und Kitas soll es mehr pflanzliche Angebote geben. Eine Ernährungsstrategie des Landes soll umgesetzt werden.

Viele Menschen essen jeden Tag in der Kantine. Die Grünen wollen dort mehr Bio-Essen. Dafür soll es Beratung für Kantinen geben. Das Land soll gutes Essen in Schulen fördern. In Schulen und Kitas soll es mehr pflanzliches Essen geben.

Lebensmittelverschwendung verringern, Containern entkriminalisieren

Die Grünen wollen, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden, von der Ernte bis zum Laden. Sie unterstützen Vorstöße in Bund und EU, das Containern straffrei zu stellen und das Mindesthaltbarkeitsdatum zu überarbeiten.

Viele Lebensmittel landen im Müll. Die Grünen wollen das ändern. Auch krummes Gemüse soll verkauft werden. Containern heißt: Essen aus Müll-Tonnen von Läden holen. Das soll nicht mehr strafbar sein.

Grüne: alle 16 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Niedersächsischen Weg fortsetzen und erweitern

Die SPD will die Vereinbarung zwischen Landwirtschaft, Naturschutzverbänden und Politik für mehr Artenschutz, den sogenannten Niedersächsischen Weg, flächendeckend umsetzen und langfristig finanzieren. Das Dialogformat soll auf weitere Themen ausgedehnt werden.

In Niedersachsen haben Bauern, Naturschützer und Politik einen Vertrag für mehr Artenschutz gemacht. Er heißt Niedersächsischer Weg. Die SPD will ihn weiterführen und auf Dauer bezahlen. Es sollen neue Themen dazukommen.

Faire Lebensmittelkette und Schutz der Beschäftigten

Die SPD will mehr Fairness und Transparenz in der Lebensmittelkette, damit Erzeuger und Beschäftigte ein angemessenes Einkommen erzielen. Aus Sicht des Programms bestimmt der Lebensmitteleinzelhandel die Preise bisher zu stark.

Die SPD findet: Supermärkte haben zu viel Macht über die Preise. Bauern sollen mehr Geld für ihre Produkte bekommen. Kunden sollen sehen, woher Lebensmittel kommen. Erntehelfer und Arbeiter im Schlachthof sollen fair behandelt werden.

Ökolandbau und regionale Direktvermarktung ausbauen

Die SPD will den Anteil des Ökolandbaus bis 2030 auf 15 Prozent steigern und die regionale Direktvermarktung fördern. Das soll Wertschöpfung vor Ort schaffen und den ländlichen Raum stärken.

Es soll mehr Bio-Bauernhöfe geben. Bis 2030 sollen sie 15 Prozent der Landwirtschaft ausmachen. Bauern sollen ihre Waren leichter direkt in der Region verkaufen können. Für Rinder auf der Weide soll es eine Prämie geben.

Digitale Landwirtschaft fördern und Datenmonopole verhindern

Die SPD will digitale Technik in der Landwirtschaft voranbringen, weil sie Ressourcen spart und Umwelt und Klima nützt. Zugleich will sie verhindern, dass wenige Anbieter die Daten kontrollieren und kleine Betriebe überfordert werden.

Die SPD will digitale Technik auf Bauernhöfen fördern. Das spart Wasser und Dünger. Bauern sollen ihre eigenen Daten selbst nutzen dürfen. Kleine Höfe sollen Beratung bekommen.

SPD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl