Zum Inhalt springen
parteiprogramm

CDU zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Niedersachsen springt weiter. Regierungsprogramm 2022–2027 der CDU in Niedersachsen“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 132 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Düngeregeln am Verursacherprinzip ausrichten

Die CDU will eine Düngeverordnung, die nach dem Verursacherprinzip arbeitet. Betriebe, die fachgerecht wirtschaften, sollen aus bestehenden Beschränkungen wieder herauskommen können. Dazu sollen mehr Nitrat-Messstellen entstehen und der Gewässerschutz in Kooperation mit den Beteiligten erfolgen.

Für das Düngen von Feldern gelten strenge Regeln. Die CDU will: Nur wer das Wasser belastet, soll Einschränkungen bekommen. Bauern, die sauber arbeiten, sollen wieder freier düngen dürfen. Es soll mehr Mess-Stellen für Nitrat im Wasser geben.

Das Netz der Nitrat-Messstellen soll ausgebaut und verbessert werden; die CDU will europaweit einheitliche Messbedingungen. Das sogenannte Verwertungskonzept soll abgeschafft, das Düngemanagementsystem ENNI praxisgerecht gestärkt werden. Die kooperative Gewässerschutzberatung soll wachsen und finanziell abgesichert sein. Außerdem sollen die Dauergrünlandregelung flexibler werden, die Feldberegnung mit KI und digitalen Anwendungen optimiert und das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen zu einem Forschungszentrum ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„uns für eine Düngeverordnung einsetzen, die sich am Verursacherprinzip orientiert.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Bestehende Düngebeschränkungen sollen für fachgerecht wirtschaftende Betriebe entfallen und eine Nachweispflicht abgeschafft werden, was Auflagen schrittweise lockert.

Jagd im bisherigen Umfang erhalten

Die CDU stellt sich hinter die Jägerschaft und will die flächendeckende Jagd im Reviersystem beibehalten. Die Liste der jagdbaren Arten soll nicht kürzer werden, und die Fangjagd soll erlaubt bleiben. Das Programm sieht die Jagd als Kulturgut und als praktischen Naturschutz.

Die CDU unterstützt die Jäger in Niedersachsen. Die Jagd soll überall im Land möglich bleiben. Es soll keine neuen Verbote für bestimmte Tierarten geben. Für die CDU ist die Jagd Kultur und Naturschutz.

Jagdzeiten und Jagdmethoden sollen dem Tierschutz entsprechen und nachhaltig sein. Wer seine Waffen ordnungsgemäß aufbewahrt, soll für verdachtsunabhängige Kontrollen keine Gebühr zahlen. Die Fangjagd gilt dem Programm als wichtigstes Mittel zum Schutz von Bodenbrütern. Jagd und Forstwirtschaft sollen unter dem Leitsatz „Wald und Wild“ zusammenarbeiten. Bei der Afrikanischen Schweinepest setzt die CDU auf die Jäger als Partner, auch um die Zahl der Wildschweine anzupassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„den Katalog der jagdbaren Tierarten nicht weiter einschränken.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Jagd wird als überliefertes Kulturgut ausdrücklich gegen weitere Einschränkungen verteidigt, was den bestehenden Stand bewahrt.

Aktives Wolfsmanagement einführen

Die CDU will den Wolfsbestand aktiv steuern und den Wolf ins Jagdgesetz aufnehmen, im Einklang mit Artenschutz und Europarecht. Sie begründet das mit dem Wachstum der Population, Rissen von Nutztieren und Verunsicherung vor allem auf dem Land. An der Küste soll es wolfsfreie Zonen geben.

Es gibt immer mehr Wölfe in Niedersachsen. Die CDU will die Zahl der Wölfe steuern. Jäger sollen Wölfe unter bestimmten Regeln jagen dürfen. An der Küste soll es keine Wölfe geben. Dort schützen Schafe die Deiche.

Vom Bund verlangt die CDU, für den Wolf einen günstigen Erhaltungszustand festzustellen, bundesweit oder für einzelne Länder, und eine Untergrenze mit regionalen Besonderheiten festzulegen. Die Kriterien der Monitoringberichte sollen überarbeitet werden, damit Fortpflanzung, Anpassungsfähigkeit und Wanderverhalten stärker einfließen. Beim Herdenschutz will die CDU Förderobergrenzen aufheben oder anpassen und die Beweislast einfacher regeln. In Küstenregionen mit Sturmflut- und Hochwassergefahr sollen Wölfe grundsätzlich entnommen werden, weil Weidetiere nach Darstellung des Programms die Deiche festigen. Untersucht werden soll auch, wie Wölfe und wolfsabweisende Zäune andere Wildtiere beeinflussen.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„uns dafür einsetzen, dass der Wolf europarechtskonform in das Jagdgesetz aufgenommen wird.“
Seite 55 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Niedersächsischen Weg für Artenschutz fortsetzen

Die CDU will den Niedersächsischen Weg, eine Vereinbarung zwischen Umweltverbänden und Landwirtschaft, weiter umsetzen und stärker fördern. Beim Artenschutz setzt sie neben nötigen Regeln auf Anreize, Kooperation und Eigenverantwortung. Hinzu kommen Programme für Insekten, Schutzgebiete und begrünte Städte.

Die CDU will Natur und Arten schützen. Dabei sollen Bauern und Umwelt-Verbände zusammenarbeiten. Die CDU setzt auf Belohnung und nicht nur auf Vorschriften. Es soll mehr Blüh-Streifen für Insekten geben. Auch Städte sollen grüner werden.

Blühstreifenprogramme sollen ausgebaut und um Biotopvernetzung ergänzt werden, der Vertragsnaturschutz mit Flächeneigentümern soll gestärkt werden. Vereine und Organisationen sollen Umweltschecks für Naturprojekte in Städten erhalten. Für Wattenmeer, Harz und Elbtalaue strebt die CDU einen Ausgleich zwischen Schutz und Nutzung an, Schutzgebiete und Parks sollen finanziell unterstützt werden. Geplant sind außerdem ein Modellprojekt für Artenschutz in Solarparks, mehr Naturschutzberatung sowie mehr Dach- und Fassadenbegrünung und entsiegelte Flächen. Invasive Arten wie Waschbär und Nutria sollen bekämpft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„den Niedersächsischen Weg konsequent umsetzen, die bürokratischen Hürden beseitigen und die Förderung ausbauen.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr öffentliche Förderung mit dem Vorrang freiwilliger Anreize vor Ordnungsrecht und dem Abbau von Bürokratie.

Wälder aufforsten und klimafest umbauen

Die CDU will große Aufforstungsprogramme starten, vor allem in Harz und Heide, und die Wälder an den Klimawandel anpassen. Sie verweist auf Schäden durch den Borkenkäfer und auf die Rolle des Waldes für Natur, Klima, Wirtschaft und Erholung.

Die CDU will viele neue Bäume pflanzen. Das gilt vor allem für den Harz und die Heide. Der Wald soll besser mit dem Klima-Wandel zurechtkommen. Auch in Städten sollen mehr Bäume wachsen.

Der Waldumbau soll gemeinsam mit Wissenschaft und Praxis erfolgen und wirtschaftliche, ökologische und soziale Belange im Gleichgewicht halten. Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt soll mehr Mittel für Pflanzenforschung bekommen und bundesweit eine führende Rolle einnehmen. Forstliche Zusammenschlüsse und Familienbetriebe sollen beim Aufbau klimaangepasster Wälder unterstützt werden. Die CDU will ein handelbares Zertifikat für die Kohlenstoffspeicherung des Waldes fördern und ein Förderprogramm für Baumpflanzungen in Städten auflegen.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„umfassende Aufforstungsprogramme in Niedersachsen starten. Dies gilt besonders für die Regionen in Harz und Heide.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Aufforstung, Waldumbau und ein Zertifikat für Kohlenstoffspeicherung bauen den natürlichen Klimaschutz schrittweise aus.

Langfristige Wasserstrategie und Wasserschutz ausbauen

Die CDU will eine langfristige Strategie für die Nutzung von Wasser durch Haushalte, Wirtschaft und Industrie. Geplant sind bessere Abwasserreinigung, mehr Wiederverwendung von Wasser und Schutz der Grundwasserspeicher. Das Programm verweist auf die Folgen des Klimawandels für die Trinkwasserversorgung.

Die CDU will das Wasser besser schützen. Klär-Anlagen sollen das Wasser gründlicher reinigen. Gebrauchtes Wasser soll öfter noch einmal genutzt werden. Wenn Wasser knapp ist, soll niemand Trinkwasser verschwenden.

Wasserschutz soll als Aufgabe aller Ressorts der Landespolitik gelten. Beratung und Kontrollen zum Düngerecht sollen die Qualität von Grund- und Trinkwasser deutlich verbessern. Wasserrechtliche Verfahren sollen schneller ablaufen, und bei Wasserknappheit will die CDU die Verschwendung von Trinkwasser begrenzen. Für das regionale Management der Wassermengen sollen rechtliche Grundlagen und Fördergeld geschaffen werden, dazu ein Netz steuerbarer Wasserhaltung über Gräben. Die Innerste-Talsperre im Harz soll erweitert werden, um Energie zu speichern, Trinkwasserreserven anzulegen und den Hochwasserschutz zu verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„die vierte Reinigungsstufe bei Kläranlagen landesweit einführen.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Vorgaben für Kläranlagen, Kontrollen und öffentliche Förderung im Wassermanagement erweitern staatliche Regulierung und Investitionen schrittweise.

Atommüll aus der Asse zügig zurückholen

Die CDU erwartet vom Bund, das Bergwerk Asse II zu sichern und die zugesagte Rückholung des Atommülls bald zu beginnen. Sie verweist darauf, dass Niedersachsen über Jahrzehnte besondere Lasten der Kernenergie getragen habe.

Im Bergwerk Asse II liegt Atommüll. Die CDU nennt das Bergwerk marode. Der Bund soll es sichern. Der Atommüll soll bald herausgeholt werden. Es soll weniger Transporte mit Atommüll geben.

Für die Suche nach einem Endlager verlangt das Programm eine dauerhaft sichere Lösung und bezeichnet sie als Aufgabe über Generationen. Die Zahl der Transporte radioaktiver Behälter soll sinken. Zuständig für die Sicherung der Asse ist nach dem Programm der Bund.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Die versprochene Rückholung der atomaren Abfälle muss jetzt zügig eingeleitet werden.“
Seite 67 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zu Umwelt und Tierschutz?

Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich