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parteiprogramm

SPD zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Fortschritt, der alle mitnimmt. Regierungsprogramm der SPD Niedersachsen 2022–2027“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 71 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kreislaufwirtschaft und Recycling stärken

Die SPD will die Kreislaufwirtschaft fördern, um Rohstoffe zu schonen und Abfall zu verringern. Produkte und Baustoffe sollen besser wiederverwertbar werden.

Die SPD will weniger Müll. Stoffe sollen öfter wiederverwendet werden. Produkte sollen so gebaut sein, dass man sie gut recyceln kann. Dafür soll es in ganz Deutschland gleiche Regeln geben.

Beim Design von Produkten und beim Einsatz von Rohstoffen, etwa am Bau, sollen Ressourceneffizienz und Recyclingfähigkeit steigen. Die SPD will erreichen, dass wiederverwertete Stoffe rechtlich nicht mehr als Abfall gelten. Auf Bundesebene soll das Wertstoffgesetz überarbeitet werden. Im Land sollen Projekte für eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft Fördergeld erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir werden uns auf Bundesebene für eine Novellierung des Wertstoffgesetzes einsetzen, um einen bundeseinheitlichen Rahmen für eine verbesserte Kreislaufwirtschaftsführung und Abfallvermeidung zu schaffen.“
Seite 15 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Moore wiedervernässen und Flächenversiegelung stoppen

Die SPD will Moore als natürliche CO2-Speicher schützen und dafür eine Naturschutzstiftung gründen, die Moorflächen kauft und wiedervernässt. Die Neuversiegelung von Böden soll bis 2050 enden.

Moore speichern viel CO2. Die SPD will trockene Moore wieder nass machen. Dafür soll eine neue Stiftung Moor-Flächen kaufen. Außerdem soll weniger Boden zugebaut werden.

Bis 2030 soll die Neuversiegelung unter drei Hektar pro Tag fallen und bis 2050 netto bei null liegen. Klimaschonende Bewirtschaftung wie Carbon Farming und Agroforstsysteme wird gefördert. Landwirte und der ländliche Raum sollen von Anfang an eingebunden werden und Planungssicherheit erhalten; angepasste Bewirtschaftung und CO2-Speicherung sollen ausgeglichen werden. Geplant ist ein Kompetenzzentrum Moorschutz für moorschonende Nutzungskonzepte. Freiwillige Kohlenstoffzertifikate können bei der Finanzierung helfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir werden eine Naturschutzstiftung gründen, die den Erwerb und die Wiedervernässung von Moorflächen effektiv organisieren und umsetzen wird.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Moore sollen als CO2-Senken wiederhergestellt und die Versiegelung schrittweise begrenzt werden, verbunden mit Ausgleich für die Landwirtschaft.

Wasserversorgung, Küsten- und Hochwasserschutz sichern

Die SPD will die Wasserversorgung im Klimawandel dauerhaft sichern und den Schutz vor Hochwasser und Sturmfluten ausbauen. Dazu plant sie einen Generalplan für das Wassermengenmanagement und stärkere Deiche.

Durch den Klimawandel gibt es mehr Trockenheit und mehr Hochwasser. Die SPD will einen Plan für das Wasser im Land machen. Die Deiche sollen besser werden. Flüsse sollen mehr Platz bekommen.

Der Generalplan soll Wasserversorgung, Rückhalt und Speicherung zusammenführen. Mit den Flächenbewirtschaftern soll ein Konzept entstehen, das Be- und Entwässerung mit digitalen Systemen steuert und den Boden als Speicher nutzt. Küsten- und Binnendeiche werden weiterentwickelt, und der Generalplan Küstenschutz wird fortgeschrieben. Ein Sedimentmanagement soll genug Klei als Baumaterial für Deiche sichern. Für die Vorsorge gegen Starkregen sollen Kommunen über das Landeswassergesetz ein Finanzierungsinstrument bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir werden, wo möglich, über Deichrückverlegung oder die Renaturierung von Auenbereichen mehr Rückzugs- und Retentionsräume für Wasser schaffen.“
Seite 15 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wälder klimagerecht wiederaufforsten

Die SPD will die von Trockenheit und Schädlingen geschädigten Wälder klimagerecht wiederaufforsten. In den Landesforsten soll Ökologie Vorrang vor wirtschaftlichen Zielen haben.

Viele Wälder sind durch Trockenheit und Schädlinge krank. Die SPD will neue Bäume pflanzen, die zum Klima passen. Im Wald des Landes soll die Natur wichtiger sein als der Gewinn.

Das laufende Programm zur Wiederaufforstung und Anpassung wird fortgeführt. Über die Strategie zur Anpassung an Klimafolgen soll Geld für eine forstliche Fachberatung fließen, die auf das veränderte Klima ausgerichtet ist. Das Programm begründet dies mit den Aufgaben des Waldes als CO2-Speicher, Rohstoffquelle, Lebensraum und Erholungsort.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Wir werden das laufende Wiederaufforstungs- und Anpassungsprogramm zur langfristigen Stabilisierung der Wälder an den Klimawandel konsequent fortsetzen“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Wald soll als CO2-Speicher gestärkt werden, und in den Landesforsten sollen ökologische Ziele vor wirtschaftlichen stehen.

Tierhaltung für mehr Tierwohl umbauen

Die SPD will Tierwohl und Tiergesundheit in allen Haltungsformen verbessern. Sie unterstützt die Vorschläge der Borchert-Kommission, eines Expertengremiums zum Umbau der Nutztierhaltung, und will sich im Bund für deren Finanzierung einsetzen.

Tiere auf Bauernhöfen sollen besser leben. Fachleute haben dafür Vorschläge gemacht. Die SPD will diese Vorschläge umsetzen. Auch Tiere im Zirkus und bei Transporten sollen besser geschützt werden.

Tierhalter sollen Planungssicherheit bekommen; gemeinsam mit dem Bund sollen Planungs- und Genehmigungsregeln den Umbau zu besseren Haltungsformen erleichtern. Maßnahmen zum Schutz vor Tierseuchen sollen eingeführt und gefördert werden. Die SPD will mehr Tierwohl bei Transporten und in Zirkussen erreichen. Der Handel mit Tieren und exotischen Arten im Internet soll unterbunden werden. Ehrenamtliche Arbeit in Tierheimen erhält Unterstützung.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Für mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung unterstützen wir die Empfehlungen der Borchert-Kommission zum Umbau der Nutztierhaltung“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Umbau der Tierhaltung soll mit öffentlich organisierter Finanzierung und strengeren Vorgaben vorangebracht werden.

Regionales Bestandsmanagement für Wölfe ermöglichen

Die SPD will Konflikte zwischen Weidetierhaltung, Menschen und Wölfen bei wachsender Wolfspopulation gering halten. Die Länder sollen den Wolfsbestand im Einklang mit EU-Recht regional unterschiedlich steuern können.

In Niedersachsen leben immer mehr Wölfe. Das führt zu Streit, zum Beispiel wegen Schafen auf der Weide. Die SPD will, dass die Bundesländer die Zahl der Wölfe regional steuern dürfen. Die Wölfe sollen genauer gezählt werden.

Geplant ist ein fester Dialog zum Thema Weidetierhaltung und Wolf mit allen beteiligten Organisationen und Verbänden. Die Standards für das Monitoring sollen überarbeitet werden, damit die Zahl der Wölfe in Deutschland wirklichkeitsnah erfasst wird. Das Bestandsmanagement soll den Vorgaben des europäischen Rechts entsprechen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„wollen den Ländern europarechtskonform ein regional differenziertes Bestandsmanagement ermöglichen“
Seite 18 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gewässer sauber halten und Abwasserreinigung modernisieren

Die SPD will die Qualität von Grundwasser und Oberflächengewässern sichern und dafür die europäische Wasserrahmenrichtlinie umsetzen. Verunreinigungen sollen möglichst schon an der Quelle verhindert und die Abwasserreinigung weiterentwickelt werden.

Die SPD will sauberes Wasser in Flüssen, Seen und im Boden. Dafür will sie die Regeln der EU für Gewässer einhalten. Schadstoffe sollen gar nicht erst ins Wasser kommen. Kläranlagen sollen moderner werden.

Das Programm setzt auf Vorsorge und Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftern der Flächen, damit Nährstoffe und Pflanzenschutzmittel nicht in Boden und Gewässer gelangen. Zusammen mit den Kommunen soll ein Konzept entstehen, an welchen Orten eine vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen sinnvoll ist. Gefördert werden sollen Pilotprojekte, die Mikroplastik aus dem Abwasser entfernen. Auch die Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser, etwa zur Beregnung von Feldern, soll erprobt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Die Zielvorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie werden wir konsequent umsetzen, um den Zustand unserer Gewässer zu verbessern.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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