Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Landeswahlprogramm des Landesverbandes Niedersachsen der Alternative für Deutschland“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Obergrenze für Wölfe festlegen

Die AfD will für Deutschland eine Höchstzahl an Wölfen festlegen, wie es Frankreich und Schweden getan haben. Sie begründet das mit Angriffen auf Weidetiere, die Halter in ihrer Existenz bedrohten.

Die AfD will, dass es in Deutschland nur eine bestimmte Zahl von Wölfen gibt. Wölfe töten Schafe und andere Tiere auf der Weide. Die AfD sagt: Viele Tierhalter verlieren dadurch ihr Einkommen.

Das Programm verweist auf Frankreich mit einer Grenze von 500 und Schweden mit 350 Wölfen. In Niedersachsen seien Hunderte Weidetierhalter gefährdet, erste große Schäfereien hätten bereits aufgegeben. Die Ausgleichszahlungen decken nach Darstellung der AfD die Schäden bei Weitem nicht.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Frankreich und Schweden haben dem Rechnung getragen und eine Höchstzahl für Wölfe festgelegt. (Frankreich 500, Schweden 350). Es wird Zeit, dass Deutschland diesem Beispiel folgt“
Seite 36 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tiertransporte verkürzen, Schächten verbieten

Die AfD will kleinere, regionale Schlachthöfe wieder aufbauen, damit Tiere kürzer transportiert werden. Schlachten ohne Betäubung soll auch aus religiösen Gründen nicht erlaubt sein. Der Bau moderner Ställe soll einfacher genehmigt werden.

Die AfD will mehr kleine Schlachthöfe in der Nähe der Bauern. Dann müssen Tiere nicht so weit fahren. Tiere sollen vor dem Schlachten immer betäubt werden. Das soll auch für religiöses Schlachten gelten. Bauern sollen neue Ställe leichter bauen dürfen.

Das Programm lehnt lange Transporte ebenso ab wie große industrielle Schlachthöfe, die weite Anfahrten nötig machen. Tierschutz soll von der Geburt bis zur Schlachtung gelten und ist aus Sicht der AfD nur mit modernen Ställen zu erreichen. Genehmigungen für Um- und Neubauten sollen schlanker werden. Neue Ställe sollen über ihre gesamte Nutzungsdauer ohne Nachrüstung betrieben werden dürfen, auch wenn sich Vorschriften ändern. Aktionen von Organisationen und Vereinen gegen Tierhalter, die die AfD als kriminell bezeichnet, soll die Staatsanwaltschaft sofort verfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir fordern den Wiederaufbau dezentraler, mittelständischer Schlachthöfe, weil dies dabei hilft, Tiertransporte kurz zu halten.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die heute mögliche Ausnahme für religiöses Schlachten ohne Betäubung soll entfallen, was religiöse Praktiken von Minderheiten einschränkt.

Keine weiteren Schutzgebiete ausweisen

Die AfD will bestehende Natur- und Landschaftsräume weiter schützen, aber keine neuen Schutzgebiete ausweisen und Nationalparks nicht vergrößern. Sie sieht darin eine schleichende Enteignung der Eigentümer.

Die AfD will die Natur in Niedersachsen weiter schützen. Es soll aber keine neuen Schutz-Gebiete geben. Auch National-Parks sollen nicht größer werden. Die AfD sagt: Sonst verlieren Eigentümer nach und nach die Kontrolle über ihr Land.

Die Ablehnung gilt für weitere Gebiete nach europäischem Naturschutzrecht ebenso wie für größere Nationalparks. Auch Meeresschutzzonen lehnt die AfD ab, wenn sie mittelständische Fischer gefährden; Umweltregeln sollen in Deutschland nicht strenger ausgelegt werden als anderswo in Europa. In der Forstwirtschaft sollen allein Waldbauern und Forstwirte über die Baumarten entscheiden, die einseitige Förderung von Buchen lehnt die Partei ab. Eine weitere Verschärfung des Jagdgesetzes will sie nicht.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Die Ausweisung weiterer Schutzgebiete, FF91H-Gebiete, NATURA 2000Gebiete sowie Nationalparkausweitungen lehnen wir ab“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Neue Schutzauflagen für Flächen werden mit Verweis auf das Eigentum abgelehnt, was weniger Regulierung bedeutet.

Was sagen die anderen Parteien zu Umwelt und Tierschutz?

Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich