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Grüne zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Von hier an Zukunft. Das grüne Wahlprogramm zur Landtagswahl 2022 (Alle Stimmen für den Wandel)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 122 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kolonialgeschichte aufarbeiten, Migrationsgeschichte sichtbar machen

Die Grünen wollen die Erinnerungskultur in NRW erweitern und die Kolonialgeschichte samt ihren Folgen systematisch aufarbeiten. Zugleich sollen Mehrsprachigkeit, Menschenrechtsbildung und die Vertretung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte gestärkt werden.

Die Grünen wollen die Kolonial-Geschichte aufarbeiten. Kolonial-Geschichte heißt: Europäische Länder haben früher andere Länder beherrscht. Dafür soll es einen Plan für NRW geben. Auch die Geschichte der Einwanderung soll mehr Platz bekommen. Menschen mit Einwanderungs-Geschichte sollen mehr mitreden.

Geplant ist ein Konzept, das die historische Verantwortung in NRW untersucht und das Thema in Schulen, Kultureinrichtungen und Stadtvierteln behandelt. Dabei sollen auch wirtschaftliche Verflechtungen bis heute betrachtet werden. Das Dokumentationszentrum DoMiD soll weiter unterstützt und Migrationsgeschichte als Teil der Landesgeschichte gestärkt werden. Außerdem wollen die Grünen Mehrsprachigkeit fördern, Menschenrechtsbildung ausbauen und Organisationen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte stärker fördern. Deren Repräsentation in öffentlichen Institutionen soll vorangetrieben werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Hierzu wollen wir ein Konzept entwickeln, das sowohl die historische Aufarbeitung der Verantwortung in NRW als auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema in Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie in Stadtquartieren umfasst.“
Seite 93 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Erinnerungskultur soll um Kolonial- und Migrationsgeschichte erweitert und Vielfalt stärker repräsentiert werden, was den heutigen Stand schrittweise in progressive Richtung verschiebt.

Kulturförderung deutlich erhöhen

Die Grünen wollen die Kulturförderung des Landes deutlich anheben und dabei auch die freie Szene und die Soziokultur berücksichtigen. Die Kulturszene soll sich nach der Corona-Krise erholen können. Dafür sollen auch die Kommunen finanziell gestärkt werden.

Die Grünen wollen mehr Geld für Kultur ausgeben. Das Geld soll auch an freie Künstler und kleine Kultur-Vereine gehen. Die Kultur soll sich von der Corona-Krise erholen. Auch Städte und Gemeinden sollen mehr Geld für Kultur haben.

Solange die Folgen der Pandemie anhalten, sollen besondere Förderprogramme weiterlaufen. Städte, Gemeinden und Kreise sollen finanziell gestärkt werden, weil sie Kultur vor Ort maßgeblich bezahlen. Mittelfristig will die Partei die Förderstrukturen des Landes überprüfen und krisenfest machen, wobei die Erfahrungen aus der Corona-Zeit einfließen. Bund, Land und Kommunen sollen in der Kulturförderung besser zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 111)
„Wir Grüne setzen uns auch künftig für eine deutliche Erhöhung der Kulturförderung im Land ein.“
Seite 111 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentlichen Ausgaben für Kultur sollen deutlich steigen, was den bestehenden Förderrahmen in Richtung mehr staatlicher Leistungen verschiebt.

Kulturschaffende sozial besser absichern

Die Grünen wollen, dass Kunstförderung auch die soziale Sicherung der Künstlerinnen und Künstler zum Ziel hat. Sie planen eine Mindestgage an öffentlichen Theatern und wollen die Stipendienprogramme des Landes vorerst fortführen. Begründet wird das mit niedrigen, unregelmäßigen Einkommen und fehlender Altersvorsorge.

Viele Künstler verdienen wenig und unregelmäßig. Die Grünen wollen sie besser absichern. An öffentlichen Theatern soll es eine Mindest-Gage geben. Das Land soll Stipendien bis zum Ende der Pandemie weiter zahlen.

Nach dem Programm soll sich die Förderung nicht nur an den Ergebnissen künstlerischer Arbeit ausrichten. Die Stipendienprogramme des Landes sollen bis zum Ende der Pandemie weiterlaufen. Danach will die Partei auswerten, welche Bestandteile dauerhaft in die Kulturförderung übernommen werden können. Die Gagenuntergrenze soll für Solo-Beschäftigte an öffentlichen Theatern gelten, sowohl für Darstellende als auch für Beschäftigte im Hintergrund.

Originalzitat anzeigen (Seite 111)
„Über eine Gagenuntergrenze für Solo-Beschäftigte an öffentlichen Theatern – auf und hinter der Bühne – verbessern wir außerdem die Arbeitsbedingungen von Künstler*innen.“
Seite 111 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine Mindestgage und die soziale Absicherung als Förderziel bedeuten mehr Regulierung und öffentliche Leistungen im Kulturbereich.

Räume für Kultur schaffen und Clubs schützen

Die Grünen wollen Kulturräume in ganz NRW erhalten und neue schaffen. Dazu gehören günstige Produktionsräume und Werkstätten, die Zwischennutzung leerer Gebäude und der Schutz von Clubs vor Verdrängung. Auch Gebäude und Flächen des Landes sollen dafür geöffnet werden.

Kultur braucht Platz. Die Grünen wollen Räume für Kunst und Kultur schaffen. Leere Gebäude sollen für Kultur genutzt werden können. Künstler sollen günstige Werkstätten bekommen. Clubs sollen nicht verdrängt werden.

Kommunen, die leerstehende Gebäude vorübergehend kulturell nutzen lassen wollen, sollen Hilfe erhalten, etwa bei Versicherungskosten. Das Land will Reallabore in den Kommunen mitfinanzieren. Nach dem Konzept des Werkkunsthauses NRW und einem Berliner Vorbild sollen flexibel nutzbare Werkstätten entstehen. NRW.URBAN und der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes sollen zur Zusammenarbeit mit den Kommunen verpflichtet werden. Die Lärmschutzregeln sollen so angepasst werden, dass Anwohnerinteressen und Kulturbetrieb ausgeglichen werden, und die Anerkennung von Clubs als Kulturorte soll im Landesrecht umgesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 112)
„Um NRW als Standort der Kunst- und Kulturproduktion zu stärken, fördern wir Produktionsräume für die Kunst, die gemeinsam und kostengünstig genutzt werden können.“
Seite 112 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Zugang zu Kultur für junge Menschen erleichtern

Die Grünen wollen kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche ausbauen und den Zugang zu Kultur sozial verträglich gestalten. Sie wollen einen Kulturpass für junge Menschen erproben und Modellprojekte wie ein Kulturticket oder freien Eintritt für Schulklassen voranbringen. Musische Fächer an Schulen sollen gestärkt werden.

Kinder und Jugendliche sollen leichter Kultur erleben können. Die Grünen wollen einen Kultur-Pass für junge Leute testen. Schulklassen sollen öfter ins Theater, Museum oder Konzert gehen. Musik und Kunst sollen in der Schule wichtiger werden.

Bestehende Programme wie JeKits, Kulturrucksack NRW sowie Kultur und Schule sollen weiterentwickelt werden. Förderangebote sollen weniger Bürokratie und weniger Barrieren haben. Besuche in Theatern, Museen und Konzerten sollen fester Teil der schulischen kulturellen Bildung werden. Kooperationen zwischen freier Szene und öffentlichen Kultureinrichtungen sollen stärker gefördert werden. Als Vorbild für den Kulturpass nennt das Programm Frankreich.

Originalzitat anzeigen (Seite 112)
„Wir werden einen Kulturpass für Jugendliche und junge Erwachsene erproben, was beispielsweise in Frankreich bereits praktiziert wird.“
Seite 112 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vergünstigte oder kostenlose Kulturangebote für junge Menschen erweitern öffentliche Leistungen schrittweise.

Gedenkstätten finanziell absichern

Die Grünen wollen die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachhalten und die Arbeit der Gedenkstätten weiter finanzieren. Sie begründen das damit, dass es kaum noch Zeitzeugen gibt und viele Familien keinen eigenen Bezug zur NS-Geschichte haben. Forderungen nach einem Schlussstrich lehnen sie ab.

Die Grünen wollen an die Opfer der Nazi-Zeit erinnern. Gedenkstätten sollen weiter Geld bekommen. Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen. Deshalb soll die Erinnerung für alle erlebbar bleiben. Auch an Opfer rechter Gewalt nach 1945 soll erinnert werden.

Die Partei zeigt sich offen dafür, weitere Erinnerungsorte zugänglich zu machen und mit Angeboten auszustatten. Dabei soll auch der Opfer des Rechtsextremismus in der Nachkriegszeit gedacht werden. Die Gedenkstätte Stalag 326 in Schloß Holte-Stukenbrock soll ausgebaut und weiterentwickelt werden. Kräften, die das Gedenken beenden wollen, wollen sich die Grünen entgegenstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 113)
„Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die Erinnerung für alle Menschen lebendig und erfahrbar gemacht wird, und sichern daher die Arbeit der Gedenkstätten finanziell weiter ab.“
Seite 113 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Stellung der Denkmalfachämter erhalten

Die Grünen wollen den Denkmalschutz in NRW stärken und die Rolle der Fachämter bei den Landschaftsverbänden bewahren. Sie wenden sich gegen das von der Landesregierung geplante Denkmalschutzgesetz, das aus ihrer Sicht den Schutz von Baudenkmälern schwächt. Zugleich soll klimagerechtes Bauen mit dem Denkmalschutz vereinbart werden.

Die Grünen wollen Denkmäler besser schützen. Fachleute in den Denkmal-Ämtern sollen weiter mitreden. Die Grünen sind gegen das geplante Gesetz der Regierung in NRW. Bauen soll Denkmäler schützen und auch gut für das Klima sein.

Nach Auffassung der Partei würde das geplante Gesetz von CDU und FDP Baudenkmäler politischen und wirtschaftlichen Interessen aussetzen. Die Fachämter für Baudenkmalpflege sollen ihre Stellung behalten, ebenso die bisherige Zusammenarbeit mit den Unteren Denkmalbehörden. Wie sich ökologisches Bauen und Denkmalschutz verbinden lassen, will die Partei im Dialog mit Fachverbänden und Behörden klären.

Originalzitat anzeigen (Seite 113)
„Wir Grüne wollen deshalb die Stellung der bei den Landschaftsverbänden angesiedelten Denkmalfachämter für Baudenkmalpflege mit ihrer fachlichen Expertise erhalten“
Seite 113 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Klimagerechtes Bauen und Denkmalschutz sollen miteinander vereinbart werden, ohne einem der beiden Anliegen Vorrang zu geben.

Kunstbetrieb vielfältiger und ökologischer machen

Die Grünen wollen, dass öffentlich geförderte Kultureinrichtungen gesellschaftliche Vielfalt und Barrierefreiheit stärker berücksichtigen. Mehr Frauen sollen Intendanzen übernehmen, und neue Leitungsmodelle sollen das hierarchische Intendanzmodell ablösen. Außerdem soll der Kulturbetrieb ressourcenschonender arbeiten.

Kultur-Einrichtungen sollen die Vielfalt der Gesellschaft zeigen. Mehr Frauen sollen Theater leiten. Es soll neue Formen der Leitung geben, mit weniger Hierarchie. Die Kultur soll auch umweltfreundlicher arbeiten.

Vielfalt soll sich im Programm sowie bei der Auswahl von Künstlerinnen und Künstlern, Führungskräften und Jurys zeigen. Leitungs- und Organisationsformen jenseits der klassischen Intendanz sollen zum Normalfall werden. Die Partei will gegen Machtmissbrauch und Diskriminierung in Kulturinstitutionen vorgehen und die Mitsprache der Künstlerinnen und Künstler stärken. Modellprojekte für kollektive und partizipative Strukturen sollen gefördert werden. Die Grünen unterstützen zudem eine Beratungsstelle „Green Culture Desk“ und einen entsprechenden Fonds des Bundes.

Originalzitat anzeigen (Seite 113)
„Öffentlich geförderte Einrichtungen werden wir dabei unterstützen, die gesellschaftliche Vielfalt und die Barrierefreiheit stärker zu berücksichtigen“
Seite 113 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Vielfalt, mehr Frauen in Leitungspositionen und weniger hierarchische Strukturen im Kulturbetrieb fördern Gleichstellung schrittweise.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Kulturbetrieb soll mit Beratung und Fördermitteln ressourcenschonender werden, was den Klimaschutz schrittweise stärkt.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk sichern und weiterentwickeln

Die Grünen bekennen sich zu einem staatsfernen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und wollen die Finanzierung des WDR weiter sichern. Der Sender soll sich zugleich weiterentwickeln und Gruppen erreichen, die er bisher kaum anspricht. Gremien, Formate und Inhalte sollen die Vielfalt der Gesellschaft besser abbilden.

Die Grünen stehen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der WDR soll weiter genug Geld bekommen. Er soll mehr junge Menschen und Menschen mit Migrations-Geschichte erreichen. Die Mediatheken aller Sender sollen zusammenwachsen.

Nach dem Programm sichert der öffentlich-rechtliche Rundfunk unabhängigen und für alle zugänglichen Journalismus. Der WDR soll Unterstützung dabei erhalten, Jugendliche und Menschen mit Migrationserfahrung besser anzusprechen. Seine Gremien sollen künftig vielfältiger besetzt sein. Die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender sollen zu gemeinsamen Plattformen ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 114)
„Wir verteidigen den WDR entschieden gegen populistische Attacken von rechts und sichern weiterhin seine Finanzierung ab.“
Seite 114 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Gremien und Inhalte des WDR sollen die gesellschaftliche Vielfalt stärker abbilden, was den Sender schrittweise in Richtung Vielfalt verändert.

Lokale Medienvielfalt und gemeinnützigen Journalismus stärken

Die Grünen wollen die Vielfalt lokaler Zeitungen und Radiosender erhalten, damit keine Regionen ohne unabhängige Berichterstattung entstehen. Sie wollen gemeinnützigen Journalismus fördern und das Lokalradio stärken. Das Medienkonzentrationsrecht soll auch digitale Medien erfassen.

Es gibt immer weniger lokale Zeitungen und Radiosender. Die Grünen wollen diese Medien unterstützen. Gemeinnütziger Journalismus soll leichter Spenden bekommen. Gemeinnützig heißt: Er arbeitet nicht für Gewinn. Die Regeln gegen zu viel Macht einzelner Medien-Firmen sollen moderner werden.

Die Unterstützung lokaler Medien soll über eine neue gemeinsame Medienanstalt der Länder abgesichert werden. Bürgermedienvereine und Redaktionsnetzwerke sollen sich einfacher durch Spenden finanzieren können, besonders dort, wo herkömmliche Lokalmedien sich zurückziehen. Die Partei bekennt sich zum Zwei-Säulen-Modell des NRW-Lokalfunks und will die Unterstützung durch die Landesmedienanstalt fortführen. Sie unterstützt die Forderung der Landesmedienanstalten, das Medienkonzentrationsrecht auf alle relevanten Mediengattungen und Märkte auszudehnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 114)
„Wir geben der Idee des gemeinnützigen Journalismus Rückenwind, so dass Bürger*innenmedienvereine und Redaktionsnetzwerke ihre wichtige Arbeit leichter über Spenden finanzieren können.“
Seite 114 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Unterstützung für Lokalmedien und ein auf digitale Märkte erweitertes Konzentrationsrecht bedeuten mehr staatliche Förderung und Regulierung.

Medienkompetenz fördern und Desinformation bekämpfen

Die Grünen wollen, dass Menschen jeden Alters lernen, Informationen und Medien kompetent zu nutzen und Falschmeldungen zu erkennen. Gegen desinformierende und hetzerische Inhalte setzen sie auf Fakten-Checks, ein erweitertes Gegendarstellungsrecht und Strafverfolgung. Das mehrsprachige Angebot des WDR soll wieder deutlich wachsen.

Falsche Nachrichten können der Demokratie schaden. Die Grünen wollen, dass alle Menschen Medien gut verstehen lernen. Besonders Schüler sollen Falschmeldungen erkennen können. Hetze und gezielte Lügen sollen verfolgt werden. Der WDR soll wieder mehr Sendungen in anderen Sprachen anbieten.

Die Partei will Projekte von Bürgermedien fördern, die vor allem Schülerinnen und Schüler befähigen, Falschmeldungen zu erkennen und selbst Fakten zu prüfen. Der Landesverband Bürgermedien NRW soll Unterstützung erhalten. Das Programm verweist auf Desinformationskampagnen ausländischer autokratischer Akteure und will deshalb auch internationale Medien beachten. Internet und soziale Medien brauchen nach Ansicht der Grünen mehr Selbstkontrolle und Regulierung. Sicherheitsbehörden sollen für das Thema sensibilisiert und entsprechend ausgestattet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 115)
„Das Recht auf Gegendarstellung wollen wir ausweiten, eine konsequente Strafverfolgung sicherstellen und unsere Sicherheitsbehörden entsprechend sensibilisieren und ausstatten.“
Seite 115 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Regulierung sozialer Medien, konsequente Strafverfolgung und besser ausgestattete Sicherheitsbehörden verschieben den Stand schrittweise in Richtung staatlicher Kontrolle.

Medien-, Film- und Kreativwirtschaft fördern

Die Grünen wollen die Film- und Medienbranche in NRW als Wirtschaftsfaktor weiter stärken. Dazu sollen Förderung und Vernetzung ausgebaut, Gründungen in der Kreativwirtschaft unterstützt und eine Popkulturförderung aufgebaut werden. Zudem unterstützen sie die Ansiedlung eines Deutschen Fotoinstituts in NRW.

NRW ist ein wichtiges Land für Film und Medien. Die Grünen wollen diese Branche weiter fördern. Gründer in der Kreativ-Wirtschaft sollen mehr Hilfe bekommen. Auch Pop-Kultur soll gefördert werden. Ein Deutsches Foto-Institut soll nach NRW kommen.

Die Branche soll durch Fördermittel und die Verknüpfung mit anderen, auch internationalen Förderprogrammen gestärkt werden. Das Mediennetzwerk NRW soll ausgebaut werden, wobei Einrichtungen wie das GamesLab Cologne, das Mediengründerzentrum NRW und die Kölner Filmschule eine wichtige Rolle spielen. Die Arbeit der Film- und Medienstiftung NRW soll weiter unterstützt werden. Die Gründerförderung soll gemeinsam mit Fach- und Kunsthochschulen wachsen. Das fotografische Erbe soll erfasst, erforscht und bewahrt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 115)
„Die Gründerförderung in Kreativwirtschaft und Kultur wollen wir in Kooperation mit den Fach- und Kunsthochschulen in NRW weiter ausbauen und zusätzlich auch eine effektive Popkulturförderung in NRW etablieren.“
Seite 115 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Branche soll durch mehr öffentliche Förderprogramme gestärkt werden, was die staatliche Wirtschaftsförderung schrittweise ausweitet.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich