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CDU zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Machen, worauf es ankommt. Nordrhein-Westfalen: Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark (Beschluss 26. März 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 109 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kulturhaushalt des Landes um 50 Prozent erhöhen

Die CDU will die Kulturausgaben des Landes in mehreren Schritten noch einmal um die Hälfte steigern. Auch kommunale Theater und Orchester sollen deutlich mehr Landesgeld erhalten.

Die CDU will mehr Geld für Kultur ausgeben. Das Land soll die Hälfte mehr zahlen als bisher. Das soll Schritt für Schritt geschehen. Auch Theater und Orchester in den Städten sollen mehr Geld bekommen.

Nach der Erhöhung seit 2017 soll der Kulturetat ein weiteres Mal stufenweise um 50 Prozent wachsen. Bei den Betriebskosten kommunaler Theater und Orchester soll der Landesanteil von heute etwa zehn Prozent langfristig auf 20 Prozent steigen. Zusätzlich plant die CDU einen Verstärkungsfonds für Kultureinrichtungen, die von Kommunen getragen oder gefördert werden. Kooperationen sollen die kulturelle Infrastruktur stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Wir werden den Kulturhaushalt des Landes erneut schrittweise um 50 Prozent anheben.“
Seite 82 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Der Kulturetat soll um die Hälfte und der Landesanteil an Theatern und Orchestern auf das Doppelte steigen, was die öffentlichen Ausgaben in diesem Bereich um mehr als ein Viertel ausweitet.

Künstler, Freie Szene und Kreativwirtschaft gezielter fördern

Die CDU will Kunstschaffenden bessere Einkommen und eine verlässliche soziale Absicherung verschaffen und dafür eine Lösung gemeinsam mit Bund und Ländern suchen. Die Förderung soll passgenauer, mehrjährig und mit weniger Bürokratie erfolgen; auch die Kultur- und Kreativwirtschaft soll eigene Förderung erhalten.

Die CDU will Künstlerinnen und Künstlern helfen. Sie sollen mehr verdienen und besser abgesichert sein. Fördergeld soll es für mehrere Jahre geben. Das soll weniger Papierkram bedeuten. Auch kleine Buchverlage sollen Geld bekommen.

Geplant ist ein neu geordnetes, ausgebautes Stipendienprogramm sowie weitere Förderung junger Kunstschaffender. Die Freie Szene soll in allen Sparten gestärkt werden, die neuen Fördermodelle sollen ausgeweitet werden, damit Ensembles planen können. Mehrjährige Förderzusagen sollen den Verwaltungsaufwand senken. Für die Kultur- und Kreativwirtschaft will die CDU einen Kulturwirtschaftsbericht und eine neue Förderrichtlinie vorlegen. Kleine, unabhängige Buchverlage sollen ein eigenes Programm bekommen, und die über das POPBOARD NRW gebündelte Popkultur soll unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Wir werden die Einnahmesituation der Künstlerinnen und Künstler verbessern und ihre soziale Absicherung dauerhaft sicherstellen.“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Förderprogramme und die soziale Absicherung von Kunstschaffenden sollen ausgebaut werden, was öffentliche Leistungen schrittweise erweitert.

Diversität in der Kultur stärken, Dritte Orte ausbauen

Die CDU will Vielfalt als festen Teil ihrer Kulturpolitik stärken und ein Kompetenzzentrum Diversität unterstützen. Die sogenannten Dritten Orte, kulturelle Treffpunkte vor allem im ländlichen Raum, sollen landesweit entstehen.

Die CDU will mehr Vielfalt in der Kultur. Dafür soll es eine Beratungs-Stelle geben. Auf dem Land soll es überall Kultur-Treffpunkte geben. Diese heißen Dritte Orte.

Das Kompetenzzentrum Diversität soll als Anlaufstelle für Service und Beratung dienen und auf dem bestehenden Gesamtkonzept zu Diversität und Teilhabe aufbauen. Das Regionale Kulturprogramm soll weiterentwickelt werden. Die Dritten Orte, die das Programm als Erfolg wertet, sollen im ganzen Land verfügbar sein. Außerdem will die CDU Ansätze fördern, die Kultureinrichtungen ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltiger machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Diversität ist nicht nur Querschnittsthema, sondern wesentlicher Bestandteil unseres kulturpolitischen Verständnisses. Wir werden sie stärken.“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Diversität soll in der Kulturförderung mit einem eigenen Kompetenzzentrum ausgebaut werden, was den heutigen Stand schrittweise in Richtung Vielfalt verschiebt.

Digitalisierung von Kunst und Kultur vorantreiben

Die CDU will die Digitalisierung im Kulturbereich beschleunigen. Museumssammlungen sollen landesweit digital erfasst werden, und Kunstschaffende sollen gemeinsam nutzbare digitale Produktionsorte bekommen.

Die CDU will Kultur digitaler machen. Alle Museen sollen ihre Sammlungen im Computer erfassen. Künstlerinnen und Künstler sollen digitale Werkstätten bekommen. Diese sollen sie gemeinsam nutzen können.

Die Digitalität soll in vier Bereichen weiterentwickelt werden: künstlerische Produktion, Vernetzung, Vermittlung und Erhalt des kulturellen Erbes. Das Land soll gemeinschaftliche digitale Produktionsstätten mit aktueller Technik fördern und neue Räume zum Experimentieren schaffen. Die bisher in Modellprojekten erprobte digitale Erfassung von Sammlungen soll auf sämtliche Museen ausgedehnt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Wir werden die digitale Erfassung von Sammlungsbeständen für alle Museen in der Fläche umsetzen.“
Seite 83 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gedenkstätten und Vertriebenenkultur stärken

Die CDU will die Gedenkstättenarbeit im Land ausbauen und das frühere Kriegsgefangenenlager Stalag 326 zu einer national bedeutsamen Gedenkstätte machen. Zugleich sollen die Einrichtungen für Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler gestärkt werden.

Die CDU will Gedenkstätten stärken. Das sind Orte, die an die Geschichte erinnern. Ein früheres Lager für Kriegsgefangene soll eine große Gedenkstätte werden. Auch die Kultur der Vertriebenen soll mehr Unterstützung bekommen.

Gedenkstätten sollen digitale Mittel nutzen, um Wissen zu vermitteln. Durch das Stalag 326 ging laut Programm zwischen 1941 und 1945 jeder dritte sowjetische Kriegsgefangene im Deutschen Reich, mehrheitlich Menschen ukrainischer Herkunft. Die geplante Erinnerungsstätte Unna-Massen soll gemeinsam mit dem Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens weiter begleitet werden. Der Landesbeirat und der Landesbeauftragte für Vertriebene und (Spät-)Aussiedler sollen gestärkt werden, weil diese Gruppen aus Sicht der CDU wesentlich zum Wohlstand beigetragen haben. Die Martin-Opitz-Bibliothek soll als An-Institut der Ruhr-Universität Bochum zu einem Zentrum für die Geschichte der Deutschen in Osteuropa werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Wir stärken die Arbeit der Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen und nutzen dabei digitale Möglichkeiten für die Wissensvermittlung.“
Seite 84 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Heimatförderprogramm des Landes fortführen

Die CDU will das Landesprogramm zur Heimatförderung weiterführen. Es unterstützt ehrenamtliche und örtliche Initiativen, die Orte der Identifikation erhalten und Brauchtum pflegen.

Das Land hat ein Programm für die Heimat. Es gibt Geld an Menschen, die sich für ihren Ort einsetzen. Die CDU will dieses Programm weiterführen. Mehr Menschen sollen mitmachen.

Das Programm trägt den Namen „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen.“ und war nach Angaben der CDU bisher mit 150 Millionen Euro ausgestattet. Gefördert werden Initiativen, die Orte der Identifikation bewahren oder neu schaffen. Aus Sicht der CDU sollen so Brauchtum und Tradition gepflegt und an kommende Generationen weitergegeben werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 95)
„Wir werden das erfolgreiche Förderprogramm fortführen und damit noch mehr Menschen als bisher für unsere Heimat Nordrhein-Westfalen begeistern.“
Seite 95 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Ein bestehendes Programm zur Pflege von Brauchtum und Tradition soll unverändert weiterlaufen, der heutige Stand bleibt also erhalten.

Film- und Fernsehstandort weiter fördern

Die CDU will die Förderung von Film und Fernsehen in Nordrhein-Westfalen fortführen und die Bedingungen für Produktionen verbessern. Kinos auf dem Land sollen gestärkt werden.

Die CDU will Film und Fernsehen in Nordrhein-Westfalen weiter fördern. Die Film-Stiftung des Landes soll dafür Geld bekommen. Auch Kinos auf dem Land sollen Hilfe bekommen.

Die Mittel der Film- und Medienstiftung NRW sollen laufend angepasst werden. Damit soll die Stiftung neben klassischen Produktionen auch interaktive und multimediale Internet- und Games-Projekte unterstützen können. Das Programm verweist darauf, dass die Landesmittel für Film, TV und Games 2021 bei 17,2 Millionen Euro lagen. Eine lebendige Kinolandschaft zählt die CDU zur Kultur des Landes.

Originalzitat anzeigen (Seite 104)
„Wir werden die Standort- und Produktionsbedingungen weiter verbessern und die gezielte Förderung des Film- und Fernsehstandorts Nordrhein-Westfalen fortsetzen.“
Seite 104 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die staatliche Förderung einer Branche soll fortgesetzt und laufend angepasst werden, was einen schrittweisen Ausbau öffentlicher Mittel bedeutet.

Lokalfunk stärken und WDR-Auftrag weiterentwickeln

Die CDU will das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk an das digitale Zeitalter anpassen. Der Lokalfunk soll gestärkt, das Profil des WDR geschärft werden.

Die CDU will die lokalen Radio-Sender stärken. Sie sollen beim Wechsel ins Digitale Hilfe bekommen. Der WDR soll sich stärker auf besondere Inhalte konzentrieren. Gemeint sind Inhalte, die private Sender weniger bieten.

Lokalsender sollen beim Übergang in die digitale Verbreitung unterstützt werden. Zusammen mit der Landesmedienanstalt will die CDU nach Wegen suchen, die Kosten für Übertragung und Verbreitung zu senken. Struktur und Auftrag des WDR sollen weiterentwickelt werden. Im öffentlich-rechtlichen Angebot sollen Inhalte mehr Gewicht bekommen, die zur Vielfalt beitragen und die private Medien weniger leisten können. Die Rundfunkanstalten sollen mehr Eigenverantwortung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 104)
„Wir schärfen das Profil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und entwickeln im Rahmen unserer Möglichkeiten Struktur und Auftrag des WDR zukunftsfähig weiter.“
Seite 104 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Medienkompetenz in allen Altersgruppen fördern

Die CDU will die Fähigkeit zum Umgang mit Medien und Informationen ausbauen. Das soll gegen Hass, Bedrohungen und Falschnachrichten im Netz helfen und einen überlegten Umgang mit digitalen Medien ermöglichen.

Die CDU will, dass alle Menschen gut mit Medien umgehen können. Das soll gegen Hass und falsche Nachrichten im Internet helfen. Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen gestärkt werden.

Bestehende Initiativen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen gestärkt und miteinander vernetzt werden. Die Landesanstalt für Medien soll zur zentralen Anlauf- und Koordinierungsstelle für entsprechende Projekte werden. Ihre Rolle beim digitalen Kinder- und Jugendmedienschutz sowie im Vorgehen gegen Hassrede, Desinformation und Extremismus im Netz will die CDU stärken. Das Programm verweist auf den bereits gestarteten #DigitalCheckNRW.

Originalzitat anzeigen (Seite 104)
„Wir bauen die Medien- und Informationskompetenz als Schlüsselqualifikation für die digitale Welt aus“
Seite 104 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lokaljournalismus stärken und als gemeinnützig anerkennen

Die CDU will Qualitätsjournalismus vor allem auf lokaler und regionaler Ebene im Netz wettbewerbsfähig halten. Journalismus soll steuerrechtlich als gemeinnützig gelten können.

Die CDU will den Journalismus vor Ort stärken. Journalismus soll als gemeinnützig gelten. Gemeinnützig heißt: Er dient der Allgemeinheit und bekommt Vorteile bei der Steuer. Geprüfte Nachrichten sollen im Internet gut zu finden sein.

Die CDU unterstützt Initiativen für bessere Ausbildung, Nachwuchsgewinnung und Lokaljournalismus und will das Grimme-Institut weiter profilieren. Redaktionell geprüfte Inhalte sollen im Netz ohne Benachteiligung auffindbar sein. Werbevorgaben für Internet und Rundfunk sollen rechtlich angeglichen werden. Außerdem befürwortet das Programm eine länderübergreifende digitale Plattform in Europa, mehr Inklusion und Diversität sowie barrierefreie Angebote in den Medien. Bei Dreharbeiten sollen Tarifverträge und soziale Standards eingehalten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 105)
„uns weiterhin dafür einsetzen, dass Journalismus in der Abgabenordnung als gemeinnützige Tätigkeit anerkannt wird“
Seite 105 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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