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SPD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Fortschritt, der alle mitnimmt. Regierungsprogramm der SPD Niedersachsen 2022–2027“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 71 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Videospiele und eSport fördern

Die SPD betrachtet das Videospiel als wichtige digitale Kunstform und will die Medienförderung dafür öffnen. Digitale Kunst soll denselben Schutz und dieselbe Förderung erhalten wie analoge.

Die SPD sieht Videospiele als Kunst. Das Land soll die Entwicklung von Videospielen fördern. Eltern sollen mehr über Videospiele lernen können. Auch eSport soll Hilfe bekommen.

Das Land soll Angebote zur Medienkompetenz rund um Videospiele schaffen, auch für Eltern. Wer eSport betreibt, soll dabei Unterstützung erhalten. Neue kulturelle Ausdrucksformen im Netz sollen der Kunst außerhalb des Netzes gleichgestellt sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Wir wollen deshalb die Medienförderung auch auf die Förderung von Videospielentwicklungen ausrichten.“
Seite 29 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Arbeitsbedingungen in der Kulturbranche verbessern

Die SPD will bessere Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung für Beschäftigte in der Kultur. Landeszuschüsse sollen an Tarifabschlüsse gekoppelt und Mindestgagen an Theatern angehoben werden. Das Programm verweist auf Missstände, die in der Corona-Pandemie sichtbar wurden.

Menschen in der Kultur sollen bessere Arbeit haben. An Theatern soll der niedrigste Lohn steigen. Das Land soll mehr Geld geben, wenn die Löhne steigen. Künstler ohne feste Stelle sollen besser abgesichert sein.

Zum Konzept gehören die Übernahme ausgehandelter Tariferhöhungen, Ausstellungshonorare und Stipendienprogramme. Die Zuschüsse des Landes an die acht kommunalen Theater und das Göttinger Symphonieorchester sollen vertraglich den jeweiligen Tarifverträgen folgen. Soloselbstständige sowie befristet oder prekär Beschäftigte sollen eine faire soziale Absicherung erhalten. Für die Vereinbarkeit mit der Familie will die SPD mit Verbänden Lösungen erarbeiten und prüfen, wie vertragliche Zusagen verlängert werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Für die kommunalen und Staatstheater werden wir die Mindestgagen erhöhen.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Mindestgagen, tarifgebundene Zuschüsse und mehr soziale Absicherung bedeuten mehr öffentliche Mittel und Regulierung zugunsten der Beschäftigten.

Kultureinrichtungen und kulturelle Teilhabe stärken

Die SPD will ein flächendeckendes, vielfältiges und barrierefreies Kulturangebot. Landeskultureinrichtungen sollen erhalten und saniert, Musikschulen, freie Theater und soziokulturelle Zentren stärker gefördert werden.

Kultur soll für alle Menschen offen sein. Die SPD will Museen, Bibliotheken und Theater des Landes erhalten. Alte Gebäude sollen erneuert werden. Musik-Schulen sollen mehr Geld vom Land bekommen. Auch Kinder aus armen Familien sollen mitmachen können.

Bei Landesmuseen, Landesbibliotheken, Landesarchiv und Staatstheatern soll der Investitionsstau abgebaut werden. Die Spielstättenförderung für freie Theater soll dauerhaft gelten und wachsen, die Digitalisierung der Bibliotheken wird fortgesetzt. Öffentliche und gemeinnützige Musikschulen sollen mehr Landesmittel und sozialversicherungspflichtige Regelarbeitsverhältnisse erhalten. Kooperationen mit Ganztagsschulen sowie soziokulturelle Zentren werden unterstützt. Ein Kulturdialog soll entstehen, und das Kulturfördergesetz wird in einem Beteiligungsprozess überprüft und angepasst.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Wir werden die Landeskultureinrichtungen erhalten und stärken.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Landesmittel für Kultureinrichtungen und Musikschulen sowie Kultur als Teil der Daseinsvorsorge erweitern öffentliche Ausgaben.

Bürgermedien sichern und unabhängige Medien stützen

Die SPD bekennt sich zu unabhängigen Medien und will Bürgermedien dauerhaft sichern sowie dort neu einrichten, wo es sie nicht gibt. Hintergrund sind Schwierigkeiten, gute regionale Berichterstattung zu erhalten. Die Idee einer europäischen Medienplattform wird unterstützt.

Freie Medien sind wichtig für die Demokratie. Die SPD will Bürger-Medien sichern. Das sind lokale Sender, bei denen Bürger selbst Programm machen. Wo es keine gibt, sollen neue entstehen. Die SPD ist auch für eine europäische Medien-Plattform.

Das Programm bezeichnet freie und unabhängige Medien als wesentlichen Teil der Demokratie. Es sieht Probleme beim Erhalt hochwertiger regionaler Berichterstattung und will diese strategisch angehen. Bürgermedien gelten der SPD als zunehmend wichtig für den lokalen Zusammenhalt. Mit Blick auf Chancen und Risiken neuer Medien befürwortet sie den Gedanken einer Medienplattform auf europäischer Ebene.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Deshalb werden wir die Bürgermedien mit ihrer zunehmenden Bedeutung für den Zusammenhalt lokaler Zivilgesellschaften nachhaltig sichern und dort, wo noch nicht vorhanden, einrichten.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bürgermedien dauerhaft abzusichern und neu einzurichten, bedeutet mehr öffentliche Förderung.

  • Europaeher mehr EU

    Die Unterstützung einer europäischen Medienplattform spricht für ein zusätzliches gemeinsames Vorhaben auf EU-Ebene.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich