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Grüne zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „So wird's besser! Unser Plan für Niedersachsen. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 215 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Denkmalschutzgesetz für Klimaschutz und Barrierefreiheit ändern

Die Grünen wollen das niedersächsische Denkmalschutzgesetz überarbeiten. Klimaschutz, Ressourcenschutz und Barrierefreiheit sollen künftig verpflichtend mit dem Denkmalschutz abgewogen werden. Solaranlagen auf geschützten Dächern sollen leichter möglich sein.

Alte Gebäude stehen oft unter Denkmal-Schutz. Die Grünen wollen das Gesetz dazu ändern. Klima-Schutz und Barriere-Freiheit sollen dabei mehr zählen. Solar-Anlagen auf alten Dächern sollen einfacher erlaubt sein.

Denkmalgeschützte Gebäude sollen behutsam energetisch saniert und auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Beschränkungen für Solaranlagen, die sich wieder abbauen lassen, sollen auf geschützten Dächern entfallen. Das Landesamt für Denkmalpflege soll mehr Geld bekommen, um die Beschäftigten der Unteren Denkmalschutzbehörden fortzubilden und so Konflikte vor Ort zu verringern. Außerdem will die Partei Initiativen für Dialog, Beteiligung und Sanierungsberatung unterstützen, etwa ehrenamtliche Beraternetzwerke oder Genossenschaften. Baukulturelle Gesichtspunkte sollen sich auch im Baurecht wiederfinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Dazu wollen wir das Denkmalschutzgesetz novellieren und nehmen Barrierefreiheit sowie den Klima- und Ressourcenschutz in den Kanon der verpflichtend abzuwägenden Ziele im Landesdenkmalschutzgesetz auf.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Klimaschutz wird als Pflichtbelang ins Denkmalrecht aufgenommen und Solaranlagen auf Denkmälern werden erleichtert, was den Klimaschutz schrittweise stärkt.

Faire Bezahlung und verlässliche Kulturförderung

Die Grünen wollen Mindesthonorare für Kulturschaffende und eine planbare Förderung für Kultureinrichtungen. Das Programm begründet dies damit, dass die Coronapandemie gezeigt habe, unter welch unsicheren Bedingungen Kunst und Kultur oft entstehen.

Viele Künstlerinnen und Künstler verdienen wenig Geld. Die Grünen wollen Mindest-Honorare für sie. Theater und andere Kultur-Orte sollen sicher planen können. Anträge auf Förderung sollen einfacher werden.

Neben Honoraruntergrenzen fordert die Partei angemessene Vergütung für Ausstellungen und faire Preise beim Ankauf von Kunst im öffentlichen Raum. Das Land soll Tarifsteigerungen bei institutionell geförderten Einrichtungen übernehmen und die Spielstättenförderung für freie Theater auf Dauer stellen. Förderverfahren sollen einfacher und weniger bürokratisch werden und durch Beratung ergänzt werden. Zudem soll es eine verbindliche Kulturentwicklungsplanung geben, an der alle Akteure der Kultur mitwirken und die regelmäßig überprüft wird. Kultur soll bei knappen Haushalten nicht zuerst von Kürzungen bedroht sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 189)
„Deshalb wollen wir Honoraruntergrenzen, angemessene Ausstellungshonorare und faire Ankaufspreise bei Kunstwerken für den öffentlichen Raum.“
Seite 189 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Honoraruntergrenzen und eine verstetigte, um Tarifsteigerungen erhöhte Landesförderung bedeuten mehr Regulierung und öffentliche Ausgaben.

Medienvielfalt und Lokaljournalismus fördern

Die Grünen wollen die Medienförderung des Landes auf Nachwuchsausbildung sowie regionale und kommunale Berichterstattung ausrichten. Das soll Vielfalt vor Ort sichern und der Medienkonzentration entgegenwirken. Zudem sollen Bürgermedien, Film und Games mehr Förderung erhalten.

Die Grünen wollen viele verschiedene Medien in Niedersachsen. Medien-Häuser sollen Geld bekommen, wenn sie junge Journalisten ausbilden. Auch Berichte aus der Region sollen belohnt werden. Bürger-Radio und Lokal-Fernsehen sollen mehr Geld bekommen. Alte Filme und Zeitungen sollen digital gesichert werden.

Geplant ist ein Sonderprogramm für neue journalistische Verbreitungswege und für Zusammenarbeit, etwa Rechercheverbünde. Gemeinnütziger Journalismus soll als Zweck in die Abgabenordnung aufgenommen werden, wofür sich die Grünen im Bund einsetzen wollen. Das Landesmediengesetz soll geändert werden, damit die Landesmedienanstalt und die Bürgermedien genug Mittel haben. Die Filmförderung soll um einen kulturellen Zweig ergänzt werden, und die Förderung von Reportagen, Dokumentationen und Games soll besser werden. Historische Filme, Reportagen und Druckerzeugnisse sollen digitalisiert und öffentlich archiviert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 192)
„Wir GRÜNEN honorieren in der Landesmedienförderung besonders diejenigen Medienhäuser, die einen Fokus auf die Ausbildung des journalistischen Nachwuchses setzen“
Seite 192 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die staatliche Medienförderung soll ausgeweitet und gezielt gegen Medienkonzentration eingesetzt werden, also mehr öffentliche Mittel und Steuerung.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich