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AfD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Landeswahlprogramm des Landesverbandes Niedersachsen der Alternative für Deutschland“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Deutsche Sprache fördern, Gendern ablehnen

Die AfD will die deutsche Sprache fördern und lehnt geschlechtergerechte Sprache in Behörden, Medien und Institutionen ab. Sie hält das Gendern für grammatikalisch falsch und schädlich für die Sprache als Kulturgut. Regionale Mundarten sollen geschützt werden.

Die AfD will die deutsche Sprache schützen. Sie ist gegen das Gendern. Gendern heißt: Man nennt Frauen und Männer extra, zum Beispiel mit Sternchen. Die Partei will auch Dialekte bewahren. Büchereien sollen mehr Geld für Bücher bekommen.

Nach Darstellung des Programms lehnen rund 70 Prozent der Bevölkerung das Gendern ab. Behörden und öffentliche Einrichtungen sollen eine gepflegte Umgangssprache verwenden. Der Sprachunterricht an Schulen und in der Erwachsenenbildung soll hohe Ansprüche und Leistungsprüfungen haben. Bibliotheken sollen höhere Etats für Ankäufe erhalten und dabei auch konservative Themen, regionale Verlage und heimische Autoren berücksichtigen. Die Literaturgeschichte Niedersachsens soll durch Forschung, Veranstaltungen und Ausstellungen stärker sichtbar werden, und Archive sollen historisches Schriftgut digitalisieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Der Gender-Sprache und fremdsprachigen Parallelgesellschaften erteilen wir eine Absage.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Ablehnung geschlechtergerechter Sprache und die Betonung von Mundart und sprachlicher Tradition stehen für die Bewahrung überlieferter Kultur.

Brauchtum, Denkmäler und Heimatmuseen fördern

Die AfD will deutsche und regionale Kultur, Bräuche und Baudenkmäler erhalten und finanziell fördern. Bedeutende Bauwerke sollen rekonstruiert, Heimat- und Industriemuseen stärker unterstützt werden. Die Partei sieht darin regionale Anker in Zeiten der Globalisierung.

Die AfD will Bräuche und alte Gebäude erhalten. Wichtige Bauwerke sollen wieder aufgebaut werden. Kleine Museen in den Orten sollen mehr Geld bekommen. Die Partei sagt: Menschen brauchen ihre Heimat als Halt.

Das Programm beschreibt die AfD als konservativ im Sinne des christlichen Abendlandes und versteht die deutsche Geschichte als Kontinuum. Niedersächsisches und ostpreußisches Kulturgut soll digitalisiert werden, das Kulturgut der früheren deutschen Ostgebiete soll bewahrt und weitergegeben werden. Denk- und Ehrenmäler sollen aktiv genutzt und in den Schulalltag einbezogen werden. Regionale Museen, die oft ehrenamtlich geführt werden, sollen mehr Förderung erhalten, auch weil sie den Tourismus in ländlichen Gemeinden stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Deshalb fordern wir die denkmalgeschützten Gebäude zu erhalten sowie kulturell bedeutende Bauwerke zu rekonstruieren.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Punkt will Tradition, Brauchtum und gewachsene Kultur stärker fördern und bewahren, was dem konservativen Pol entspricht.

Kulturförderung auf klassische Werke ausrichten

Die AfD will Museen, Theater, Opern und Orchester weiter staatlich fördern, verlangt von ihnen aber einen Schwerpunkt auf bedeutende historische Werke. Sie kritisiert eine aus ihrer Sicht linke Politisierung der Kulturszene und bekennt sich zur Kunstfreiheit ohne politische Vorgaben.

Die AfD will Theater, Opern und Museen weiter mit Geld fördern. Diese Häuser sollen vor allem berühmte alte Werke zeigen. Die Partei findet die Kultur-Szene zu links. Musikschulen und Vereine sollen weiter Geld bekommen.

Nach dem Programm braucht die klassische Hochkultur staatliche Zuschüsse. Breite Teile der Bevölkerung sollen Zugang zu Kunst erhalten. Dazu will die AfD Musikschulen und Vereine fördern, Kunst und Musik als Schulfächer stärken und Programme wie „Wir machen die Musik“ fortführen und möglichst ausbauen. Themen wie Gender, Antirassismus oder der „Kampf gegen Rechts“ hält die Partei im Kulturbetrieb für überrepräsentiert. Künstler, die sich mit der AfD befassen wollen, lädt sie zum Gespräch ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Auf diese Weise geförderte Einrichtungen sollen einen Schwerpunkt auf die herausragenden Werke der Geschichte legen.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Geförderte Kultureinrichtungen sollen sich stärker an historischen Werken und Traditionen ausrichten statt an Themen wie Gender und Antirassismus.

Parteibeteiligungen und Medienkonzentration auflösen

Die AfD verlangt, dass die SPD-eigene Medienholding ddvg ihre Beteiligungen an Verlagen aufgibt. Außerdem sollen Pressekonzerne und kommerzielle Radio- und Fernsehsender voneinander getrennt werden. Die Partei begründet das mit der Unabhängigkeit der Medien.

Die SPD besitzt Anteile an Zeitungs-Verlagen. Die AfD will, dass die SPD diese Anteile abgibt. Zeitungs-Firmen sollen auch keine Radio- und Fernseh-Sender besitzen. Die AfD sagt: So werden Medien unabhängiger.

Das Programm beschreibt die Medienwirtschaft in Niedersachsen als auf wenige Unternehmen konzentriert und überwiegend linksliberal geprägt. Es nennt die Beteiligung der ddvg an norddeutschen Zeitungshäusern, vor allem an der Madsack-Gruppe mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wer den Zeitungsmarkt dominiere, solle nach Ansicht der AfD nicht zusätzlich den Rundfunk kontrollieren. Unabhängige Medien gelten dem Programm als Voraussetzung echter Gewaltenteilung.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Wir fordern die Herauslösung der SPD-Medienholding aus Beteiligungen und Kommanditstrukturen von Verlagen.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll in Eigentumsverhältnisse privater Medienunternehmen eingreifen und Verflechtungen auflösen, was mehr Regulierung bedeutet.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk verkleinern, NDR-Vertrag kündigen

Die AfD will den NDR-Staatsvertrag 2024 zum Jahr 2026 kündigen und langfristig aus allen Rundfunkstaatsverträgen aussteigen. Nichtkommerzieller Rundfunk soll nur noch anbieten, was private Sender nicht leisten können. Rundfunkräte sollen direkt von den Bürgern gewählt werden.

Die AfD will den Vertrag mit dem NDR kündigen. Der öffentliche Rundfunk soll viel kleiner werden. Er soll nur noch senden, was private Sender nicht bieten. Die Bürger sollen die Aufsicht über den Rundfunk selbst wählen.

Das Programm hält den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in seiner heutigen Form für überholt, weil viele Sparten bereits von kommerziellen Anbietern abgedeckt würden. Nach dem Ausstieg aus den Staatsverträgen soll die Landesmedienanstalt die Grundversorgung mit Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung sichern, indem sie Lizenzen an kommerzielle und nichtkommerzielle Anbieter vergibt. Die Mitglieder der Rundfunkräte, soweit die Anstalten fortbestehen, und der Aufsichtsgremien der Landesmedienanstalten sollen per Direktwahl bestimmt werden. Damit will die AfD den Einfluss von Parteien und Lobbygruppen beenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Wir fordern, den Staatsvertrag des Landes Niedersachsen mit dem NDR im Jahre 2024 fristgerecht zu 2026 zu kündigen.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Der Ausstieg aus den Rundfunkstaatsverträgen würde ein öffentliches Angebot weitgehend abbauen und die Versorgung über lizenzierte, vor allem private Anbieter organisieren.

Rundfunkbeitrag abschaffen

Die AfD will den verpflichtenden Rundfunkbeitrag abschaffen. Nichtkommerzielle Radio- und Fernsehangebote sollen stattdessen aus Abgaben von Medienkonzernen, Geld von Mäzenen und freiwilligen Spenden des Publikums finanziert werden.

Heute muss jeder Haushalt Geld für den Rundfunk zahlen. Die AfD will diese Pflicht abschaffen. Das Geld soll von Medien-Firmen und von Spendern kommen. Wer zuschaut oder zuhört, kann freiwillig spenden.

Das Programm bezeichnet den Beitrag als Zwangsgebühr und will Bürger nicht länger zur Zahlung verpflichten. Gefördert werden sollen nur Inhalte, die ohne Zuschüsse nicht zustande kämen. Als Geldquellen nennt die Partei drei Säulen: Abgaben großer Medienunternehmen, Zuwendungen wohlhabender Förderer und freiwillige Beiträge von Hörern und Zuschauern.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„An die Stelle der Zwangsgebühr sollte eine Mischfinanzierung nichtkommerzieller Radio- und Fernsehangebote durch Abgaben von Medienkonzernen, Zuwendungen von Mäzenen und freiwillige Hörer- bzw. Zuschauerspenden treten.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine Pflichtabgabe aller Haushalte soll entfallen und durch freiwillige Zahlungen ersetzt werden, zugleich ist aber eine neue Abgabe für Medienkonzerne vorgesehen.

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