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AfD zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Wahlprogramm der Alternative für Deutschland für die Wahl zum 18. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 55 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 2 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 4 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ausbau der Windkraft stoppen

Die AfD will den weiteren Bau von Windkraftanlagen in NRW einstellen. Sie begründet das mit dem Schutz von Landschaftsbild, Natur und Tourismus.

Die AfD will keine neuen Windräder in NRW. Sie sagt: Windräder zerstören das Bild der Landschaft. Das schreckt Touristen ab. NRW soll für Urlauber schöner werden.

Das Programm verbindet die Forderung mit dem Ziel, NRW für Touristen attraktiver zu machen. Dazu zählt es einen aktiven Umwelt- und Heimatschutz, den Erhalt der Kulturlandschaft sowie gute Wander- und Radwege. Windkraftanlagen bezeichnet die AfD als Industrieanlagen, die Besucher abschrecken.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Daher sollte zum Schutz unserer Heimat, Umwelt und Natur der weitere Ausbau eingestellt werden.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Ein vollständiger Stopp des Windkraftausbaus beendet einen zentralen Baustein der geltenden Klima- und Energiepolitik.

Pariser Abkommen kündigen, CO2-Bepreisung abschaffen

Die AfD lehnt die Energiewende ab und will das Pariser Klimaabkommen kündigen sowie CO2-Steuern und den CO2-Handel ohne Ersatz streichen. Sie bezweifelt, dass der Mensch die Erwärmung verursacht, und setzt auf Anpassung statt auf CO2-Vermeidung.

Die AfD ist gegen die Energie-Wende. Deutschland soll das Klima-Abkommen von Paris kündigen. Abgaben auf CO2 sollen wegfallen. Die AfD sagt: Die Erwärmung ist natürlich. Die Menschen sollen sich an das Klima anpassen.

Nach Darstellung des Programms liegt die Erwärmung im Rahmen natürlicher Schwankungen, und das Ziel von null Emissionen gefährde Wirtschaft und Gesellschaft. Deutschland soll aus allen staatlichen und privaten Klimaschutz-Organisationen austreten und sie nicht mehr unterstützen. Die AfD verlangt eine offene Debatte über Ursachen des Klimawandels und Folgen der Dekarbonisierung. Die Wasserstoffstrategie des Bundes lehnt sie wegen hoher Energieverluste ab und will Subventionen für die Wasserstofferzeugung sofort beenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Jegliche Form einer direkten oder indirekten CO2-Besteuerung oder des CO2-Handels lehnen wir ab und fordern, diese ersatzlos abzuschaffen.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Die Abschaffung jedes CO2-Handels richtet sich auch gegen den europäischen Emissionshandel und damit gegen eine EU-Vorgabe.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Das Pariser Abkommen soll gekündigt und die CO2-Bepreisung ersatzlos gestrichen werden, womit die geltenden Klimaziele aufgegeben würden.

Förderung erneuerbarer Energien beenden, Windkraft begrenzen

Die AfD will Strom aus Wind, Sonne, Biogas und Holz nicht mehr subventionieren und lehnt den Green Deal der EU ab. Für Windräder sollen große Mindestabstände und die Zustimmung der Anwohner gelten, und die Strompreise sollen um die EEG-Umlage sinken.

Die AfD will kein Geld vom Staat mehr für Wind-Kraft, Solar-Strom und Biogas. Wind-Räder sollen weit weg von Häusern stehen. Der Abstand soll mindestens 2,5 Kilometer sein. Im Wald soll es keine Wind-Räder geben. Der Strom soll billiger werden.

Flächen für Windräder sollen nur bei breiter Zustimmung der Betroffenen ausgewiesen werden; der Abstand zu Wohnhäusern soll das Zehnfache der Anlagenhöhe und mindestens 2,5 Kilometer betragen. In Wäldern und Schutzgebieten will die AfD weder Wind- noch Solaranlagen zulassen. Altanlagen nach 20 Jahren Förderung sollen ohne Subvention und ohne Einspeisevorrang am Markt bestehen, den Rückbau tragen allein die Betreiber. Ackerflächen für Energiepflanzen sollen wieder dem Anbau von Nahrungsmitteln dienen oder renaturiert werden. Kurzfristig verlangt die Partei eine Gesamtrechnung der Dekarbonisierungskosten für NRW pro Bürger und Strompreise ohne EEG-Umlage.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Der Mindestabstand von Windindustrieanlagen zur Wohnbebauung muss das 10-fache der Gesamthöhe, mindestens jedoch 2,5 km betragen.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Subventionen und Einspeisevorrang sollen wegfallen, sodass sich Anlagen ohne staatliche Hilfe am Markt behaupten müssen.

  • Europaeher weniger EU

    Der Green Deal der EU wird abgelehnt, also ein zentrales gemeinsames Vorhaben der Union.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Die Förderung erneuerbarer Energien soll entfallen und der Windkraftausbau durch sehr große Abstände stark eingeschränkt werden, was die heutige Klimapolitik grundlegend zurücknimmt.

Kohle, Gas und Kernkraft weiter nutzen

Die AfD will einen Energiemix, in dem Kohle und Kernkraft die Grundlast sichern und Erdgas flexibel ergänzt. Die verbliebenen Kernkraftwerke sollen länger laufen, und die Kernforschung soll wieder aufgebaut werden.

Die AfD will weiter Strom aus Kohle, Gas und Kern-Kraft. Die letzten Kern-Kraftwerke sollen länger laufen. Deutschland soll wieder an Kern-Kraft forschen. Die AfD sagt: So bleibt der Strom sicher und günstig.

Die Laufzeit der Kernkraftwerke soll sich nach technischer Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit richten. Verwertbare Reststoffe sollen rückholbar gelagert werden; die Suche nach einem anderen Endlager als Gorleben will die AfD beenden. Sie begrüßt, dass die EU-Kommission Kernenergie als nachhaltig einstufen will, und hält Reaktoren neuer Generation für sicher und geeignet, synthetische Kraftstoffe herzustellen. Kernforschungszentren sollen wieder eingerichtet werden, und Deutschland soll sich stark an internationalen Reaktorprojekten beteiligen.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Die Laufzeit der letzten in Deutschland noch verbliebenen Kernkraftwerke muss sich nach der technischen Nutzungsdauer und ökonomischen Kriterien richten.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Kohle soll bis weit in die Zukunft zur Grundlast gehören, was den beschlossenen Kohleausstieg aufgibt.

Was sagen die anderen Parteien zu Klima und Energie?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich