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AfD zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Landeswahlprogramm des Landesverbandes Niedersachsen der Alternative für Deutschland“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+1,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 5 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Energiewende und Dekarbonisierung beenden

Die AfD will staatliche Eingriffe in den Energiemix sofort beenden, vom Kohleausstieg bis zur Förderung erneuerbarer Energien. Sie sieht in der Dekarbonisierung eine Gefahr für den Industriestandort Niedersachsen und für Arbeitsplätze in der Autoindustrie.

Die AfD will die Energiewende stoppen. Der Staat soll keine Energieart mehr bevorzugen oder benachteiligen. Die Bürger sollen selbst wählen, womit sie fahren und heizen. Die AfD sagt: Das schützt Fabriken und Arbeitsplätze.

Das Programm fordert, die Abwanderung von Industrie in Länder mit niedrigeren Kosten und Standards zu stoppen. Nach Angaben der AfD bedroht die aktuelle Politik bis zu eine Million Stellen in der Autobranche und bei Zulieferern. Bürger sollen frei entscheiden, welche Energieträger sie etwa für Auto und Heizung nutzen. Um weniger von russischem Gas und Öl abzuhängen, nennt das Programm Lieferungen aus dem Iran und Venezuela als mögliche Alternative und betont zugleich den Preis als Kriterium. Das Ende der Energiewende soll heimische Betriebe entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Die staatlichen Eingriffe zu Gunsten oder zu Lasten bestimmter Energieträger vom Kohleausstieg bis zur massiven Subventionierung erneuerbarer Energien haben die Energieversorgung in Deutschland erheblich destabilisiert und sind sofort zu beenden“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Staatliche Lenkung und Subventionen im Energiemarkt sollen entfallen, sodass der Markt über Energieträger entscheidet.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Kohleausstieg, Förderung erneuerbarer Energien und Dekarbonisierung sollen beendet werden, womit zentrale Klimavorgaben zugunsten von Industrie und Preisen aufgegeben würden.

Klimaschutzpolitik beenden und CO₂-Steuer abschaffen

Die AfD hält die Klimaschutzpolitik für einen Irrweg, weil es aus ihrer Sicht keinen Nachweis für einen nennenswerten Einfluss von CO₂ auf das Klima gibt. Sie fordert die sofortige Abschaffung der CO₂-Steuer, den Austritt aus dem Pariser Abkommen und das Ende des Zertifikatehandels. Den Klimaschutzplan 2050 und den Green Deal der EU lehnt sie ab.

Die AfD glaubt nicht, dass CO₂ das Klima stark verändert. Sie will deshalb die Klima-Politik beenden. Die Steuer auf CO₂ soll sofort wegfallen. Deutschland soll das Klima-Abkommen von Paris verlassen. Den Klima-Plan der EU lehnt die AfD ab.

Nach Darstellung des Programms wandelt sich das Klima vor allem durch Schwankungen der Sonneneinstrahlung, und mehr CO₂ fördere das Pflanzenwachstum. Am Energiemix aus Kohle, Erdgas, Erdöl und Kernenergie will die Partei festhalten. Die Dekarbonisierung führe aus ihrer Sicht zur Deindustrialisierung und zu sinkendem Lebensstandard. Die Förderung von Klimaforschung, die die AfD als politisch geprägt bezeichnet, soll enden. Die Stellen der Klimaschutzbeauftragten sollen wegfallen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir fordern, aus den Pariser Klimaverträgen auszutreten und den Zertifikatehandel zu beenden.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine bestehende Abgabe, der CO₂-Preis, soll vollständig gestrichen werden.

  • Europaeher weniger EU

    Der Green Deal der EU und der europäische Zertifikatehandel werden als gemeinsame EU-Politik abgelehnt.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    CO₂-Bepreisung, Emissionshandel und die Bindung an das Pariser Abkommen sollen entfallen, womit die Klimaziele insgesamt aufgegeben würden.

EEG abschaffen und Ökostrom-Ausbau stoppen

Die AfD will das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen, weil die Förderung aus ihrer Sicht gescheitert ist und die Versorgungssicherheit gefährdet. Wind- und Solaranlagen sollen nur noch ohne Subventionen gebaut werden. Geförderte Anlagen auf Äckern und in Naturschutzgebieten lehnt sie ab.

Ein Gesetz fördert heute Strom aus Wind und Sonne. Die AfD will dieses Gesetz abschaffen. Wind-Räder und Solar-Anlagen sollen kein Geld vom Staat mehr bekommen. Auf Äckern sollen vor allem Lebensmittel wachsen. In Naturschutz-Gebieten soll es keine geförderten Anlagen geben.

Das Programm argumentiert, wetterabhängige Anlagen lieferten mal zu viel und mal zu wenig Strom, sodass konventionelle Kraftwerke weiter nötig seien und doppelte Kosten entstünden. Die Kosten trügen die Bürger, während Betreiber und Investoren profitierten. Ackerflächen sollen überwiegend der Lebensmittelerzeugung dienen. Biogasanlagen gelten als sinnvoll, wenn sie vor allem Reststoffe wie Gülle aus der Region verwerten. Für Bauvorhaben nach dem EEG sollen naturschutzrechtliche Beschränkungen weiter gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„EE-Anlagen können weiterhin im Rahmen der Gewerbefreiheit (also ohne Subventionen) ganz normal errichtet werden, sofern sie nicht der Natur oder den Menschen schaden.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Ein ganzes Subventionssystem soll ersatzlos gestrichen und die Stromerzeugung dem Markt überlassen werden.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Das zentrale Förderinstrument für erneuerbare Energien soll entfallen und der Ausbau begrenzt werden.

Kernkraftwerke weiter betreiben und Kernforschung ausbauen

Die AfD will die drei verbliebenen Kernkraftwerke so lange laufen lassen, wie es technisch sicher möglich ist, um eine Versorgungslücke zu vermeiden. Die Forschung an neuen Reaktortypen und an der Kernfusion soll wieder aufgenommen und besser finanziert werden. Ein geologisches Endlager hält sie für unnötig.

Die AfD will die letzten drei Atom-Kraftwerke weiter nutzen. Sonst fehlt nach ihrer Meinung Strom. Deutschland soll wieder an neuen Reaktoren forschen. Alte Brenn-Stäbe sollen neu genutzt werden. Ein Endlager tief in der Erde braucht es laut AfD nicht.

Laut Programm liefern die drei Anlagen rund 7 Prozent des verlässlichen Grundlaststroms; bei einem endgültigen Ausstieg drohe ein Blackout. Geforscht werden soll an Reaktoren der Generation IV, am Einsatz von Thorium und am Dual-Fluid-Reaktor mit Wiederaufarbeitung. Abgebrannte Brennelemente betrachtet die AfD als Wertstoffe, die wiederaufgearbeitet werden können. Die verbleibenden Spaltstoffe sollen oberirdisch gelagert und nach 100 bis 300 Jahren wiederverwertet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„eine Ausnutzung der technisch gesicherten Laufzeiten der noch bestehenden KKW, die zu den sichersten auf der Welt gehören, die einzig sinnvolle Maßnahme.“
Seite 33 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kohle- und Gaskraftwerke weiter nutzen

Die AfD hält Kohle- und Gaskraftwerke für unverzichtbar, weil erneuerbare Energien aus ihrer Sicht keinen planbaren Strom liefern. Sie lehnt den Kohleausstieg als wirkungslosen deutschen Alleingang ab und fordert verlässliche wirtschaftliche Bedingungen für diese Kraftwerke.

Die AfD will Kraftwerke mit Kohle und Gas behalten. Wind und Sonne liefern nach ihrer Meinung keinen sicheren Strom. Den Ausstieg aus der Kohle lehnt die AfD ab. Alte Kraftwerke sollen durch neue ersetzt werden.

Eine baldige Abschaltung ist nach Darstellung des Programms technisch nicht möglich. Ältere Anlagen sollen durch neuere mit höherem Wirkungsgrad und weniger Schadstoffen ersetzt werden, was auch Arbeitsplätze sichere. Die AfD verweist darauf, dass weltweit über 400 Kohlekraftwerke gebaut oder geplant werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„sind die mit Kohle und Gas befeuerten Kraftwerke eine unverzichtbare Säule der Stromerzeugung und werden noch auf unabsehbare Zeit benötigt.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Der gesetzlich beschlossene Kohleausstieg würde aufgegeben und fossile Kraftwerke sollen auf unbestimmte Zeit weiterlaufen.

CO₂-Bepreisung ablehnen, Agrardiesel steuerfrei stellen

Die AfD lehnt einen Preis auf CO₂ grundsätzlich ab. Solange es ihn gibt, sollen Land- und Forstwirte für gebundenes CO₂ bezahlt werden. Diesel für die Landwirtschaft soll von der Steuer befreit werden.

Die AfD ist gegen einen Preis für CO₂. CO₂ ist ein Gas, das beim Verbrennen entsteht. Solange es den Preis gibt, sollen Bauern und Waldbesitzer Geld bekommen. Denn ihre Pflanzen und Bäume nehmen CO₂ auf. Diesel für Bauern soll keine Steuer kosten.

Jede gebundene Tonne CO₂ soll nach anerkannten Rechenmodellen zum Marktpreis vergütet werden, bezahlt aus den Einnahmen der CO₂-Abgaben. Fehlendes Geld soll aus der zweiten Säule der Agrarförderung kommen. Beim Agrardiesel verweist die AfD auf andere europäische Länder wie Frankreich; bis zu einer Neuregelung soll die heutige Rückvergütung bleiben. Bestehende Biogasanlagen auf Höfen, die Reststoffe verwerten, sollen weiterlaufen, um den Strommarkt zu stabilisieren. Neue Großprojekte zur Erzeugung von Methan als Ersatz für Erdgas lehnt die Partei ab, weil sie den Pachtmarkt störten.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir lehnen die CO₂-Bepreisung im Rahmen der sogenannten Klimapolitik prinzipiell ab.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Steuer auf Agrardiesel soll ganz entfallen, was Abgaben für Betriebe senkt.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Der bestehende CO₂-Preis als zentrales Klimainstrument wird grundsätzlich abgelehnt, was Klimavorgaben grundlegend zurücknimmt.

EEG-Umlage abschaffen, Energiesteuern senken

Die AfD will als ersten Schritt gegen steigende Kosten die EEG-Umlage abschaffen und die Steuern auf Energie senken. Sie begründet das mit Inflation und wachsenden Abgaben für Klima und Umwelt, die Einkommen und Renten belasteten.

Energie ist teuer geworden. Die AfD will deshalb die EEG-Umlage abschaffen. Das ist ein Aufschlag auf den Strom-Preis für Öko-Strom. Auch die Steuern auf Energie sollen sinken. So sollen die Menschen mehr Geld übrig haben.

Nach Auffassung der AfD bedroht die Inflation Ersparnisse, Lebensversicherungen und Betriebsrenten. Die Kosten für Lebensmittel, Heizen und Tanken nähmen einen immer größeren Teil der Einkommen in Anspruch. Die Partei kritisiert, dass auf den CO₂-Preis zusätzlich Mehrwertsteuer anfällt und der Staat so an Preissteigerungen mitverdiene.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Die AfD wird dem entgegenwirken und in einem ersten Schritt die EEG-Umlage abschaffen und Energiesteuern senken.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine Umlage soll entfallen und Energiesteuern sollen sinken, was Abgaben verringert.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Abgaben, die dem Klimaschutz dienen, sollen zugunsten niedrigerer Energiepreise gesenkt werden.

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