Zum Inhalt springen
parteiprogramm

CDU zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Machen, worauf es ankommt. Nordrhein-Westfalen: Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark (Beschluss 26. März 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 109 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

LSBTIQ*-Angebote und Antidiskriminierungsarbeit fortführen

Die CDU will die Hilfsangebote für LSBTIQ* weiterführen und lehnt Hassgewalt gegen verschiedene Lebensentwürfe ab. Sie will prüfen, kleine, nicht kommerzielle Christopher-Street-Days zu fördern. Die Arbeit gegen Diskriminierung im öffentlichen Dienst soll ausgebaut werden.

Menschen lieben und leben unterschiedlich. Die CDU will, dass alle ohne Angst leben können. Sie will Angebote für queere Menschen weiter bezahlen. Sie prüft Geld für kleine CSD-Feste. In Ämtern soll es weniger Benachteiligung geben.

Nach dem Programm soll jeder Mensch unabhängig von seiner sexuellen Identität frei und angstfrei leben können. Die Förderung von LSBTIQ*-Strukturen und -Projekten im Land soll weiterlaufen. Eine Unterstützung kleiner, nicht kommerzieller CSDs wird geprüft, mit Verweis auf Generationen, die für ein Leben ohne Diskriminierung demonstriert haben. In der Landesverwaltung und im öffentlichen Dienst soll die Antidiskriminierungsarbeit vorankommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir unterstützen die unterschiedliche Lebenswirklichkeit in unserem Land und fördern die LSBTIQ*-Strukturen und -Projekten im ganzen Land.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Förderung queerer Strukturen wird fortgesetzt und die Antidiskriminierungsarbeit schrittweise ausgebaut, was Vielfalt der Lebensformen stützt.

Berufschancen von Frauen verbessern

Die CDU will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und Frauen den Wiedereinstieg nach der Familienphase erleichtern. Dazu sollen Betreuungsplätze, Schulungen, Mentoring und Netzwerke beitragen. Ein Lohnatlas soll Unterschiede bei der Bezahlung sichtbar machen.

Frauen sollen im Beruf die gleichen Chancen haben wie Männer. Die CDU will genug Plätze für die Kinder-Betreuung. Frauen sollen nach der Familien-Zeit leichter zurück in den Beruf kommen. Ein Lohn-Atlas soll zeigen, wo Frauen weniger verdienen. Mehr Frauen sollen in Technik-Berufen arbeiten.

Vorgesehen sind genügend Betreuungsplätze mit flexiblen Zeiten sowie der Abbau von Geschlechterklischees schon in der Kita. Arbeitgeber sollen etwa mit Online-Schulungen unterstützt werden; beim Bund will die CDU erreichen, dass Arbeitsagenturen solche Angebote ausweiten. Mütter ohne Ausbildung sollen einen Abschluss machen können, und der Anteil der Gründerinnen soll steigen. Geplant sind außerdem ein Lohnatlas für Nordrhein-Westfalen, der Ausbau der „Girls' and Boys' Academies“, Mentorinnen-Programme auch für Frauen mit Einwanderungsgeschichte, Projekte gegen Langzeitarbeitslosigkeit von Frauen, ein Landesbündnis für Frauen in MINT-Berufen und landesweite „FrauenWirtschaftsTage“.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Wir wollen Arbeitgeber dabei unterstützen, das Fachkräftepotenzial insbesondere von Frauen zu heben.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Bestehende Gleichstellungsprogramme werden ausgebaut und Rollenklischees sollen abgebaut werden, was schrittweise in Richtung Gleichstellung geht.

Quote für Vorstände landeseigener Betriebe einführen

Die CDU will eine Strategie für berufliche Chancengerechtigkeit in der Landesverwaltung vorlegen. Teil davon ist eine Quote für Vorstandsposten in Betrieben des Landes. Zudem soll das Landesgleichstellungsgesetz weiterentwickelt werden.

In manchen Bereichen beim Land arbeiten wenige Frauen oder wenige Männer. Die CDU will das ändern. Für Chef-Posten in Betrieben des Landes soll eine Quote gelten. Eine Quote ist ein fester Mindest-Anteil. Auch das Gleichstellungs-Gesetz des Landes soll besser werden.

Die Strategie soll Frauen und Männern dort Chancen eröffnen, wo sie in der Landesverwaltung jeweils unterrepräsentiert sind. Für Vorstandsfunktionen in Unternehmen des Landes ist eine Quote vorgesehen. Die Gleichstellungspolitik versteht das Programm als Querschnittsaufgabe, die zu einem Diversity Management weiterentwickelt werden soll. Auch die „Kompetenzzentren Frau und Beruf“ sollen fortentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Dazu gehört auch die Einführung einer Quote für die Besetzung von Vorstandsfunktionen in den landeseigenen Betrieben.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Eine neue Quote soll Gleichstellung fördern, ist aber auf Vorstände landeseigener Betriebe begrenzt.

Schutz vor Gewalt an Frauen und Männern ausbauen

Die CDU bekennt sich zur Istanbul-Konvention und will Hilfsangebote für Gewaltopfer ausbauen und finanziell absichern. Ein landesweiter Pakt gegen Gewalt soll mit Verbänden geschlossen werden. Auch die Hilfen für betroffene Männer sollen wachsen.

Niemand soll Gewalt erleben müssen. Die CDU will mehr Hilfe für Opfer von Gewalt. Das gilt für Frauen und für Männer. Opfer sollen Spuren sichern lassen können, ohne ihren Namen zu nennen. Das Land soll mit Verbänden einen Pakt gegen Gewalt schließen.

Die Istanbul-Konvention ist ein Abkommen des Europarats zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Die CDU will das Opferschutzportal des Landes erweitern, sich für anonyme Spurensicherung im ganzen Land einsetzen und die „Anti-Gewalt-Wochen“ fortführen, künftig mit einem Schwerpunkt auf Gewalt gegen Männer. Ein „Nordrhein-Westfalen-Pakt“ gegen Gewalt soll vom Kinderschutz bis zur Gewalt in der Pflege reichen. Menschenhandel und Zwangsprostitution sollen weiter bekämpft, präventive Täterarbeit gestärkt und die Dunkelfeld-Studie fortgesetzt werden. Für Männer sind unter anderem Schutzwohnungen, Beratung und ein gestärktes „Männerhilfe-Telefon“ vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Wir werden den Ausbau und die Finanzierung der Unterstützungsinfrastruktur für von Gewalt Betroffene sicherstellen.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau des Gewaltschutzes wird als Voraussetzung für Gleichstellung verstanden und erweitert bestehende Hilfen schrittweise.

Gleiche Bezahlung und Diversität an Hochschulen fördern

Die CDU will die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in der Wissenschaft schließen und Diversität an den Hochschulen fördern. Der wissenschaftliche Nachwuchs soll mehr Chancen erhalten.

Frauen und Männer sollen an Hochschulen gleich viel verdienen. Die CDU will Vielfalt an den Hochschulen fördern. Junge Forscherinnen und Forscher sollen bessere Chancen bekommen.

Eine gemeinsam mit den Hochschulen verfasste Erklärung zur gleichen Bezahlung soll weiter umgesetzt werden. Geplant ist ein Programm für Diversitäts- und Inklusionsmanagement. Angebote, die Familie mit Studium oder Wissenschaft vereinbar machen, sollen überprüft und weiterentwickelt werden. Der akademische Mittelbau an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften soll gestärkt werden. Dazu kommen mehr Studienaustausch, ein größeres Rückkehrer-Programm für Forschende im Ausland und mehr wissenschaftliche Weiterbildung.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Wir wollen den Gender-Pay-Gap beseitigen und Leistung geschlechterunabhängig entlohnen.“
Seite 93 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Gleiche Bezahlung der Geschlechter und ein neues Diversitätsprogramm bauen die Gleichstellungspolitik an Hochschulen schrittweise aus.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich