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parteiprogramm

FDP zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Von hier aus weiter. Landtagswahlprogramm der Freien Demokraten Nordrhein-Westfalen (Beschlussfassung vom 22. Januar 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 96 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv (-0,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mehr Frauen in Führung, Berufswege jenseits von Rollenbildern

Die FDP will mehr Frauen in Führungspositionen in Unternehmen und im öffentlichen Dienst bringen und geteilte Führung zur Normalität machen. Ausbildungen und Laufbahnen abseits klassischer Rollenbilder sollen gefördert werden. Familienzeit soll besser anerkannt und der Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert werden.

Die FDP will mehr Frauen als Chefinnen. Zwei Personen sollen sich eine Chef-Stelle teilen können. Mädchen und Jungen sollen Berufe frei wählen, auch ungewohnte. Wer Kinder betreut hat, soll leichter in den Beruf zurückkommen.

Modelle wie Jobsharing und Topsharing sollen selbstverständlich werden, und Frauen wie Männer in gleicher Funktion sollen gleich bei Weiterbildungen berücksichtigt werden. Gefördert werden sollen Werdegänge im MINT-Bereich ebenso wie in sozialen Berufen wie Erzieher oder Krankenpfleger; Quereinsteigende sollen verkürzte Ausbildungswege erhalten. Späte Karrieren und das Nachholen von Abschlüssen sollen leichter werden. Weiterbildung soll sich besser mit Familie verbinden lassen. Das Aufstocken von Teilzeit und der Wechsel aus dem Minijob in reguläre Beschäftigung sollen attraktiver werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Wir setzen uns für mehr Vielfalt in Unternehmen und im öffentlichen Dienst ein und wollen mehr Frauen den Weg in Führungspositionen ermöglichen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Frauen in Führung, geteilte Führungsmodelle und Berufswahl abseits klassischer Rollenbilder sollen gefördert werden, was Gleichstellung schrittweise stärkt.

Mehr Gründerinnen gewinnen

Die FDP will die Strukturen für Gründerinnen ausbauen und Nordrhein-Westfalen beim weiblichen Unternehmertum an die Spitze der Bundesländer bringen. Dazu sollen Netzwerke, neue Veranstaltungsformate und mehr Startkapital beitragen.

Die FDP will, dass mehr Frauen Firmen gründen. Dafür soll es ein Netzwerk im ganzen Land geben. Neue Veranstaltungen sollen Frauen Mut machen. Mehr Geldgeber sollen Gründerinnen Start-Geld geben.

An der Bergischen Universität Wuppertal läuft mit Landesförderung das Projekt „Women Entrepreneurs in Science“. Die FDP will es weiter unterstützen, um mit den Hochschulen ein landesweites Netzwerk aufzubauen. Neue Veranstaltungsformate sollen Gründerinnen und Gründungsinteressierte im ganzen Land ansprechen. Zudem will die FDP mehr Investierende gewinnen, die Gründerinnen Startkapital bereitstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Wir wollen bundesweit führend beim weiblichen Unternehmertum werden.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die gezielte Förderung von Gründerinnen baut bestehende Gleichstellungsangebote schrittweise aus.

Gleichstellungsgesetz zum Landesdiversitätsgesetz umbauen

Die FDP will das Landesgleichstellungsgesetz durch ein Landesdiversitätsgesetz ersetzen, das Benachteiligungen aller Geschlechter erfasst. Die bisherige Quotenregelung soll verbindlichen Selbstverpflichtungen weichen.

Die FDP will ein neues Gesetz für Gleichstellung. Es soll für Frauen, Männer und diverse Menschen gelten. Die feste Quote soll wegfallen. Stattdessen sollen sich Behörden selbst zu Vielfalt verpflichten.

Das neue Gesetz soll klarstellen, dass Gleichstellung die Gleichberechtigung aller Geschlechter meint, und auch die Belange von Männern und diversen Personen aufnehmen. Diese sollen sich auch um das Amt der oder des Diversitätsbeauftragten bewerben dürfen. Bei der Personalauswahl soll das Leistungsprinzip weiter gelten. Die FDP unterstützt außerdem Jobsharing- und Topsharing-Modelle mit Beratung für Unternehmen und will die „Girls‘ und Boys‘ Day Academies“ auswerten und landesweit weiterentwickeln. Kleine und mittlere Unternehmen sollen Beratung zum Diversity Management erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Das Landesgleichstellungsgesetz muss daher zu einem Landesdiversitätsgesetz weiterentwickelt und den heutigen Lebensverhältnissen angepasst werden.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt weitet den Schutz auf alle Geschlechter einschließlich diverser Personen aus, nimmt aber zugleich die feste Quote zugunsten von Selbstverpflichtungen zurück.

LSBTIQ* gleichstellen und vor Diskriminierung schützen

Die FDP will LSBTIQ*-Personen und Regenbogenfamilien vollständig gleichstellen und Beratung sowie Projekte gegen Diskriminierung ausbauen. Polizei und Justiz sollen queerfeindliche Straftaten besser erkennen und verfolgen.

Die FDP will gleiche Rechte für queere Menschen. Es soll mehr Beratung geben, vor allem auf dem Land. Polizei und Gerichte sollen Hass-Taten gegen queere Menschen besser erkennen. Die FDP unterstützt auch ein Selbstbestimmungs-Gesetz im Bund.

Die Förderung der Träger soll von befristeten Projektmitteln auf dauerhafte Strukturförderung umgestellt werden; Selbsthilfe, Beratung und die Koordinierungsstelle Trans sollen weiterlaufen. Geplant sind Aufklärungsprojekte in Schule und Jugendarbeit, Angebote für Senioren und eine LSBTIQ*-sensible Altenpflege mit Piloteinrichtungen. Sicherheitsbehörden und Justiz sollen in Aus- und Fortbildung für homo- und transfeindliche Hasskriminalität sensibilisiert werden. Die FDP unterstützt Vorhaben der Bundesregierung: das Ende des Gruppenausschlusses bei der Blutspende, die Aufnahme der sexuellen Identität in Artikel 3 des Grundgesetzes und den Ersatz des Transsexuellengesetzes durch ein Selbstbestimmungsgesetz. Projekte zur Aufarbeitung der Verfolgung nach dem früheren Paragrafen 175 sollen weiter gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Wir wollen darum den eingeschlagenen Weg fortsetzen und uns für die vollständige Gleichstellung von LSBTIQ*-Personen und Regenbogenfamilien einsetzen.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Beratung und Förderung sollen ausgebaut und Gleichstellungsvorhaben des Bundes unterstützt werden, was den Stand im Land schrittweise in Richtung Vielfalt und Selbstbestimmung verschiebt.

Antisemitismus mit Bildung und Schutz bekämpfen

Die FDP will die politische Bildung über Judentum und Antisemitismus ausbauen und das Amt einer oder eines Antisemitismusbeauftragten dauerhaft einrichten. Jüdische Einrichtungen sollen weiter geschützt werden.

Die FDP will Hass gegen Juden bekämpfen. Schulen sollen mehr über jüdisches Leben lehren. Es soll dauerhaft eine Beauftragte gegen Antisemitismus geben. Jüdische Einrichtungen sollen weiter bewacht werden.

Jüdische Geschichte in Deutschland soll nicht allein über die Shoah vermittelt werden; auch früherer und heutiger Antisemitismus sowie das moderne jüdische Leben sollen Thema sein. Bildungseinrichtungen sollen sensibilisiert und Begegnungsprojekte ausgebaut werden. Die europäische Strategie gegen Antisemitismus will die FDP mitgestalten und umsetzen. Die Sicherheitsmaßnahmen an Einrichtungen jüdischer Gemeinden sollen fortgeführt und bei Bedarf verstärkt werden. Der Schüleraustausch mit Israel soll intensiviert und das Deutsch-Israelische Wissenschaftscamp wiederbelebt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Wir wollen ein gesellschaftliches Klima fördern, in dem Judenhass endgültig keinen Platz mehr in unserem Land hat.“
Seite 39 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Neue Antidiskriminierungsstrategie des Landes auflegen

Die FDP will die Arbeit des Landes gegen Diskriminierung in einer neuen Strategie bündeln und ausbauen. Sie wendet sich gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und will mehr demokratische Bildung für alle Menschen im Land.

Die FDP will einen neuen Plan gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Menschen werden ungerecht behandelt, zum Beispiel wegen ihrer Herkunft. Das Land soll mehr dagegen tun. Alle sollen mehr über Demokratie lernen.

Nach dem Programm sollen die Werte des Grundgesetzes von der Einreise an und im Alltag vermittelt werden. Diese Regeln gelten aus Sicht der FDP für Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte gleichermaßen. Die neue Strategie soll das bisherige Vorgehen des Landes ordnen und verstärken. Ergänzend setzt die Partei auf mehr Demokratiebildung für alle, die in Nordrhein-Westfalen leben.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„werden mit einer neuen Antidiskriminierungsstrategie das bisherige Engagement unseres Landes systematisieren und verstärken“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Einsatz des Landes gegen Diskriminierung soll mit einer neuen Strategie ausgebaut werden, was schrittweise in Richtung Gleichstellung und Vielfalt geht.

Schutz vor häuslicher Gewalt ausbauen

Die FDP will die Hilfestrukturen bei häuslicher Gewalt krisenfest machen. Geplant sind eine Koordinierungsstelle für eine Gesamtstrategie, ein Online-Register für freie Frauenhausplätze und mehr Frauenhäuser. Auch für Männer soll es Akutschutzplätze geben.

Die FDP will Menschen besser vor Gewalt zu Hause schützen. Es soll mehr Plätze in Frauenhäusern geben. Eine Internet-Liste soll freie Plätze zeigen. Auch Männer sollen Schutz-Plätze bekommen. Eine neue Stelle soll alles planen.

Die Koordinierungsstelle soll gemeinsam mit Bund und Ländern eine Strategie zur Vorbeugung und Bekämpfung häuslicher Gewalt gegen Frauen und Männer erarbeiten. Das Register soll über Ländergrenzen hinweg freie Plätze erfassen und abrufbar machen. Die Schutzplätze für Männer sollen zwischen den Ländern vernetzt werden. Das Programm begründet dies mit den Erfahrungen aus der Corona-Pandemie.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Wir setzen uns für die Einführung eines länderübergreifenden Online-Registers zur Registrierung und Abfrage von freien Frauenhausplätzen sowie einen weiteren Ausbau der Frauenhausinfrastruktur ein.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Schutzangebote für Opfer häuslicher Gewalt sollen ausgebaut und auch für Männer geschaffen werden, was die Gleichstellungspolitik schrittweise erweitert.

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Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich