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Linke zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Gemeinsam für die Vielen – erreichbar durch linke Politik! Unser Wahlprogramm für die Bürgerschaftswahl 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 35 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Sexarbeit entkriminalisieren und Beschäftigte schützen

Die Linke will einen Rechtsrahmen erarbeiten, der Sexarbeit entkriminalisiert und regelt. Ziel ist laut Programm, Sicherheit, Gesundheit und Rechte der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter zu schützen.

Die Linke will neue Regeln für Sexarbeit. Sexarbeit soll nicht strafbar sein. Die Menschen in diesem Beruf sollen sicher und gesund arbeiten können. Es soll eigene Beratung für sie geben.

Vorgesehen sind spezialisierte Beratungs- und Gesundheitsangebote, die auch bei beruflicher Weiterbildung unterstützen. Zum Schutz Minderjähriger vor sexueller Ausbeutung soll das Projekt FairLove mehr Geld und Personal bekommen. Das Programm bezeichnet es als einzige Anlaufstelle zu diesem Thema.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Reform der Sexarbeit: Erarbeitung eines rechtlichen Rahmens, der die Sexarbeit entkriminalisiert und reguliert“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Sexarbeit soll weiter entkriminalisiert und als Arbeit mit eigenen Schutzrechten behandelt werden, was die Selbstbestimmung stärkt.

Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt ausbauen

Die Linke will mehr Plätze in Frauenhäusern schaffen und das Hilfesystem bei häuslicher und sexualisierter Gewalt langfristig finanzieren. Die Istanbul-Konvention soll vollständig umgesetzt, Femizide sollen durch frühes Eingreifen verhindert werden.

Die Linke will mehr Plätze in Frauenhäusern. Dort finden Frauen Schutz vor Gewalt. In Hamburg fehlen laut Programm etwa 200 Plätze. Polizei und Justiz sollen Fortbildungen machen. Auch queere Menschen sollen besser vor Gewalt geschützt werden.

Nach Angaben des Programms fehlen in Hamburg rund 200 Frauenhausplätze. Betroffene sollen über Wohnprojekte und feste Kontingente bei städtischen Wohnungsunternehmen wie der SAGA eine Wohnung finden. Gegen Femizide sieht die Linke das Erkennen von Hochrisikofällen, Pflichtfortbildungen für Polizei und Justiz und eine stadtweite Erfassung vollendeter und versuchter Taten vor. Täterarbeit soll ausgebaut und eine Kampagne gegen Männergewalt gestartet werden. Für LSBTIQ* fordert das Programm Pflichtschulungen und eine bessere Erfassung von Hasskriminalität; ein Betroffenenbeirat soll die Stadt beraten.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Erhöhung der Kapazitäten von Frauenhäusern / Frauenhausplätzen und bessere Betreuungsschlüssel“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Frauenhausplätze, Wohnkontingente und eine gesicherte Finanzierung des Hilfesystems erhöhen die öffentlichen Ausgaben.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Gewaltschutz für Frauen und queere Menschen und Kampagnen gegen patriarchale Denkmuster bauen die Gleichstellungspolitik aus.

Geschlechterquote und Antidiskriminierungsgesetz einführen

Die Linke will eine gesetzliche Quote für politische Ämter und Gremien, damit alle Geschlechter gleich vertreten sind. Außerdem sollen ein Landesgesetz gegen Diskriminierung und eine eigene Landesstelle für Beschwerden entstehen.

Die Linke will eine Quote für politische Ämter. Alle Geschlechter sollen dort gleich vertreten sein. Hamburg soll ein Gesetz gegen Diskriminierung bekommen. Eine neue Stelle soll Betroffene beraten und vertreten.

Die Landesantidiskriminierungsstelle soll als Gleichstellungs- und Beschwerdestelle arbeiten, Betroffene beraten und vertreten sowie Verbandsklagen unterstützen. Zusätzlich ist eine Koordinationsstelle beim Senat geplant, die Diskriminierung abbauen und vorbeugen soll. Im NDR-Rundfunkrat fordert die Linke einen Sitz für die Selbstvertretung von LSBTIQ*. Ein queeres Familienzentrum soll gefördert werden, ebenso eigene Beratungsstellen für trans Personen, auch für Rechtsfragen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Gesetzliche Quote für politische Ämter und Gremien: Einführung einer Quote, die die gleichberechtigte Vertretung aller Geschlechter in politischen Entscheidungspositionen gewährleistet.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Eine gesetzliche Geschlechterquote für politische Ämter und ein Landesantidiskriminierungsgesetz gibt es in Hamburg bisher nicht; beides würde Gleichstellung grundlegend neu verankern.

Paragraf 218 streichen, Abbrüche als Regelversorgung

Die Linke will den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch nehmen und als normale medizinische Leistung regeln. Die Pflichtberatung und die dreitägige Wartefrist sollen entfallen, die Krankenkassen sollen die Kosten tragen.

Ein Schwangerschafts-Abbruch soll keine Straftat mehr sein. Er soll eine normale medizinische Behandlung werden. Frauen sollen sich beraten lassen können, aber nicht müssen. Die Wartezeit von drei Tagen soll wegfallen. Die Krankenkasse soll bezahlen.

An die Stelle der Beratungspflicht soll ein Recht auf Beratung treten, begleitet von stadtweiten Informationskampagnen. Alle geeigneten Krankenhäuser sollen verpflichtet werden, Abbrüche anzubieten, damit der Zugang überall gesichert ist. Medizinisches Personal soll verpflichtend dazu aus- und fortgebildet werden. Das Programm betont das Vertrauen in die Entscheidung ungewollt Schwangerer.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Schwangerschaftsabbrüche müssen aus dem Strafgesetzbuch gestrichen und als Teil der regulären medizinischen Versorgung neu geregelt werden.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Der Schwangerschaftsabbruch soll ganz aus dem Strafrecht fallen und Beratungspflicht wie Wartefrist sollen entfallen, was die heutige Regelung grundlegend ändert.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Hamburg im Vergleich