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BSW zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Neustart für Thüringen. Damit sich was ändert. BSW-Landtagswahlprogramm für Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 60 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Zahl der Krankenkassen deutlich verringern

Das BSW will auf Bundesebene erreichen, dass es deutlich weniger Krankenkassen gibt, und die Beiträge in den nächsten Jahren nicht steigen lassen. Aus Sicht des Programms ist genug Geld im System, und die Zweiklassenmedizin soll überwunden werden.

In Deutschland gibt es fast 100 gesetzliche Kranken-Kassen. Sie bieten fast das Gleiche an. Das kostet viel Geld für Verwaltung. Das BSW will viel weniger Kassen. Die Beiträge sollen nicht steigen.

Das Programm kritisiert, dass Kassenpatienten lange auf Facharzttermine warten und Praxen Privatpatienten wegen der Honorare bevorzugen. Gewinnstreben gehört aus Sicht des BSW nicht in die Medizin, der Staat soll seine Fürsorgepflicht wieder voll erfüllen. Fast 100 gesetzliche Kassen mit nahezu gleichen Leistungen verursachten hohe Verwaltungskosten. Die Krankenkassenbeiträge sollen in den kommenden Jahren stabil bleiben, und finanzielle Fehlanreize im Gesundheitswesen sollen beseitigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir setzen uns auf Bundesebene dafür ein, die Zahl der Krankenkassen deutlich zu reduzieren.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Weniger Wettbewerb zwischen Kassen und mehr staatliche Fürsorge statt Gewinnorientierung verschieben das System in Richtung Staat.

Versorgungszentren nach Poliklinik-Vorbild schaffen

Das BSW will die ambulante Facharztversorgung in gut erreichbaren Zentren bündeln, ähnlich den Polikliniken der DDR. Zugleich soll die Krankenhausreform so umgesetzt werden, dass die Grundversorgung vor allem auf dem Land erhalten bleibt.

Fach-Ärzte sollen zusammen in einem Zentrum arbeiten. So war es früher in den Polikliniken. Die Zentren sollen gut erreichbar sein. Auch Krankenhäuser auf dem Land sollen eine gute Grund-Versorgung bieten.

Die gebündelte Versorgung soll aus Sicht des Programms Vorteile für Personal und Patienten bringen. Thüringen hat laut Programm die meisten Krankenhausbetten pro Einwohner, viele Kliniken hätten aber finanzielle und personelle Probleme. Das BSW tritt für eine sinnvolle Umsetzung der als notwendig bezeichneten Krankenhausreform ein. Dabei soll besonders im ländlichen Raum eine gute medizinische Grundversorgung bestehen bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Die fachärztliche, ambulante Versorgung sollte nach dem Vorbild früherer Polikliniken in erreichbaren Versorgungszentren organisiert und zentralisiert sein.“
Seite 36 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Ärzte mit Landarztquote an Thüringen binden

Ärztinnen und Ärzte, die in Jena oder an privaten Hochschulen ausgebildet werden, sollen über Förderprogramme für fünf bis zehn Jahre in Thüringen arbeiten. Außerdem will das BSW Telemedizin, Prävention und Gesundheitsbildung stärken.

Thüringen braucht mehr Ärzte. Wer in Jena Medizin lernt, soll danach in Thüringen arbeiten. Das gilt für fünf bis zehn Jahre. Dafür gibt es Förder-Programme. Auch Behandlung per Video und Vorsorge sollen wachsen.

Das Programm nennt diese Regelung „Landarztquote“. Die Bindung soll für fünf bis zehn Jahre gelten und an Förderprogramme geknüpft sein. Ziel ist, medizinisches Fachpersonal auszubilden und im Land zu halten. Gesundheitsförderung und Prävention sollen besonders sozial benachteiligte Gruppen erreichen, weil diese laut Programm ein höheres Krankheitsrisiko und eine geringere Lebenserwartung haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„An der Universität Jena oder an privaten Hochschulen ausgebildete Ärzte sollen im Rahmen von Förderprogrammen für 5-10 Jahre an eine Tätigkeit in Thüringen gebunden werden“
Seite 36 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Eigenanteil im Pflegeheim auf Durchschnittsrente deckeln

Das BSW will einen Deckel für Pflegeheimkosten: Der Eigenanteil der Bewohner soll nicht höher sein als die Durchschnittsrente. Aus Sicht des Programms ist das Pflegeheim wegen stark steigender Eigenanteile zur Armutsfalle geworden.

Ein Platz im Pflege-Heim ist sehr teuer. Viele Menschen werden dadurch arm. Das BSW will eine Grenze für die Kosten. Bewohner sollen höchstens so viel zahlen wie eine normale Rente. Land und Bund sollen den Rest neu regeln.

Laut Programm zahlt ein Heimbewohner im Schnitt 2.778 Euro im Monat; die Kosten seien von 2021 auf 2022 um 24 Prozent und 2023 um weitere 14 Prozent gestiegen. Die Pflegeversicherung wird als bloße Teilabsicherung beschrieben. Land und Bund sollen die Finanzierung neu ordnen. Zudem soll es eine verpflichtende kommunale Pflegeplanung geben, die das Land bezahlt, sowie flächendeckende Beratung und wohnortnahe Angebote für Pflegebedürftige und Angehörige. Gegen Einsamkeit im Alter setzt das BSW auf generationsübergreifende Angebote wie kommunale barrierefreie Wohnprojekte.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir setzen uns für einen Pflegekostendeckel ein. Der Eigenanteil der Heimbewohner darf die Durchschnittsrente nicht übersteigen.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine feste Obergrenze für Eigenanteile gibt es heute nicht; sie verlagert Kosten grundlegend auf die öffentliche Hand.

Was sagen die anderen Parteien zu Gesundheit und Pflege?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich