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CDU zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Machen, worauf es ankommt. Nordrhein-Westfalen: Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark (Beschluss 26. März 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 109 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

U-Untersuchungen für Kinder verpflichtend machen

Die CDU will die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder zur Pflicht machen. Regelmäßige Arztbesuche sollen helfen, frühe Anzeichen von Gewalt zu erkennen. Daneben will die CDU Therapieangebote ausweiten, die verhindern sollen, dass Menschen zu Tätern werden.

Kinder gehen regelmäßig zu Vorsorge-Untersuchungen beim Arzt. Die CDU will, dass alle Kinder daran teilnehmen müssen. Ärzte sollen so früh erkennen, ob ein Kind Gewalt erlebt. Es soll auch mehr Therapie für mögliche Täter geben.

Das Programm verweist darauf, dass psychische, körperliche oder sexualisierte Gewalt oft über Monate und Jahre andauert. Gerade kleine Kinder sollen deshalb regelmäßig ärztlich gesehen werden. Zur Vorbeugung will die CDU leicht zugängliche Angebote für Menschen stärken, die gefährdet sind, Täter zu werden. Sie unterstützt ein bundesweit flächendeckendes Therapieangebot und will es in NRW ausweiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Um zu gewährleisten, dass alle Kinder an den U-Untersuchungen teilnehmen, werden wir die Untersuchungen verpflichtend festschreiben.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Aus der bisher freiwilligen Teilnahme würde eine staatliche Pflicht für Familien, begründet mit dem Schutz der Kinder.

Landarztquote ausweiten und wohnortnahe Versorgung sichern

Die CDU will die Landarztquote fortführen und mehr Medizinstudienplätze darüber vergeben. Wer einen solchen Platz erhält, arbeitet danach als Hausarzt in einer Region mit zu wenigen Ärzten. Menschen auf dem Land sollen so wie in der Stadt eine Versorgung in ihrer Nähe haben.

Auf dem Land fehlen Ärztinnen und Ärzte. Die CDU will deshalb die Landarzt-Quote ausbauen. Das heißt: Manche Studien-Plätze für Medizin sind reserviert. Wer so einen Platz bekommt, arbeitet später als Hausarzt auf dem Land.

Die Studienplätze sollen über ein eigenes Auswahlverfahren vergeben werden. Die Medizinische Fakultät Ostwestfalen-Lippe soll weiter Hausärztinnen und Hausärzte für die Region ausbilden, mit Schwerpunkt auf Allgemeinmedizin und ambulanter Medizin. Eine Medizinerausbildung in Siegen bleibt Ziel der Partei. Außerdem setzt sich die CDU für möglichst barrierefreie Arztpraxen ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Wir wollen die Zahl der Medizinstudienplätze erhöhen, die über die Landarztquote vergeben werden.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll die Verteilung von Hausärzten stärker über reservierte Studienplätze mit Verpflichtung steuern, statt sie dem Markt zu überlassen.

Krankenhausplanung reformieren und Geburtshilfe sichern

Die CDU will die Reform der Krankenhausplanung fortsetzen. Grund- und Notfallversorgung, Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin sollen überall wohnortnah erreichbar sein, während komplizierte Eingriffe bei spezialisierten Häusern liegen sollen. Aus Sicht der Partei darf der Markt nicht allein über Standorte und Angebote entscheiden.

Die CDU will die Planung der Krankenhäuser weiter verändern. Überall soll es ein Krankenhaus für Notfälle und Geburten in der Nähe geben. Schwere Operationen sollen Fachleute in besonderen Kliniken machen. Hebammen sollen bessere Bedingungen bekommen.

Die Planung soll auf Leistungsgruppen mit überprüfbaren Qualitätsvorgaben beruhen und zu einer wirtschaftlich tragfähigen Struktur führen. Zu viele und zu wenige Kapazitäten sollen vermieden werden. Geburtsstationen sollen laut Krankenhausplan in guter Qualität und zumutbarer Entfernung erreichbar sein. Für Hebammen und Entbindungspfleger will die CDU bessere Rahmenbedingungen und mehr Ausbildung. Sie befürwortet mehr Hebammen-Kreißsäle, in denen Hebammen Geburten eigenverantwortlich begleiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Wir wollen eine flächendeckende Krankenhausversorgung mit Grundversorgung und Spezialisierungen, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Standorte und Angebote der Krankenhäuser sollen stärker staatlich geplant und nicht allein dem Markt überlassen werden.

Krankenhäuser mit 2,5 Milliarden Euro modernisieren

Die CDU will den Krankenhäusern in fünf Jahren zusätzlich 2,5 Milliarden Euro für Modernisierung bereitstellen. Sie zählt Krankenhäuser zur zentralen Infrastruktur des Landes. Auf Bundesebene will sie eine Reform der Fallpauschalen erreichen.

Die CDU will den Krankenhäusern mehr Geld geben. In fünf Jahren sollen es 2,5 Milliarden Euro zusätzlich sein. Damit sollen Gebäude und Technik besser werden. Auch die Bezahlung der Krankenhäuser durch Fall-Pauschalen soll sich ändern. Fall-Pauschalen sind feste Beträge pro Behandlung.

Die pauschale Investitionsförderung soll ab 2023 jährlich um 200 Millionen Euro steigen, auch um Gebäude an den Klimawandel anzupassen. Für Strukturveränderungen infolge der neuen Krankenhausplanung sind ab 2023 rund 300 Millionen Euro pro Jahr als Anschubfinanzierung vorgesehen. Für IT-Ausstattung und Schutz vor Cyber-Angriffen sollen ab 2023 pro Jahr 100 Millionen Euro fließen. Das Fallpauschalensystem (DRG) hat sich nach Ansicht der Partei nicht bewährt; eine Reform soll die Betriebskosten von Häusern der Grund- und Notfallversorgung, Geburtshilfen und Kindermedizin absichern. Zur Stärkung der medizinischen Rehabilitation soll eine Expertenkommission Vorschläge machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Über ein Krankenhaus-Modernisierungsprogramm werden wir in den kommenden fünf Jahren insgesamt 2,5 Milliarden Euro mehr zur Verfügung stellen“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll seine Investitionen in Krankenhäuser deutlich aufstocken und die Fallpauschalen zugunsten einer gesicherten Grundfinanzierung reformieren, was öffentliche Finanzierung ausweitet.

Virtuelles Krankenhaus und Telenotarzt landesweit ausbauen

Die CDU will das Virtuelle Krankenhaus auf weitere Krankheitsbilder und auf alle Kliniken im Land ausweiten. Auch das Telenotarztsystem soll flächendeckend kommen. So soll das Fachwissen der Universitätskliniken auch Häusern in der Fläche zugutekommen.

Die CDU will mehr Medizin über das Internet. Ärzte aus großen Kliniken sollen kleine Kliniken per Video beraten. Das nennt man Virtuelles Krankenhaus. Alle Kliniken im Land sollen mitmachen. Auch Notärzte sollen überall per Video helfen können.

Das Virtuelle Krankenhaus soll nach Intensivmedizin und Infektiologie weitere Behandlungsfelder abdecken und alle Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen einbeziehen. Telemedizinische Leistungen, Telekonsile und Televisiten sollen angemessen bezahlt werden. Das Telenotarztsystem soll im ganzen Land verfügbar werden. Das Programm begründet dies damit, dass knappe Ressourcen besser genutzt werden und Patienten schneller Hilfe erhalten. Beim Bund will sich die CDU für einen Rechts- und Finanzierungsrahmen einsetzen, der Versorgung über die Grenzen von Praxis und Klinik hinweg ermöglicht.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Nach der Intensivmedizin und Infektiologie werden wir das Virtuelle Krankenhaus auf weitere Indikationen und auf alle Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen ausdehnen.“
Seite 75 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Notfallversorgung mit Portalpraxen und Ersteinschätzung neu ordnen

Die CDU will die Portalpraxen an Krankenhäusern ausbauen und einen zentralen Empfang oder ein einheitliches Verfahren zur Ersteinschätzung einführen. Patienten sollen so schneller an den passenden Behandlungsort gelangen. Notaufnahmen und Klinikambulanzen sollen dadurch entlastet werden.

Viele Menschen gehen direkt in die Notaufnahme. Die CDU will das ändern. Am Empfang soll geprüft werden, wohin ein Patient gehört. Dann kommt er schnell zum richtigen Arzt. Die Notaufnahmen sollen so weniger voll sein.

Portalpraxen sind Anlaufstellen niedergelassener Ärzte an Krankenhäusern. Sie sollen gemeinsam mit den Kliniken und den Kassenärztlichen Vereinigungen ausgebaut werden. Zusätzlich plant die CDU einen gemeinsamen Empfang nach dem „Ein-Tresen-Modell“ oder ein strukturiertes System zur Ersteinschätzung in Kliniken, Notdienstpraxen und Arztpraxen. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit von ambulanter und stationärer Versorgung und eine geringere Nutzung der Notaufnahmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Das System der sogenannten Portalpraxen werden wir mit den Krankenhäusern und den Kassenärztlichen Vereinigungen in Nordrhein-Westfalen weiter ausbauen“
Seite 75 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Spitzenmedizin, Forschung und Universitätskliniken ausbauen

Die CDU will medizinische Forschung stärker fördern und die Universitätskliniken modernisieren. In Ostwestfalen-Lippe soll mit einer Milliarde Euro ein Universitätsklinikum entstehen. Krebsmedizin auf aktuellem Forschungsstand soll wohnortnah erreichbar sein.

Die CDU will mehr Geld für medizinische Forschung geben. Die großen Uni-Kliniken sollen moderne Geräte bekommen. In Ostwestfalen-Lippe soll eine neue Uni-Klinik entstehen. Dafür plant die CDU eine Milliarde Euro ein. Krebskranke sollen in ihrer Nähe gute Behandlung finden.

Das Programm nennt als Ziel, Krebs und Demenz besiegen zu können, und will dafür neue Behandlungsmöglichkeiten schaffen. Das Cluster Medizin.NRW und das Netzwerk VIRus ALlianz NRW sollen weiterentwickelt werden. Die Universitätskliniken sollen moderne Medizintechnik und leistungsfähige digitale Infrastruktur erhalten. Für den Ausbau der Medizinischen Fakultät Ostwestfalen-Lippe sind Investitionen von einer Milliarde Euro vorgesehen. Außerdem unterstützt die CDU den Zusammenschluss des Universitätsklinikums Köln mit den Städtischen Kliniken zu einem Gesundheitscluster.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Für den Ausbau der Medizinischen Fakultät Ostwestfalen-Lippe zu einem Universitätsklinikum werden wir eine Milliarde Euro in der Region investieren.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll deutlich mehr öffentliches Geld in Kliniken und Forschung investieren, was die staatliche Rolle innerhalb des bestehenden Systems ausweitet.

Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken

Die CDU will den Öffentlichen Gesundheitsdienst ausbauen und das zugehörige Landesgesetz überarbeiten. Sie begründet das mit den Erfahrungen aus der Corona-Pandemie. Geplant sind landesweite Strukturen für das Krisenmanagement.

Die Gesundheitsämter gehören zum Öffentlichen Gesundheitsdienst. Die CDU will diesen Dienst stärker machen. Das Gesetz dafür soll neu gefasst werden. Das Land soll auf Krisen besser vorbereitet sein. Die Corona-Zeit hat das nach Ansicht der CDU gezeigt.

Das Landeszentrum für Gesundheit soll ausgebaut werden und seine Aufgaben per Gesetz neu bestimmt bekommen. Die CDU will prüfen, ob daraus ein Landesgesundheitsamt werden kann. Die Akademie für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Düsseldorf soll bei Ausbildung und Qualifizierung gestärkt werden. Zudem soll der Dienst enger mit Krankenhäusern, Hochschulmedizin und Katastrophenschutz zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Wir werden den Öffentlichen Gesundheitsdienst weiter stärken und das Gesetz über den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Nordrhein-Westfalen überarbeiten.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau einer staatlichen Gesundheitsbehörde und ihrer Aufgaben erweitert öffentliche Leistungen schrittweise.

Pflegende Angehörige mit Pflegezeit und Pflegegeld unterstützen

Die CDU will Angehörige, die zu Hause pflegen, stärker entlasten. Sie strebt eine Pflegezeit nach dem Vorbild der Elternzeit an und will beim Bund ein Pflegegeld als Lohnersatz anstoßen. Pflegebedürftige sollen möglichst selbstständig leben können.

Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause. Die CDU will ihnen helfen. Sie sollen eine Pflegezeit bekommen, ähnlich wie die Elternzeit. In dieser Zeit soll es Geld als Ersatz für den Lohn geben. Dafür will sich die CDU beim Bund einsetzen.

Das geplante Pflegegeld soll sich am Elterngeld orientieren und entgangenen Lohn ersetzen. Für pflegende Angehörige will die CDU flexible Arbeitszeiten erreichen, etwa über anpassbare Arbeitszeitkorridore. Zusätzliche Kinderbetreuung, zum Beispiel Vorzugsplätze in Kitas, soll ihre Wahlfreiheit erhöhen. Kurzzeit- und Tagespflege sollen flexibler werden, Angebote am Wohnort und im Quartier sollen wachsen. Beim Bund will die CDU auf eine laufende Überprüfung und Verbesserung der Pflegeversicherung dringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Auf Bundesebene werden wir eine Initiative für die Einführung eines Pflegegeldes, ebenfalls orientiert am Elterngeld, als Lohnersatzleistung starten.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein Pflegegeld als Lohnersatz wäre eine neue Sozialleistung, die es bisher nicht gibt, und erweitert damit staatliche Leistungen grundlegend.

Begrüßungsgeld für neue Pflegekräfte zahlen

Die CDU will mehr Pflegekräfte gewinnen, unter anderem durch Anwerbung im Ausland. Neue Pflegekräfte sollen ein einmaliges Begrüßungsgeld von bis zu 3.000 Euro erhalten. Auf längere Sicht sollen so bis zu 10.000 zusätzliche Kräfte pro Jahr kommen.

In der Pflege fehlen Fachkräfte. Die CDU will mehr Pflegekräfte holen, auch aus dem Ausland. Neue Pflegekräfte sollen einmal bis zu 3.000 Euro bekommen. So sollen jedes Jahr bis zu 10.000 neue Kräfte kommen. Sie sollen dauerhaft im Land bleiben.

Das Programm begründet den Personalausbau damit, dass Pflege mehr Zeit und Zuwendung und weniger Dokumentation brauche. Die angeworbenen Fachkräfte sollen dauerhaft integriert werden und in Nordrhein-Westfalen bleiben. Für kurzfristige Engpässe in Heimen, ambulanten Diensten und Kliniken strebt die CDU Personalpools an. Sie unterstützt Modellversuche zu neuen Verfahren der Personalbemessung und einen Personalmix, der alle Qualifikationsstufen berücksichtigt. Für Rückkehrer in den Beruf sind Auffrischungskurse, gestufte Wiedereingliederung oder eine Prämie im Gespräch.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Wir werden ein Begrüßungsgeld für Pflegekräfte in Höhe von einmalig max. 3.000 Euro pro Person zahlen.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine staatliche Prämie zur Personalgewinnung setzt auf öffentliche Mittel, bleibt aber eine Ergänzung im bestehenden System.

  • Migrationeher offen

    Die gezielte Anwerbung ausländischer Pflegekräfte samt dauerhafter Integration erleichtert Zuwanderung in einem Berufsfeld.

Pflegeausbildung ausbauen und Tariflohn für alle Pflegekräfte

Die CDU will Ausbildung und Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern. Studien- und Ausbildungsplätze sollen wachsen, und alle Pflegekräfte sollen nach Tarif bezahlt werden. Das Programm sieht darin den Schlüssel zu ausreichend qualifiziertem Personal.

Die CDU will mehr junge Menschen für die Pflege gewinnen. Es soll mehr Plätze für Ausbildung und Studium geben. Alle Pflegekräfte sollen Lohn nach Tarif bekommen. Ein Tarif ist ein fester Vertrag über Löhne. Auch ein freiwilliges Jahr in der Pflege soll sich mehr lohnen.

Die CDU setzt sich für eine flächendeckende tarifliche Bezahlung unabhängig vom Versorgungsbereich ein. Studienplätze in Pflege- und Gesundheitsfachberufen sowie Ausbildungsplätze in der Pflegefachassistenz sollen ausgebaut werden, ebenso die Qualifizierung von Lehrkräften. Geplant sind eine landesweite Informationskampagne und mehr Förderung für Praktika. Das freiwillige soziale Jahr soll attraktiver werden, etwa durch ein „Danke-Geld“, bessere Anrechnung bei der Rente oder Freifahrten mit der Bahn. Zusätzliche Kinderbetreuung an Kliniken und Pflegeeinrichtungen soll Personal im Beruf halten, und der Bund soll die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen auskömmlich finanzieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„werden wir die Studienkapazitäten in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen deutlich ausbauen“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentlich finanzierte Ausbildungs- und Studienplätze und eine flächendeckende Tarifbindung stärken staatliche Leistungen und Lohnregulierung schrittweise.

Pflegekammer aufbauen und Mitsprache stärken

Die CDU unterstützt den Aufbau der Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen als berufsständische Vertretung. Sie befürwortet auch eine Pflegekammer auf Bundesebene. Weitere Gesundheitsfachberufe sollen in den Landesgremien mehr Mitsprache erhalten.

Eine Pflegekammer vertritt die Pflegekräfte. In Nordrhein-Westfalen entsteht gerade eine solche Kammer. Die CDU unterstützt das. Sie will auch eine Pflegekammer für ganz Deutschland. Andere Gesundheitsberufe sollen ebenfalls mehr mitreden dürfen.

Die Pflegekammer in NRW befindet sich laut Programm im Aufbau und soll zu einer starken Institution des Berufsstands werden. Die CDU unterstützt außerdem die Bemühungen um eine Bundespflegekammer. Für die übrigen Gesundheitsfachberufe sollen in den zuständigen Gremien des Landes möglichst weitgehende Rechte auf Beteiligung und Mitbestimmung entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Wir unterstützen den laufenden Aufbau der Pflegekammer in NRW zu einer starken, berufsständischen Institution.“
Seite 79 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Beihilfe und duales Krankenversicherungssystem erhalten

Die CDU bekennt sich zum Berufsbeamtentum mit Versorgung, Alimentation und Beihilfe. Eine pauschale Beihilfe und eine einheitliche Pflichtversicherung lehnt sie ab; das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung soll bleiben.

Beamte bekommen vom Staat einen Zuschuss zu Arzt-Kosten. Das heißt Beihilfe. Die CDU will dieses System behalten. Sie ist gegen eine einzige Versicherung für alle.

Das Programm nennt Versorgung, Alimentation und Beihilfe als die drei Säulen des Berufsbeamtentums, das gestärkt und attraktiver werden soll. Die pauschale Beihilfe, ein Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung anstelle der klassischen Beihilfe, wird abgelehnt. Das duale System aus gesetzlichen und privaten Kassen soll zusammen mit der Beihilfe fortbestehen. Zusätzlich soll das aktive Gesundheitsmanagement für die Beschäftigten weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 100)
„Daher lehnen wir eine pauschale Beihilfe beziehungsweise die zwangsweise Einheitsversicherung ab.“
Seite 100 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der heutige Stand mit privater Krankenversicherung wird ausdrücklich gegen die diskutierte pauschale Beihilfe und eine Einheitsversicherung verteidigt.

Was sagen die anderen Parteien zu Gesundheit und Pflege?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich