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CDU zur Bildung

Aus dem Programm „Machen, worauf es ankommt. Nordrhein-Westfalen: Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark (Beschluss 26. März 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 109 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 11 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 1 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Berufliche Bildung und Weiterbildung ausbauen

Die CDU will Nordrhein-Westfalen zusammen mit Wirtschaft, Sozialpartnern und Kammern zum führenden Land der Berufsbildung machen. Für Beschäftigte, die der Strukturwandel besonders trifft, plant sie eine Offensive für Fort- und Weiterbildung.

Die CDU will die Ausbildung im Betrieb stärken. Sie soll so viel gelten wie ein Studium. Beschäftigte sollen leichter Neues lernen können. Das gilt vor allem dort, wo sich die Wirtschaft stark verändert.

Die Bedingungen für betriebliche und überbetriebliche Aus- und Weiterbildung sollen weiter verbessert werden, berufliche und akademische Bildung sollen als gleichwertig gelten. Regionale Qualifizierungsverbünde will die CDU besonders unterstützen, damit ein Berufswechsel in jedem Alter möglich ist. Der Bildungsscheck NRW soll weiter verbessert werden. Außerdem sollen mobiles Arbeiten und Co-Working-Spaces gefördert werden, um ländliche Regionen zu stärken. Das Programm begründet dies mit der Sicherung von Fachkräften.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir starten eine Fort- und Weiterbildungsoffensive für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die vom Strukturwandel besonders betroffen sind.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Weiterbildung und Qualifizierungsverbünde stärker fördern, was öffentliche Leistungen schrittweise ausweitet.

Gegliedertes Schulsystem und Förderschulen erhalten

Die CDU will das gegliederte Schulsystem mit verschiedenen Schulformen beibehalten und die Förderschulen erhalten sowie nach Bedarf ausbauen. Zugleich sollen Lehrkräfte an Regelschulen mehr Hilfe für inklusiven Unterricht bekommen. Aus Sicht des Programms sichert diese Vielfalt Wahlfreiheit und fördert unterschiedliche Begabungen.

In Nordrhein-Westfalen gibt es verschiedene Schul-Arten. Die CDU will das so lassen. Auch Förder-Schulen sollen bleiben. Kinder mit Unterstützungs-Bedarf sollen auch an normalen Schulen lernen können. Die Lehrer dort sollen mehr Hilfe bekommen.

Das Programm betont Durchlässigkeit zwischen den Schulformen und die Möglichkeit, Abschlüsse nachzuholen. Förderschulen gelten ihm als fester Bestandteil eines inklusiven Schulsystems und nicht als Gegensatz zur Inklusion. Die vorschulische Förderung soll verstärkt werden, und bei Mindestklassengrößen soll die Größe der Gemeinde zählen, damit Schulwege kurz bleiben. Außerdem will die CDU den herkunftssprachlichen Unterricht ausbauen, um die Sprachkompetenz zu verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Daher halten wir an dem gegliederten und bewährten Schulsystem fest. Es sichert Wahlfreiheit und Schulvielfalt.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das bestehende gegliederte System und die Förderschulen werden ausdrücklich gegen die diskutierte Abschaffung bzw. Vereinheitlichung verteidigt.

Talentschulen auf alle Brennpunktschulen ausweiten

Die CDU will alle Schulen in sozial schwierigen Lagen zu Talentschulen machen. Diese sollen mehr Personal und eine bessere Ausstattung bekommen. Lehrkräfte dort sollen für besondere Leistungen eine zusätzliche Vergütung erhalten.

Manche Schulen haben besonders viele Kinder mit schwierigen Bedingungen. Die CDU will alle diese Schulen zu Talent-Schulen machen. Talent-Schulen bekommen mehr Lehrer und bessere Räume. Lehrer dort sollen für besondere Leistungen mehr Geld bekommen.

Bisher gibt es laut Programm 60 Talentschulen im Land. Künftig soll das Modell für sämtliche Schulen mit besonderen sozialen Belastungen gelten. Vorgesehen sind eine bessere Infrastruktur, zusätzliches Personal und Leistungszulagen für die dort tätigen Lehrkräfte.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Wir machen aus allen Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen Talentschulen.“
Seite 66 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Mittel und Stellen werden gezielt an Schulen in benachteiligten Lagen gelenkt.

Schulleitungsposten attraktiver machen

Die CDU will die Leitung von Schulen attraktiver gestalten. Schulleiterinnen und Schulleiter sollen weniger unterrichten müssen und Hilfe von Verwaltungsfachkräften bekommen. Das Programm wünscht sich mehr Managementfähigkeiten an der Schulspitze.

Schulen brauchen gute Leiterinnen und Leiter. Die CDU will diese Arbeit attraktiver machen. Schul-Leiter sollen weniger Unterricht geben müssen. Fachleute für Verwaltung sollen ihnen helfen. So sollen die Abläufe an Schulen besser werden.

Schulleitungen sollen einen Teil ihrer Unterrichtsstunden abgeben können. Im Alltag sollen ihnen Fachkräfte für Verwaltungsaufgaben zur Seite stehen. Mit stärkeren Managementqualitäten an der Spitze will die CDU die Abläufe an Schulen professioneller machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Wir werden Schulleitungspositionen attraktiver machen. Erreicht werden soll dies durch Entlastung von Unterrichtsverpflichtungen und Unterstützung im Schulalltag durch administratives Fachpersonal.“
Seite 66 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitales Lernen und Endgeräte für alle Schulkinder

Die CDU will digitales Lernen im Präsenzunterricht ausbauen und jedes Kind mit einem eigenen digitalen Gerät ausstatten. Digitale Methoden sollen den Unterricht ergänzen, aber nicht ersetzen. Schulträger sollen dafür eine Digital-Pauschale erhalten.

Die CDU will mehr digitales Lernen in der Schule. Jedes Kind soll ein eigenes Gerät bekommen, zum Beispiel ein Tablet. Der normale Unterricht soll aber bleiben. Die Städte und Gemeinden sollen Geld für die Technik bekommen.

Das Programm sieht vor, die Lehrpläne zu überarbeiten, damit digitale Kenntnisse stets mit Medienkompetenz verbunden werden. Eine Digital-Pauschale soll Schulträger bei Geräten, digitaler Infrastruktur und deren Betrieb dauerhaft unterstützen. Beim Bund will sich die CDU dafür einsetzen, dass nicht abgerufenes Geld aus dem DigitalPakt Schule 1 mit verlängerter Frist noch ausgegeben werden kann, und den Bedarf für einen DigitalPakt 2 beziffern. Lernplattformen und datenschutzkonforme Apps sollen weiterentwickelt und bestehende Angebote in einer Bildungscloud.NRW gebündelt werden. Als Ziel nennt das Programm weiterhin, dass alle Kinder nach der Grundschule lesen, schreiben und rechnen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Wir werden das Lernen mit digitalen Endgeräten im regulären Präsenzunterricht weiter ausbauen und jedem Kind ein digitales Endgerät zur Verfügung stellen.“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll zusätzliche öffentliche Mittel für Geräte und digitale Schul-Infrastruktur bereitstellen, was öffentliche Leistungen ausweitet.

MINT-Unterricht stärken, Informatik zum Abiturfach machen

Die CDU will den Unterricht in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) stärken. Informatik soll ausgebaut und Abiturfach werden. Dafür sollen mehr MINT-Lehrkräfte ausgebildet werden.

Die CDU will mehr Unterricht in MINT-Fächern. MINT heißt: Mathematik, Informatik, Natur-Wissenschaften und Technik. Informatik soll ein Fach für das Abitur werden. Es soll mehr Lehrerinnen und Lehrer für diese Fächer geben.

Das Programm sieht vor, mehr Lehrkräfte für die MINT-Fächer auszubilden. Menschen, die aus anderen Berufen in den Schuldienst wechseln, sollen sich leichter qualifizieren können, damit genügend Lehrkräfte vorhanden sind. Für den Sachunterricht sollen eigene MINT-Bildungsstandards festgelegt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Wir wollen den Unterricht in den MINT-Bereichen stärken und das Schulfach Informatik ausbauen und zum Abiturfach machen.“
Seite 67 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Familiengrundschulen und Offenen Ganztag ausbauen

Die CDU will mehr Grundschulen zu Familienzentren entwickeln und den Offenen Ganztag weiter ausbauen. Sie begrüßt den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz ab 2026, verlangt aber eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an den Kosten. Ziel ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die CDU will mehr Ganztags-Plätze an Grundschulen. Ab 2026 haben Kinder ein Recht auf einen solchen Platz. Der Bund soll dafür dauerhaft mitbezahlen. Grundschulen sollen auch Orte für Beratung von Familien werden.

Nach dem Vorbild der Familienzentren an Kitas sollen Grundschulen zu Anlaufstellen im Stadtteil werden, die Kinder und Eltern beraten und begleiten. Besonders Standorte mit vielen Herausforderungen sollen so abgesichert werden. Der Offene Ganztag soll für Familien möglichst flexibel sein und einen Qualitätsstandard haben. Grundschulen sollen außerdem einen gebundenen Ganztag anbieten können, also einen verpflichtenden Ganztagsbetrieb. Das Programm verweist auf hohe finanzielle Lasten für Land und Kommunen durch den Rechtsanspruch.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Wir werden uns für den weiteren Ausbau des Offenen Ganztags einsetzen.“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ganztagsangebote und Familienzentren an Schulen sollen ausgebaut werden, was öffentliche Leistungen schrittweise erweitert.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Ganztagsbetreuung soll die Berufstätigkeit beider Eltern erleichtern, was eher zu einem modernen Familienbild passt.

10.000 neue Lehrkräfte einstellen und Besoldung angleichen

Die CDU will binnen fünf Jahren 10.000 weitere Lehrkräfte einstellen. Die Besoldung für Lehrkräfte an Grundschulen und in der Sekundarstufe I soll an die der Sekundarstufe II angepasst werden. Multiprofessionelle Teams sollen Lehrkräfte entlasten.

Die CDU will 10.000 neue Lehrerinnen und Lehrer einstellen. Das soll in fünf Jahren geschehen. Lehrkräfte an Grundschulen sollen besser bezahlt werden. Andere Fachleute sollen an Schulen helfen, zum Beispiel Sozial-Arbeiter.

Weil die Ausbildung für alle Lehrämter inzwischen gleich lang ist, soll dies auch bei der Besoldung nachvollzogen werden. Lehrkräfte, die bereits im Dienst sind, sollen über modulare Qualifizierungsangebote in die Besoldungsgruppe A13 aufsteigen können; das gilt auch für Absolventen mit kürzerem Studium aus anderen Ländern. Die besten Absolventinnen und Absolventen der Lehrerausbildung sollen jedes Jahr eine Einstellungszusage erhalten, auch wenn kein Bedarf besteht. Zur Entlastung nennt das Programm unter anderem Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, IT-Fachkräfte und Verwaltungskräfte.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Wir werden erneut 10.000 zusätzliche Lehrkräfte in den kommenden fünf Jahren einstellen.“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Stellen und höhere Besoldung im Schuldienst bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben für eine staatliche Leistung.

Lehrerausbildung und Fortbildung reformieren

Die CDU will das Lehrerausbildungsgesetz überprüfen und reformieren. Im Grundschullehramt sollen künftig nur noch zwei statt drei Pflichtfächer studiert werden. Fortbildungen für Lehrkräfte sollen ausgebaut werden, vor allem zu digitalen Themen.

Die CDU will die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern ändern. Wer Grundschul-Lehrer werden will, soll nur noch zwei Fächer studieren. Bisher sind es drei. Es soll auch mehr Fortbildungen für Lehrkräfte geben.

Eines der beiden Fächer im Grundschulstudium soll Deutsch oder Mathematik bleiben; die Partei erwartet davon ein attraktiveres Studium und weniger Abbrüche. Geplant sind zudem eine Offensive für Mangelfächer mit Anreizen für Studierende, Fortbildungen zur psychischen Gesundheit von Kindern und zum Umgang mit extremistischen Haltungen sowie eine stärkere politische Bildung. Die Hochschulen sollen stärker an der Fortbildung beteiligt und Forschung zur Lehrerbildung besser gefördert werden. Ein flexibleres Arbeitszeitmodell für Lehrkräfte soll nach der Corona-Pandemie kurzfristig Unterricht sichern. Studium und Nebenjob an einer Schule sollen besser vereinbar werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Wir wollen im Lehramtsstudium für den Primarbereich die Anzahl der pflichtmäßig zu belegenden Fächer von drei auf zwei reduzieren.“
Seite 69 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Religionsunterricht bewahren, Imame in NRW ausbilden

Die CDU hält am bekenntnisorientierten Religionsunterricht fest, der unter deutscher Schulaufsicht und auf Deutsch stattfindet. Sie will eine islamisch-theologische Fakultät in Münster fördern. Langfristig sollen Imame und islamische Religionslehrer in Nordrhein-Westfalen auf Deutsch ausgebildet werden.

Die CDU will den Religions-Unterricht an Schulen behalten. Er soll auf Deutsch sein. Der Staat soll ihn beaufsichtigen. In Münster soll eine Fakultät für islamische Theologie entstehen. Imame sollen künftig in Nordrhein-Westfalen ausgebildet werden.

Das Programm verweist darauf, dass der bekenntnisorientierte Religionsunterricht im Grundgesetz verankert ist. Der Aufbau der Fakultät in Münster soll gefördert werden. Die geplante Ausbildung richtet sich an Imame und Religionslehrer, die nach Vorstellung der Partei für die Werte der Verfassung einstehen und nicht von Regierungen anderer Staaten abhängig sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Perspektivisch wollen wir in Nordrhein-Westfalen eine eigene deutschsprachige Ausbildung für solche Imame und islamische Religionslehrer etablieren, die die Werte des Grundgesetzes leben und unabhängig von ausländischen Regierungen sind.“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt bewahrt den konfessionellen Religionsunterricht und öffnet zugleich die staatliche Ausbildung für islamische Theologie, verbindet also beide Anliegen.

  • Migrationausgewogen

    Eine deutschsprachige Imamausbildung dient der Integration, wird aber an Bedingungen wie Verfassungstreue und Unabhängigkeit vom Ausland geknüpft.

Duale Ausbildung und Berufsorientierung stärken

Die CDU sieht berufliche und akademische Bildung als gleichwertig an und will die duale Ausbildung stärken. Schulabschlüsse der Sekundarstufe I sollen stärker auf die Berufsausbildung ausgerichtet werden. Berufsschulen sollen mehr Personal und modernisierte Gebäude erhalten.

Die CDU will die Berufs-Ausbildung stärken. Mehr junge Menschen sollen eine Ausbildung im Betrieb machen. Schülerinnen und Schüler sollen Praktika in Betrieben machen. Berufs-Schulen sollen mehr Lehrkräfte und bessere Gebäude bekommen.

Die Schule soll mehr Praxisanteile bekommen und enger mit Handwerk und Industrie verbunden werden. Das Übergangsprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ soll weiterentwickelt und stärker auf Jugendliche mit Unterstützungsbedarf zugeschnitten werden. Mit den Kammern will die CDU ein Konzept erarbeiten, damit alle Schüler Praktika in Handwerk oder Industrie absolvieren. Die Ausbildungsgarantie des Bundes soll mit den Partnern des Ausbildungskonsenses umgesetzt werden. Geprüft werden sollen Wohnheime für Auszubildende; zudem soll es weniger Schulabgänger ohne Abschluss geben, und unzufriedene Studierende sollen zu Ausbildungswegen beraten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Deshalb werden wir die duale Ausbildung stärken und junge Menschen motivieren, praktisch zu arbeiten.“
Seite 70 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulfinanzierung mit den Kommunen neu regeln

Die CDU will die Finanzierung der Schulen zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden neu ordnen. Zunächst soll eine Bestandsaufnahme der heutigen Schulfinanzierung erfolgen. Begründet wird das mit gewachsenen Ansprüchen, an die die Zuständigkeiten angepasst werden müssten.

Land und Gemeinden bezahlen die Schulen gemeinsam. Die CDU will diese Aufteilung besser regeln. Zuerst will sie prüfen, wie es heute läuft. Das will sie zusammen mit den Verbänden der Städte und Gemeinden tun.

Die Neuregelung soll Personal, Ausstattung und Schulgebäude umfassen. Das Programm betont, dass Wissen und Entscheidungskompetenz der Kommunen dabei besonders wichtig seien. Als Leitbild nennt es eine Schulfinanzierung aus einer Hand.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Wir werden gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden daran arbeiten die Finanzierung der Schulen in Zukunft besser zu regeln.“
Seite 71 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Weiterbildung und Zweiten Bildungsweg stärken

Die CDU will Volkshochschulen und freie Weiterbildungseinrichtungen weiter stärken. Der Zweite Bildungsweg soll ausgebaut werden, damit Menschen Schulabschlüsse nachholen können. Auch wer in der Schule gescheitert ist, soll so Chancen auf Teilhabe und Aufstieg bekommen.

Die CDU will die Weiterbildung für Erwachsene stärken. Menschen sollen Schul-Abschlüsse später nachholen können. Es soll mehr Kurse zum Lesen und Schreiben geben. Auch ältere Menschen sollen mehr Angebote bekommen.

Angebote zur Grundbildung und Alphabetisierung sowie die Forschung dazu sollen ausgebaut werden. Für ältere Menschen sind zusätzliche Weiterbildungsangebote vorgesehen. Die Landesförderung soll weiterhin regelmäßig steigen, und die Digitalisierung der Weiterbildung soll vorankommen. Der Investitionsstau bei Bildungshäusern soll abgebaut werden. Medien- und Digitalkompetenz soll mit Blick auf Falschnachrichten und Verschwörungserzählungen gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Wir werden den Zweiten Bildungsweg weiter stärken, um durch den Erwerb von Schulabschlüssen den beruflichen Einstieg oder eine berufliche Weiterqualifizierung möglich zu machen.“
Seite 71 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Förderung der Weiterbildung soll weiter steigen und Investitionen sollen nachgeholt werden, was öffentliche Leistungen ausbaut.

Ausgaben für kulturelle Bildung verdoppeln

Die CDU will doppelt so viel Geld für kulturelle Bildung ausgeben und Angebote für alle Altersgruppen von der Kita bis ins Seniorenalter erweitern. Musikschulen sollen mehr Landesgeld und damit mehr feste Stellen erhalten.

Die CDU will doppelt so viel Geld für kulturelle Bildung ausgeben. Das heißt zum Beispiel: Musik, Tanz und Kunst lernen. Es soll Angebote für Kinder und Erwachsene geben. Musikschulen sollen mehr feste Lehrkräfte bekommen.

Die Angebote sollen für Kitas, junge Erwachsene, Auszubildende und ältere Menschen ausgebaut werden. Kulturelle Bildung soll Teil der Aus- und Fortbildung von Erzieherinnen, Erziehern und Lehrkräften werden und in der Erwachsenen- und Weiterbildung verankert sein. Die Musikschuloffensive soll ausgeweitet werden; ein höherer Landesanteil soll feste Stellen und gleichbleibende Unterrichtsqualität ermöglichen. Das Programm JeKits, das Grundschulkindern Instrumente, Tanz und Gesang nahebringt, soll abgesichert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Wir werden die Ausgaben für kulturelle Bildung in den kommenden Jahren verdoppeln“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die öffentlichen Ausgaben für kulturelle Bildung sollen verdoppelt werden, also um weit mehr als ein Viertel steigen.

Alle Kinder sollen sicher schwimmen lernen

Die CDU will erreichen, dass alle Kinder bis zum Ende der sechsten Klasse sicher schwimmen können. Sie begründet das mit der wachsenden Zahl von Kindern und Jugendlichen, die nicht schwimmen können.

Die CDU will: Jedes Kind soll schwimmen können. Das soll spätestens nach der 6. Klasse so sein. Dafür soll es mehr Schwimm-Lehrer geben. Auch mehr Becken zum Üben sind geplant.

Dafür soll ein Aktionsplan zum Schwimmenlernen für die Jahre 2022 bis 2027 starten. Das Land soll mehr Schwimmlehrkräfte gewinnen und ausbilden sowie zusätzliche geeignete Wasserflächen erschließen. Eine Kampagne mit allen Beteiligten soll die Schwimmausbildung verstärken. Außerdem plant die CDU ein Schwimmzentrum, das Angebote vom Anfängerniveau bis zum Rettungsschwimmen bündelt.

Originalzitat anzeigen (Seite 85)
„Wir wollen, dass jedes Kind spätestens am Ende der 6. Klasse sicher schwimmen kann.“
Seite 85 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mehr Geld für Lehre und hybride Formate

Die CDU will die Landesmittel für eine bessere Lehre an den Hochschulen aufstocken. Digitale Lehrformen sollen dauerhaft mit der Präsenzlehre verbunden werden, wobei die Hochschulen Präsenzhochschulen bleiben sollen.

Die CDU will mehr Geld für den Unterricht an Hochschulen geben. Studierende sollen weiter vor Ort lernen. Dazu sollen digitale Angebote kommen. Beides zusammen nennt man hybride Lehre.

Die Mittel zur Qualitätsverbesserung sollen um 50 Millionen auf 350 Millionen Euro steigen. Die Digitalisierungsoffensive für digitale und hybride Lehre soll weiterlaufen, und für die besten Umsetzungskonzepte ist ein Preis geplant. Die CDU will außerdem die Hochschulen bei inklusiven Studienbedingungen unterstützen. Gemeinsam mit den Jugendämtern soll eine flexible Kinderbetreuung entstehen, die zu den unregelmäßigen Zeiten an Hochschulen passt.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Wir erhöhen die Qualitätsverbesserungsmittel für die Lehre mit weiteren 50 Millionen Euro auf 350 Millionen.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentlichen Mittel für die Hochschullehre sollen um rund ein Sechstel steigen, was einen schrittweisen Ausbau staatlicher Leistungen bedeutet.

Wiedereinführung von Studienbeiträgen ausschließen

Die CDU erklärt die Debatte über Studienbeiträge für abgeschlossen. Sie sagt zu, solche Beiträge in Nordrhein-Westfalen nicht wieder einzuführen.

Studieren kostet in Nordrhein-Westfalen keine Gebühren. Die CDU will, dass das so bleibt. Sie will keine Studien-Gebühren wieder einführen.

Das Studium an den Hochschulen des Landes soll weiterhin ohne allgemeine Studienbeiträge möglich sein. Die CDU bezeichnet die Diskussion darüber als endgültig beendet. Die Zusage steht im Zusammenhang mit dem Ziel, gute Bedingungen für Studentinnen und Studenten zu schaffen.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Für uns ist die Diskussion um Studienbeiträge abschließend beendet. Wir schließen ihre Wiedereinführung aus.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das gebührenfreie, steuerfinanzierte Studium wird ausdrücklich gegen eine diskutierte Rückkehr zu Beiträgen verteidigt.

BAföG reformieren und Studienberatung verbessern

Die CDU will beim Bund auf eine Reform des BAföG hinwirken, bei der das Einkommen der Eltern eine geringere Rolle spielt. Zugleich sollen bessere Beratung und gezielte Talentförderung dazu führen, dass mehr junge Menschen ihr Studium abschließen.

BAföG ist Geld vom Staat für Studierende. Heute hängt es stark vom Einkommen der Eltern ab. Die CDU will das ändern. Sie will auch die Beratung für Studierende besser machen.

Die BAföG-Reform ist eine Forderung an den Bund, der für diese Leistung zuständig ist. Im Land will die CDU begabte Schülerinnen und Schüler, deren Eltern nicht studiert haben, durch Talentscouts gezielt ansprechen. Hinzu kommen Begabtenförderung an Schulen und eine engere Zusammenarbeit von Schulen und Hochschulen. Die Studienberatung soll Berufsorientierung, andere Ausbildungswege und Bedarfsprognosen einzelner Branchen ebenso umfassen wie soziale und psychologische Hilfen, vor allem in digitaler Form. Das Projekt „Zukunft durch Innovation“ (zdi), das für MINT-Berufe wirbt, soll dauerhaft gesichert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Wir werden uns beim Bund dafür einsetzen, das BAföG neu aufzustellen und ein elternunabhängigeres BAföG zu ermöglichen.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine weniger vom Elterneinkommen abhängige Ausbildungsförderung würde den Kreis der Berechtigten erweitern und die staatliche Leistung ausbauen.

Spitzenforschung mit Innovationsfonds stärken

Die CDU will die Spitzenforschung und ihre Einrichtungen ausbauen, damit Nordrhein-Westfalen als Wissenschaftsstandort bundesweit vorn liegt. Ein neuer Innovationsfonds mit zusätzlich 100 Millionen Euro soll neue wissenschaftliche Schwerpunkte anstoßen.

Die CDU will die Forschung im Land stärken. Dafür soll es einen neuen Fonds geben. Ein Fonds ist ein Geldtopf. In dem Topf sollen 100 Millionen Euro sein.

Hochschulen sollen zu Energiesicherheit und Energiewende weiter technologieoffen forschen können. Gefördert werden sollen unter anderem Forschung zur Mobilität der Zukunft, die Wissenschaft im Rheinischen Revier, die Friedens- und Konfliktforschung samt Ausbau des Bonn International Centre for Conflict Studies, das Nachhaltigkeitskolleg „HumboldtN“ und die Fraunhofer-Forschungsfertigung Batteriezelle. Für Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind das Promotionskolleg und ein neues Forschungskolleg mit Fellowships für forschungsstarke Professorinnen und Professoren vorgesehen. Die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft soll gestärkt werden, eine dynamisierte Grundfinanzierung wird geprüft. Hinzu kommen das Research-Center Ruhr, mehr Stipendien und neue Studienangebote in Pharmazie.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Wir schaffen einen neuen Innovationsfonds, mit dem zielgerichtete Impulse für innovative wissenschaftliche Themenstellungen und Schwerpunktsetzungen unterstützt werden.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche 100 Millionen Euro und weitere Förderzusagen bedeuten mehr öffentliche Investitionen in Forschung innerhalb des bestehenden Systems.

Landesweite CampusApp für Studierende einführen

Die CDU will die Digitalisierung an den Hochschulen fortsetzen und eine einheitliche CampusApp für das ganze Land anbieten. Sie soll als digitaler Studierendenausweis dienen und Dienste des Hochschulalltags bündeln.

Die CDU will eine App für alle Studierenden im Land. Die App soll der Ausweis für Studierende sein. Man soll damit in der Mensa bezahlen können. Auch das Ticket für Bus und Bahn soll in der App sein.

Die App soll unter anderem den Bibliothekszugang, das Bezahlen in der Mensa und das Semesterticket enthalten, außerdem Funktionen für Beschäftigte der Hochschulen. Die Einrichtung DH.NRW soll zu einer Servicegesellschaft der Hochschulen ausgebaut werden. Die Open University Hagen soll mehr Geld erhalten, an zusätzlichen Mitteln für Qualitätsverbesserung teilhaben und teilweise vom Bund mitfinanziert werden. Auch das Center for Advanced Internet Studies (CAIS) soll auf längere Sicht von Bund und Ländern gemeinsam finanziert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Mit einer landesweit einheitlichen CampusApp bieten wir den rund 770.000 Studentinnen und Studenten einen digitalen Studierendenausweis an.“
Seite 93 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulgebäude sanieren und Studierendenwohnungen bauen

Die CDU will den Investitionsstau an den Hochschulen weiter abbauen und dafür ein Sanierungsprogramm starten. Außerdem soll mehr bezahlbarer Wohnraum für Studentinnen und Studenten entstehen.

Viele Gebäude von Hochschulen sind alt. Die CDU will sie reparieren und erneuern. Sie will auch mehr günstige Wohnungen für Studierende schaffen.

Hochschulbau und Stadtentwicklung sollen zusammen mit den Kommunen geplant werden, mit Campusmodellen, die Forschung, Lehre, Wohnen und Wirtschaft verbinden. Ein Wettbewerb soll den Bau eines Modellcampus fördern. Ein Sonderfinanzierungsprogramm „Studentisches Wohnen“ soll Sanierung, Modernisierung und Neubau durch die Studierendenwerke unterstützen. Ein weiteres Sonderprogramm ist für die Ausstattung der Universitätskliniken vorgesehen. Maker-Space-Angebote, also offene Werkstätten für technische Projekte, sollen an weiteren Standorten entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Wir werden ein Hochschulbau-Sanierungsprogramm auflegen. Dabei denken wir gemeinsam mit den Kommunen Hochschulbau und Städtebau zusammen.“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Sanierungs- und Sonderfinanzierungsprogramme erhöhen die öffentlichen Investitionen in Hochschulbau und Wohnraum.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich