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SPD zur Bildung

Aus dem Programm „Unser Land von morgen. Regierungsprogramm der SPD für Nordrhein-Westfalen zur Landtagswahl am 15. Mai 2022“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 104 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 17 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 16 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Meisterausbildung kostenfrei machen, Weiterbildung ausbauen

Die SPD will, dass das Land die Kosten der Meisterausbildung übernimmt, die nach Meister-BAföG und anderen Förderungen übrig bleiben. Zudem sollen Weiterbildung und berufliche Neuorientierung jederzeit möglich sein und die Hochschulen sich für beruflich Qualifizierte öffnen.

Die SPD will, dass die Ausbildung zum Meister nichts mehr kostet. Das Land soll die restlichen Kosten bezahlen. Menschen sollen auch später im Leben etwas Neues lernen können. Hochschulen sollen offener für Menschen mit Berufs-Ausbildung werden.

Gemeinsam mit dem Handwerk sollen Zugangshürden zur Meisterausbildung abgebaut werden. Mit Kammern, Gewerkschaften, Volkshochschulen, Berufskollegs und der Arbeitsagentur will die SPD Weiterbildungsangebote sichern. Hochschulen sollen mehr berufsbegleitende Weiterbildung anbieten. Für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung soll eine jährliche Erhöhung der Mittel um zwei Prozent gesetzlich festgeschrieben werden. Entwicklungspauschale und Innovationsfonds sollen ausgewertet und bei Erfolg entfristet und besser ausgestattet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Die Meisterausbildung soll wie der Master an der Hochschule kostenfrei werden.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll verbleibende Kosten der Meisterausbildung übernehmen und Weiterbildungsmittel jährlich gesetzlich erhöhen, also öffentliche Leistungen ausbauen.

Ausbildungsplatzgarantie mit Umlage einführen

Die SPD will jedem jungen Menschen in NRW einen Ausbildungsplatz garantieren. Bezahlen sollen das Betriebe, die nicht ausbilden, während ausbildende Betriebe Unterstützung erhalten. Jugendliche ohne Abschluss oder Ausbildungsplatz sollen aufgefangen werden.

Die SPD will eine Ausbildungs-Platz-Garantie. Jeder junge Mensch soll einen Ausbildungs-Platz bekommen. Firmen, die nicht ausbilden, sollen dafür zahlen. Firmen, die ausbilden, bekommen Hilfe. Wer die Schule ohne Abschluss verlässt, soll neue Chancen bekommen.

Als ersten Schritt nennt das Programm die nachrangige Finanzierung außerbetrieblicher Ausbildung mit dem Ziel des Wechsels in einen Betrieb, nach dem Vorbild Österreichs. Das Übergangsprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ soll gestärkt werden. Produktionsschulen, an denen Schulabschlüsse nachgeholt und Praxiserfahrung gesammelt werden können, sollen wieder aufgenommen und dauerhaft finanziert werden. Eine gemeinnützige Landes-GmbH soll als Ausbildungsverbund in Regionen arbeiten, in denen es bisher keinen gibt.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Deshalb werden wir eine Ausbildungsplatzgarantie in Nordrhein-Westfalen einführen. Finanziert wird diese, indem Betriebe, die ausbilden unterstützt werden und Betriebe, die nicht ausbilden, die Kosten tragen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine neue Garantie auf einen Ausbildungsplatz, finanziert durch eine Abgabe nicht ausbildender Betriebe, führt eine bisher nicht bestehende Pflicht und Umverteilung zwischen Unternehmen ein.

Berufskollegs sanieren und Lehrkräfte gewinnen

Die SPD will mit dem Programm „Gute Berufskollegs 2030“ alle Berufskollegs sanieren, modernisieren und digital ausstatten. Um mehr Lehrkräfte zu gewinnen, sollen mehr Studienstandorte entstehen und die Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Die SPD will alle Berufskollegs erneuern. Berufskollegs sind Schulen für die Berufs-Ausbildung. Sie sollen moderne Technik und genug Personal bekommen. Mehr Hochschulen sollen Lehrer für Berufskollegs ausbilden.

Die Berufskollegs sollen technisch und personell gut ausgestattet und zu Transformationszentren für neue Berufsbilder werden. Das Lehramt an Berufskollegs soll an mehr Standorten studiert werden können, auch an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Praxisnähere Studieninhalte sollen die Abbruchquote senken. Schulen sollen einen handwerklichen Zweig in der gymnasialen Oberstufe einrichten können, der Bachelor Professional soll ausgebaut werden. Eine geänderte Berufsschulpflicht soll die Integration junger Menschen mit Einwanderungsgeschichte unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Mit unserem Programm „Gute Berufskollegs 2030“ werden wir binnen weniger Jahre alle Berufskollegs sanieren, modernisieren und digitalisieren können.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Landesprogramm zur Sanierung und Ausstattung aller Berufskollegs bedeutet mehr öffentliche Investitionen in Bildung.

Auszubildende mit Studierenden gleichstellen

Die SPD will Auszubildende den Studierenden gleichstellen. Dazu gehören ein günstigeres Azubiticket mit mehr Leistung, der Wegfall versteckter Ausbildungskosten und die Förderung barrierefreier Wohnheime für Auszubildende.

Die SPD will, dass Azubis genauso gut gestellt sind wie Studenten. Das Azubi-Ticket für Bus und Bahn soll billiger und besser werden. Versteckte Kosten der Ausbildung sollen wegfallen. Es soll mehr Wohnheime für Azubis geben.

Das Azubiticket soll weniger kosten und mehr bieten, damit Auszubildende im Land ebenso mobil sind wie Studierende. Versteckte Kosten der Ausbildung will die SPD beseitigen. Der Bau barrierefreier Azubiwohnheime soll gefördert werden. Informationskampagnen sollen Eltern und Lehrkräften Wissen über neue Berufsbilder und Chancen am Ausbildungsmarkt vermitteln.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir werden ein günstigeres Azubiticket mit besserer Leistung einführen. Junge Auszubildende sollen genau wie Studierende im Land mobil sein zu fairen Preisen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein vergünstigtes Ticket und geförderte Wohnheime für Auszubildende erweitern öffentliche Leistungen für diese Gruppe.

Anspruch auf Bildungslotsen ab Geburt schaffen

Die SPD will jedem Kind von Geburt an einen Anspruch auf einen Bildungslotsen geben. Diese Person soll Kinder und Jugendliche auf ihrem Bildungsweg beraten und begleiten und Schulabbrüche früh verhindern.

Jedes Kind soll einen Bildungs-Lotsen bekommen können. Das ist eine Person, die Kinder beim Lernen und bei der Schule begleitet. Sie hilft mit Rat. Sie soll auch verhindern, dass Jugendliche die Schule abbrechen.

Die Bildungslotsinnen und Bildungslotsen sollen bei den Kommunen angesiedelt und überall vor Ort eingeführt werden. Sie sollen Kindern und Jugendlichen helfen, ihre selbst gewählten Ziele zu erreichen. Eine weitere Aufgabe ist es, drohende Schulabbrüche früh zu erkennen und abzuwenden. Der Anspruch soll nach dem Programm für jedes Kind gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Damit jedes Kind sein volles Potenzial entfalten kann, schaffen wir einen Anspruch auf einen Bildungslotsen ab der Geburt.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Anspruch auf eine öffentliche Begleitleistung erweitert die staatlichen Angebote im Bildungsbereich.

Einschulung flexibler gestalten

Die SPD will die Schuleingangsphase flexibler machen. Ob ein Kind früher oder später eingeschult wird, soll nicht mehr allein vom Stichtag abhängen, sondern auch von der Einschätzung der Eltern und der Fachleute.

Bisher entscheidet vor allem ein festes Datum über die Einschulung. Die SPD will das ändern. Eltern, Ärzte und Erzieher sollen mitreden. Ein Kind soll auch später in die Schule kommen können.

Die Beurteilungen von Eltern, Kinderärztinnen und Kinderärzten, Erzieherinnen und Erziehern sowie gegebenenfalls Psychologinnen und Psychologen sollen stärker zählen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, soll eine spätere Einschulung möglich sein. Das Programm begründet dies damit, dass jedes Kind sich unterschiedlich entwickelt.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Der Stichtag soll nicht mehr das einzige Kriterium für eine verfrühte oder insbesondere verspätete Einschulung sein.“
Seite 23 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Ganztagsgesetz mit Standards und kostenfreien Kernzeiten

Die SPD will den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz ab 2026 vorbereiten und ein Ganztagsgesetz mit verbindlichen Mindeststandards schaffen. Der Ganztag soll als Bildungsangebot gelten und in den Kernzeiten für Familien nichts kosten.

Ab 2026 haben Kinder ein Recht auf einen Ganztags-Platz in der Grundschule. Die SPD will dafür ein Gesetz mit festen Regeln machen. Die Regeln gelten für Personal, Räume, Angebote und Mittagessen. In den Kernzeiten soll der Ganztag kostenlos sein.

Das Programm nennt Schätzungen, wonach bis zu 200.000 zusätzliche Plätze samt Räumen und Personal nötig sind, und fordert deutlich höhere Investitionen. Die Ausgestaltung soll im Dialog mit Kommunen, Trägern, Schulen, Beschäftigten, Eltern und Schülerschaft geklärt werden. Die Trennung zwischen Schule und Offenem Ganztag will die SPD aufheben. Für die Beschäftigten sieht sie ein Fachkräftegebot mit Fortbildung des vorhandenen Personals, unbefristete Verträge, Vollzeitstellen und Zeit für Vor- und Nachbereitung vor. Die Zusammenarbeit mit Vereinen aus Sport und Kultur soll zum Standard werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir schaffen ein Ganztagsgesetz mit Mindeststandards für die Qualität des Personals, der Räume, der Angebote wie auch des Mittagessens.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere öffentliche Investitionen, verbindliche Standards und der Wegfall von Elternbeiträgen in den Kernzeiten weiten staatliche Leistungen aus.

Schulen in schwierigen Lagen gezielt fördern

Die SPD will Bildungseinrichtungen in sozial schwierigen Lagen mit mehr Personal und Geld ausstatten. Ein Sozialindex soll die Mittel nach den Verhältnissen vor Ort verteilen; zunächst sollen 1.000 Schulen zusätzliche Mittel bekommen.

Manche Schulen und Kitas liegen in Gegenden mit vielen Problemen. Die SPD will diesen Einrichtungen mehr Geld und Personal geben. Ein Sozial-Index soll zeigen, wo die Hilfe nötig ist. Zuerst sollen 1.000 Schulen mehr bekommen.

Wo die Lebens- und Lernsituation von Kindern instabil ist, sollen Einrichtungen mehr Fachkräfte und multiprofessionelle Teams erhalten. Der Sozialindex soll die Lebenswirklichkeit der Kinder abbilden. Die SPD verbindet dies mit dem Ziel, dass Schulen aufgenommene Kinder behalten und nicht abschulen. Sie befürwortet längeres gemeinsames Lernen und verweist auf die Gesamtschulen als Beitrag zur Chancengleichheit. Kompetenzbeschreibungen neben den Schulnoten sieht sie als Beitrag zu einer fördernden Lernkultur.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Für den schulischen Bereich werden wir 1.000 Schulen in besonders herausfordernden sozioökonomischen Lagen in einem ersten Schritt mit zusätzlichen personellen und sachlichen Mitteln ausstatten.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Mittel werden gezielt nach sozialer Lage verteilt, was eine stärkere Umverteilung im Bildungssystem bedeutet.

Kostenfreien Büchereiausweis für alle Kinder

Die SPD will jedem Kind bis zum Ende der Schulzeit einen kostenlosen Büchereiausweis geben. Kinder sollen unabhängig vom Geld der Eltern Zugang zu Büchern und digitalen Medien haben.

Jedes Kind soll einen Ausweis für die Bücherei bekommen. Der Ausweis kostet nichts. Er gilt bis zum Ende der Schulzeit. So kommen alle Kinder an Bücher und digitale Medien.

Das Programm begründet den Ausweis damit, dass Wissen nicht von der finanziellen Lage der Familie abhängen soll. Auch der Zugang zu Vereinen soll für Kinder ohne finanzielle Hürden möglich sein. Die SPD sieht Bibliotheksbesuche und Vereinsengagement als stärkend für Kinder.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„wird jedes Kind einen kostenfreien Büchereiausweis bis zum Ende der Schulzeit erhalten.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine bisher teils kostenpflichtige öffentliche Leistung wird für alle Kinder gebührenfrei.

Personaloffensive und gleiches Einstiegsgehalt für Lehrkräfte

Die SPD will mit einer Personaloffensive den Unterrichtsausfall beenden und mehr multiprofessionelle Teams an Schulen bringen. Alle Lehrkräfte sollen das gleiche Einstiegsgehalt bekommen, und die Zahl der Studienplätze für pädagogische Berufe soll stark steigen.

An Schulen fällt oft Unterricht aus. Die SPD will deshalb mehr Personal einstellen. Alle Lehrerinnen und Lehrer sollen am Anfang gleich viel verdienen. Es soll viel mehr Studienplätze für das Lehramt geben.

Zu den Teams sollen neben Lehrkräften unter anderem Fachleute aus Schulsozialarbeit, Sonderpädagogik, Schulpsychologie, Erziehung, Pflege und Therapie gehören. Die Schulsozialarbeit soll dauerhaft gesichert werden. Die SPD will Studienplätze für Lehramt, Sonderpädagogik und Sozialpädagogik ausbauen und die Zugangsvoraussetzungen anpassen. Berufserfahrung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern sowie berufliche Abschlüsse sollen stärker anerkannt werden, etwa bei Werkstattlehrkräften. Aus- und Fortbildung sollen Themen wie Vielfalt, Antidiskriminierung, Digitalisierung und Verbraucherschutz aufgreifen; Berufskollegs und Hochschulen sollen die Offensive gemeinsam gestalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Alle Lehrkräfte müssen den gleichen Lohn beim Eingangsgehalt verdienen. Zudem werden wir die Studienplätze für Lehramt, Sonderpädagogik und Sozialpädagogik massiv ausbauen“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentlich Beschäftigte, höhere Einstiegsgehälter für einen Teil der Lehrkräfte und mehr Studienplätze erhöhen die staatlichen Ausgaben für Bildung.

Pädagogische Zentren für Inklusion an jeder Schule

Die SPD will, dass Inklusion zu jeder Schule gehört, und dafür an allen Schulen ein pädagogisches Zentrum mit Fachleuten aufbauen. Zusätzlich soll es in jedem Schulbezirk eine schnelle Unterstützungsgruppe für akute Fälle geben. Das Programm begründet dies mit der UN-Behindertenrechtskonvention, die einzuhalten sei.

Kinder mit Behinderung sollen an jeder Schule willkommen sein. Dafür will die SPD an jeder Schule ein Zentrum mit Fachleuten einrichten. Die Fachleute helfen den Lehrerinnen und Lehrern. In jedem Schulbezirk soll es außerdem eine Gruppe für schnelle Hilfe geben.

Das Zentrum soll pädagogisches und sonderpädagogisches Fachwissen bündeln und Klassen- und Fachlehrkräfte sowie Sonderpädagogen unterstützen und beraten. Es soll keine Parallelstruktur sein, sondern Teil eines gemeinsamen Kollegiums aus mehreren Berufsgruppen. Es koordiniert die Arbeit mit Schulpsychologie, Therapeuten und Jugendhilfe und bietet Zusatz- und Auszeitangebote, auch bei Konflikten oder Verhaltensproblemen. Eine „Schnelle Unterstützungsgruppe“ je Schulbezirk soll Familien und Schulen in akuten Lagen verbindlich helfen. Die Unterstützungssysteme sollen gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern, Wissenschaft, Ärzten und Therapeuten entwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir wollen daher an jeder Schule in Nordrhein-Westfalen ein pädagogisches Zentrum mit Expertinnen und Experten einrichten.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Inklusion soll an allen Schulen ausgebaut und mit eigenen Strukturen unterstützt werden, was die Gleichstellung von Kindern mit Behinderung schrittweise stärkt.

Bildungskommission einsetzen und Schulfinanzierung neu ordnen

Die SPD will eine Bildungskommission aus Fachleuten einsetzen, die Lerninhalte und die Finanzierung der Bildung überprüft. Die Aufteilung der Kosten zwischen Land und Kommunen soll klar und verbindlich geregelt werden. Ein Sonderprogramm für Schulneubau und Schulsanierung soll dort helfen, wo Bedarf besteht.

Die SPD will eine Gruppe von Fachleuten für Bildung gründen. Sie prüft, was Kinder lernen sollen. Sie prüft auch, wer die Schulen bezahlt. Land und Städte sollen das klar regeln. Für neue und reparierte Schulen soll es ein eigenes Programm geben.

Die Kommission soll klären, welche Inhalte und Kompetenzen eine digitalisierte Lebens- und Berufswelt erfordert. Nach Ansicht der SPD sind die heutigen Zuständigkeiten undurchschaubar und bremsen Lösungen; das Finanzierungsgeflecht soll entwirrt werden. Die Mittel sollen für Qualität, Sachausstattung, Gebäudeunterhalt und Neubau ausreichen, in finanzstarken wie finanzschwachen Kommunen. Außerdem plant die SPD eine Potenzialanalyse, um Begabungen der Kinder einzuschätzen und gezielt zu fördern. Für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, die Diskriminierung erleben, sollen Schutzstrukturen entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Die Bildungskommission wird sich neben den Bildungsinhalten auch mit der Bildungsfinanzierung befassen.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliches Geld für Bildung und ein Sonderprogramm für Schulbau erweitern staatliche Investitionen im bestehenden System.

Digitalisierung in Kitas und Schulen voranbringen

Die SPD will mehr Geld für digitale Infrastruktur und Ausstattung in Kitas und Schulen bereitstellen. IT-Fachleute sollen die Technik betreuen, damit Lehrkräfte entlastet werden und Medienkompetenz vermitteln können. In allen Schulformen sollen Grundlagen der Informationstechnologie unterrichtet werden.

Kitas und Schulen sollen bessere digitale Technik bekommen. Dafür will die SPD mehr Geld geben. Fachleute für Computer sollen die Technik pflegen. Lehrerinnen und Lehrer haben dann mehr Zeit für den Unterricht. Alle Schulen sollen Grundwissen über Computer-Technik unterrichten.

Die Betreuung der Technik durch IT-Fachleute soll die Lehrkräfte entlasten. Diese sollen sich darauf konzentrieren, Kinder zu einem reflektierten, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu befähigen. Das Fortbildungsbudget je Lehrkraft soll steigen. Daneben sollen die Digitalkompetenzen der Schülerinnen und Schüler gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Diese digitale Infrastruktur muss von IT-Expertinnen und Experten verwaltet und gepflegt werden.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Mittel für digitale Ausstattung, IT-Personal und Fortbildung bauen staatliche Leistungen schrittweise aus.

Berufsorientierung ausbauen und Ausbildungsplatzgarantie einführen

Die SPD will das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ausbauen und in Nordrhein-Westfalen eine Ausbildungsplatzgarantie einführen. Berufsorientierung und praktischer Unterricht sollen in der Sekundarstufe I mehr Raum bekommen. Ziel ist, dass niemand die Schule ohne Anschluss verlässt.

Alle jungen Menschen sollen nach der Schule eine Ausbildung oder einen anderen Anschluss haben. Die SPD will einen Ausbildungsplatz garantieren. In der Schule soll es mehr praktischen Unterricht geben. Schülerinnen und Schüler sollen früher Berufe kennenlernen.

Schulen sollen auf akademische und handwerkliche Berufswege gleichermaßen und früh vorbereiten. Haupt- und Realschulabschluss sollen nach dem Willen der SPD wieder mehr wert sein und eine gute Berufsplanung erlauben. An allen Schulformen sollen praktische Inhalte in der Sekundarstufe I zunehmen. Angebote der Berufsorientierung, die es an Berufskollegs gibt, sollen schon in der Sekundarstufe I ansetzen. Langzeitpraktika sollen je nach Ausgangslage der Jugendlichen gestärkt und erweitert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„das Erfolgsprogramm „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“ stärken, ausbauen und eine Ausbildungsplatzgarantie in Nordrhein-Westfalen einführen“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine staatliche Garantie auf einen Ausbildungsplatz und der Ausbau eines Landesprogramms erweitern die Rolle des Staates am Ausbildungsmarkt.

Forschung an Hochschulen und Instituten stärken

Die SPD will Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften als Kern des Wissenschaftssystems stärken und die Ansiedlung weiterer außeruniversitärer Institute fördern. Besonders die anwendungsnahe Forschung soll mehr Mittel und Freiräume erhalten. Damit soll das Land im Wettbewerb um Forschende bestehen.

Die SPD will die Forschung im Land stärken. Hochschulen sollen bessere Bedingungen bekommen. Neue Forschungs-Institute sollen ins Land kommen. Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen sollen weniger unterrichten müssen. Dann haben sie mehr Zeit zum Forschen.

Grundlagenforschung und angewandte Forschung gelten dem Programm als gleich wichtig. An den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften soll die Lehrverpflichtung sinken, das Promotionskolleg NRW verlässlich unterstützt und die Forschungsmittel zusammen mit dem Bund erhöht werden. Die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft soll mehr Landesförderung und weniger Bürokratie bekommen. Kooperationen zwischen Hochschulen, etwa die Universitätsallianz Ruhr, sowie die Vernetzung mit Städten und Regionen sollen weiter unterstützt werden. Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt nennt das Programm als Qualitätsmerkmale der Wissenschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Die anwendungsorientierte Forschung wollen wir stärken, unter anderem, indem wir die Lehrverpflichtung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften reduzieren“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Landesmittel für Hochschulen und Forschungseinrichtungen bedeuten mehr öffentliche Investitionen im bestehenden System.

Unbefristete Stellen in der Wissenschaft zur Regel machen

Die SPD will, dass promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Regel unbefristet beschäftigt werden. Für Promovierende und studentische Hilfskräfte sollen bessere Vertrags- und Tarifbedingungen gelten. Das Programm begründet dies damit, dass dauerhafte Aufgaben auch dauerhafte Stellen erfordern.

Viele Forscherinnen und Forscher haben nur Verträge auf Zeit. Die SPD will das ändern. Wer einen Doktortitel hat, soll in der Regel eine feste Stelle bekommen. Auch Studierende mit Job an der Uni sollen bessere Verträge bekommen.

Die SPD will sich für eine verlässliche Grundfinanzierung der Hochschulen und für neue Dauerstellen unterhalb der Professur einsetzen. Verträge von Promovierenden sollen so lange laufen, wie die Promotion voraussichtlich dauert, und volle Arbeit soll voll bezahlt werden. Studentische Hilfskräfte an Universitäten sollen grundsätzlich unter den Tarifvertrag der Länder fallen und bei Daueraufgaben unbefristet angestellt werden. Räte der studentischen Hilfskräfte sollen als Personalvertretung nicht mehr freiwillig, sondern verpflichtend eingerichtet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Darum wollen wir die Entfristung von promoviertem wissenschaftlichem Personal zur Regel machen.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Dauerstellen, Tarifbindung und verpflichtende Personalvertretung stärken Arbeitnehmerrechte und regulieren Beschäftigung an Hochschulen stärker.

Studierendenwerke besser finanzieren und Wohnheime bauen

Die SPD will die Studierendenwerke so ausstatten, dass sie ihre Aufgaben erfüllen und die Semesterbeiträge sinken können. Außerdem soll das Land in Neubau und Sanierung von Wohnanlagen für Studierende investieren. Weniger Geldsorgen führen aus Sicht des Programms zu mehr Bildungserfolg.

Die Studierendenwerke kümmern sich um Mensen, Wohnheime und Beratung. Die SPD will ihnen mehr Geld geben. Dann können die Beiträge für Studierende sinken. Das Land soll auch Wohnheime bauen und reparieren.

Im Mittelpunkt stehen günstiges Essen an den Hochschulen, Kinderbetreuung und psychosoziale Hilfe für Studierende. Das Programm verweist darauf, dass auch Kosten für digitale Ausstattung und steigende Lebenshaltungskosten in Universitätsstädten Studierende belasten. Bezahlbarer Wohnraum soll durch Landesinvestitionen in Studierendenwohnanlagen entstehen. Zum BAföG verweist die SPD auf Vereinbarungen der Koalition im Bund, die ein Studium ohne Existenzsorgen ermöglichen sollen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir wollen deshalb die Studierendenwerke so finanzieren, dass diese ihre Aufgabe sachgerecht durchführen können und Semesterbeiträge gesenkt werden können.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Landesgeld für Studierendenwerke und Wohnheime sowie sinkende Beiträge bauen öffentliche Leistungen aus.

Gebührenfreies Studium garantieren und Hochschulen sozial öffnen

Die SPD will das Studium gebührenfrei halten und die Hochschulen für junge Menschen aus Familien mit wenig Geld öffnen. Ein Landesprogramm soll junge Akademikerinnen fördern, und ein Forschungsverbund soll soziale Ungleichheit untersuchen. Wissenschaft soll nach dem Willen der Partei nicht von der sozialen Herkunft abhängen.

Das Studium soll weiter keine Gebühren kosten. Auch junge Menschen aus armen Familien sollen studieren können. Die SPD will Frauen in der Wissenschaft mit einem eigenen Programm fördern. Forscherinnen und Forscher sollen untersuchen, warum es Ungleichheit gibt.

Neben Geld und Wohnraum soll es ideelle Förderung geben, vor allem für Erstakademikerinnen, Studienanfänger mit Migrationsgeschichte und Frauen. Das Programm verweist darauf, dass drei von vier Professuren mit Männern besetzt sind und nur 8,1 Prozent der Spitzenpositionen mit Frauen. Zwei Drittel der Personen in Spitzenpositionen stammen laut Programm aus den obersten 3,5 Prozent der Gesellschaft. Deshalb sollen Klassismus und Rassismus in der Wissenschaft stärker beachtet werden. Ein fächerübergreifender Forschungsverbund zu sozialer Ungleichheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt soll gegründet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Dabei steht für uns die Garantie eines gebührenfreien Studiums an erster Stelle.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Gebührenfreiheit wird ausdrücklich garantiert und durch zusätzliche öffentliche Förderung ergänzt, was öffentliche Leistungen gegenüber Eigenbeiträgen stärkt.

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein neues Förderprogramm für Frauen und der Blick auf Klassismus und Rassismus zielen auf mehr Gleichstellung in der Wissenschaft.

Viertelparität in allen Hochschulgremien einführen

Die SPD will, dass in allen Gremien der Hochschulen die vier Statusgruppen gleich stark vertreten sind. Das Programm begründet dies damit, dass Hochschulen besser würden, wenn alle sie gemeinsam gestalten.

An Hochschulen gibt es vier Gruppen. Das sind Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, Beschäftigte in Technik und Verwaltung sowie Studierende. Die SPD will, dass alle vier Gruppen gleich viel mitbestimmen. Jede Gruppe soll gleich viele Sitze in den Gremien haben.

Viertelparität bedeutet, dass jede der vier Gruppen ein Viertel der Sitze erhält. Gemeint sind Professorinnen und Professoren, wissenschaftliche Mitarbeitende, Beschäftigte in Technik und Verwaltung sowie Studierende. Die Regel soll für sämtliche Hochschulgremien gelten. Die SPD nennt dies das Modell der demokratischen Hochschule.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Deshalb stehen wir für das Modell der demokratischen Hochschule und führen die Viertelparität in allen Hochschulgremien ein.“
Seite 32 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Studium flexibel halten, Anwesenheitspflicht ablehnen

Die SPD lehnt Anwesenheitspflichten und eine Höchstdauer des Studiums ab. Studierende sollen ihr Studium selbst gestalten können, vor allem jene mit Kind, mit Pflegeaufgaben oder mit chronischer Krankheit. Dazu sollen digitale Ausstattung, digitale Verwaltung und die frühe Bescheinigung erworbener Kompetenzen beitragen.

Studierende leben sehr unterschiedlich. Manche haben Kinder oder sind krank. Die SPD will deshalb keine Pflicht zur Anwesenheit. Sie will auch keine feste Höchstdauer für das Studium. Hochschulen sollen digital besser ausgestattet sein.

Nach Ansicht der SPD erschweren solche Vorgaben den Abschluss, weil sie die Lebenslagen der Studierenden nicht berücksichtigen. Vorgesehen sind eine ausreichende digitale Infrastruktur, vollständig digitalisierte Verwaltungen und die Förderung datengetriebener Forschung in allen Fächern. Lehr- und Lernkonzepte für digitale Kompetenzen von Studierenden und Beschäftigten sollen gefördert werden. Im Studium erworbene Kompetenzen sollen möglichst früh zertifiziert werden, um bei Fachwechsel oder Abbruch faire Übergänge in andere Bildungswege zu ermöglichen. Die Absicherung soll über den Europäischen beziehungsweise Deutschen Qualifikationsrahmen erfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Anwesenheitspflichten und eine Höchststudiendauer lehnen wir ab, da sie die unterschiedlichen Lebensrealitäten der Studierenden verkennen und einen erfolgreichen Studienabschluss erschweren.“
Seite 32 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulgebäude sanieren und Campus weiterentwickeln

Die SPD will Hochschulgebäude sanieren, energetisch modernisieren und barrierefrei machen. Darüber hinaus soll die Weiterentwicklung der Campus dauerhaft gefördert werden, weil sich Lehre verändert und neue Räume erfordert.

Viele Gebäude der Hochschulen sind alt. Die SPD will sie reparieren. Die Gebäude sollen weniger Energie verbrauchen. Menschen mit Behinderung sollen überall hinkommen. Der Campus soll ein guter Ort zum Lernen, Arbeiten und Leben werden.

Das Programm begründet den Bedarf damit, dass Lehre fächerübergreifender und praxisnäher wird. Der Campus soll ein städtischer Ort zum Lernen, Arbeiten und Leben sein und gut in Stadtbild, städtische Infrastruktur und Verkehrsnetz eingebunden werden. Die SPD will dies beispielhaft mit ganzheitlichen Handlungskonzepten und neuen Wegen der Finanzierung angehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Deshalb werden wir die Hochschulgebäude sanieren und energetisch modernisieren, barrierefrei bauen oder umbauen.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Sanierung und Ausbau der Hochschulbauten bedeuten zusätzliche öffentliche Investitionen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die energetische Modernisierung öffentlicher Gebäude ist ein schrittweiser Beitrag zum Klimaschutz.

Nationalen Bildungsrat neu gründen

Die SPD will sich für einen neuen Nationalen Bildungsrat einsetzen. Das dauerhafte Gremium soll unabhängig von der Kultusministerkonferenz gemeinsame Ziele und Maßnahmen für das deutsche Bildungssystem erarbeiten.

Die SPD will einen Bildungsrat für ganz Deutschland. Dort arbeiten Menschen aus der Praxis und aus der Wissenschaft zusammen. Sie überlegen gemeinsame Ziele für Schulen und Bildung. Ihre Ergebnisse machen sie öffentlich.

Im Rat sollen Akteurinnen und Akteure aus Praxis und Wissenschaft sitzen. Er soll regelmäßig tagen und nicht von der Kultusministerkonferenz abhängen, dem Gremium der Bildungsminister der Länder. Seine Ziele und Maßnahmen soll er veröffentlichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Wir werden uns für die Neugründung eines Nationalen Bildungsrats einsetzen.“
Seite 33 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Politische Bildung und Gedenkstätten stärken

Die SPD will politische Bildung von der Kita über die Schule bis zur Weiterbildung verankern und das Schulfach Sozialwissenschaften wieder einführen. Die Landeszentrale für politische Bildung soll mehr Mittel bekommen, und jeder junge Mensch soll einmal eine Gedenkstätte besuchen.

Kinder und Erwachsene sollen mehr über Politik lernen. Das soll schon in der Kita beginnen. Das Schul-Fach Sozial-Wissenschaften soll zurückkommen. Die Landes-Zentrale für politische Bildung soll mehr Geld bekommen. Jeder junge Mensch soll einmal eine Gedenk-Stätte besuchen.

Politikunterricht soll seltener von fachfremden Lehrkräften erteilt werden. Die Förderrichtlinien sollen so geändert werden, dass schon Projekte für Jugendliche ab 14 Jahren Geld erhalten können, und der jährliche Demokratiebericht wird fortgeführt. Vorgesehen sind auch mehr Unterstützung für die politische Teilhabe von Menschen mit Behinderung und Informationen in leichter Sprache. Gedenkstätten sollen weiter gefördert werden, darunter der Ausbau der Gedenkstätte „Stalag 326“. Internationale Jugendarbeit, vor allem der Austausch mit Israel, soll gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Dazu wollen wir die Landeszentrale für politische Bildung als eigenständige Einrichtung besser ausstatten.“
Seite 54 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich