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FDP zur Bildung

Aus dem Programm „Von hier aus weiter. Landtagswahlprogramm der Freien Demokraten Nordrhein-Westfalen (Beschlussfassung vom 22. Januar 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 96 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 20 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 17 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Sprachförderung und plusKITAS stärken

Die FDP will die Sprachförderung in der frühkindlichen Bildung ausbauen und dafür ein Landesinstitut für frühkindliche Sprachbildung gründen. Sprachrückstände aus der Corona-Zeit sollen erfasst und ausgeglichen werden. Die plusKITAS, die Kinder aus sozial schwierigem Umfeld fördern, sollen deutlich gestärkt werden.

Kinder sollen früh gut sprechen lernen. Die FDP will dafür ein neues Institut des Landes gründen. Viele Kinder haben wegen Corona weniger gelernt. Das will die FDP mit Sprach-Förderung ausgleichen. Besondere Kitas für benachteiligte Kinder sollen mehr Hilfe bekommen.

Das Programm nennt gute Sprachkenntnisse als Voraussetzung für Teilhabe und späteren Erfolg in Bildung und Beruf. Rückstände durch den eingeschränkten Kita-Zugang während der Pandemie sollen systematisch erhoben und mit passenden Angeboten aufgeholt werden. Das neue Landesinstitut soll die Sprachbildung im Kita-Alltag weiterentwickeln und Fortbildungen anbieten. Die Stärkung der plusKITAS begründet die Partei mit schlechteren Bildungschancen von Kindern, denen Unterstützung fehlt.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Dazu wollen wir ein Landesinstitut für frühkindliche Sprachbildung schaffen, das die alltagsintegrierte Sprachbildung weiterentwickelt“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Landesinstitut und mehr Mittel für plusKITAS erweitern öffentliche Bildungsleistungen schrittweise.

MINT- und Digitalbildung in Kitas stärken

Die FDP will Kinder schon in der Kita an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik heranführen und ihnen erste Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien vermitteln. Ein digitaler Kita-Bonus soll Geräte und Fortbildungen fördern. Für Erzieherinnen und Erzieher soll es ein Fortbildungskonzept für einfache Experimente geben.

Kinder sollen schon in der Kita forschen und experimentieren. Sie sollen auch lernen, gut mit digitalen Medien umzugehen. Die FDP will Geld für Geräte und Fortbildungen geben. Jede Erzieherin und jeder Erzieher soll ein digitales Gerät haben.

Als Beispiel für das Potenzial früher MINT-Bildung nennt das Programm die Stiftung Haus der kleinen Forscher. Die Fortbildungen zu naturwissenschaftlichen Experimenten sind freiwillig und sollen finanziert werden, damit möglichst viele Kinder davon profitieren. Bei der digitalen Bildung geht es um einen alters- und kindgerechten Umgang. Ziel ist ein digitales Endgerät pro Fachkraft in jeder Gruppe.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Über einen „digitalen Kita-Bonus“ wollen wir die Anschaffung von Endgeräten sowie Fortbildungen von pädagogischen Fachkräften fördern.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Förderbonus und finanzierte Fortbildungen erweitern öffentliche Ausgaben für frühkindliche Bildung schrittweise.

Landesweites Schülerstipendium und Talentscouts ausbauen

Die FDP will innerhalb von fünf Jahren ein landesweites Stipendium für mindestens 100.000 Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen auflegen. Talentscouts der Hochschulen sollen diese Jugendlichen finden, beraten und begleiten. Die Talentförderung soll dauerhaft finanziert und gesetzlich abgesichert werden.

Die FDP will ein Stipendium für mindestens 100.000 Schülerinnen und Schüler. Ein Stipendium ist eine Förderung für begabte junge Leute. Talentscouts sollen diese Jugendlichen finden und beraten. Die Herkunft soll dabei keine Rolle spielen.

Vorbild ist das Stipendienprogramm Ruhr-Talente. Gefördert werden sollen Jugendliche, die Unterstützung brauchen und zugleich besonders förderwürdig sind. Die Talentscouts sollen mit Hilfe von Wirtschaft und Stiftungen an Hochschulen heranführen sowie Praktika und Auslandsaufenthalte vermitteln. Die Talent-Kollegs sollen in weitere Regionen kommen, und neben den Schulen sollen Anlaufstellen für Jugendliche aus bildungsfernen Elternhäusern entstehen. Eine Kampagne des Landes soll erfolgreiche Aufsteiger als Vorbilder zeigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„ein landesweites Schülerstipendium für mindestens 100.000 förderbedürftige und zugleich besonders förderwürdige Schülerinnen und Schüler an allen weiterführenden Schulen“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein bestehendes regionales Stipendienprogramm soll landesweit ausgedehnt und dauerhaft öffentlich finanziert werden.

Talentschulen auf 1.000 Standorte ausweiten

Die FDP will das Modell der Talentschulen aus dem Schulversuch herauslösen und landesweit auf 1.000 Schulen ausdehnen. Bildungschancen sollen nach dem Programm weder vom Einkommen der Eltern noch vom Wohnviertel abhängen.

Die FDP will viel mehr Talent-Schulen. Talent-Schulen bekommen besondere Hilfe in schwierigen Stadtteilen. Es soll 1.000 davon im ganzen Land geben. Kinder sollen gute Chancen haben, egal wo sie wohnen.

Der in Nordrhein-Westfalen begonnene Schulversuch soll wissenschaftlich begleitet und auf dieser Basis ausgebaut werden. Die Ausweitung soll mit der Talentschulförderung abgestimmt werden, die die neue Bundesregierung plant. Ziel sind 1.000 Talentschulen im gesamten Land. Das Programm begründet dies damit, dass Herkunft und Wohnort nicht über Bildungschancen entscheiden dürfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„außerhalb des Schulversuchs auf 1.000 Talentschulen im ganzen Land ausgeweitet werden“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein bestehendes staatliches Förderprogramm für Schulen in benachteiligten Lagen soll stark ausgebaut werden, was mehr öffentliche Leistungen bedeutet.

Mehrgliedriges Schulsystem und Schulvielfalt sichern

Die FDP will das gegliederte Schulsystem mit seinen verschiedenen Schulformen sowie öffentlichen und freien Trägern erhalten. Debatten über die Abschaffung einzelner Schulformen lehnt sie ab; zugleich sollen die Schulformen gleich behandelt werden.

In Nordrhein-Westfalen gibt es viele Arten von Schulen. Die FDP will, dass das so bleibt. Keine Schulart soll abgeschafft werden. Alle Schularten sollen gleich gut behandelt werden.

Nach dem Programm ermöglicht die Vielfalt der Schulformen jedem Kind einen passenden Bildungsweg mit verschiedenen Abschlüssen. Der Wechsel zwischen den Schulformen soll leicht möglich sein, und überall sollen hohe Leistungsstandards gelten. Mittel sollen differenziert und fair verteilt werden. Lehrkräfte aller Schulformen sollen nach Auffassung der FDP Anspruch auf gleiche Bezahlung haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Noch bestehende Ungleichbehandlungen der Schulformen wollen wir beenden und eine hohe Durchlässigkeit gewährleisten.“
Seite 10 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Grundschulen mit mehr Personal stärken

Die FDP will die Grundschulen über den Masterplan Grundschule weiter stärken, mit Schwerpunkt auf Lesen, Rechnen und Schreiben. Dazu sollen 3.000 sozialpädagogische Fachkräfte bereitstehen und der Lehrermangel binnen fünf Jahren durch mehr Studienplätze behoben werden.

Die FDP will die Grund-Schulen stärken. Kinder sollen dort vor allem Lesen, Rechnen und Schreiben lernen. Jede Grund-Schule soll eine zusätzliche Fachkraft für Sozial-Pädagogik bekommen. Es soll mehr Studien-Plätze für Grund-Schul-Lehrer geben.

Die Grundschulen sollen weiterhin zusätzliche fachliche Unterstützung erhalten. Lehrkräfte sollen bei der Zahl ihrer Pflichtstunden entlastet werden. Insgesamt 3.000 sozialpädagogische Fachkräfte sind für die Schuleingangsphase vorgesehen, sodass jede der knapp 2.900 Grundschulen eine solche Kraft erhält; diese sollen vorübergehend auch das gemeinsame Lernen unterstützen. Mittelfristig sollen mehr Lehrkräfte für Sonderpädagogik ausgebildet werden. Zusätzliche Studienplätze und Studienorte sollen den Mangel an Grundschullehrkräften in fünf Jahren dauerhaft beseitigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Vor allem durch die Bereitstellung von insgesamt 3.000 sozialpädagogischen Fachkräften für die Schuleingangsphase wollen wir erreichen, dass jede der fast 2.900 Grundschulen in Nordrhein-Westfalen mit einer solchen Fachkraft zusätzlich unterstützt wird.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Stellen und Studienplätze erweitern die öffentlichen Bildungsleistungen innerhalb des bestehenden Systems.

Offenen Ganztag ausbauen und Standards festlegen

Die FDP will den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung umsetzen und dafür mindestens 200.000 weitere Plätze schaffen. Verbindliche Qualitätsstandards sollen landesweit gelten, und der Bund soll die Finanzierung dauerhaft mittragen.

Die FDP will mehr Plätze für die Betreuung am Nachmittag. Es sollen mindestens 200.000 neue Plätze entstehen. Für alle Angebote sollen feste Regeln zur Qualität gelten. Der Bund soll dauerhaft Geld dazugeben.

Ganztagsangebote dienen laut Programm der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Chancengerechtigkeit. Verbindliche Standards sollen Umfang, Personal und Ausstattung regeln; die Elternbeiträge sollen vergleichbarer und gerechter werden. Schule und Ganztagsträger sollen enger zusammenarbeiten, etwa durch gemeinsame Teamzeit von Ganztagsfachkräften und Lehrkräften. Im Austausch mit Kommunen, Trägern und Eltern sollen auch Wege zum gebundenen Ganztag an Grundschulen geprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„hierzu zusätzlich zum bislang bereits erfolgreich realisierten Platzausbau mindestens 200.000 zusätzliche Ganztagsplätze schaffen“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau um mindestens 200.000 Plätze und verbindliche Standards erweitern ein öffentliches Betreuungsangebot.

Mittlere Schulabschlüsse und Berufsorientierung stärken

Die FDP will Haupt-, Real- und Sekundarschulen mit einer Qualitätsoffensive und einem Sonderinvestitionsprogramm fördern. Mittlere Abschlüsse sollen aufgewertet und die Berufsorientierung verbessert werden, um den Fachkräftenachwuchs zu sichern.

Die FDP will Haupt-Schulen, Real-Schulen und Sekundar-Schulen stärken. Sie sollen mehr Personal und bessere Ausstattung bekommen. Schüler sollen schon in der Schulzeit Berufe praktisch kennenlernen. Eine Ausbildung soll so viel gelten wie ein Studium.

Das Programm „Starke Mitte“ soll mehr Personal und moderne Ausstattung bringen und Schulen enger mit Ausbildungsbetrieben vernetzen. Schülerinnen und Schüler sollen während der Schulzeit mehr praktische Erfahrungen in verschiedenen Bereichen sammeln können. Die Berufsberatung soll über Karriere- und Verdienstchancen im Handwerk und in anderen Ausbildungsbranchen informieren. Ziel ist ein Umdenken hin zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„müssen die Haupt-, Real- und Sekundarschulen in einer Qualitätsoffensive und einem Sonderinvestitionsprogramm Starke Mitte gestärkt werden“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Sonderinvestitionsprogramm mit mehr Personal und Ausstattung bedeutet zusätzliche öffentliche Ausgaben für Schulen.

Wirtschaft, Informatik und Abitur reformieren

Die FDP will die ökonomische Bildung ausbauen und Wirtschaft überall als Leistungskurs anbieten. Informatik soll im Abitur den Naturwissenschaften gleichgestellt werden, und in den Kernfächern soll ein bundesweit vergleichbares „Deutschland-Abitur“ entstehen.

Die FDP will mehr Wirtschaft im Unterricht. Schüler sollen auch etwas über Aktien lernen. Informatik soll im Abitur leichter wählbar sein. Das Abitur soll in ganz Deutschland vergleichbar sein.

Im Fach Wirtschaft sollen Schülerinnen und Schüler aller Schulformen auch Aktienmärkte und langfristigen Vermögensaufbau verstehen lernen. In der Oberstufe soll Wirtschaft flächendeckend als Leistungskurs wählbar sein. Informatik soll als Abiturfach einfacher gewählt werden können. Zudem soll ein Abitur mit gesellschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt möglich werden. Auch bei anderen Abschlüssen strebt die FDP über Ländergrenzen hinweg eine möglichst hohe Vergleichbarkeit an.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Das erfolgreich eingeführte Schulfach Wirtschaft soll nach dem Vorbild der beruflichen Gymnasien zukünftig flächendeckend auch als Leistungskurs in der Oberstufe angeboten werden.“
Seite 11 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Begabte Schülerinnen und Schüler fördern

Die FDP will zusätzliche Angebote für begabte Schülerinnen und Schüler schaffen. Dazu gehören das gruppenweise Überspringen einer Klasse auch an Gesamtschulen und eine engere Zusammenarbeit von Schulen und Hochschulen.

Die FDP will begabte Kinder besser fördern. Gruppen von Schülern sollen auch an Gesamt-Schulen eine Klasse überspringen können. Schulen und Hochschulen sollen mehr zusammenarbeiten. Es soll mehr Angebote wie die Schüler-Uni geben.

Das Überspringen einer Klasse in Gruppen soll künftig auch an Gesamtschulen möglich sein. Bewährte Förderansätze sollen unter den Schulen bekannter werden. Angebote wie die „Schüler-Uni“ sollen ausgeweitet und Schülerfirmen gefördert werden. Außerdem will die FDP zur Teilnahme an Begabungswettbewerben ermutigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Zur Stärkung besonderer Talente wollen wir weitere Angebote für begabte Schülerinnen und Schüler schaffen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Inklusion ausbauen und Förderschulen erhalten

Die FDP will das gemeinsame Lernen an Regelschulen schrittweise ausbauen und zugleich die Förderschulen erhalten. Eltern sollen frei entscheiden, an welchem Ort ihr Kind mit Förderbedarf lernt; beide Wege gelten dem Programm als gleichwertig.

Kinder mit Förder-Bedarf können an Regel-Schulen oder an Förder-Schulen lernen. Die FDP will beide Wege stärken. Die Eltern sollen entscheiden, welche Schule ihr Kind besucht. Dafür soll es mehr Fachleute und Beratung geben.

Das gemeinsame Lernen soll durch zusätzliches Fachpersonal, eine verbesserte Schulbegleitung und mehr Fortbildungen unterstützt werden. Förderschulen sollen sich zu Kompetenzzentren für sonderpädagogische Unterstützung entwickeln können und in regionale Netzwerke mit Kitas, Jugendamt, Frühförderung und Schulsozialarbeit eingebunden sein. Unabhängige Beratungsangebote für Eltern sollen ausgebaut werden. Zudem sollen mehr Sonderpädagoginnen und -pädagogen ausgebildet und Wechsel zwischen beiden Systemen in beide Richtungen erleichtert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Beide Systeme, das Gemeinsame Lernen an unseren Regelschulen ebenso wie unsere hochprofessionellen Förderschulen, wollen wir gleichberechtigt mit ausreichendem Personal, Sachausstattung und Qualitätsstandards für inklusive Bildung stärken.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliches Personal und Ausstattung für beide Systeme erweitern die öffentlichen Bildungsleistungen.

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet den Ausbau des gemeinsamen Lernens mit dem Erhalt eigener Förderschulen und nimmt damit keine Seite ein.

Corona-Folgen aufholen, Bildungsgutscheine weiterentwickeln

Die FDP will am Präsenzunterricht festhalten und bei Kindern und Jugendlichen sowohl Lernrückstände als auch seelische Belastungen aufarbeiten, die durch die Pandemie entstanden sind. Bildungsgutscheine sollen beibehalten werden, um die Schulfinanzierung schrittweise stärker an der einzelnen Person auszurichten.

Die FDP will, dass Schulen offen bleiben. Kinder sollen verpassten Stoff nachholen können. Auch seelische Folgen der Corona-Zeit sollen beachtet werden. Die FDP will weiter Bildungs-Gutscheine einsetzen. Mit einem Bildungs-Gutschein bekommt ein Kind Geld für zusätzliche Förderung.

Multiprofessionelle Teams an den Schulen sollen die Aufholbedarfe erfassen und fachliche wie pädagogische Hilfen anbieten. Die bestehenden Aufholangebote sollen darauf geprüft werden, ob sie über die Pandemie hinaus taugen. Schülerinnen und Schüler kurz vor dem Abschluss sollen gezielt einzeln auf berufliche Wege angesprochen werden. So soll die Zahl junger Menschen sinken, die nach der Schule weder eine Ausbildung noch ein Studium beginnen. Beim Präsenzunterricht soll der Gesundheitsschutz weiter beachtet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Den dabei eingeschlagenen Weg, Bildungsgutscheine einzusetzen und damit schrittweise von der objekt- zur subjektbezogenen Finanzierung im Schulbereich zu kommen, wollen wir fortsetzen und weiterentwickeln.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Bildungsgutscheine verlagern die Schulfinanzierung schrittweise von Einrichtungen zur einzelnen Person und stärken damit Wahlfreiheit und Wettbewerb.

Offensive gegen Mobbing an Schulen starten

Die FDP will mit einer Offensive gegen Mobbing Kinder und Jugendliche besser schützen und Anlaufstellen für Betroffene schaffen. Angehende Lehrkräfte sollen verpflichtend in Prävention geschult werden.

Viele Schüler werden in der Schule gemobbt. Die FDP will sie besser schützen. Betroffene sollen Stellen finden, die ihnen helfen. Neue Lehrer sollen lernen, wie man mit Mobbing und Gewalt umgeht.

Präventionsschulungen zu Mobbing und Gewalt sollen fester Teil des Vorbereitungsdienstes werden. Dort soll auch der Umgang mit Jugendlichen behandelt werden, die ihre sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität finden, ebenso der Umgang mit Sozialen Medien. Lehrkräfte sollen sich zu Mobbing- und Konfliktberatern fortbilden und als Ansprechpersonen im Kollegium dienen können. Eine wissenschaftlich begleitete anonyme Befragung soll Häufigkeit und Muster von Mobbing erfassen. Geprüft werden soll, ob Selbstbehauptung im Unterricht vermittelt werden kann.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir wollen dazu Präventionsschulungen, die den geeigneten Umgang mit Mobbing sowie jeglichen Formen psychischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt thematisieren, zum festen Bestandteil des Vorbereitungsdienstes für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter machen.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Lehrkräfte sollen künftig auch im Umgang mit sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität von Jugendlichen geschult werden, was Vielfalt stärker berücksichtigt.

Lehrkräftemangel beheben, Zulassungsbeschränkungen im Lehramt abschaffen

Die FDP will den Mangel an Lehrkräften dauerhaft beheben, um kleinere Klassen in allen Schulformen zu ermöglichen. Dazu sollen mehr Studienplätze entstehen und die Zulassungsbeschränkungen für alle Lehramtsstudiengänge entfallen.

Es fehlen Lehrer, vor allem an Grund-Schulen. Die FDP will mehr Studien-Plätze für das Lehramt. Jeder, der Lehrer werden will, soll einen Studien-Platz bekommen. Dann können die Klassen kleiner werden.

Weitere Hochschulen, etwa die RWTH Aachen, sollen das Grundschullehramt anbieten, damit die Ausbildung regional breiter verteilt ist. Die Aufhebung der Zulassungsbeschränkungen soll über Vereinbarungen mit den Hochschulen erreicht werden und vor allem dem Grundschullehramt und der Sonderpädagogik nutzen. Mit den Hochschulen für angewandte Wissenschaften sollen Modelle der Lehrerausbildung für die berufliche Bildung entstehen. Der bisherige Kurs mit zusätzlichen Stellen an Schulen soll fortgesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Unser Ziel ist es, im Zusammenwirken mit den Hochschulen für alle Lehramtsstudiengänge Zulassungsbeschränkungen zu beseitigen.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Studienplätze und zusätzliche Lehrerstellen erweitern die öffentlichen Bildungsausgaben innerhalb des bestehenden Systems.

Schulen digital ausstatten, Endgeräte für alle

Die FDP will jede Schule mit schnellem Internet, WLAN und aktueller Technik versorgen und allen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ein eigenes Gerät bereitstellen. Digitales Lernen soll in allen Fächern verankert werden, beginnend mit Programmieren in der Grundschule.

Die FDP will, dass alle Schulen schnelles Internet haben. Jeder Schüler soll ein eigenes Gerät wie ein Tablet bekommen. Die Eltern zahlen einen kleinen Teil. Wer wenig Geld hat, zahlt nichts. Kinder sollen schon in der Grund-Schule Programmieren lernen.

Die Finanzierung soll dauerhaft gesichert werden, unter anderem über den Digitalpakt 2.0 des Bundes gemeinsam mit den Schulträgern. Ein wissenschaftlich angebundenes Landeskompetenzzentrum soll pädagogische und technische Konzepte entwickeln, Fortbildungen anbieten und an Datenschutzstandards mitwirken. IT-Fachleute als „Digitale Hausmeister“ sollen Lehrkräfte von Technikaufgaben entlasten. Jedes Kind soll bis zum Ende der Schulzeit mindestens einmal eine App programmiert haben. Lerninhalte sollen auch online bereitstehen, damit etwa länger erkrankte Kinder nichts versäumen.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Alle Schülerinnen und Schüler sollen zukünftig bei einem moderaten Eigenanteil ein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt bekommen.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Geräte für alle, dauerhafte Infrastrukturfinanzierung und zusätzliches IT-Personal erweitern die öffentlichen Leistungen, gemildert durch einen Eigenanteil.

Investitionsprogramm „Gute Schule 2030“ auflegen

Die FDP will mit einem neuen Investitionsprogramm den Sanierungs- und Baustau an Schulen abbauen. Private Schulträger sollen für zusätzlichen Raumbedarf durch die Rückkehr zu G9 ebenso entschädigt werden wie öffentliche.

Viele Schul-Gebäude sind alt. Die FDP will ein neues Programm für den Schul-Bau starten. Es heißt Gute Schule 2030. Auch private Schulen sollen Geld für neue Räume bekommen.

Das Programm soll gemeinsam mit den Schulträgern entstehen und die Erfahrungen aus „Gute Schule 2020“ aufgreifen. Es soll Anforderungen aus Digitalisierung, Integration und Inklusion berücksichtigen und eine neue pädagogische Architektur fördern, auch mit Blick auf den Klimawandel. Die erhöhte Schulpauschale in der Gemeindefinanzierung soll bestehen bleiben. Öffentliche Träger erhalten wegen G9 bis 2026 insgesamt 518 Millionen Euro; Ersatzschulträger sollen eine wirkungsgleiche Kostenerstattung bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„wollen wir ein weiteres Investitionsprogramm „Gute Schule 2030“ für einen modernen und nachhaltigen Schulbau im Zusammenwirken mit den Schulträgern auflegen“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues staatliches Investitionsprogramm für den Schulbau bedeutet zusätzliche öffentliche Investitionen.

Bildungsfinanzierung mit Bund und Kommunen neu ordnen

Die FDP strebt eine neue Vereinbarung mit Bund und Kommunen an, die Zuständigkeiten in der Bildung klar regelt. Der Bund soll sich stärker an den Kosten beteiligen.

Bund, Land und Städte zahlen gemeinsam für Schulen. Die FDP will neu regeln, wer wofür zuständig ist. Der Bund soll mehr Geld für Bildung geben.

Ziel ist ein leistungsfähiges Schulsystem in Nordrhein-Westfalen. Die neue Verständigung soll Zuständigkeiten eindeutig festlegen. Sie soll eine nachhaltige Finanzierung angesichts von Digitalisierung, Integration und Inklusion sichern. Die FDP sieht den Bund als finanzstärkste Ebene in der Pflicht.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir wollen, dass sich der Bund als finanzkräftigste Ebene stärker in die Finanzierung bester Bildung als Zukunftsaufgabe einbringt.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Bund soll mehr Geld in das öffentliche Bildungssystem geben, was höhere staatliche Ausgaben bedeutet.

Multiprofessionelle Teams an Schulen fest verankern

Die FDP will Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und weitere Fachkräfte neben den Lehrkräften dauerhaft an den Schulen etablieren. Auch die Schulverwaltung soll gestärkt werden, damit Lehrkräfte mehr Zeit für den Unterricht haben.

An Schulen arbeiten nicht nur Lehrer. Es gibt auch Sozial-Arbeiter und Psychologen. Die FDP will mehr von diesen Fachleuten einstellen. Auch die Schul-Büros sollen mehr Hilfe bekommen. So haben Lehrer mehr Zeit für den Unterricht.

Stellen sollen verstärkt nach einem Sozialindex verteilt werden, der die Lage jeder einzelnen Schule abbildet. Schulsozialarbeit und Schulpsychologie sollen über den Landeshaushalt finanziert und gesteuert werden. Jede Grundschule soll mindestens eine sozialpädagogische Fachkraft fest im Team haben. Schulsekretariate und Schulverwaltungsassistenz sollen ausgebaut werden. Für die Beschäftigten der Teams sollen Möglichkeiten zu Weiterbildung und Aufstieg entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Die Schulsozialarbeit und Schulpsychologie wollen wir weiter ausbauen und mit Stellen im Landeshaushalt absichern und steuern.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche, aus dem Landeshaushalt finanzierte Stellen erweitern die öffentlichen Leistungen an Schulen.

Lehramtsstudium praxisnäher gestalten

Die FDP will mehr Praxisphasen im Lehramtsstudium, darunter ein Praxissemester schon im Bachelor, und eine Aufwandsentschädigung dafür. So sollen weniger Studierende abbrechen oder den Schuldienst meiden.

Wer Lehrer werden will, soll früher in der Schule üben. Schon im ersten Teil des Studiums soll es ein Praxis-Semester geben. Dafür sollen die Studenten Geld bekommen. Die FDP will, dass mehr Studenten später wirklich Lehrer werden.

Die Entschädigung soll sich am BAföG orientieren, weil Studierende im Praxissemester ihren Nebenjobs nicht nachgehen können. Ein Pakt mit den Hochschulen soll bessere Betreuung und ein transparenter organisiertes Studium bringen. Die Studieninhalte sollen überprüft werden, etwa mehr Mathematik-Didaktik statt höherer Mathematik für Grundschullehrkräfte; die Hochschulen sollen davon überzeugt werden. Langfristig soll die Ausbildung zu einem berufsintegrierten Studium werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Wir wollen deshalb eine Aufwandsentschädigung in den Praxissemestern des Lehramtsstudiums orientiert am BAföG einführen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue, aus öffentlichen Mitteln gezahlte Aufwandsentschädigung für bisher unbezahlte Praxissemester erweitert staatliche Leistungen.

Fortbildung für Lehrkräfte verpflichtend machen

Die FDP will Lehrkräfte zu Fortbildungen in einem festen jährlichen Stundenumfang verpflichten. Das Angebot soll landesweit gesteuert, digital ergänzt und für private Anbieter geöffnet werden.

Lehrer sollen sich jedes Jahr weiterbilden müssen. Dafür soll es eine feste Zahl von Stunden geben. Es soll mehr Kurse im Internet geben. Auch private Anbieter sollen Kurse für Lehrer machen dürfen.

Die Fortbildungen sollen fachlichen Ansprüchen genügen und überfachliche Themen wie Digitalisierung, Integration und Inklusion abdecken. Schulleitung und Lehrkraft sollen Kurse und Zeiten gemeinsam verbindlich vereinbaren. Angebote zur Diagnostik, etwa bei Legasthenie und Dyskalkulie, sollen wachsen. Schulen sollen eigene Budgets erhalten, über die sie selbst verfügen. Die Hochschulen sollen nach Möglichkeit eingebunden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Das Fortbildungsangebot ist dabei mit Schwerpunkten landesweit einheitlich zu steuern und auskömmlich zu finanzieren.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Öffnung der Lehrkräftefortbildung für private Anbieter und eigene Schulbudgets bringen mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung in ein staatlich organisiertes Feld.

Einheitliche Einstiegsbesoldung für alle Lehrämter

Die FDP will, dass Lehrkräfte aller Lehrämter beim Einstieg gleich bezahlt werden, weil sie die Ausbildungen als gleichwertig ansieht. Kettenbefristungen im Schuldienst sollen zurückgehen und möglichst enden.

Lehrer an verschiedenen Schul-Arten verdienen heute unterschiedlich. Die FDP will, dass alle beim Berufs-Start gleich viel bekommen. Lehrer sollen seltener nur befristete Verträge haben. Das soll auch für Seiten-Einsteiger gelten.

Die Neuordnung soll beamtete und tarifbeschäftigte Lehrkräfte gleichermaßen erfassen und die Reform der Lehrerausbildung von 2009 berücksichtigen. Neben dem Einstiegsgehalt sollen auch Beförderungsämter und eine faire Regelung für bereits tätige Lehrkräfte bedacht werden. Unbefristete Stellen sollen häufiger angeboten werden, vor allem für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger. Das Programm begründet dies mit der Personalversorgung der Schulen und der beruflichen Perspektive der Betroffenen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Die Lehrämter sind gleichwertig und erfordern daher auch eine einheitliche Einstiegsbesoldung.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Angleichung der Einstiegsbesoldung nach oben und weniger Befristungen erhöhen die öffentlichen Personalausgaben und stärken Beschäftigtenrechte.

Praxislehrer und flexible Lehrerlaufbahnen ermöglichen

Die FDP will die Lehrerlaufbahn flexibler gestalten, sodass Menschen aus anderen Berufen als „Praxislehrer“ unterrichten können. Umgekehrt sollen ausgebildete Lehrkräfte leichter befristet aussteigen und später zurückkehren können.

Menschen aus anderen Berufen sollen an Schulen unterrichten können. Die FDP nennt sie Praxis-Lehrer. Lehrer sollen auch für eine Zeit etwas anderes arbeiten dürfen. Danach können sie in die Schule zurückkommen.

Praxislehrer sollen etwa Führungskräfte oder andere entsprechend qualifizierte Personen sein und besonders an Berufskollegs Engpässe mildern. Unter dem Namen „Teach Between“ soll es möglich werden, während eines Sabbaticals an einer Schule zu arbeiten. Praktikerinnen und Praktiker sollen regelmäßig im Unterricht mitwirken können, zum Beispiel Unternehmerinnen in Wirtschaft oder IT-Fachleute in Informatik. Bildung soll so stärker zur Aufgabe der gesamten Gesellschaft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Damit können „Praxislehrer“, beispielsweise Führungskräfte und andere Personen mit entsprechenden Qualifikationen, an unseren Schulen unterrichten und damit auch dem drohenden Lehrkräftemangel an den Berufskollegs entgegenwirken.“
Seite 17 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulen mehr Eigenständigkeit geben

Die FDP will, dass Schulen stärker selbst über Pädagogik, Personal und Geld entscheiden. Das Land soll sich auf landesweite Standards, die personelle Grundausstattung und Fortbildungen für Lehrkräfte konzentrieren. Das Programm verweist auf die PISA-Studie, nach der Kinder an Schulen mit mehr Entscheidungsfreiheit besser abschneiden.

Die FDP will den Schulen mehr Freiheit geben. Schulen sollen selbst über Unterricht, Personal und Geld entscheiden. Das Land soll nur wichtige Regeln für alle festlegen. Die FDP sagt: Kinder lernen an freien Schulen besser.

Schulen sollen eigene Schwerpunkte und kreative Lernmethoden entwickeln können. Sie sollen eine Doppelspitze einrichten dürfen: Eine pädagogische Leitung treibt die Schulentwicklung voran, eine administrative Leitung unterstützt gemeinsam mit dem Schulträger. Eigene Schulbudgets, vor allem für digitale Bildung, sollen Lehrkräfte und Schulleitungen an der Auswahl digitaler Lernmittel beteiligen. Sponsoring und Drittmittel bleiben erlaubt, solange die Neutralität gewahrt ist. Ein Austauschforum soll gute Konzepte landesweit bekannt machen und mit Fördermitteln prämieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Die Schulautonomie wollen wir weiter stärken und den Schulen mehr pädagogische, personelle und finanzielle Freiheiten geben.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Entscheidungen und Budgets sollen vom Land auf die einzelne Schule verlagert und durch einen Ideenwettbewerb ergänzt werden, was schrittweise mehr Eigenverantwortung und Wettbewerb bedeutet.

Ferienregelung der Länder flexibler machen

Die FDP will in der Kultusministerkonferenz erreichen, dass die Länder ihr Schuljahr freier gestalten können und die Ferientermine rollierend vergeben werden. Nordrhein-Westfalen soll später in die Sommerferien starten und dauerhaft Pfingstferien bekommen können. Aus Sicht des Programms ist das Land bisher benachteiligt.

Die Bundes-Länder legen die Ferien gemeinsam fest. Die FDP will diese Regeln ändern. Die Sommer-Ferien in Nordrhein-Westfalen sollen später anfangen können. Dann sind auch Pfingst-Ferien möglich. Die FDP findet: Das Land ist bisher im Nachteil.

Laut Programm sind Änderungsvorschläge aus Nordrhein-Westfalen bisher am Widerstand von Bayern und Baden-Württemberg gescheitert. Bleibt es dabei, soll ein Ausstieg aus den gemeinsamen Ferienfestlegungen erwogen werden. Die Kultusministerkonferenz soll außerdem stärker für Vergleichbarkeit, Transparenz und Qualität im Bildungswesen sorgen. Dazu will die FDP mit der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission Neuerungen anstoßen und die Zusammenarbeit mit dem Bund nutzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir wollen eine Ferienregelung im rollierenden Verfahren erreichen, um die Benachteiligung von Nordrhein-Westfalen zu beenden.“
Seite 18 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schüleraustausch und Schulpartnerschaften ausbauen

Die FDP will europäische und internationale Schüleraustausche und Schulpartnerschaften weiter unterstützen. Ein Stipendienwettbewerb soll dafür sorgen, dass die Teilnahme nicht vom Einkommen der Eltern abhängt.

Schüler sollen andere Länder kennenlernen können. Die FDP will Austausch und Partnerschaften zwischen Schulen unterstützen. Es soll Stipendien geben. Ein Stipendium ist Geld für die Teilnahme. So können auch Kinder aus ärmeren Familien mitmachen.

Das Programm begründet den Austausch damit, dass er Sprachkenntnisse vertieft und die Persönlichkeit entwickelt. Die Programme beruhen oft auf ehrenamtlichem Einsatz und sollen weiter gefördert werden. Zudem sollen mehr Schulen aller Schularten ermutigt werden, Europaschulen zu werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Da eine Teilnahme nicht am Geldbeutel der Eltern scheitern darf, werden wir einen Wettbewerb für Stipendien ausloben.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Einstieg in die Ausbildung erleichtern

Die FDP will den Weg in eine Ausbildung mit modularen Ausbildungen, Teilqualifikationen und mehr Teilzeitausbildungen erleichtern. Die Berufsorientierung soll jugendgerechter werden, und offene Stellen sollen besser mit Bewerbern zusammengebracht werden.

Die FDP will, dass mehr junge Menschen eine Ausbildung anfangen. Ausbildungen sollen in Teilen oder in Teilzeit möglich sein. Die Berufs-Beratung in der Schule soll mehr Lust auf Berufe machen. Freie Stellen und Bewerber sollen besser zusammenfinden.

Die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ soll praxisnäher werden. Die Bezuschussung von rund 1.000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen pro Jahr für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf in benachteiligten Regionen soll weiterlaufen. Ein neues Verfahren soll Fähigkeiten unterhalb eines vollen Berufsabschlusses feststellen und zertifizieren; die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen soll besser werden, und junge Geflüchtete erhalten spezielle Förderangebote. Mit Arbeitsagentur und Kammern will die FDP die Vermittlung auch überregional koordinieren und dies etwa durch Azubi-Wohnheime stützen. Wer ein Studium abbricht, soll eine berufliche Perspektive bekommen, und Teile der Berufsschulzeit sollen an Partnerschulen im Ausland möglich werden.

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„Mit dem Ausbau von modularen Ausbildungen und zertifizierten Teilqualifikationen sowie einem vermehrten Angebot an Teilzeitausbildungen wollen wir den Einstieg in eine Ausbildung erleichtern.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse soll verbessert und die Förderung junger Geflüchteter fortgeführt werden, was die Integration schrittweise erleichtert.

Schulgeld für alle Ausbildungsberufe abschaffen

Die FDP will das Schulgeld in allen Ausbildungsberufen abschaffen, nachdem es in mehreren Gesundheitsberufen bereits entfallen ist. Jede Erstausbildung soll ohne finanzielle Belastung möglich sein. Zudem soll die Förderung von Weiterbildung und Meisterqualifikation wachsen.

Manche Ausbildungen kosten Schulgeld. Die FDP will das Schulgeld für alle Ausbildungen abschaffen. Die erste Ausbildung soll nichts kosten. Auch für Weiterbildung soll es mehr Hilfe geben.

Das Programm sieht im Schulgeld eine Hürde gerade in Berufen mit Fachkräftemangel. Für Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Podologie und PTA gilt die Schulgeldfreiheit bereits. Stipendienprogramme, Aufstiegs-BAföG und Bildungsschecks sollen ausgebaut und ein Midlife-BAföG neu geschaffen werden; die FDP unterstützt dabei die Ziele der Bundesregierung. Als Ausnahme sollen Jugendliche den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 auch erst nach zwei Jahren am Berufskolleg erwerben können.

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„Als nächstes wollen wir auch für alle anderen Ausbildungsberufe das Schulgeld abschaffen.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Schulgeld soll über die Gesundheitsberufe hinaus entfallen und die Weiterbildungsförderung wachsen, was öffentliche Leistungen ausweitet.

Berufliche Bildung aufwerten und digitalisieren

Die FDP will die berufliche Bildung mit einer Exzellenzinitiative, digitalen Angeboten und Begabtenförderung stärken und der akademischen Bildung gleichstellen. Geplant ist unter anderem ein rein digitales Fern-Ausbildungszentrum. Wechsel zwischen Berufsbildung und Hochschule sollen leichter werden.

Die FDP will die Berufs-Ausbildung besser machen. Eine Ausbildung soll so viel zählen wie ein Studium. Es soll ein digitales Zentrum für die Berufs-Schule geben. Dann kann man von überall lernen. Der Wechsel zwischen Ausbildung und Hochschule soll leichter werden.

Im digitalen Fern-Ausbildungszentrum soll der Berufsschulteil ortsunabhängig absolviert werden, was auf dem Land Fahrtwege spart und seltene Berufe absichert. Wer einen Bachelor Professional hat, soll nach zwei zusätzlichen Semestern Zugang zum Master bekommen; Hochschulabsolventen sollen nach einer kompakten Berufsbildungszeit einen Berufsabschluss erwerben können. Vorgesehen sind Exzellenz-Berufskollegs und Exzellenz-Weiterbildungsakademien sowie eine Überprüfung und Aktualisierung der Lehrpläne. Berufskollegs sollen sich an allen abgebenden Schulen vorstellen dürfen. Der Sanierungsbedarf der Berufsschulen soll erhoben und vorrangig aus Bundes-, nachrangig aus Landesmitteln gedeckt werden.

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„Mit einer Exzellenzinitiative Berufliche Bildung, dem Ausbau digitaler Ausbildungsangebote und der Öffnung der Begabtenförderung wollen wir in der beruflichen Bildung beste Rahmenbedingungen schaffen“
Seite 20 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitale Lehre verstetigen, Digitaluniversität einrichten

Die FDP will digitale Formate, die sich an Hochschulen in der Pandemie bewährt haben, dauerhaft und rechtssicher verankern; Präsenzlehre soll daneben bestehen bleiben. Zusätzlich soll eine Digitaluniversität vor allem Menschen mit Berufsabschluss und nicht-traditionelle Studierende erreichen.

In der Corona-Zeit haben Hochschulen viel digital gemacht. Die FDP will das Gute davon behalten. Unterricht vor Ort soll es weiter geben. Außerdem soll es eine Digital-Universität geben. Sie soll auch Menschen mit Beruf erreichen.

Gemeinsam mit Studierenden und Hochschulen sollen Erfahrungen ausgewertet und Rechtsgrundlagen für digitale Lehre, Prüfungen, Wahlen und Gremiensitzungen geschaffen werden; dafür soll das Hochschulfreiheitsgesetz angepasst werden. In Modellversuchen soll ein Baukastenstudium erprobt werden, bei dem ein begrenzter Teil der Leistungen an anderen Hochschulen im Land erbracht wird. Die Plattform „Digitale Hochschule NRW“ wird fortgeführt. Ein Digitalkolleg NRW soll Lehrende verschiedener Hochschulen auf einer gemeinsamen Plattform zusammenbringen. Studiengänge wie Jura oder das Lehramt sollen modernisiert werden.

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„Wir wollen die Hochschulen dabei unterstützen, die Veränderungen, die sich in der Pandemie bewährt haben, zu Dauerlösungen zu machen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Studienstart erleichtern, BAföG digitalisieren

Die FDP will den Übergang von der Schule ins Studium erleichtern und finanzielle wie psychologische Hürden abbauen. BAföG soll vollständig digital beantragt und bearbeitet werden. Auch für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit sollen Hürden sinken.

Die FDP will den Start ins Studium leichter machen. Den BAföG-Antrag soll man ganz digital stellen können. BAföG ist Geld vom Staat für Studierende. Auch Menschen mit Behinderung sollen leichter studieren können.

Mit den Hochschulen sollen neue Formate wie „Sommerkollegs“ entstehen. Die FDP unterstützt die BAföG-Reformpläne der Bundesregierung und will in den BAföG-Ämtern überall digitale Strukturen aufbauen. Die Zusammenarbeit mit ausgewählten Portalen zur Studienfinanzierung soll wachsen. Das Programm „Inklusive Hochschule NRW“ läuft weiter; digitale Assistenzsysteme und die Aufbereitung von Lehr- und Prüfungsmaterial, auch in Brailleschrift, sollen ausgebaut werden.

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„Unser Ziel ist eine vollständig digitale und medienbruchfreie BAföG-Beantragung und Bearbeitung.“
Seite 22 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Pflichtmitgliedschaft in der Studierendenschaft beenden

Die FDP will die verfasste Studierendenschaft in eine freiwillige umwandeln. Studierende sollen nicht mehr automatisch mit der Einschreibung Mitglied werden, sondern nur, wenn sie aktiv beitreten. Das Programm begründet dies mit mehr Mitbestimmung und Kontrolle über die eigenen Studienkosten.

Heute sind Studierende automatisch Mitglied der Studierendenschaft. Das ist die Vertretung der Studierenden. Die FDP will das ändern. Studierende sollen selbst entscheiden, ob sie Mitglied werden. So bestimmen sie auch mit über ihre Kosten.

Die bisherige verfasste Studierendenschaft soll zu einer „selbstbestimmten Studierendenschaft“ werden. Die Mitgliedschaft entsteht dann über ein Opt-In-Verfahren, also durch ausdrückliche Zustimmung. Ziel ist laut Programm, die politische Beteiligung zu stärken und Studierenden die Entscheidung über Kosten ihres Studiums zu geben.

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„Künftig werden Studierende so nicht bei der Immatrikulation an der Universität Zwangsmitglied, sondern über ein souveränes Opt-In-Verfahren Mitglied der Studierendenschaft.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Eine gesetzliche Pflichtmitgliedschaft soll durch freiwilligen Beitritt ersetzt werden, was eine staatlich angeordnete Pflicht für Einzelne abbaut.

Wissenstransfer und Schlüsseltechnologien fördern

Die FDP will Grundlagenforschung, angewandte Forschung und den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft voranbringen. Eine unabhängige Einrichtung soll den Wissenstransfer systematisch fördern. Mehr Professuren sollen Schlüsseltechnologien erforschen, damit das Land als Forschungsstandort international an der Spitze steht.

Die FDP will die Forschung im Land stärken. Wissen aus Hochschulen soll schneller in Firmen und in die Gesellschaft kommen. Dafür soll es eine eigene Einrichtung geben. Es soll mehr Professuren für wichtige neue Techniken geben.

Start-up-Exzellenzzentren, Gründerstipendium und Urlaubssemester für Gründende bleiben bestehen. Die neue Transfereinrichtung soll sich selbst verwalten und technologische wie soziale Innovationen unterstützen. Als Schlüsseltechnologien nennt das Programm unter anderem Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0, Biotechnologie, Quantencomputing, Blockchain und Cybersicherheit. Eine Austauschoffensive soll den internationalen Austausch von Studierenden und Forschenden nach der Pandemie wiederbeleben.

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„wollen wir zusätzlich eine systematische Förderung des Wissenstransfers unterstützen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft verbessern

Die FDP will für Daueraufgaben an Hochschulen mehr unbefristete Stellen schaffen, hält Befristungen in der Qualifizierungsphase aber für sinnvoll. Aufstiegsbarrieren für Frauen sollen ohne weitere Quoten abgebaut werden. Kinderbetreuung und das Tenure-Track-Programm sollen ausgebaut werden.

Die FDP will mehr feste Stellen an Hochschulen. Junge Forschende sollen aber weiter befristete Stellen haben können. Frauen sollen die gleichen Chancen beim Aufstieg haben. Neue Quoten will die FDP dafür nicht. Es soll mehr Kinder-Betreuung an Hochschulen geben.

Befristete Verträge für junge Forschende begründet das Programm damit, dass durch Rotation nachfolgende Generationen Zugang zur Wissenschaft erhalten. Benachteiligungen bei Leistungsbezügen sollen abgebaut werden. Statt Quoten setzt die FDP auf einen Kulturwandel mit weiblichen Vorbildern, Netzwerken, Mentoring und transparenter Auswertung von Personal- und Gehaltsstrukturen. Kinderbetreuung soll für Studierende, Lehrende und Beschäftigte wachsen. Tenure-Track, also ein planbarer Weg zur Dauerprofessur, soll Karrieren berechenbarer machen.

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„Um mehr Menschen für eine Karriere in der Wissenschaft zu gewinnen, wollen wir für Daueraufgaben mehr unbefristete Stellen schaffen.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Geschlechtsbezogene Aufstiegshürden und ungleiche Leistungsbezüge sollen abgebaut werden, allerdings ohne neue Quoten, was die Gleichstellung schrittweise voranbringt.

Hochschulen zu Orten der Weiterbildung machen

Die FDP will die wissenschaftliche Weiterbildung ausbauen und Hochschulen für Berufstätige öffnen. Digitale Lehrformate sollen anerkannt und ausgebaut werden, und ein Weiterbildungsfonds soll erprobt werden. Ziel sind mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem und lebensbegleitendes Lernen.

Die FDP will, dass Menschen ihr Leben lang lernen können. Hochschulen sollen auch Kurse für Berufstätige anbieten. Online-Kurse sollen anerkannt werden. Ein neuer Fonds soll die Weiterbildung bezahlen helfen. Ein Fonds ist ein Geld-Topf.

Genannt werden Formate wie Massive Open Online Courses, also frei zugängliche Online-Kurse. Eine Imagekampagne soll mehr beruflich Qualifizierte für Hochschulangebote gewinnen. An jeder Hochschule soll ein digitaler Weiterbildungs-Campus möglich werden, gestützt auf die in der Pandemie aufgebaute Infrastruktur. Langfristig unterstützt die FDP die Ausgründung von Fortbildungs-Akademien. Hochschulen sollen in den Semesterferien Räume für Kurse bereitstellen.

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„Um die wissenschaftliche Weiterbildung auf eine stabile Basis zu stellen, wollen wir einen Weiterbildungsfonds erproben.“
Seite 23 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kooperationen bei Eingriff in Wissenschaftsfreiheit beenden

Die FDP will, dass Hochschulen externe Kooperationen beenden müssen, wenn diese die Wissenschaftsfreiheit einschränken. Die Zusammenarbeit mit den chinesischen Konfuzius-Instituten in Nordrhein-Westfalen soll daraufhin kritisch überprüft werden.

Forschung soll frei sein. Manche Partner von Hochschulen schränken diese Freiheit ein. Dann sollen die Hochschulen die Zusammenarbeit beenden müssen. Die FDP will die chinesischen Konfuzius-Institute im Land genau prüfen.

Das Programm bezeichnet die Wissenschaftsfreiheit als Fundament der Demokratie. Die Pflicht zur Beendigung soll künftig für alle externen Kooperationen gelten, die diese Freiheit beschneiden. Die bestehenden Partnerschaften mit Konfuzius-Instituten werden an diesem Maßstab gemessen.

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„Wenn im Rahmen externer Kooperationen die Wissenschaftsfreiheit eingeschränkt wird, sollen diese Kooperationen zukünftig beendet werden müssen.“
Seite 23 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulbau mit einer Agenda beschleunigen

Die FDP will mit einer „Agenda Hochschulbau“ Investitionen an Hochschulen erleichtern und den Sanierungsstau schneller abbauen. Dazu soll die Aufgabenverteilung zwischen Behörden, Ministerien und Hochschulen neu geordnet werden, die das Programm als investitionshemmend ansieht.

Viele Gebäude von Hochschulen sind alt und kaputt. Die FDP will, dass schneller gebaut und repariert wird. Dafür sollen die Aufgaben der Ämter neu verteilt werden. Auch leere Häuser in Innenstädten können Hochschulen nutzen.

Das Optionenmodell Bau im Hochschulfreiheitsgesetz gilt dem Programm als erster Schritt zu mehr Baufreiheit für Hochschulen. Neue Anforderungen durch die Digitalisierung sollen in die Planung einfließen. Leerstehende Innenstadtgebäude sollen einbezogen werden, wo es räumlich passt und die Hochschule es will. Für Ausbau zugunsten praxisnaher Forschung und der Fachkräfteausbildung im Strukturwandel sollen auch Gelder des Strukturstärkungsfonds nutzbar sein.

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„Zum Abbau des seit Jahren bestehenden Sanierungsstaus wollen wir Investitionen im Hochschulbereich erleichtern.“
Seite 24 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Weiterbildung vernetzen und online buchbar machen

Die FDP will Weiterbildungsangebote verschiedener Träger zusammenführen und auf einer gemeinsamen Online-Plattform buchbar machen. Ein einheitlicher Zertifizierungsrahmen soll Qualität und Vergleichbarkeit sichern. Lebenslanges Lernen gilt dem Programm als Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und freie Meinungsbildung.

Die FDP will Weiterbildung einfacher machen. Alle Kurse sollen auf einer Internet-Seite stehen. Dort kann man sie auch buchen. Ein einheitliches Zeugnis-System soll die Kurse vergleichbar machen.

Information und Beratung sollen ausgebaut werden, damit mehr Beschäftigte die bestehende Förderung nutzen; daran sollen die Sozialpartner und die Bundesagentur für Arbeit mitwirken. In den Zertifizierungsrahmen sollen auch Fortbildungen der Kammern und privater Anbieter einfließen. Modulare, digital gestützte Angebote sollen ausgebaut werden, besonders an den Hochschulen. Am Anfang steht eine übersichtliche Internetseite, die Angebote von Hochschulen, Berufsschulen, Volkshochschulen sowie Industrie- und Handelskammern vernetzt und auch das digitale Fernausbildungszentrum einbezieht. Einrichtungen der politischen, kulturellen und Familienbildung sollen weiter gestärkt werden.

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„Wir wollen eine Struktur des lebenslangen Lernens schaffen, die Angebote bestehender Bildungseinrichtungen zusammenführt, öffnet und erweitert.“
Seite 26 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Praktische Philosophie als Alternative zu Religion anbieten

Die FDP will, dass alle öffentlichen Schulen langfristig Praktische Philosophie als Wahlfach neben dem Religionsunterricht anbieten. Im Fach Religion sollen der Vergleich der Religionen und die Wertevermittlung mehr Raum bekommen, um Toleranz zu fördern.

Die FDP will an allen Schulen das Fach Praktische Philosophie. Schüler können es statt Religion wählen. Im Fach Religion sollen Schüler mehr über andere Religionen lernen. Jeder Schüler soll eine Kirche, eine Moschee und eine Synagoge besuchen.

In allen Kernlehrplänen für Religion sollen vergleichende Religionswissenschaft und Werteorientierung gestärkt werden. Nicht-religiöse Überzeugungen sollen gleichberechtigt berücksichtigt werden. Der gemeinsame katholisch-evangelische Religionsunterricht soll ausgeweitet werden. Bis zum Ende der Sekundarstufe I soll jede Schülerin und jeder Schüler die Gotteshäuser dreier Religionen besucht haben. Themen wie Ausgrenzung und Hass sollen schon ab der Grundschule fest im Unterricht verankert sein, unter Einbindung der Schulsozialarbeit.

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„Daher setzen wir uns dafür ein, dass langfristig an allen öffentlichen Schulen das Fach Praktische Philosophie als Wahlalternative zum bekenntnisorientierten Religionsunterricht angeboten wird.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein nicht-religiöses Wahlfach soll flächendeckend neben den Religionsunterricht treten, was den Stand schrittweise in Richtung weltanschaulicher Vielfalt verschiebt.

Gedenkstättenbesuche für alle Schüler verpflichtend machen

Die FDP will, dass jede Schülerin und jeder Schüler während der Schulzeit eine NS-Gedenkstätte und eine Gedenkstätte zum DDR-Unrecht besucht. Aus Sicht der Partei ist Antisemitismus häufig ein Bildungsproblem, dem solche Besuche besonders wirksam begegnen.

Alle Schüler sollen Gedenkstätten besuchen. Das soll Pflicht sein. Eine Gedenkstätte soll an die Nazi-Zeit erinnern. Eine andere soll an das Unrecht in der DDR erinnern.

Das Landesförderprogramm „Gedenkstättenfahrten“ soll weiter ausgebaut werden. Die Besuche sollen für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich werden. Das Programm begründet dies damit, dass ein Besuch vor Ort Hass und Unrecht eindrücklicher vermittle als Bücher, Filme oder Unterricht.

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„Unser Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer schulischen Laufbahn verpflichtend mindestens eine NS-Gedenkstätte sowie eine Gedenkstätte des DDR-Unrechts besucht haben.“
Seite 40 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kulturgarantie für jedes Schulkind einführen

Die FDP will kulturelle Bildung ausbauen und bestehende Projekte wie JeKits zu einem sogenannten 3K-Programm erweitern. Jedes Kind soll in seiner Schulzeit mindestens drei Kulturangebote besuchen. Die Partei sieht kulturelle Bildung als Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe.

Die FDP will, dass jedes Kind Kunst und Kultur erlebt. Jedes Kind soll in der Schulzeit mindestens drei Kultur-Angebote besuchen. Das kann zum Beispiel ein Theater oder ein Museum sein. Das soll für alle Schulformen gelten.

Die Besuche sind für die dritte, die siebte und die zehnte Klasse oder die Abschlussklasse vorgesehen. Das Programm soll an allen Schulformen gelten und auf vorhandenen Projekten aufbauen. Darüber hinaus soll es für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft ein passendes Angebot kultureller Bildung geben.

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„Unabhängig von der Schulform soll darüber jedes Kind mindestens drei verschiedene, altersgerechte Kulturangebote besuchen“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein bestehendes Förderprogramm soll zu einer öffentlichen Garantie für alle Schulkinder ausgebaut werden, was staatliche Leistungen erweitert.

Landesstiftung für politisch verfolgte Studierende gründen

Die FDP will eine Landesstiftung schaffen, die politisch verfolgten Studierenden aus dem Ausland ein Studium in Nordrhein-Westfalen ermöglicht. Sie sollen dafür ein umfassendes Stipendium erhalten.

In manchen Ländern dürfen junge Menschen wegen ihrer Meinung nicht studieren. Die FDP will diesen Menschen helfen. Eine Stiftung des Landes soll ihnen Geld geben. Dann können sie in NRW studieren.

Das Programm verweist darauf, dass autoritäre Regierungen Studierende wegen ihrer politischen Haltung vom Studium ausschließen oder ihre Laufbahn gefährden. Die FDP verurteilt diese Repressionen. Die Stiftung soll Betroffenen, denen die akademische Laufbahn in der Heimat versperrt ist, mit einem Vollstipendium den Weg an eine Hochschule im Land öffnen.

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„In Nordrhein-Westfalen möchten wir mit einer Landesstiftung für politisch verfolgte Studierende konkrete Hilfe bieten.“
Seite 54 im Original

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  • Migrationeher offen

    Ein neues Stipendienangebot soll politisch Verfolgten den Weg zum Studium im Land öffnen, was Schutz und Aufnahme leicht ausweitet.

Jurastudium modernisieren und Bachelor ermöglichen

Die FDP will das Jurastudium in NRW attraktiver machen und die Zahl der Studienabbrüche senken. Studierende sollen neben dem ersten Staatsexamen auch einen Bachelor of Laws erwerben können. Die beiden Staatsexamen bleiben Voraussetzung für das Richteramt.

Die FDP will das Jura-Studium in NRW verbessern. Weniger Studierende sollen das Studium abbrechen. Man soll im Studium auch einen Bachelor-Abschluss machen können. Die zwei Staats-Prüfungen bleiben bestehen.

Die Partei knüpft an die Reform des Juristenausbildungsgesetzes an, die sie als ersten Schritt bezeichnet. Vorbild für den zusätzlichen Bachelor sind Law Schools in Deutschland. Das System aus erstem und zweitem Staatsexamen soll in NRW erhalten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Durch eine Modernisierungsinitiative wollen wir in Nordrhein-Westfalen der attraktivste Studien- und Ausbildungsort für angehende Juristinnen und Juristen werden.“
Seite 71 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich