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parteiprogramm

SPD zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Mit Herz, Haltung und Zuversicht. Für unsere Heimat Sachsen-Anhalt“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 61 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Strukturwandel mit Investitionen sozial absichern

Die SPD will den Strukturwandel so gestalten, dass niemand zurückbleibt. Vor allem in früheren Bergbauregionen soll in neue Jobs, Umschulungen und regionale Wirtschaftszentren investiert werden.

Die Wirtschaft im Land verändert sich stark. Die SPD will, dass dabei niemand seine Zukunft verliert. Das Land soll Geld für neue Arbeitsplätze und Umschulungen geben. Das gilt besonders für frühere Bergbau-Gebiete.

Unternehmen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen früh beteiligt werden, damit Lösungen Akzeptanz finden. Das Programm betont, dass der Wandel dort gelingt, wo Menschen vor Ort selbst mitwirken können. Projekte wie „Revier Pionier“ sollen deshalb in der nächsten Wahlperiode dauerhaft fortgeführt werden. Wer wegen des Strukturwandels seine Stelle verliert, soll schnell passende Hilfe in der eigenen Region bekommen. Eine regional ausgerichtete Arbeitsmarktpolitik hält die SPD dafür für unverzichtbar.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„In neue Arbeitsplätze, Umschulungen und regionale Wirtschaftszentren wird gezielt investiert, insbesondere in ehemaligen Bergbauregionen.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Investitionen in Arbeitsplätze und Umschulung bauen die staatliche Steuerung des Wandels aus.

Tarifbindung und Mitbestimmung stärken

Die SPD will Tariflöhne in allen Branchen und hält am Tariftreue- und Vergabegesetz fest. Firmen, die Mitbestimmung systematisch behindern, sollen keine staatliche Förderung mehr bekommen.

Die SPD will, dass mehr Menschen nach Tarif bezahlt werden. Ein Tarif ist ein fester Lohn-Vertrag zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern. Beschäftigte sollen im Betrieb mitbestimmen können. Firmen, die das verhindern, sollen kein Fördergeld vom Staat bekommen.

Das Tariftreue- und Vergabegesetz soll weder abgeschafft noch durch weitere Ausnahmen eingeschränkt werden. Die SPD bekennt sich zum Acht-Stunden-Tag und zum Anspruch auf Teilzeit und will vor prekärer Beschäftigung schützen. Das Land soll die Gründung von Betriebsräten unterstützen und über Rechte von Beschäftigten informieren. Für Firmen, die Mitbestimmung behindern, sind neben dem Förderausschluss weitere Sanktionen vorgesehen. Gewerkschaften sollen Zugang zu allgemeinbildenden und beruflichen Schulen erhalten. Unternehmen mit guten Arbeitsbedingungen will die SPD durch Förderung, Beratung und Zertifikate unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Unternehmen, die Mitbestimmung systematisch behindern, sollen von staatlichen Förderungen ausgeschlossen werden und weitere Sanktionen erfahren.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Förderausschluss und Sanktionen bei behinderter Mitbestimmung sowie das Festhalten an Tariftreue-Vorgaben verschärfen die Regulierung für Unternehmen schrittweise.

Ausbildungsfonds einführen, Azubis und Praktikanten entlasten

Die SPD strebt einen Ausbildungsfonds an, in den alle Unternehmen einzahlen, damit ausbildende kleine und mittlere Betriebe nicht benachteiligt werden. Außerdem sollen Deutschlandticket und Führerschein für junge Menschen günstiger und Pflichtpraktika vergütet werden.

Die SPD will einen Fonds für Ausbildung. Alle Firmen sollen Geld einzahlen. So sollen Betriebe, die ausbilden, keinen Nachteil haben. Der Führerschein und das Deutschland-Ticket sollen für junge Leute billiger werden. Pflicht-Praktika sollen bezahlt werden.

Der Fonds soll aus Sicht des Programms Qualität, Fairness und Stabilität am Ausbildungsmarkt stärken. Ein vergünstigtes Deutschlandticket soll Ausbildungsplätze besser erreichbar machen. Weil der Führerschein besonders auf dem Land oft für den Berufseinstieg nötig ist, soll er weniger kosten. Die Praktikumsprämie soll für alle Berufe gelten, vor allem für Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufe. Pflichtpraktika in Ausbildung, Umschulung und Studium sollen bezahlt werden, und das Land will dort vorangehen, wo es selbst zuständig ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Ziel ist ein solidarisches Finanzierungssystem, in das alle Unternehmen einzahlen.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine Umlage für alle Unternehmen wäre eine neue Abgabe, die es im Land bisher nicht gibt, und verteilt Ausbildungskosten um.

Weiterbildung und Qualifizierung dauerhaft fördern

Die SPD will die Förderung von Weiterbildung fortsetzen und Beratungsstrukturen wie die Weiterbildungsagenturen dauerhaft sichern. Zudem sollen Menschen, die bisher schwer in Arbeit finden, mit gezielten Qualifizierungsangeboten erreicht werden.

Die Arbeitswelt verändert sich. Darum will die SPD Weiterbildung weiter fördern. Beratungs-Stellen dafür sollen dauerhaft bleiben. Auch Menschen ohne Ausbildung oder mit Behinderung sollen passende Angebote bekommen.

Gefördert werden soll sowohl die Weiterbildung Einzelner als auch die in Betrieben. Die Beratung der Landesinitiative „Fachkraft im Fokus“ soll auf Dauer bestehen bleiben. Eine Kampagne soll die Bildungszeit bekannter machen; danach will die SPD prüfen, ob der Anspruch zum Bedarf passt. Menschen ohne Berufsabschluss, Alleinerziehende, gesundheitlich Eingeschränkte, Frauen nach Erwerbspausen und Menschen mit Behinderungen sollen individuelle Angebote erhalten. Für Ältere sind Gesundheitsförderung, altersgerechte Arbeitsplätze und passende Arbeitszeitmodelle vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Weiterbildungsagenturen sollen verstetigt werden, um Transparenz und Qualität im Weiterbildungsmarkt zu sichern.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentlich finanzierte Beratung und Qualifizierung sollen verstetigt und ausgebaut werden.

Wechsel aus Werkstätten in reguläre Arbeit erleichtern

Die SPD will Menschen mit Behinderungen den Wechsel aus Werkstätten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern. Aus Sicht des Programms arbeiten zu viele Menschen in Werkstätten, obwohl Betriebe sie brauchen könnten.

Viele Menschen mit Behinderung arbeiten in Werkstätten. Die SPD will, dass mehr von ihnen in normalen Betrieben arbeiten können. Der Wechsel soll leichter werden. Auch der öffentliche Dienst soll mehr Menschen mit Behinderung einstellen.

Der Übergang soll rechtlich und organisatorisch einfacher werden, vor allem über das Budget für Arbeit und Ausbildung. Partnerschaften zwischen Unternehmen und Werkstätten sollen gefördert werden. Der öffentliche Dienst soll sich stärker für Menschen mit Behinderungen öffnen; geprüft wird, wie vergleichbare Ausbildungsabschlüsse bei Bewerbungen zählen können. Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen soll mehr Personal bekommen, und im zuständigen Ministerium soll ein Büro für Leichte Sprache entstehen. Die Reform der Eingliederungshilfe wird fortgesetzt, in der Gemeinsamen Kommission nach § 131 SGB IX soll das Einstimmigkeitsprinzip entfallen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt sollen rechtlich und organisatorisch erleichtert werden – insbesondere durch das Budget für Arbeit und Ausbildung.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Förderung und mehr Personal sollen die Teilhabe am Arbeitsmarkt ausbauen, was den bestehenden Rahmen schrittweise erweitert.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Inklusion und Leichte Sprache in der Verwaltung stärken Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

Armut bekämpfen und soziale Beratung stärken

Die SPD nennt den Kampf gegen Armut, vor allem bei Kindern und Älteren, als zentrale Aufgabe. Hilfe soll schnell und ohne Stigmatisierung erreichbar sein, Beratungsstellen sollen im ganzen Land gestärkt werden.

Die SPD will Armut bekämpfen. Besonders Kinder und alte Menschen sollen Hilfe bekommen. Beratungs-Stellen sollen gestärkt werden, zum Beispiel bei Schulden oder Sucht. In Schulen und Ämtern soll es kostenlose Binden und Tampons geben.

Das Programm verweist darauf, dass Frauen wegen unterbrochener Erwerbsverläufe, Teilzeit und unbezahlter Sorgearbeit häufiger von Armut betroffen sind; die Sicherungssysteme sollen das ausgleichen. Die Tafeln werden weiter unterstützt. Menstruationsprodukte sollen in Schulen, Hochschulen und öffentlichen Gebäuden gratis bereitliegen. Die Grundsicherung versteht die SPD als Mittel zur Aktivierung, Qualifizierung und Vermittlung; Jobcenter sollen dafür ausreichend ausgestattet sein. Die Gesundheits- und Sozialverwaltung wird neu geordnet und digitalisiert, damit Anträge schneller bearbeitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Soziale Beratungsangebote, einschließlich Schuldner-, Insolvenz-, Sucht- sowie Schwangerschafts- und Familienberatung, werden landesweit gestärkt und besser vernetzt.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Beratung und soziale Leistungen sollen ausgebaut werden, was öffentliche Angebote schrittweise erweitert.

  • Gesellschafteher progressiv

    Kostenlose Menstruationsprodukte und der Ausgleich von Armutsrisiken für Frauen zielen auf mehr Gleichstellung.

Kindergrundsicherung und kostenloses Mittagessen einführen

Die SPD will Kinderarmut mit einer Kindergrundsicherung bekämpfen und dafür eine Bundesratsinitiative starten. Zudem setzt sie sich für ein kostenfreies warmes Mittagessen für alle Kinder und Jugendlichen in Kita und Schule ein. Laut Programm wächst derzeit jedes siebte Kind in Armut auf.

Die SPD will Kinder-Armut bekämpfen. Sie will eine Kinder-Grundsicherung. Das ist eine Leistung, die mehrere Hilfen für Kinder zusammenfasst. Alle Kinder sollen in Kita und Schule ein warmes Mittagessen bekommen. Das Essen soll nichts kosten.

Die Kindergrundsicherung soll bestehende Leistungen zusammenführen, einfacher machen und das Existenzminimum sichern. Da dies Bundesrecht betrifft, soll das Land über den Bundesrat aktiv werden. Als wirksamsten Schutz vor Kinderarmut nennt das Programm gute Arbeit der Eltern, unterstützt durch Kitas und verlässliche Ganztagsbetreuung. Das Mittagessen soll gesund und warm sein und allen Kindern und Jugendlichen täglich eine ordentliche Mahlzeit sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Eine bedarfsgerechte Kindergrundsicherung, die Leistungen bündelt, vereinfacht und existenzsichernd wirkt, bleibt unser zentrales Ziel.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine neue gebündelte Sozialleistung für Kinder und ein kostenfreies Mittagessen für alle wären neue staatliche Leistungen, die es heute so nicht gibt.

Freiwilligendienste besser finanzieren

Die SPD will die Freiwilligendienste verlässlicher finanzieren und das Taschengeld sowie den Zuschuss zur Verpflegung so anheben, dass sie vor Armut schützen. Im Bund will sie sich für einen Rechtsanspruch auf einen Platz einsetzen.

Manche Menschen arbeiten ein Jahr freiwillig für die Gemeinschaft. Die SPD will ihnen mehr Taschengeld geben. Jeder soll ein Recht auf einen Platz bekommen. Dafür will die SPD im Bund werben.

Das Geld soll von EU, Bund und Land kommen. Daraus sollen ein höheres Taschengeld, ein höherer Verpflegungszuschuss und mehr Mittel für Seminare bezahlt werden. Die SPD will die Dienste bekannter und attraktiver machen, damit Menschen jeden Alters und jeder sozialen Herkunft teilnehmen können. Freiwillige sollen zudem Ermäßigungen erhalten, etwa bei Eintritt und Fahrkarten.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir werden uns für angemessenere verlässliche Finanzierung der Freiwilligendienste aus EU-, Bundes- und Landesmitteln einsetzen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere öffentliche Zahlungen an Freiwillige und ein angestrebter Rechtsanspruch bauen staatliche Leistungen gegenüber heute aus.

Öffentlichen Dienst als Arbeitgeber attraktiver machen

Die SPD will Tarifabschlüsse ohne Verzögerung auf Beamte übertragen, eine pauschale Beihilfe einführen und die Rechte der Personalvertretungen ausbauen. Das soll nach dem Programm die Attraktivität und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes sichern.

Beamte sollen Lohn-Erhöhungen sofort mitbekommen. Sie sollen frei zwischen gesetzlicher und privater Kranken-Kasse wählen können. Die Vertretungen der Beschäftigten sollen mehr Rechte bekommen. Die SPD will so gute Leute für den Staat gewinnen.

Die pauschale Beihilfe soll nach dem Muster anderer Länder kommen, damit gesetzlich versicherte Beamte nicht schlechter gestellt sind als privat versicherte. Das Personalvertretungsgesetz soll gemeinsam mit Personalräten und Gewerkschaften umfassend erneuert werden. Der öffentliche Dienst soll ein tarifgebundener Arbeitgeber mit Weiterbildung und modernen Arbeitsformen sein. In Steuerfahndung und Betriebsprüfung will die SPD Kapazitäten konzentrieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst müssen zeit- und inhaltsgleich auf Beamtinnen und Beamte übertragen werden.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Mitbestimmung, Tarifbindung und eine Stärkung der gesetzlichen Krankenversicherung durch die pauschale Beihilfe bauen Arbeitnehmerrechte und solidarische Systeme schrittweise aus.

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