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parteiprogramm

SPD zum Wohnen

Aus dem Programm „Fortschritt, der alle mitnimmt. Regierungsprogramm der SPD Niedersachsen 2022–2027“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 71 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wohnen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landeswohnungsbaugesellschaft neu gründen

Die SPD will wieder eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft aufbauen, die nicht verkauft werden darf. Sie soll den Bestand an bezahlbaren Wohnungen nach und nach vergrößern, weil der Markt aus Sicht der Partei versagt.

Die SPD will eine Wohnungs-Gesellschaft des Landes gründen. Sie soll günstige Wohnungen bauen. Die Gesellschaft darf nicht verkauft werden. Das Ziel sind 40.000 Wohnungen des Landes.

Das Land soll Grundstücke kaufen, Wohnungen errichten und sie dauerhaft in öffentlicher Hand bewirtschaften können. Die 40.000 landeseigenen Wohnungen sollen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt entstehen. Bestehende Institutionen und Akteure will die Partei einbeziehen. Die Gesellschaft könnte auch frei werdende Büroflächen in Städten zu Wohnraum umplanen, etwa für integrative Wohnprojekte. Das Programm beschreibt das Vorhaben als langfristige Aufgabe.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Mittelfristig ist unser Ziel, 40.000 landeseigene Wohnungen in angespannten Wohnungsmärkten bauen zu lassen“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine neue, unveräußerliche Landesgesellschaft mit 40.000 eigenen Wohnungen führt etwas ein, das es heute nicht gibt, und macht den Staat zum Akteur am Wohnungsmarkt.

Bestand an Sozialwohnungen um 100.000 erhöhen

Die SPD will den sozialen Wohnungsbau ausbauen, da er aus ihrer Sicht zu langsam vorankommt. Förderung, Sozialquoten in neuen Baugebieten und eine neue Wohngemeinnützigkeit sollen dazu beitragen.

Die SPD will viel mehr Sozial-Wohnungen. Das sind Wohnungen mit günstiger Miete. Es sollen 100.000 mehr werden. Das Land gibt dafür Fördergeld.

Das Land soll weiter Fördermittel für sozialen Wohnungsbau und für die Sanierung bestehender Gebäude bereitstellen. Kommunen, die in neuen Baugebieten mindestens 25 Prozent geförderten Wohnraum vorsehen, bekommen zusätzliches Geld. Sie sollen auch dabei unterstützt werden, Investoren über Bauleitplanung und städtebauliche Verträge zu einem Anteil an Sozialwohnungen zu verpflichten. Die Partei unterstützt die Bundespläne für eine neue Wohngemeinnützigkeit und die Gründung gemeinnütziger Wohnungsunternehmen. Die Förderung soll auch Wohnungen mit vier und fünf Zimmern für Familien berücksichtigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus – damit der Bestand an Sozialwohnungen in Niedersachsen dauerhaft um 100.000 Wohneinheiten steigt.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Förderung und Sozialquoten für Investoren bauen den staatlichen Einfluss auf den Wohnungsmarkt innerhalb des bestehenden Systems aus.

Mietpreisbremse im Land konsequent umsetzen

Die SPD will die Mietpreisbremse und das Baulandmobilisierungsgesetz des Bundes im Land vollständig anwenden, um Mieter besser zu schützen und mehr Bauflächen zu gewinnen. Eine Planungsoffensive soll zudem Wohnraum für Studierende und Auszubildende schaffen.

Die SPD will Mieter besser schützen. Die Mietpreis-Bremse soll im Land streng gelten. Sie begrenzt, wie hoch neue Mieten sein dürfen. Für Studierende und Azubis soll mehr Wohnraum entstehen.

Die Umsetzung beider Bundesregelungen soll regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Für junges Wohnen sollen kommunale Register möglicher Bauflächen als Grundlage dienen. Die Partei sieht in den Bundesgesetzen wichtige Voraussetzungen für den Mieterschutz vor allem in Ballungsgebieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Die Ansätze der Mietpreisbremse und des Baulandmobilisierungsgesetzes werden wir für einen verbesserten Mieterschutz und die Gewinnung von mehr Baufläche auf Landesebene konsequent umsetzen, regelmäßig evaluieren und gegebenenfalls anpassen.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die konsequente Anwendung der Mietpreisregulierung auf Landesebene verstärkt staatliche Eingriffe in den Mietmarkt innerhalb des bestehenden Rahmens.

Gemischte Quartiere und alternative Wohnformen fördern

Die SPD will Stadtviertel sozial und nach Alter stärker durchmischen und dafür neue Wohnformen fördern. Quartiersarbeit soll dauerhaft finanziert werden, und gemeinschaftliche Eigentumsmodelle sollen Förderung erhalten.

Die SPD will, dass Arme und Reiche, Junge und Alte zusammen wohnen. Dafür fördert sie neue Wohn-Formen. Die Arbeit in den Stadtvierteln soll dauerhaft Geld bekommen. Auch Menschen mit wenig Geld sollen Eigentum erwerben können.

Modelle wie Genossenschaften, das Mietshäusersyndikat und Vereine sollen in den Förderprogrammen berücksichtigt werden. Gemeinden sollen besser erfahren, wie Bebauungspläne Anteile für verschiedene Einkommensgruppen festlegen können. Die Partei will Modulbau-Projekte entwickeln und Kommunen bereitstellen. Alters- und pflegegerechte Wohnungen und Wohngemeinschaften, besonders auf dem Land und für Menschen mit Demenz, sollen weiter gefördert werden. Quartiersarbeit in sozialen Brennpunkten soll von Projektmitteln auf eine stetige Finanzierung umgestellt werden; das Handwerk soll in Quartierskonzepte eingebunden sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wir werden auch beim Alter mehr Durchmischung fördern, zum Beispiel durch alternative Wohnformen, die generationsübergreifend Jung und Alt unter ein Dach bringen.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Dauerhafte öffentliche Finanzierung von Quartiersarbeit und Förderung gemeinschaftlicher Wohnmodelle erweitern öffentliche Leistungen schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Förderung gemeinschaftlicher und generationsübergreifender Wohnformen unterstützt eine Vielfalt der Lebensformen.

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Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich