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parteiprogramm

BSW zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Brandenburg – vernünftig und gerecht.“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 42 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kulturfördergesetz für Brandenburg schaffen

Das BSW fordert ein Kulturfördergesetz nach sächsischem Vorbild, das die Förderung von Kultureinrichtungen dauerhaft absichert. Kulturförderung soll für Kommunen zur Pflichtaufgabe werden, und ein Kultusministerium soll entstehen.

Das BSW will ein neues Gesetz für die Kultur. Es soll Theater, Orchester und kleine Kultur-Orte dauerhaft bezahlen. Gemeinden sollen Kultur fördern müssen. Freie Künstler sollen von ihrer Arbeit leben können. Zwei Ministerien sollen zu einem Kultus-Ministerium werden.

Das Gesetz soll mehrere Einzelgesetze, Richtlinien und Förderprogramme bündeln und die institutionelle Förderung vor allem kleiner Einrichtungen ausweiten und verstetigen. Der Rahmenvertrag für Theater und Orchester soll darin aufgehen und unbefristet finanziert werden. Kulturelle Ankerpunkte auf dem Land sollen erhalten und ergänzt werden; für Museen, Bibliotheken, Gedenkstätten und Kinos soll ein Konzept zur Bestandssicherung entstehen. Freiberufliche Künstler sollen existenzsichernde Einkommen, regelmäßige öffentliche Aufträge und bürokratiearme Förderung bekommen. Projektförderung soll ohne Pflicht zu politischen Bekenntnissen erfolgen. Das Wissenschafts- und Kulturministerium und das Bildungsministerium sollen zusammengelegt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„fordern wir ein Kulturfördergesetz, wie es bereits in Sachsen existiert.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Kulturförderung soll gesetzlich abgesichert und ausgeweitet werden, also eine staatliche Leistung ausgebaut.

Kulturzugang für Kinder und Jugendliche erleichtern

Das BSW will, dass Schüler, Auszubildende und Studierende aus Brandenburg Museen und Bibliotheken des Landes kostenlos nutzen können. Kinder und Jugendliche sollen früh mit allen Künsten in Kontakt kommen, auch im ländlichen Raum.

Schüler, Azubis und Studenten sollen keinen Eintritt zahlen. Das gilt für Museen und Bibliotheken des Landes. Kinder sollen früh Kunst und Musik kennenlernen. Das soll auch auf dem Land möglich sein. In der Grundschule soll es mehr Musik-Unterricht geben.

Theater, Orchester und Museen sollen so finanziert sein, dass sie dauerhaft mit Schulen ihrer Umgebung zusammenarbeiten können. Fächer mit darstellendem Spiel sollen überall offenstehen, ebenso die Anreise zu Theater, Konzert und Museum. Die Partei unterstützt die Forderung des Landesmusikrates nach mehr Musikunterricht in der Grundschule. Das Gesetz für Musik- und Kunstschulen soll um einen sozialen Zugang und eine tarifähnliche, landesweit einheitliche Absicherung freier Lehrkräfte ergänzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Die Museen und Bibliotheken des Landes sollen für alle Brandenburger Schüler, Auszubildende und Studierende eintrittsfrei sein.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenloser Eintritt und mehr geförderte Kulturangebote für junge Menschen erweitern öffentliche Leistungen.

Sprache und Kultur der Sorben/Wenden sichern

Das BSW will die Stiftung für das sorbische Volk langfristig mindestens in heutiger Höhe finanzieren. Außerdem soll die Kultur- und Bildungsautonomie der Sorben und Wenden dauerhaft gelten, und Brandenburg soll Lehrkräfte für Niedersorbisch ausbilden.

Die Sorben und Wenden sind eine Minderheit in Brandenburg. Das BSW will ihre Sprache und Kultur schützen. Das Geld für ihre Stiftung soll nicht weniger werden. Brandenburg soll Lehrer für ihre Sprache ausbilden.

Das Programm verweist darauf, dass die UNESCO die niedersorbische Sprache und Kultur als bedroht einstuft. Deshalb spricht sich das BSW für eine Kultur- und Bildungsautonomie mit viel Eigenverantwortung aus. Die Stiftung für das sorbische Volk, die vom Bund, von Sachsen und von Brandenburg getragen wird, soll langfristig abgesichert sein. Auch Vereine und Verbände der Sorben und Wenden sollen Unterstützung erhalten. Zusätzlich bekennt sich die Partei zum Schutz der Regionalsprache Niederdeutsch.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Die Fortführung der Finanzierungen mindestens im jetzigen Umfang wird von uns zugesichert.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet die Bewahrung einer überlieferten Kultur mit Minderheitenschutz und hält im Kern den heutigen Stand.

Rundfunkbeitrag nicht erhöhen, Rundfunk reformieren

Das BSW lehnt die von der KEF vorgeschlagene Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab und fordert stattdessen eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Über eine Strukturreform soll in einem Format mit direkter Bürgerbeteiligung beraten werden.

Das BSW will nicht, dass der Rundfunk-Beitrag steigt. Stattdessen soll sich der öffentliche Rundfunk ändern. Die Bürger sollen dabei mitreden. Über Brandenburg soll mehr im Programm kommen.

Das Programm sieht einen Vertrauensverlust in die öffentlich-rechtliche Berichterstattung und führt ihn auch auf fehlende Kontrolle zurück, etwa im Fall der früheren rbb-Intendantin. Die Berichterstattung soll daraufhin überprüfbar sein, ob sie objektiv und regierungsfern ist. Reformvorschläge will das BSW mit Bürgern, Beschäftigten und deren Vertretungen besprechen. Brandenburg soll in den Programmen mehr Raum bekommen. Zudem will die Partei den Dialog zwischen Medienleuten und Publikum stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Eine weitere Erhöhung der Rundfunkgebühren, wie sie die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) vorgeschlagen hat, lehnen wir entschieden ab.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Ablehnung einer vorgeschlagenen Beitragserhöhung hält eine Pflichtabgabe niedrig und begrenzt die Mittel einer öffentlichen Einrichtung.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Brandenburg im Vergleich