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AfD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Für eine andere Politik. Regierungsprogramm für Brandenburg“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 70 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk umbauen, Pflichtbeitrag beenden

Die AfD lehnt den verpflichtenden Rundfunkbeitrag ab und will den Rundfunkstaatsvertrag ändern, sodass nur noch Nutzer zahlen. Der Rundfunk soll kleiner werden und sich auf Information und regionale Berichterstattung beschränken, weil die AfD ihm Einseitigkeit, Verschwendung und Rechtsverstöße vorwirft.

Heute zahlt jeder Haushalt den Rundfunk-Beitrag. Die AfD will: Nur wer das Programm schaut, soll zahlen. Der Rundfunk soll kleiner werden. Er soll vor allem informieren und über die Region berichten.

Die Gehälter sollen sich an den Tarifen des öffentlichen Dienstes orientieren, und drei Direktorenposten sollen wegfallen. Wer einer Partei angehört, soll nicht mehr im Rundfunk- oder Verwaltungsrat des rbb sitzen dürfen. Der Rundfunkrat soll halb so groß sein und direkt vom Volk gewählt werden. Sitzungen der Aufsichtsgremien sollen grundsätzlich öffentlich sein, Programmbeschwerden öffentlich behandelt werden. Die AfD will zudem die Vorgänge beim rbb aufarbeiten; im Vorwort ist von einer Kündigung der Rundfunkstaatsverträge die Rede.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Nur wer das Programm tatsächlich schaut, soll zukünftig auch den Rundfunkbeitrag zahlen müssen.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die allgemeine Beitragspflicht würde durch eine Zahlung nur der Nutzer ersetzt, was eine heute für alle Haushalte geltende Abgabe abschafft.

Denkmäler fördern, Auflagen lockern, Bauten rekonstruieren

Die AfD will den Denkmalschutz bedarfsgerecht finanzieren und zugleich die Auflagen für alte Gebäude ohne öffentliches Interesse lockern, damit sie bewohnbar werden. Außerdem befürwortet sie den Wiederaufbau verlorener historischer Bauwerke.

Die AfD will mehr Geld für alte Bauwerke geben. Für manche alte Häuser sollen die Regeln lockerer werden. Dann kann man sie umbauen und darin wohnen. Zerstörte historische Bauten will die AfD wieder aufbauen.

Welche Gebäude kein öffentliches Interesse haben, sollen die Ortsansässigen gemeinsam mit der unteren Bauaufsicht und dem Landesdenkmalamt festlegen. Die Partei sieht in starren Vorschriften den Grund für Leerstand und Verfall in historischen Ortskernen. Die Förderung der Arbeitsgemeinschaft der Städte und Gemeinden mit historischen Stadtkernen soll wachsen. Rekonstruktionen sollen unter Beteiligung der Bevölkerung vor Ort stärker gefördert werden; das Programm erwartet davon attraktivere Orte und Vorteile für den Tourismus.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Hierfür wollen wir den Denkmalschutz für alte Gebäude ohne öffentliches Interesse deutlich lockern.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Mehr Förderung für Baudenkmäler und Rekonstruktionen stärkt die Pflege des überlieferten Kulturerbes.

Brauchtum, Vereine und historische Namen bewahren

Die AfD will brandenburgisches Brauchtum und die Kultur der Sorben und Wenden bewahren und Brauchtumsvereine stärker fördern. Historische Namen von Straßen und Plätzen sollen bleiben, und historisches Kulturgut soll digitalisiert werden.

Die AfD will alte Bräuche in Brandenburg erhalten. Dazu gehören Trachten, Lieder und Volks-Feste. Auch die Kultur der Sorben und Wenden soll bleiben. Vereine für Bräuche sollen mehr Hilfe bekommen. Alte Straßen-Namen sollen bleiben.

Zum Brauchtum zählt das Programm unter anderem Trachten, Lieder, Gedichte, Märchen, Tänze und Volksfeste. Als förderfähig sollen auch Schützen- und Landjugendvereine, Soldaten- und Reservistenkameradschaften sowie Vereine gelten, die örtliche Volksfeste ausrichten. Eine Einflussnahme der Landesregierung auf Straßennamen lehnt die Partei ab. Die Digitalisierung von Kulturgut soll schriftliche Zeugnisse der brandenburgisch-preußischen Geschichte für alle zugänglich machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir wollen unser traditionelles brandenburgisches Brauchtum bewahren und setzen uns entschieden dafür ein, dass dieses nicht von fremdem Brauchtum verdrängt wird.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Traditionspflege und überlieferte Namen sollen stärker gefördert und gegen Veränderung geschützt werden.

Schatzregal abschaffen

Die AfD will das Schatzregal abschaffen, nach dem verborgene herrenlose Funde dem Land gehören. Weil Finder keinen Lohn erhalten, würden Funde aus Sicht der Partei oft nicht gemeldet.

Wer in Brandenburg einen alten Schatz findet, muss ihn dem Land geben. Diese Regel heißt Schatzregal. Der Finder bekommt keinen Lohn. Die AfD will die Regel abschaffen. Dann melden mehr Finder ihre Funde, sagt die AfD.

Nach Darstellung des Programms begünstigt die Regel die Unterschlagung von Funden. Funde würden eher in Länder ohne Schatzregal gebracht. Damit bleibe der Forschung der eigentliche Fundort unbekannt.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Zur Bewahrung unserer brandenburgischen Geschichte fordern wir deshalb die Abschaffung des Schatzregals.“
Seite 60 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Musikschulen und Kultur fördern, politische Einrichtungen nicht

Die AfD will Musikschullehrer mit Hochschulabschluss in der Regel fest anstellen und Musikschulen, Orchesternachwuchs und bildende Kunst fördern. Stark politisch ausgerichtete Kultureinrichtungen sollen kein Steuergeld mehr erhalten.

Lehrer an staatlichen Musik-Schulen sollen feste Stellen bekommen. Die AfD will Musik und Kunst mit Geld fördern. Kultur-Einrichtungen mit starker politischer Richtung sollen kein Steuergeld bekommen. Parteien sollen weniger Einfluss auf Kultur haben.

Honorarverträge sollen an staatlichen Musikschulen nur noch die Ausnahme sein. Auch private Musikschulen mit Spitzenleistungen sollen Geld bekommen, der Orchesternachwuchs eine eigene Förderung. Galerien, Ateliers, Schlösser und Parks sollen einbezogen werden, statt Vereine zu unterstützen, die das Programm als ideologisch bezeichnet. Staatliche Kulturförderung hält die Partei grundsätzlich für nötig, sie dürfe aber nicht politischem Einfluss dienen.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir fordern, dass im Bereich der staatlichen Musikschulen für Lehrer mit Hochschulabschluss Festanstellungen zur Regel werden.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Feste Stellen im öffentlichen Dienst und mehr staatliche Kulturförderung bauen öffentliche Leistungen schrittweise aus.

Kriegerdenkmäler erhalten und Kriegstote bergen

Die AfD will Kriegsopfern gedenken, die Kriegerdenkmäler des Ersten Weltkriegs erhalten und die Suche nach unbestatteten Kriegstoten bezahlen. Diese sollen ein würdiges Begräbnis bekommen.

Die AfD will an die Toten der Kriege erinnern. Alte Krieger-Denkmäler sollen bleiben. Viele tote Soldaten liegen noch auf alten Schlachtfeldern. Die AfD will Geld geben, um sie zu finden. Sie sollen ein würdiges Grab bekommen.

Das Gedenken soll Opfer aller Epochen vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Zweiten Weltkrieg einschließen. Bei der Bergung macht das Programm keinen Unterschied zwischen Soldaten der Wehrmacht und der Roten Armee. Die Toten versteht die Partei als Mahnung, friedlich mit den Nachbarländern zusammenzuleben.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Zudem wollen wir die Bergung von Kriegstoten finanziell fördern.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Mehr Förderung für Kriegerdenkmäler und Totengedenken stärkt die Pflege überlieferter Erinnerungskultur.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Brandenburg im Vergleich