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AfD zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Programm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 94 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 2 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Frauenquoten im Beruf ablehnen

Die AfD lehnt Quotenregelungen im Berufsleben ab. Aus ihrer Sicht ersetzen Quoten Leistung und Eignung durch das Geschlecht und behandeln Frauen pauschal als schwächere Gruppe. Stellen sollen an die besten Bewerber gehen.

Die AfD will keine Frauen-Quoten im Beruf. Eine Quote legt fest, wie viele Stellen an Frauen gehen müssen. Die AfD findet: Nur Leistung und Können sollen zählen. Die besten Bewerber sollen die Stelle bekommen.

Das Programm kritisiert, dass immer mehr Bereiche der Arbeitswelt über Quoten gesteuert werden sollen. Nach Ansicht der AfD ist das herablassend gegenüber Frauen und ein unfairer Eingriff in den Wettbewerb um Leistung. Ohne Quoten bestehe für beide Geschlechter Chancengleichheit. Bei der Besetzung von Stellen soll niemand ohne Grund bevorzugt oder benachteiligt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Die AfD lehnt Quoten ab. Frauen überzeugen durch ihre Fähigkeiten, ihre Leistungen und ihre Persönlichkeit – nicht durch staatlich verordnete Bevorzugung.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Ablehnung von Geschlechterquoten wendet sich gegen ein bestehendes Instrument der Gleichstellungspolitik, ohne eine konkrete Abschaffung zu benennen.

Frauenhäuser und Frauennotrufe ausbauen

Die AfD will die Zahl der Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz von 19 auf 36 erhöhen, sodass es in jeder kreisfreien Stadt und jedem Landkreis eines gibt. Das Land soll dafür den größten Teil des kommunalen Kostenanteils tragen. Auch die Frauennotrufe sollen ausgebaut und bekannter werden.

Frauenhäuser schützen Frauen und Kinder vor Gewalt zu Hause. Heute gibt es 19 davon im Land. Die AfD will 36 Frauenhäuser. Das Land soll den größten Teil bezahlen. Auch die Notruf-Stellen für Frauen sollen wachsen.

Laut Programm übersteigt der Bedarf das Angebot an Plätzen, weil viele Kommunen wegen ihrer Finanzlage nicht mehr zahlen können. Künftig soll in allen zwölf kreisfreien Städten und allen 24 Landkreisen ein Frauenhaus bestehen. Berufstätige Frauen sollen für ihren Aufenthalt keinen Eigenanteil mehr zahlen. Jedes Haus soll einen Kinderbereich mit ausgebildeten Erzieherinnen haben. Frauennotrufe für Betroffene sexualisierter Gewalt sollen schnell per Telefon und digital erreichbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Die AfD will die Anzahl der Frauenhäuser auf 36 erhöhen. Dazu wird das Land den Großteil des kommunalen Finanzierungsanteils übernehmen.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll ein bestehendes öffentliches Hilfsangebot ausbauen und mehr Kosten übernehmen, was mehr staatliche Leistungen bedeutet.

Selbstbestimmungsgesetz abschaffen

Die AfD will das Selbstbestimmungsgesetz abschaffen. Schutzbereiche wie Frauenhäuser, Saunen und Umkleiden sollen nur biologischen Frauen zugänglich sein. Das Programm begründet das mit Gefahren, die es für Frauen sieht.

Das Selbstbestimmungs-Gesetz erlaubt, den Geschlechts-Eintrag leicht zu ändern. Die AfD will dieses Gesetz abschaffen. Frauenhäuser und Umkleiden sollen nur für biologische Frauen sein. Die AfD sagt: So sind Frauen besser geschützt.

Nach Auffassung des Programms bleiben biologische und soziologische Unterschiede auch nach einer Geschlechtsangleichung bestehen; Transfrauen seien biologisch Männer. Die AfD sieht das Gesetz als Ursache dafür, dass Transfrauen Zugang zu Schutzräumen für Frauen erhalten. Missbrauch des Gesetzes soll geahndet werden, etwa wenn sich verurteilte Straftäter zur Frau erklären, um in ein Frauengefängnis zu kommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Die AfD setzt sich dafür ein, dass das Selbstbestimmungsgesetz wieder abgeschafft wird.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein geltendes Gesetz zur geschlechtlichen Selbstbestimmung soll abgeschafft und der Zugang von Transfrauen zu Frauenräumen beendet werden.

Gender-Förderung streichen, Behandlungen Minderjähriger beschränken

Die AfD will Landesmittel streichen, die nach ihrer Darstellung der Förderung einer „Genderideologie“ dienen, und entsprechende Inhalte aus Kitas und Schulen fernhalten. Geschlechtsverändernde Behandlungen sollen vor dem 18. Geburtstag nur bei medizinischer Notwendigkeit zulässig sein. Die Partei begründet das mit dem Kindeswohl.

Die AfD lehnt ab, was sie Gender-Ideologie nennt. Das Land soll dafür kein Geld mehr geben. In Kitas und Schulen soll das Thema so nicht mehr vorkommen. Unter 18 Jahren sollen Behandlungen zur Änderung des Geschlechts nur bei medizinischem Grund erlaubt sein.

Das Programm nennt für den Landeshaushalt 2025/2026 einen Betrag von über einer halben Million Euro, der in diesen Bereich fließe. Nach Ansicht der AfD werden Kinder und Jugendliche dadurch dazu gebracht, ihr Geschlecht, ihre Gefühle und ihre Herkunft zu hinterfragen. Die Partei spricht von Indoktrination und einem schädlichen Einfluss, vor dem sie Minderjährige schützen will. Das stärke aus ihrer Sicht auch die Familien.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Die AfD lehnt die Genderideologie ab. Dafür eingesetztes Steuergeld wird konsequent gestrichen.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Die Landesförderung für Geschlechtervielfalt soll ganz entfallen, das Thema aus Kitas und Schulen verschwinden und Behandlungen Minderjähriger beschränkt werden.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Rheinland-Pfalz im Vergleich