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Was sagen die Parteien in Rheinland-Pfalz zur Landwirtschaft?

4 aktuelle Wahlprogramme in Rheinland-Pfalz haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

Heimische Landwirtschaft fördern und Bürokratie abbauen

Die AfD will die Landwirtschaft im Land finanziell fördern, den Selbstversorgungsgrad etwa bei Obst und Gemüse erhöhen und Bürokratie für Bauern abbauen. Die Agrarpolitik soll unabhängiger von der EU werden. Das Programm begründet dies mit der Versorgungssicherheit in Krisenzeiten.

Die AfD will den Bauern im Land mehr Geld geben. Deutschland soll mehr Obst und Gemüse selbst anbauen. Bauern sollen weniger Formulare ausfüllen müssen. Die EU soll weniger über die Landwirtschaft bestimmen.

Agrardiesel steuerfrei stellen

Die AfD will sich im Bund dafür einsetzen, dass Agrardiesel gar nicht mehr besteuert wird und die Rückerstattung für 2024 und 2025 nachträglich voll gewährt wird. Auch weitere Abgaben auf Kraftstoffe wie die CO2-Abgabe sollen wegfallen. Das soll die Betriebe entlasten und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Bauern brauchen viel Diesel für ihre Maschinen. Die AfD will, dass sie darauf keine Steuer zahlen. Für 2024 und 2025 sollen Bauern Geld zurückbekommen. Auch die CO2-Abgabe auf Kraftstoff soll wegfallen.

Hofübernahmeprämie und freiwilliges landwirtschaftliches Jahr einführen

Die AfD will junge Landwirte und Winzer mit einer staatlichen Prämie bei der Übernahme eines Hofes unterstützen und so Familienbetriebe erhalten. Außerdem soll ein freiwilliges landwirtschaftliches Jahr Nachwuchs für die Branche gewinnen.

Viele Höfe finden keinen Nachfolger. Die AfD will jungen Bauern und Winzern Geld geben, wenn sie einen Hof übernehmen. Junge Leute sollen ein Jahr freiwillig auf einem Hof arbeiten können. So können sie den Beruf testen.

Mindestlohn-Ausnahmen für Saisonarbeitskräfte schaffen

Die AfD verlangt im Bund Sonderregeln beim Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft sowie eine 5-Monate-Regelung, damit diese länger in den Betrieben arbeiten können. Das soll vor allem kleine Höfe vor hohen Lohnkosten schützen.

Auf Höfen helfen oft Arbeiter nur für eine Saison. Für sie gilt der Mindest-Lohn. Die AfD will für diese Arbeiter eigene Regeln beim Lohn. Sie sollen auch bis zu fünf Monate arbeiten dürfen.

Pflanzenschutz- und Düngeregeln lockern

Die AfD will die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland vereinfachen, die EU-Pflanzenschutzverordnung reformieren und die Düngeverordnung umfassend entschlacken. Landwirte sollen nach guter fachlicher Praxis selbst über den Einsatz entscheiden können. Das Programm verspricht sich davon verlässliche Ernten und stabile Preise.

Bauern schützen ihre Pflanzen mit Spritz-Mitteln und düngen ihre Felder. Dafür gibt es viele Regeln. Die AfD will diese Regeln einfacher machen. Neue Mittel sollen leichter erlaubt werden. Die AfD vertraut dem Wissen der Bauern.

Regionale Produkte einfacher kennzeichnen und direkt vermarkten

Die AfD will die Kennzeichnung regionaler Lebensmittel vereinfachen und eine Herkunftskennzeichnung schaffen. Importiertes Fleisch soll gekennzeichnet werden, und Hofläden sollen als Direktvermarktung unterstützt werden. Verbraucher sollen so leichter erkennen, woher ein Produkt stammt.

Viele Menschen wollen Essen aus ihrer Region kaufen. Die AfD will einfache Regeln für Etiketten. Auf dem Etikett soll stehen, woher das Produkt kommt. Fleisch aus dem Ausland soll man erkennen können. Hofläden sollen Hilfe bekommen.

Weinbau und Steillagen fördern

Die AfD will den Weinbau unterstützen, vor allem den aufwendigen Anbau in Steillagen. Pauschale Verbote von Pflanzenschutzmitteln lehnt sie ab und will stattdessen den Drohneneinsatz erleichtern. Das Straußenrecht soll auf 180 Tage im Jahr ausgedehnt werden.

In Rheinland-Pfalz wächst viel Wein. Die AfD will den Winzern helfen. Besonders der Anbau an steilen Hängen soll Geld bekommen. Winzer sollen an 180 Tagen im Jahr selbst Wein ausschenken dürfen.

Wasserentnahmeentgelt abschaffen

Die AfD will den sogenannten Wassercent vollständig streichen. Die Abgabe für die Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser gilt seit 2024 auch für die gesamte Land- und Forstwirtschaft. Der Verwaltungsaufwand steht nach Ansicht der Partei in keinem Verhältnis zu den Einnahmen.

Wer Wasser aus dem Boden oder aus Flüssen nimmt, zahlt Geld an das Land. Das heißt Wasser-Cent. Seit 2024 zahlen das auch alle Bauern und Förster. Die AfD will diese Abgabe ganz streichen.

AfD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Heimische Landwirtschaft stärken, Auflagen abbauen

Die CDU will die heimische Agrarproduktion stärken und Landwirte von Auflagen und Bürokratie entlasten. Lebensmittelerzeugung soll Vorrang vor anderen Flächennutzungen haben, und Landwirtschaft und Umwelt sollen wieder in einem Ministerium liegen.

Die CDU will den Bauern helfen. Sie sollen weniger Regeln und weniger Büro-Arbeit haben. Felder sollen zuerst für Lebensmittel da sein. Kantinen von Ämtern, Kitas und Schulen sollen mehr Essen aus der Region nutzen. Eine Zucker-Steuer lehnt die CDU ab.

Landwirtschaft an Klimawandel und Schädlinge anpassen

Die CDU will die Landwirtschaft bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen, etwa durch Bewässerung, angepasstes Saatgut und moderne Technik. Gegen die Schilf-Glasflügelzikade soll ein Forschungsschwerpunkt Bekämpfungsstrategien entwickeln.

Das Klima ändert sich. Es gibt mehr Trockenheit und Unwetter. Die CDU will den Bauern helfen, damit umzugehen. Felder sollen besser bewässert werden. Ein Insekt schadet Rüben und Kartoffeln. Die CDU will erforschen lassen, wie man es bekämpft.

Weinbau sichern und Steillagen stärker fördern

Die CDU will den Weinbau mit gezielter Unterstützung, Forschung, neuen Rebsorten und moderner Pflanzenschutztechnik erhalten. Junge Winzerinnen und Winzer sollen zinslose Darlehen bekommen, und der Zuschuss für Steillagen soll steigen.

Viele Winzer haben große Probleme. Die CDU will ihnen helfen. Junge Winzer sollen Geld leihen können, ohne Zinsen zu zahlen. Für Weinberge an steilen Hängen soll es mehr Geld geben. Verbote beim Pflanzenschutz lehnt die CDU ab.

Erlass zu Planwagenfahrten aufheben, Weinbau stärken

Die CDU will den Erlass der Landesregierung zu Planwagen- und Funzelfahrten mit Weinprobe aufheben und durch praxisnahe, rechtssichere Regeln ersetzen. Aus Sicht des Programms gehören diese Fahrten zur Weinkultur und sind für viele Betriebe eine wichtige Einnahmequelle. Zudem sollen die Beratungsstellen für den Weinbau mehr Personal bekommen.

In Wein-Regionen gibt es Fahrten mit dem Planwagen und Weinprobe. Die Landesregierung hat dafür strenge Regeln gemacht. Die CDU will diese Regeln streichen. Es soll neue, einfachere Regeln geben. Die CDU will auch mehr Beratung für Winzer.

CDU: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Ökolandbau deutlich ausweiten

Die Grünen wollen den Anteil des ökologischen Landbaus in Rheinland-Pfalz deutlich erhöhen und ihn in der Agrarförderung stärker berücksichtigen. Der Ökoaktionsplan soll zu einer Ernährungs- und Lebensmittelstrategie des Landes erweitert werden.

Die Grünen wollen mehr Bio-Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Bio-Betriebe sollen mehr Förderung bekommen. Es soll einen größeren Plan für Ernährung und Lebensmittel geben. Die Grünen wollen auch Ackerland vor Spekulation schützen.

Pestizideinsatz senken und Naturschutz mit Landwirtschaft verbinden

Die Grünen wollen, dass in der Landwirtschaft deutlich weniger Pestizide eingesetzt werden, und regen auf Bundesebene die Prüfung einer Pestizidabgabe an. Zugleich sollen Landwirtschaft und Naturschutz enger zusammenarbeiten und Böden als CO₂-Speicher gefördert werden.

Die Grünen wollen weniger Pestizide auf den Feldern. Pestizide sind Mittel gegen Schädlinge und Unkraut. Der Bund soll eine Abgabe auf Pestizide prüfen. Bauern und Naturschützer sollen mehr zusammenarbeiten. Gesunde Böden sollen mehr CO₂ speichern.

Öko-Weinbau ausweiten und Steillagen erhalten

Die Grünen wollen den ökologischen Weinbau deutlich ausbauen und den Weinbau an Klimakrise und Trockenheit anpassen. Die Steillagen sollen als kulturell und ökologisch wertvolle Flächen erhalten und gefördert werden.

Die Grünen wollen mehr Bio-Weinbau in Rheinland-Pfalz. Winzer sollen weniger Pestizide brauchen. Dafür soll es robuste Rebsorten geben. Die steilen Weinberge sollen erhalten bleiben. Weinfeste und Straußwirtschaften sollen bleiben.

Grüne: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Bürokratie in der Landwirtschaft abbauen, GAP vereinfachen

Die SPD will Landwirte und Winzer von Bürokratie entlasten und die Agrarverwaltung moderner aufstellen. Für die EU-Agrarpolitik ab 2028 fordert sie eine effizientere und praxisnähere Ausgestaltung, die den Betrieben direkt zugutekommt.

Bauern und Winzer sollen weniger Zeit im Büro verbringen. Die SPD will Regeln prüfen und Verfahren einfacher machen. Alle Anträge sollen über eine digitale Plattform laufen. Auch die Agrar-Politik der EU soll einfacher werden.

Junge Landwirte fördern und Landwirtschaft digitalisieren

Die SPD will den Generationswechsel auf den Höfen weiter unterstützen und die Beratung für junge Landwirte und Winzer ausbauen. Zugleich soll das Land bei digitaler Landwirtschaft führend werden, indem Forschung schneller in die Betriebe gelangt.

Junge Menschen sollen Höfe übernehmen können. Die SPD will sie dabei besser beraten. Bauern sollen mehr digitale Technik nutzen. Neues Wissen aus den Hochschulen soll schnell auf die Höfe kommen.

Konventionelle und ökologische Landwirtschaft sowie Nutztierhaltung erhalten

Die SPD will konventionelle und ökologische Landwirtschaft gleichermaßen erhalten und bekennt sich zur Nutztierhaltung im Land. Die Vermarktung regionaler Produkte mit hohen Qualitäts- und Tierwohlstandards soll gezielt gefördert werden.

Die SPD will beide Arten von Landwirtschaft behalten: die übliche und die ökologische. Auf den Höfen sollen weiter Tiere leben. Lebensmittel aus der Region sollen besser verkauft werden. Menschen sollen bewusster mit Essen umgehen.

Weinbranche im Strukturwandel unterstützen

Die SPD will die Weinbetriebe im Strukturwandel mit Hilfen für Absatz und Wettbewerbsfähigkeit begleiten. Sie setzt auf Qualität statt auf mehr Fläche und will den Steillagenweinbau stärker fördern.

Die SPD will den Winzern helfen. Der Wein soll sich besser verkaufen, auch im Ausland. Es soll keine neuen Flächen für Wein geben. Weinberge an steilen Hängen sollen mehr Geld bekommen.

Landwirtschaft und Weinbau an Klimawandel anpassen

Die SPD will Landwirte und Winzer stärker gegen Ernteausfälle absichern und klimaangepasste Sorten und Anbaumethoden fördern. Als Grund nennt das Programm die schon spürbaren Folgen des Klimawandels auf Feldern und in Weinbergen.

Das Klima ändert sich. Das trifft Bauern und Winzer. Die SPD will mehr Geld für Versicherungen gegen schlechte Ernten geben. Sie will auch Reben fördern, die das neue Klima gut aushalten.

SPD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl