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parteiprogramm

SPD zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Aus Liebe zum Land. Regierungsprogramm 2026 – 2031“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 123 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern

Die SPD will Frauen die Rückkehr in den Beruf nach oder während der Familienphase erleichtern. Dazu sollen verlässliche Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten sowie Qualifizierung und Beratung beitragen, auch um Fachkräfte zu sichern und Altersarmut vorzubeugen.

Viele Frauen machen wegen der Familie eine Pause im Beruf. Die SPD will ihnen die Rückkehr leichter machen. Dafür soll es gute Kinder-Betreuung und flexible Arbeitszeiten geben. Frauen sollen auch Beratung und Kurse bekommen.

Frauen sollen ihre Arbeitszeit aufstocken oder in eine sozialversicherungspflichtige Stelle wechseln können, sofern sie das möchten. Gezielte Qualifizierung und persönliche Beratung sollen ihre finanzielle Unabhängigkeit stärken. Für arbeitslose Frauen will die SPD Projekte wie das Bedarfsgemeinschaftscoaching und „Frauen aktiv in die Zukunft“ weiter fördern. Das Programm begründet dies mit dem Fachkräftemangel und mit der Gleichstellung im Arbeitsleben.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir schaffen die Voraussetzungen, damit der Wiedereinstieg für Frauen nach oder während der Familienphase leichter gelingt.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Betreuung, Beratung und Förderprojekte weiter finanzieren, also öffentliche Leistungen ausbauen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Erwerbstätigkeit und finanzielle Unabhängigkeit von Frauen soll durch Betreuung, Beratung und Qualifizierung gefördert werden, was die Gleichstellung schrittweise voranbringt.

Gleiche Bezahlung und mehr Frauen in Führung

Die SPD will, dass Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit gleich und nachvollziehbar bezahlt werden. Außerdem soll der Frauenanteil in Führungspositionen dauerhaft steigen.

Die SPD will gleichen Lohn für Frauen und Männer. Das soll für gleichwertige Arbeit gelten. Mehr Frauen sollen Chefinnen werden. Das Land will Frauen dafür weiter fördern.

Das Programm verlangt gleiche und transparente Bezahlung in sämtlichen Branchen und auf jeder Ebene. Frauen sollen dort mitentscheiden, wo wichtige Entscheidungen fallen, etwa in Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kultur. Die Förderprogramme des Landes für Frauen sollen weiterentwickelt werden. Die SPD wendet sich gegen Bestrebungen, Fortschritte bei der Gleichstellung zurückzunehmen. Zudem will sie Frauenmedizin und geschlechtersensible Forschung, Ausbildung und Versorgung stärken, um Unterschiede in der Gesundheitsversorgung zwischen den Geschlechtern abzubauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 110)
„Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit muss in allen Branchen und auf allen Ebenen endlich gelebte Realität werden.“
Seite 110 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll stärker auf faire und transparente Löhne hinwirken, was eine etwas stärkere Regulierung des Arbeitsmarkts bedeutet.

  • Gesellschafteher progressiv

    Gleichstellung im Beruf und mehr Frauen in Führungspositionen sollen innerhalb bestehender Programme weiter vorangebracht werden, was zum progressiven Pol passt.

Schutz vor Gewalt an Frauen ausbauen

Die SPD will, dass Betroffene häuslicher oder sexualisierter Gewalt landesweit schnell Schutz, Beratung und Hilfe bekommen. Dafür sollen mehr Plätze in Frauenhäusern und weitere Schutzräume entstehen.

Die SPD will Frauen und Mädchen besser vor Gewalt schützen. Es soll mehr Plätze in Frauen-Häusern geben. Betroffene sollen überall schnell Hilfe und Beratung bekommen. Beweise sollen sie auch ohne Anzeige sichern lassen können.

Die Istanbul-Konvention, ein europäisches Abkommen gegen Gewalt an Frauen, und der Aktionsplan des Landes sollen weiter umgesetzt werden. Second-Stage-Projekte, die Frauen nach dem Frauenhaus beim Neuanfang begleiten, will die SPD stärken. Interventionsstellen und Fachberatungen sollen ausgebaut werden, und Fachkräfte sollen mehr Fortbildungen erhalten. Opfer sexueller Übergriffe sollen Spuren anonym und gerichtsfest sichern lassen können, ohne gleich Anzeige erstatten zu müssen.

Originalzitat anzeigen (Seite 110)
„Wir bauen Schutzräume für Frauen und Mädchen aus und schaffen zusätzliche Frauenhausplätze.“
Seite 110 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll zusätzliche öffentliche Schutz- und Beratungsangebote finanzieren.

  • Gesellschafteher progressiv

    Schutz- und Beratungsangebote für Frauen sollen im bestehenden System ausgebaut werden, was Selbstbestimmung und Gleichstellung stärkt.

Catcalling bestrafen, Frauen im Netz und draußen schützen

Die SPD befürwortet einen eigenen Straftatbestand gegen verbale sexuelle Belästigung, das sogenannte Catcalling. Zudem sollen Frauen im Internet und im öffentlichen Raum besser vor Hass, Bedrohung und Unsicherheit geschützt werden.

Die SPD will, dass sexuelle Belästigung mit Worten strafbar wird. Man nennt das Catcalling. Frauen sollen sich draußen sicher fühlen. Auch im Internet sollen sie besser vor Hass geschützt sein.

Justiz, Staatsanwaltschaften und Polizei sollen für digitale Gewalt gegen Frauen sensibilisiert werden. Strafbare Inhalte im Netz sollen konsequent verfolgt und gelöscht werden. Bei der Planung von Städten und Gemeinden sowie bei Sicherheitskonzepten soll die Sicht von Frauen einfließen, wobei das Programm eine gute Beleuchtung öffentlicher Orte hervorhebt. Verbale sexuelle Belästigung beeinträchtigt nach Darstellung der SPD das Sicherheitsgefühl von Frauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 111)
„Wir unterstützen die Einführung eines eigenen Straftatbestands gegen das sogenannte Cat Calling.“
Seite 111 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die SPD unterstützt einen neuen Straftatbestand und eine konsequentere Strafverfolgung im Netz, was das Strafrecht ausweitet.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Schutz von Frauen vor Belästigung und digitaler Gewalt soll gestärkt werden, was dem Ziel der Gleichstellung dient.

Antisemitismus bekämpfen, jüdisches Leben schützen

Die SPD will Antisemitismus in jeder Form bekämpfen und den Schutz jüdischen Lebens ausbauen. Anlass ist aus Sicht der Partei, dass antisemitische Straftaten und Vorfälle deutlich zugenommen haben.

Die SPD will gegen Juden-Hass vorgehen. Jüdische Menschen sollen besser geschützt werden. Es gibt eine Beauftragte oder einen Beauftragten für jüdisches Leben. Diese Arbeit soll gestärkt werden.

Das Amt für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen soll weiter gestärkt werden. Das Land will dem Verbund der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) beitreten, die antisemitische Vorfälle erfasst. Die Vermittlung jüdischer Geschichte, einschließlich des Landjudentums, soll gefördert und das Welterbe der SchUM-Stätten in Speyer, Worms und Mainz weiter zugänglich gemacht werden. Mit Kirchen und Religionsgemeinschaften will die SPD eng zusammenarbeiten und muslimische Gemeinschaften bei ihrem gesellschaftlichen Engagement unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 115)
„Antisemitismus in all seinen Formen entschlossen zu bekämpfen. Den Schutz jüdischen Lebens bauen wir konsequent aus.“
Seite 115 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Landesaktionsplan gegen Rassismus weiterentwickeln

Die SPD will den Aktionsplan des Landes gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit fortführen und gezielt weiterentwickeln. Die Stelle, die menschenfeindliche Vorfälle erfasst, soll unterstützt und bekannter gemacht werden.

Das Land hat einen Plan gegen Rassismus. Die SPD will diesen Plan weiterführen und verbessern. Es gibt eine Stelle, bei der man menschenfeindliche Vorfälle melden kann. Die SPD will diese Stelle unterstützen. Mehr Menschen sollen sie kennen.

Der bestehende Landesaktionsplan soll fortgeschrieben und inhaltlich weiterentwickelt werden. Die Melde- und Dokumentationsstelle für menschenfeindliche Vorfälle erhält nach dem Programm weiter Unterstützung. Ihre Arbeit soll in der Öffentlichkeit stärker bekannt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„Den Landesaktionsplan gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit schreiben wir fort und entwickeln ihn gezielt weiter“
Seite 117 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein bestehender Aktionsplan gegen Rassismus wird fortgeführt und ausgebaut, was Vielfalt und Schutz vor Diskriminierung schrittweise stärkt.

Rechte und Schutz queerer Menschen stärken

Die SPD will den Landesaktionsplan „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“ fortführen und umsetzen, um Rechte, Sichtbarkeit und Schutz queerer Menschen zu stärken. Queere Zentren sollen dauerhaft finanziert werden.

Die SPD will queere Menschen besser schützen. Queer sind zum Beispiel lesbische, schwule und trans Menschen. Das Land hat dafür einen Plan. Die SPD will diesen Plan weiterführen. Queere Zentren sollen dauerhaft Geld bekommen.

Das Amt der oder des Landesbeauftragten für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität bleibt bestehen, ebenso die Zusammenarbeit mit QueerNet RLP. Das Bildungsprojekt SCHLAU und der Ausbau der Jugendarbeit sollen unterstützt werden. Gestärkt werden sollen auch Initiativen, die die medizinische, gesundheitliche und soziale Lage queerer Menschen verbessern. Die Verfolgung queerer Menschen soll in der Erinnerungskultur sichtbar sein, weshalb die SPD historische Forschung dazu fördern will.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„Den Landesaktionsplan „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“ führen wir fort und setzen ihn konsequent um, um die Rechte, die Sichtbarkeit und den Schutz queerer Menschen zu stärken.“
Seite 117 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Bestehende Strukturen für queere Menschen werden fortgeführt und finanziell abgesichert, was Vielfalt und Gleichstellung schrittweise ausbaut.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Rheinland-Pfalz im Vergleich