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BSW zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Neustart für Thüringen. Damit sich was ändert. BSW-Landtagswahlprogramm für Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 60 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mindestens 14 Euro Stundenlohn durchsetzen

Das BSW will, dass in Thüringen kein Beschäftigter weniger als 14 Euro pro Stunde verdient. Zugleich will die Partei die Industrie schützen und den Mittelstand von Bürokratie entlasten. Familien, Beschäftigte, kleine und mittlere Unternehmen sowie Rentner sollen im Mittelpunkt der Landespolitik stehen.

Das BSW will höhere Löhne. Niemand in Thüringen soll weniger als 14 Euro pro Stunde verdienen. Kleine und mittlere Firmen sollen weniger Papier-Kram haben. Die Industrie soll geschützt werden.

Die Lohnuntergrenze von 14 Euro gehört zu den fünf zentralen Forderungen des Landesverbands. Das Programm hält Löhne und Renten für zu viele Menschen für zu niedrig und Steuern und Abgaben für Normalverdiener für zu hoch. Daneben verspricht das BSW, die heimische Industrie zu schützen und mittelständische Betriebe bürokratisch zu entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„dass künftig kein thüringischer Arbeitnehmer weniger als 14 Euro die Stunde verdient“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine Lohnuntergrenze von 14 Euro liegt spürbar über dem heutigen gesetzlichen Mindestlohn und bedeutet mehr staatliche Lohnregulierung.

Soziale Berufe finanziell aufwerten

Das BSW will Beschäftigte in sozialen Berufen besser bezahlen und politisch stärken, auch über Landes- und Kommunalförderung. Das soll Personal für Daseinsvorsorge sichern und die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen verkleinern.

Viele Menschen arbeiten in sozialen Berufen. Sie verdienen oft wenig. Das BSW will ihnen mehr zahlen. Meist arbeiten dort Frauen. So sollen Frauen und Männer gleicher verdienen.

Weil Land und Kommunen viele dieser Berufe mitfinanzieren, sieht das Programm dort Handlungsspielraum. Neben mehr Kaufkraft soll die Aufwertung die Lohnschere zwischen den Geschlechtern verringern. Kommunen sollen finanziell in der Lage sein, Sozialpolitik über ihre Pflichtaufgaben hinaus zu gestalten. Das BSW will Kommunen bei Obdachlosenunterkünften helfen und Tafeln, Sozialkaufhäuser und Vereine unterstützen. Außerdem soll ein Modellprojekt für lebenslauforientierte Arbeitszeitkonten mit Phasen von Mehrarbeit und Verkürzung, etwa für Fürsorge, starten.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Daher müssen – nach Jahren des Stillstands – soziale Berufe finanziell und politisch aufgewertet werden.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere öffentlich finanzierte Löhne und mehr Mittel für kommunale Sozialpolitik bauen staatliche Leistungen schrittweise aus.

Tarifbindung und Löhne in Thüringen erhöhen

Das BSW will, dass mehr Betriebe in Thüringen nach Tarif zahlen und Löhne sowie Arbeitsbedingungen besser werden. Thüringen soll aus Sicht des Programms kein Niedriglohnland und keine „verlängerte Werkbank“ westdeutscher Konzerne mehr sein.

In Thüringen verdienen Menschen weniger als anderswo. Oft gibt es keinen Tarif-Vertrag. Das ist ein fester Vertrag über Lohn und Urlaub. Das BSW will mehr Tarif-Verträge. Löhne und Arbeit sollen besser werden.

Laut Programm liegt Thüringen beim Einkommen auf Platz 14 von 16 Ländern und bei der Tarifbindung weit hinten. Befristungen und Kettenverträge seien weit verbreitet. Das BSW will Wissenschaft und Innovation fördern, damit Unternehmen gut bezahlte Arbeitsplätze im Land schaffen. Die Förderpolitik soll stärker auf den ländlichen Raum zielen, und familienfreundliche Beschäftigung, etwa betriebliche Kinderbetreuung, sowie Qualifizierung sollen gefördert werden. Für die öffentliche Verwaltung will das BSW konkrete Zielvereinbarungen zur Gleichstellung der Geschlechter einführen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Wir setzen uns für mehr Tarifbindung, bessere Löhne und Arbeitsbedingungen in Thüringen ein.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Tarifbindung und gestärkte Arbeitnehmerrechte verschieben die Lohnfindung schrittweise zugunsten von Regulierung und Beschäftigten.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich