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parteiprogramm

SPD zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „SPD-Regierungsprogramm 2025–2030“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 45 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Öffentliche Aufträge an Tarifverträge binden

Die SPD will eine Hamburger Regelung schaffen, nach der wichtige öffentliche Aufträge nur an Unternehmen mit Tarifvertrag gehen. Zudem sollen eine Kampagne für gute Arbeit starten und faire Regeln für Plattformarbeit entstehen.

Die Stadt vergibt Aufträge an Firmen. Die SPD will: Wichtige Aufträge bekommen nur Firmen mit Tarif-Vertrag. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeitszeit. So sollen Beschäftigte fair bezahlt werden.

Die SPD begründet die eigene Landesregelung damit, dass ein Vergabegesetz im Bund nicht zustande kam. Der Index für gute Arbeit des DGB soll auch für Hamburg erhoben werden. Für Plattformökonomie und Crowdworking will sich die SPD in Hamburg und im Bund für einfache Regeln zu Arbeitsschutz und Bezahlung einsetzen. Das „Haus für Gesundheit und Arbeit“, das Menschen mit psychischen und chronischen Erkrankungen berät, soll dauerhaft bestehen und wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Deshalb schafft Hamburg nach dem Scheitern eines Vergabegesetzes auf Bundesebene eine eigene Regelung, die für die Vergabe wichtiger öffentlicher Aufträge Tarifverträge voraussetzt.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine Tarifbindung als Bedingung für öffentliche Aufträge legt Unternehmen neue Pflichten auf und stärkt die Regulierung des Arbeitsmarkts.

Schwarzarbeit und Arbeitsausbeutung verfolgen

Die SPD will Schwarzarbeit, Ausbeutung von Beschäftigten und Betrug an den Sozialkassen weiter verfolgen. Sie fordert genug Personal beim Zoll und regelmäßige gemeinsame Kontrollen mit städtischen Stellen.

Manche Firmen lassen Menschen schwarz arbeiten oder beuten sie aus. Die SPD will das weiter bekämpfen. Der Zoll soll genug Personal haben. Die Stadt soll oft zusammen mit dem Zoll kontrollieren.

Vom Bund verlangt die SPD eine ausreichende Personalausstattung der zuständigen Zollstellen. Städtische Dienststellen wie der bezirkliche Wohnraumschutz und das Jobcenter sollen regelmäßig Aktionstage zusammen mit dem Zoll abhalten. Dabei sollen prekäre Strukturen, Ausbeutung und Sozialversicherungsbetrug aufgedeckt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Bei der Verfolgung von Schwarzarbeit, der Aufdeckung von Arbeitsausbeutung und der Ahndung von Sozialversicherungsbetrug werden wir nicht nachlassen“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Kontrollen gegen Schwarzarbeit und Ausbeutung verstärken die staatliche Durchsetzung von Arbeitsmarktregeln.

Weiterbildung und Umschulung ausbauen

Die SPD will berufliche Qualifizierung nah am Arbeitsmarkt ausbauen und eine Hamburger Weiterbildungsstrategie erarbeiten. Ein Transformationsrat und eine Professur für Arbeitswissenschaft sollen den Wandel der Arbeitswelt begleiten.

Die Arbeit verändert sich. Menschen müssen oft Neues lernen. Die SPD will mehr Angebote für Weiterbildung und Umschulung. Sie will dafür einen eigenen Plan für Hamburg machen.

Umschulungen, Teilqualifizierungen und eine zweite Ausbildung im Berufsleben gelten als Säulen der Fachkräftestrategie, ebenso Qualifizierung während der Arbeit. Im Bund will die SPD erreichen, dass BAföG, Arbeitslosengeld und Bürgergeld Menschen in Weiterbildung besser absichern. Eine Informationsoffensive soll das Qualifizierungschancengesetz bei Betriebs- und Personalräten und Unternehmen bekannter machen. Im Transformationsrat sollen Gewerkschaften, Kammern, Unternehmensverbände und Arbeitsverwaltung zusammenkommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Darüber hinaus erarbeiten wir eine Hamburger Weiterbildungsstrategie, die die Möglichkeiten des lebenslangen Lernens bündelt“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Weiterbildungsangebote und eine bessere Absicherung über Sozialleistungen bauen staatliche Leistungen schrittweise aus.

Jugendberufsagentur bis 28 Jahre öffnen

Die SPD will, dass die Jugendberufsagentur junge Menschen künftig bis zum 28. Lebensjahr begleitet statt nur bis 25. Dafür plant sie eine Bundesratsinitiative. Zudem sollen dort Angebote für junge Menschen mit Behinderungen gebündelt werden.

Die Jugend-Berufs-Agentur hilft jungen Menschen beim Start in den Beruf. Bisher gilt das bis 25 Jahre. Die SPD will die Grenze auf 28 Jahre anheben. Auch junge Menschen mit Behinderung sollen dort Hilfe finden.

Die Jugendberufsagentur berät zum Berufseinstieg und vermittelt in Arbeit, Ausbildung und Qualifizierung. Für die höhere Altersgrenze ist eine Gesetzesänderung nötig, die über den Bundesrat angestoßen werden soll. Mehr mobile Beratung soll die Angebote sichtbarer machen. Weiterlaufen soll außerdem „Catch Up“, ein Programm, das sich an psychisch erkrankte Jugendliche richtet.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Außerdem wollen wir, dass auch junge Menschen, die älter sind als 25 Jahre und bisher nicht den Weg ins Arbeitsleben gefunden haben, bis zum 28. Lebensjahr von der Jugendberufsagentur erfolgreich begleitet werden.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine höhere Altersgrenze und zusätzliche Angebote weiten eine öffentliche Unterstützungsleistung aus.

Langzeitarbeitslose und Alleinerziehende in Arbeit bringen

Die SPD will geförderte Beschäftigung für Langzeitarbeitslose im ersten Arbeitsmarkt fortführen und die Arbeitsmarktförderung in einem gemeinsamen Programm bündeln. Alleinerziehende, Eltern und ehrenamtlich engagierte Frauen sollen gezielt qualifiziert werden.

Manche Menschen sind sehr lange ohne Arbeit. Die SPD will ihnen geförderte Jobs in Firmen anbieten. Auch Alleinerziehende sollen besondere Hilfe bekommen. Es soll Kurse für Lesen, Schreiben und Deutsch geben.

Arbeitsagentur, Jobcenter und Arbeitsbehörde sollen ihre Anstrengungen in einem gemeinsamen Arbeitsmarktprogramm zusammenführen. Kurse zur Alphabetisierung, einfache Sprachkurse und grundlegende Qualifizierungen sollen in ausreichender Zahl und Qualität bereitstehen. Für Eltern und vor allem Mütter sollen leicht zugängliche Angebote wachsen, die Sprache, Qualifizierung und Integration verbinden. Frauen, die sich lange bei Stadtteilmüttern oder Nachbarschaftsinitiativen engagieren, sollen über ein eigenes Qualifizierungsangebot in reguläre Arbeit kommen, etwa als Kita-Helferinnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Das Instrument der Teilhabe am Arbeitsmarkt (§ 16i SGB II) wollen wir weiterhin dafür einsetzen, dass Menschen, die schon sehr lange ohne Arbeit sind, eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt angeboten bekommen“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Geförderte Beschäftigung und zusätzliche Qualifizierungsangebote setzen auf aktive staatliche Arbeitsmarktpolitik.

Arbeitsbedingungen an Hochschulen verbessern

Die SPD will die Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen weiter verbessern und den wissenschaftlichen Mittelbau stärken. Sie setzt sich im Bund für einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte ein.

Menschen, die an Hochschulen arbeiten, sollen bessere Bedingungen haben. Es soll neue Stellen für Lektorinnen und Lektoren geben. Sie unterrichten vor allem. Studierende mit Job an der Hochschule sollen einen Tarif-Vertrag bekommen.

Im Hochschulgesetz sollen Stellen für Lektorinnen und Lektoren möglich werden, die vor allem lehren, aber auch eigene wissenschaftliche oder künstlerische Arbeit leisten. Der Prozess rund um den Code of Conduct und die Arbeitsgruppe zu Beschäftigungsverhältnissen werden weiter unterstützt. Ziel ist ein stärkerer Mittelbau und bessere Bedingungen in der Lehre.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Darüber hinaus setzen wir uns für einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte auf Bundesebene ein.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte und neue Dauerstellen stärken die Regulierung von Arbeitsverhältnissen an Hochschulen.

Wohnungslosigkeit vorbeugen, „Housing first“ ausbauen

Die SPD will mehr Wohnungen für Menschen ohne Wohnung oder in unsicheren Wohnverhältnissen schaffen und Hilfen nach dem Ansatz „Housing first“ ausbauen. Vorbeugung, Schuldnerberatung und Straßensozialarbeit sollen gestärkt werden.

Manche Menschen haben keine Wohnung. Die SPD will für sie mehr Wohnungen bauen. Sie sollen zuerst eine Wohnung bekommen und dann weitere Hilfe. In allen Bezirken soll es Beratung bei Schulden geben.

Das städtische Sozialunternehmen Fördern & Wohnen soll zu einem Wohnungsanbieter für besondere Zielgruppen werden. Das soll auch Geflüchteten den Weg in eine eigene Wohnung, in Arbeit und Integration erleichtern. Die Fachstellen für Wohnungsnotfälle sollen gestärkt und Schuldnerberatung in allen Bezirken gesichert werden. Schutzräume für suchtkranke und obdachlose Menschen sollen Hygiene, Sicherheit und Beratung bieten. Straßensozialarbeit und Suchthilfe will die SPD weiterentwickeln; städtisches Geld soll daran gemessen werden, ob es den Betroffenen wirksam hilft.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir werden die Hilfen nach dem Ansatz „Housing first“ ausbauen und verstetigen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentlich bereitgestellter Wohnraum und ausgebaute Hilfen erweitern die sozialen Leistungen der Stadt.

Inklusion und Barrierefreiheit ausbauen

Die SPD will Barrieren in Gebäuden, in der Sprache und bei digitalen Angeboten der Stadt abbauen und Menschen mit Behinderungen an Entscheidungen beteiligen. Beschäftigte in Werkstätten sollen Lohn und Grundsicherung aus einer Hand erhalten.

Menschen mit Behinderungen sollen überall mitmachen können. Die SPD will Hindernisse in Gebäuden und im Internet abbauen. Es soll mehr Texte in Leichter Sprache geben. Beschäftigte in Werkstätten sollen ihr Geld einfacher bekommen. Der Wechsel in andere Jobs soll leichter werden.

Bei großen Neubau- und Sanierungsvorhaben sollen mehr barrierefreie Wohnungen entstehen. Ein Zentrum für Teilhabe bündelt alle Leistungen für Menschen mit Behinderungen; die „Verfahrenslotsen“ für Kinder, Jugendliche und ihre Familien werden fortgeführt und ausgebaut. Wiederholte, aus Sicht der SPD überflüssige Vermögensprüfungen für Werkstattbeschäftigte sollen entfallen, und der Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt soll offen bleiben. Angebote der Berufsausbildung für junge Menschen mit Behinderungen sollen bei der Jugendberufsagentur zusammenlaufen. Der Landesaktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention wird weiterentwickelt, und das Behindertengleichstellungsgesetz wird auf Änderungsbedarf geprüft.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Auch die öffentlichen Einrichtungen gestalten wir Schritt für Schritt barrierefrei.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Barrierefreiheit und Mitsprache von Menschen mit Behinderungen stärken Gleichstellung und Selbstbestimmung.

Seniorenzentren in jedem Bezirk einrichten

Die SPD will in jedem Bezirk eine Seniorenstation oder ein Seniorenzentrum schaffen, das Beratung bündelt. Ein vergünstigtes Deutschlandticket für Ältere und alternative Wohnformen sollen ein selbstbestimmtes Leben im Alter unterstützen.

Ältere Menschen sollen gut in Hamburg leben können. Jeder Bezirk soll ein Zentrum für Senioren bekommen. Dort gibt es Beratung an einem Ort. Das Deutschland-Ticket soll für Senioren billiger werden. Ältere sollen lange zu Hause wohnen können.

Das vergünstigte Deutschlandticket für Seniorinnen und Senioren soll schrittweise kommen. Die SPD will Lotsen fördern, die im Alltag helfen, sowie betreutes Wohnen und Mehrgenerationenhäuser. Der „Hamburger Hausbesuch“ zum 80. Geburtstag wird fortgesetzt. Ehrenamtliches Engagement älterer Menschen soll durch Information, Vernetzung und Beratung unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Um die Teilhabe älterer Menschen in Hamburg zu stärken, werden wir in jedem Bezirk eine Senior*innenstation bzw. ein Senior*innenzentrum einführen“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Seniorenzentren und ein vergünstigtes Ticket erweitern die öffentlichen Leistungen für Ältere.

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