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Was sagen die Parteien in Bayern zur Landwirtschaft?

5 aktuelle Wahlprogramme in Bayern haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europadeutlich weniger EU (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 1 deutlich weniger EU

Agrarpolitik von der EU zurückholen

Die AfD will die Agrarpolitik von der EU auf die Mitgliedstaaten zurückübertragen; innerhalb Deutschlands sollen die Länder zuständig sein. Die Finanzierung über die EU hält sie für umständlich, teuer und nicht mit dem Subsidiaritätsprinzip vereinbar.

Heute entscheidet die EU viel über die Landwirtschaft. Die AfD will das ändern. Jedes Land soll selbst entscheiden. In Deutschland sollen die Bundesländer zuständig sein.

Kleinbäuerliche Landwirtschaft und Selbstversorgung stärken

Die AfD bekennt sich zur kleinbäuerlichen Landwirtschaft und will den Selbstversorgungsgrad bei Grundnahrungsmitteln dauerhaft erhöhen. Ökologischer und konventioneller Anbau sollen ohne vorgegebene Zielquote im Wettbewerb stehen. Verordnungen für Landwirte und Verbraucher will sie zurückfahren.

Die AfD will kleine Bauernhöfe unterstützen. Bayern soll mehr Lebensmittel selbst herstellen. Für Bio-Anbau soll es keine feste Quote geben. Bauern sollen weniger Vorschriften haben.

AfD: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CSU

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Regionale Lebensmittel steuerlich begünstigen und fördern

Die CSU will regionale Lebensmittel fördern, unabhängig davon, ob sie biologisch oder konventionell erzeugt werden. Dazu soll die Mehrwertsteuer auf diese Produkte dauerhaft sinken. In Kantinen, Kitas und Schulen sollen mehr regionale Produkte angeboten werden.

Die CSU will Essen aus der Region fördern. Die Steuer auf diese Lebensmittel soll sinken. In Kitas und Schulen soll die Hälfte des Essens aus der Region kommen. Jeder soll selbst entscheiden, was er isst.

Landwirte von Auflagen und Abgaben entlasten

Die CSU will bäuerliche Familienbetriebe erhalten und sie von Vorschriften und Abgaben entlasten. Sie fordert weniger Bürokratie, einen Stopp neuer Belastungen und Steuerfreiheit für Agrardiesel und Landmaschinen. Vorgaben zu Flächenstilllegungen und zur Verringerung der Tierhaltung lehnt sie ab.

Die CSU will Bauernhöfe von Familien schützen. Bauern sollen weniger Vorschriften und weniger Papier-Arbeit haben. Diesel für Traktoren soll steuerfrei sein. Bauern sollen selbst über ihre Felder entscheiden.

CSU: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Bäuerliche Landwirtschaft erhalten, Auflagen zurücknehmen

Die Freien Wähler wollen die bäuerliche Landwirtschaft samt Tierhaltung in ganz Bayern erhalten und so die heimische Lebensmittelversorgung sichern. Bürokratie und Auflagen sollen sinken, Verschärfungen der Düngeverordnung zurückgenommen werden. In Wald und Jagd lehnt die Partei weitere Stilllegungen, neue Nationalparks und ein schärferes Waffenrecht ab.

Die Freien Wähler wollen die Bauernhöfe in Bayern erhalten. Bauern sollen weniger Papierkram haben. Strengere Regeln beim Düngen sollen wieder wegfallen. Es soll keine neuen National-Parks geben. Jäger sollen den Wolf jagen dürfen. Das Waffen-Recht soll nicht strenger werden.

Regionale Land- und Ernährungswirtschaft stärken

Die Freien Wähler wollen kleine und mittelständische Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft erhalten und die Direktvermarktung ausbauen. Sie wollen gegen marktbeherrschende Strukturen im Lebensmittelhandel vorgehen und heimische Erzeuger besser vor Billigimporten schützen.

Die Freien Wähler wollen kleine Bauernhöfe, Metzger und Bäcker erhalten. Bauern sollen ihre Waren leichter direkt verkaufen können. Billige Waren aus dem Ausland sieht die Partei kritisch. Weidetiere sollen vor dem Wolf geschützt werden.

Freie Wähler: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Bio-regionale Produkte und faire Erzeugerpreise stärken

Die Grünen wollen die Nachfrage nach regionalen, ökologischen und pflanzlichen Lebensmitteln aus Bayern steigern und Bio-Regio zur Standardmarke machen. In staatlichen Kantinen soll bis 2025 mindestens die Hälfte der Gerichte bio sein. Landwirte sollen von ihrer Arbeit verlässlich leben können.

Die Grünen wollen mehr Bio-Essen aus Bayern. In staatlichen Kantinen soll bis 2025 jedes zweite Gericht bio sein. Es soll überall auch Essen ohne Fleisch geben. Bauern sollen faire Preise bekommen. Lange Verträge mit Kantinen sollen den Bauern helfen.

Ökolandbau auf die Hälfte der Fläche ausweiten

Das gesetzliche Ziel von 30 Prozent Ökolandbau bis 2030 lässt sich nach Ansicht der Grünen früher schaffen; möglich seien sogar 50 Prozent ökologisch bewirtschaftete Agrarfläche. Dafür sollen langfristige Projekte gefördert und der Ökolandbau in Forschung und Lehre gestärkt werden.

Bis 2030 sollen 30 Prozent der Felder in Bayern bio sein. Das steht schon im Gesetz. Die Grünen wollen mehr: Die Hälfte der Felder soll bio werden. Dafür fördern sie Bio-Projekte. Die Hälfte vom Geld für Agrar-Forschung soll an den Öko-Landbau gehen.

Pestizide zurückdrängen, Naturschutzleistungen der Höfe honorieren

Die Grünen streben eine Landwirtschaft ohne chemisch-synthetische Pestizide an und wollen Glyphosat und Neonicotinoide in ganz Europa geächtet sehen. Zugleich sollen Leistungen der Betriebe für Natur-, Klima- und Artenschutz besser bezahlt und Gewässer sowie Böden stärker geschützt werden.

Die Grünen wollen keine chemischen Spritz-Mittel auf den Feldern. Zwei Mittel sollen in ganz Europa verboten werden. Bauern sollen mehr Geld für Natur-Schutz bekommen. An Bächen und Flüssen soll es Streifen ohne Dünger geben. Felder und Wiesen sollen nicht zugebaut werden.

Gentechnikfreie Landwirtschaft und Saatgutvielfalt sichern

Die Grünen wollen, dass Bayerns Landwirtschaft gentechnikfrei bleibt, und rechnen auch neue genomische Techniken zur Gentechnik. Patente auf Saatgut und Tiere lehnen sie ab; alte Sorten sollen mit einem Förderprogramm erhalten werden.

Die Grünen wollen keine Gentechnik auf den Feldern. Das gilt auch für neue Gentechnik-Methoden. Essen und Futter mit Gentechnik soll klar gekennzeichnet sein. Niemand soll ein Patent auf Saatgut oder Tiere haben. Alte Pflanzen-Sorten sollen erhalten bleiben.

Tierhaltung auf tiergerechte Systeme umstellen

Die Grünen wollen die Nutztierhaltung an den Bedürfnissen der Tiere ausrichten und den Umbau von Ställen stärker fördern. Die Haltungsformen 1 und 2 sollen bis 2035 überwunden, die Weidehaltung ausgebaut und der Antibiotikaeinsatz stark gesenkt werden.

Die Grünen wollen, dass es Tieren auf Höfen besser geht. Bauern bekommen Geld für bessere Ställe mit mehr Platz. Mehr Tiere sollen auf die Weide. Die zwei schlechtesten Haltungs-Formen soll es bis 2035 nicht mehr geben. Tiere sollen viel weniger Antibiotika bekommen.

Grüne: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Bäuerliche Betriebe erhalten, Bodenspekulation eindämmen

Die SPD will eine Landwirtschaft bewahren, die von bäuerlichen Betrieben in Eigentümerhand geprägt ist, und dem Rückgang kleiner Höfe entgegenwirken. Sie will junge Landwirtinnen und Landwirte fördern und verhindern, dass sich Agrarflächen bei Großbetrieben und branchenfremden Konzernen sammeln.

Die SPD will kleine und mittlere Bauernhöfe erhalten. Junge Bäuerinnen und Bauern sollen Hilfe bekommen. Große Firmen sollen nicht immer mehr Ackerland aufkaufen. Die SPD sagt: Bauernland gehört in Bauernhand.

Ökolandbau bis 2030 auf 30 Prozent ausbauen

Die SPD will, dass bis 2030 mindestens 30 Prozent der bayerischen Agrarfläche ökologisch bewirtschaftet werden. Fördergeld soll weniger pauschal nach Fläche fließen und stärker Leistungen für Natur und Gemeinwohl belohnen.

Die SPD will mehr Bio-Landwirtschaft in Bayern. Bis 2030 sollen es mindestens 30 Prozent der Felder sein. Wer als Bauer mehr für die Natur tut, soll mehr Geld bekommen. Staatliche Kantinen sollen vor allem Bio-Essen aus der Region kaufen.

Artgerechte Tierhaltung und Kennzeichnungspflicht

Die SPD tritt für eine artgerechte Haltung von Nutztieren ein und will alternative Haltungsformen stärker fördern. Haltungsform und Herkunft sollen verpflichtend gekennzeichnet werden, damit die Betriebe von der Qualität ihrer Produkte profitieren.

Die SPD will, dass Tiere auf Bauernhöfen besser leben. Auf Produkten soll stehen, wie und wo das Tier gelebt hat. Tiere sollen nur kurze Wege transportiert werden. Tierversuche in der Forschung soll es möglichst nicht mehr geben.

Beschäftigte und Höfe vor Ausbeutung schützen

Die SPD will Mindeststandards für Beschäftigte in der Landwirtschaft schaffen und Betriebe bestrafen, die ihre Arbeitskräfte ausbeuten. Zugleich will sie die heimischen Höfe vor unfairen Praktiken des Handels und vor Dumpingpreisen schützen.

Die SPD will Menschen schützen, die auf Bauernhöfen arbeiten. Höfe, die ihre Arbeiter ausnutzen, sollen weniger Fördergeld bekommen. Auch die Bauern selbst sollen Schutz bekommen. Händler sollen keine Dumping-Preise verlangen dürfen. Das sind Preise, die unfair niedrig sind.

SPD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl