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parteiprogramm

Grüne zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Für unser schönes Bayern“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 103 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Neue Schutzgebiete und Biotopverbund schaffen

Die Grünen wollen zahlreiche neue Naturschutzgebiete ausweisen und Biotope bayernweit vernetzen. Lebensräume wie Auen, Moore und naturnahe Wälder sollen wiederhergestellt und erhalten werden, um das Artensterben zu bremsen.

Die Grünen wollen mehr Gebiete für den Naturschutz. Dort sollen Tiere und Pflanzen sicher leben können. Die Gebiete sollen miteinander verbunden werden. Moore, Auen und Wälder sollen wieder natürlicher werden.

Biotope sollen kartiert, verbunden und landesweit vernetzt werden. Die Biodiversitätsstrategien des Bundes und der EU sollen in Bayern umgesetzt werden. Das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 soll dazu zügig zu einem wirksamen Biotopverbund ausgebaut werden. Das Programm verweist auf das Volksbegehren zur Artenvielfalt, das 1,7 Millionen Menschen unterstützt haben, und begründet den Schutz damit, dass eine vielfältige Natur Ökosysteme, Ernährung und Trinkwasser sichert.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Wir weisen neue Naturschutzgebiete aus, um unsere Auen, Moore, artenreichen Wiesen und andere einzigartige Lebensräume zu schützen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Aktionsplan für Natur und Artenvielfalt auflegen

Die Grünen wollen einen Aktionsplan zum Schutz und zur Wiederherstellung von Lebensräumen, Gewässern und Artenvielfalt aufstellen und mit mindestens einer Milliarde Euro über fünf Jahre finanzieren. Moore sollen wiedervernässt werden, in den Alpen soll es keine neuen Skianlagen geben.

Die Grünen wollen die Natur in Bayern besser schützen. Dafür soll es einen Plan mit vielen Maßnahmen geben. Der Plan bekommt mindestens eine Milliarde Euro in fünf Jahren. Moore sollen wieder nass werden. In den Alpen sollen keine neuen Ski-Lifte entstehen.

Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur soll sofort nach Inkrafttreten umgesetzt werden. Bezirksregierungen und Landratsämter sollen 200 zusätzliche Stellen für Beratung und Kontrolle erhalten. In den Alpen lehnt das Programm neue Skipisten, Lifte, Schneekanonen und Speicherseen ab und will stattdessen naturnahen Tourismus fördern. Städte sollen mehr naturnahe Parks und Blühwiesen bekommen und bei Luftreinhalteplänen unterstützt werden, die sich an den strengeren Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation orientieren. Außerdem sollen Landschaftspflegeverbände, Vertragsnaturschutz, Umweltbildung und Kreislaufwirtschaft gestärkt und Lichtemissionen verringert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Diesen Aktionsplan statten wir mit mindestens 1 Milliarde Euro für die nächsten fünf Jahre aus.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel, zusätzliche Stellen und Bauverzicht in den Alpen erweitern staatliche Ausgaben und Vorgaben im bestehenden Rahmen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Wiedervernässung von Mooren und der Verzicht auf neue Skianlagen geben Natur- und Klimaschutz Vorrang vor wirtschaftlicher Nutzung.

Grundwasser schützen und Wassercent einführen

Die Grünen wollen Trink- und Grundwasser stärker schützen: mit mehr Wasserschutzgebieten, einem Wassercent als Abgabe auf Entnahmen und einem zentralen Grundwasserregister. Die Trinkwasserversorgung soll in öffentlicher Hand bleiben, weil Wasser aus Sicht des Programms ein öffentliches Gut ist.

Die Grünen wollen das Trinkwasser schützen. Es soll mehr Wasser-Schutz-Gebiete geben. Wer Grundwasser entnimmt, soll dafür einen kleinen Betrag zahlen. Das heißt Wassercent. Die Versorgung mit Trinkwasser soll beim Staat und den Gemeinden bleiben.

Wasserschutzgebiete sollen bis 2030 zwölf Prozent der Landesfläche umfassen. Die Entnahme von Grundwasser soll digital kontrolliert werden, damit niemand mehr entnimmt als genehmigt. Tiefengrundwasser soll nur als Notreserve dienen und allein dann genutzt werden, wenn zugleich ein Sanierungsplan für das oberflächennahe Grundwasser vorliegt. Neue Genehmigungen zur Entnahme von Tiefengrundwasser für die Industrie soll es nicht mehr geben. Eine Grundwasserstrategie soll Schadstoffeinträge verringern.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir fördern den sparsamen Umgang mit unserem Grundwasser durch die Einführung eines Wassercents und der digitalen Kontrolle der Grundwasserentnahme.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Abgabe auf Wasserentnahmen, strengere Kontrollen und das Festhalten an öffentlicher Wasserversorgung stärken die Rolle des Staates.

Gewässer renaturieren und Schwammstädte schaffen

Die Grünen wollen Flüsse, Bäche und Seen sauber halten und renaturieren. Landschaften und Kommunen sollen so umgebaut werden, dass sie Wasser wie ein Schwamm speichern; das soll gegen Dürre helfen und zugleich vor Hochwasser schützen.

Die Grünen wollen saubere Flüsse und Seen. Städte und Landschaften sollen mehr Wasser speichern können. Man nennt das Schwamm-Stadt. Das hilft bei Trockenheit und bei Hochwasser. Regenwasser soll gesammelt werden.

Die Wasserrahmenrichtlinie soll umgesetzt und der Eintrag von Nitrat, Pestiziden, Mikroplastik und PFAS verringert werden. Querbauwerke in Gewässern sollen nach Möglichkeit zurückgebaut, Kläranlagen wo möglich mit einer vierten Reinigungsstufe ausgestattet werden. Gereinigtes Abwasser soll etwa zur Bewässerung wiederverwendet, Regenwasser in Zisternen gesammelt werden. Beim Hochwasserschutz setzt das Programm auf ökologische Maßnahmen wie renaturierte Zuflüsse, mehr Raum für Auen und zurückverlegte Deiche; Flutpolder sollen die Ausnahme bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Dem Wassermangel und längeren Dürrephasen begegnen wir mit der Umgestaltung unserer Landschaften in Schwammlandschaften und mit dem Umbau unserer Kommunen in Schwammstädte.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Umbau von Gewässern, Kläranlagen und Kommunen bedeutet zusätzliche öffentliche Investitionen und strengere Umweltvorgaben.

Wälder zu klimafesten Mischwäldern umbauen

Die Grünen wollen Bayerns Wälder rasch zu arten- und strukturreichen Mischwäldern umbauen, damit sie der Erwärmung besser standhalten. Der Staatswald soll als „Klimawald“ am Gemeinwohl statt am Gewinn ausgerichtet werden, zugleich soll heimisches Holz stärker genutzt werden.

Die Grünen wollen die Wälder in Bayern verändern. Es sollen Mischwälder mit vielen Baumarten wachsen. Solche Wälder halten Hitze besser aus. Der Wald des Staates soll vor allem dem Klima und den Menschen dienen. Es soll mehr Förster geben.

Im Staatswald soll ein Biotopverbund aus naturnah bewirtschafteten Wäldern und Naturwäldern entstehen; Staatswald soll nicht mehr für Gewerbe- und Industriegebiete verkauft werden. Private Waldbesitzer und Kommunen sollen mehr Förderung und Beratung erhalten, das Vertragsnaturschutzprogramm Wald wird ausgebaut. Der Stellenabbau bei Revierförstern und Waldarbeitern soll enden, zusätzliche Stellen sollen entstehen. In der Jagdpolitik gilt der Grundsatz „Wald vor Wild“, dazu ist ein Wildtiermanagementgesetz geplant. Heimisches Holz soll beim öffentlichen Bauen zur Regel werden, und der Absatz von Laubholz samt regionaler Sägeindustrie soll gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir müssen die Wälder in Bayern zügig zu Mischwäldern umbauen, gesund, struktur- und artenreich, damit sie der Klimaerwärmung möglichst gut standhalten.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staatswald soll am Gemeinwohl statt am Gewinn ausgerichtet werden, dazu kommen mehr Förderung und zusätzliche staatliche Stellen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Waldumbau und die Ausrichtung des Staatswalds als Klimawald stellen Klimaziele vor den wirtschaftlichen Ertrag.

Dritten Nationalpark im Steigerwald schaffen

Die Grünen wollen bis spätestens Ende 2027 im Steigerwald einen dritten bayerischen Nationalpark einrichten und weitere Schutz- und Wildnisgebiete nach wissenschaftlichen Kriterien ausweisen. Für das Zusammenleben mit Beutegreifern wie dem Wolf soll der Herdenschutz bayernweit gefördert werden.

Die Grünen wollen einen neuen National-Park in Bayern. Er soll im Steigerwald liegen. Bis Ende 2027 soll er fertig sein. Es soll noch mehr Schutz-Gebiete geben. Bauern sollen Hilfe bekommen, um ihre Tiere vor Wölfen zu schützen.

Buchenwälder, Moore, Fluss- und Auwälder und der Alpenraum gelten im Programm als besonders schützenswert; Bayern trage hier eine hohe Verantwortung. Die Bewirtschaftung solcher Wälder soll mit Förderung und Beratung unterstützt werden. Für Beutegreifer strebt die Partei ein regional unterschiedliches Bestandsmanagement an. Die Förderung für Herdenschutz soll in ganz Bayern gelten und auch laufende Unterhaltskosten abdecken; Schäden sollen schnell und unbürokratisch ausgeglichen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir schaffen daher bis spätestens Ende 2027 im Steigerwald den dritten Nationalpark für Bayern“
Seite 15 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Flächenverbrauch verbindlich auf fünf Hektar halbieren

Die Grünen wollen den täglichen Flächenverbrauch in Bayern verbindlich auf fünf Hektar halbieren. Das Ziel soll in Etappen bis 2028 erreicht werden; die Partei will damit die Landschaft erhalten und Ortszentren beleben.

In Bayern wird jeden Tag viel Land bebaut. Die Grünen wollen das halbieren. Pro Tag sollen höchstens fünf Hektar neu bebaut werden. Das soll eine feste Regel sein. Bis 2028 soll das Ziel erreicht sein.

Die Obergrenze gilt für neue Flächen für Gewerbe, Siedlung und Verkehr. Das landesweite Flächenbudget soll nach einem degressiven Bevölkerungsmodell auf die Kommunen verteilt werden, sodass kleine Gemeinden je Einwohner mehr Fläche erhalten als große. Die Kommunen sollen bei der Nutzung ihres Budgets möglichst flexibel sein. Aus Sicht des Programms bleibt so genug Raum für Entwicklung und Wohnungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Wir stoppen die Betonflut in Bayern und führen eine verbindliche Halbierung des Flächenverbrauchs auf 5 Hektar pro Tag ein.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine verbindliche Obergrenze mit Flächenbudgets für Kommunen gibt es heute nicht; sie halbiert die zulässige Neubebauung und reguliert Bauen und Gewerbe deutlich stärker.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Schutz von Landschaft und Böden erhält Vorrang vor der Ausweitung von Gewerbe-, Siedlungs- und Verkehrsflächen.

Reparaturbonus und Kreislaufwirtschaft einführen

Die Grünen wollen geschlossene Stoffkreisläufe fördern. Wer ein Elektrogerät reparieren lässt, soll die Hälfte der Kosten als Bonus erstattet bekommen, damit weniger Elektroschrott entsteht.

Die Grünen wollen weniger Müll. Wer ein Elektro-Gerät reparieren lässt, bekommt die Hälfte der Kosten zurück. Reparatur-Cafés bekommen Unterstützung. Auch der Staat soll beim Einkaufen auf die Umwelt achten.

Der Staat soll bei der eigenen Beschaffung in Behörden und Einrichtungen umweltschonende Maßstäbe setzen. Der Reparaturbonus für Bürger deckt 50 Prozent der Reparaturkosten von Elektrogeräten. Zusätzlich sollen Reparaturcafés und Start-ups gefördert werden, die gebrauchten Produkten eine zweite Nutzung ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Für Bürger*innen führen wir einen Reparaturbonus von 50 Prozent der Kosten für Elektrogeräte ein, um Elektroschrott zu vermeiden.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer staatlicher Zuschuss für Reparaturen und Vorgaben für die öffentliche Beschaffung erweitern die Rolle des Staates in begrenztem Umfang.

Tierschutz strenger kontrollieren, Tierversuche beenden

Die Grünen wollen einen unabhängigen Tierschutzbeauftragten einsetzen und tierhaltende Betriebe sowie Schlachthöfe häufiger und unangekündigt kontrollieren lassen. Tierversuche sollen nach einem Ausstiegsplan schrittweise ersetzt, Qualzucht verboten und Tierheime besser finanziert werden.

Die Grünen wollen Tiere besser schützen. Eine unabhängige Person soll sich in Bayern um Tierschutz kümmern. Höfe und Schlacht-Höfe sollen öfter geprüft werden, auch ohne Ankündigung. Tier-Versuche sollen weniger werden und später ganz aufhören. Tierheime bekommen mehr Geld.

Veterinärämter sollen mehr Personal erhalten, und eine Tiergesundheitsdatenbank soll Behörden helfen, Problembetriebe früh zu erkennen. Kontrollen an Tierkörperbeseitigungsanlagen sollen ausgeweitet werden. In allen sieben Regierungsbezirken sind Schwerpunktstaatsanwaltschaften und -dezernate vorgesehen. Tiertransporte, bei denen die Einhaltung des Tierschutzrechts nicht gesichert ist, sollen unterbunden werden. Für den Ausstieg aus Tierversuchen sind Förderung tierversuchsfreier Forschung, ein jährlicher Forschungspreis und eine paritätisch besetzte Tierversuchskommission geplant. Tierheime sollen einfacher Geld für Bau und Sanierung bekommen, und Kommunen sollen bei der Katzenkastration unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„schaffen wir die Stelle für eine*n unabhängige*n Tierschutzbeauftragte*n als zentrale und kompetente Anlaufstelle für alle Tierschutzbelange in Bayern“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Kontrollpersonal, neue Stellen, ein Verbot von Qualzucht und zusätzliche Fördermittel erweitern Regulierung und staatliche Ausgaben im Tierschutz.

Was sagen die anderen Parteien zu Umwelt und Tierschutz?

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