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parteiprogramm

Grüne zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Für unser schönes Bayern“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 103 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Medienvielfalt und Medienkompetenz stärken

Die Grünen wollen einen sicher finanzierten und transparent wirtschaftenden Bayerischen Rundfunk und eine vielfältige Medienlandschaft erhalten. Die Medienaufsichtsgremien sollen paritätisch, jünger und vielfältiger besetzt werden. Außerdem soll die Medienkompetenz aller Menschen in Bayern gezielt gefördert werden.

Die Grünen wollen einen starken Bayerischen Rundfunk. Er soll sicher Geld bekommen und offen damit umgehen. Es soll viele verschiedene Medien geben. In den Aufsichts-Gremien sollen gleich viele Frauen und Männer sitzen. Alle Menschen sollen lernen, gut mit Medien umzugehen.

Der BR soll seine nonlinearen, also zeitunabhängig abrufbaren Angebote ausbauen und Inhalte anderer öffentlich-rechtlicher Sender leichter auffindbar machen. Für private und nichtkommerzielle Medien sind faire Wettbewerbsbedingungen und eine Förderung vorgesehen, die sich an inhaltlicher Qualität und Meinungsvielfalt orientiert. Öffentliches Geld soll es nur noch geben, wenn Frauen und Männer für gleiche Arbeit gleich bezahlt werden. Träger der schulischen und außerschulischen Medienbildung sollen ausreichend Mittel bekommen, alle pädagogischen Fachkräfte sollen in Medienkompetenz geschult werden. Ein Schwerpunkt liegt auf suchtfördernden Mechanismen wie Lootboxen in Computerspielen.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Wir setzen uns für einen qualitativ hochwertigen, sicher finanzierten und transparent wirtschaftenden Bayerischen Rundfunk ein.“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der öffentlich finanzierte Rundfunk soll gesichert und Medien sollen mit staatlicher Förderung gestützt werden, was die Rolle der öffentlichen Hand etwas stärkt.

  • Gesellschafteher progressiv

    Paritätisch besetzte Aufsichtsgremien und die Bindung öffentlicher Mittel an gleiche Bezahlung bauen die Gleichstellung im Medienbereich aus.

Kulturförderung verlässlich und transparent neu ordnen

Die Grünen wollen Kunst und Kultur in ihrer ganzen Breite verlässlich finanzieren, den Bayerischen Kulturfonds reformieren und einen Landeskulturentwicklungsplan erarbeiten. Bei öffentlichen Aufträgen und Förderungen sollen Mindestgagen und Mindesthonorare gelten. Das Tanzverbot soll entfallen, und ein Zentrum für kulturelle Bildung soll entstehen.

Die Grünen wollen Kultur sicher fördern. Dafür soll es einen Plan für ganz Bayern geben. Künstler sollen bei Aufträgen vom Staat einen Mindest-Lohn bekommen. Das Tanz-Verbot an stillen Feiertagen soll wegfallen. Ein neues Zentrum soll kulturelle Bildung fördern.

Die Förderung soll von der freien Szene über Volksmusik und Games bis zur Spitzenkultur reichen, in Stadt und Land. Ein Schallschutzfonds soll Clubs und Livemusik stützen, der Sanierungsstau bei Kulturbauten soll abgebaut und Einrichtungen sollen barrierefrei werden. Fördergeld wollen die Grünen an Kriterien für Parität, Vielfalt und Nachhaltigkeit binden und Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei Bezahlung und Auftritten beseitigen. Für die Filmbranche ist ein „Sozial-Drehpass“ geplant, der Produktionen mit vorbildlichen Sozialstandards fördert. Das Zentrum für kulturelle Bildung soll Projektmittel vergeben, Fortbildungen anbieten und Verbände vernetzen; Jugendkunstschulen und der Musikplan sollen gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 95)
„Mit einem breiten Beteiligungsprozess erarbeiten wir einen Landeskulturentwicklungsplan und Richtlinien für eine transparente Kulturförderung.“
Seite 95 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Kulturausgaben, Mindestgagen und an Auflagen gebundene Fördermittel erweitern staatliche Leistungen und Vorgaben.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Abschaffung des religiös begründeten Tanzverbots und Paritäts- und Vielfaltskriterien in der Förderung verschieben den heutigen Stand in Richtung Vielfalt und Gleichstellung.

Erinnerungskultur und Gedenkorte besser ausstatten

Die Grünen wollen Gedenk-, Lern- und Erinnerungsorte in Bayern nach Bedarf ausstatten und Initiativen aus der Zivilgesellschaft unterstützen. Kommunen sollen Geld bekommen, wenn sie Straßen und Gebäude umbenennen, die nach historischen Täterinnen und Tätern benannt sind. Aus Sicht des Programms wurde die Täterschaft in Nationalsozialismus und Kolonialismus bisher zu wenig aufgearbeitet.

Die Grünen wollen Gedenk-Orte besser ausstatten. Dort erinnert man an Verbrechen aus der Geschichte. Gruppen, die sich darum kümmern, sollen Hilfe bekommen. Manche Straßen heißen nach Tätern von früher. Gemeinden sollen Geld bekommen, wenn sie diese Namen ändern.

Das Programm sieht eine lebendige Erinnerungskultur als wichtig für die Demokratie an. Es verweist darauf, dass Antisemitismus und Rassismus bis heute fortwirken. Die von Überlebenden und progressiven Gruppen erkämpfte Erinnerungsarbeit soll ihre kritische Wirkung behalten. Die finanzielle Hilfe für Umbenennungen betrifft sowohl Straßen als auch öffentliche Gebäude.

Originalzitat anzeigen (Seite 95)
„Dafür statten wir die bayerischen Gedenk-, Lern- und Erinnerungsorte bedarfsgerecht aus und unterstützen zivilgesellschaftliche Initiativen.“
Seite 95 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die geförderte Umbenennung von Straßen und die stärkere Aufarbeitung von NS- und Kolonialgeschichte verschieben den Umgang mit überlieferten Namen und Geschichtsbildern in Richtung Wandel.

Denkmäler erhalten und für Solaranlagen öffnen

Die Grünen wollen Bayerns Denkmäler erhalten und zugleich modernisieren. Auf geschützten Gebäuden sollen mehr Solaranlagen möglich sein, ebenso neue Nutzungen im Inneren und bessere Wärmedämmung. Kommunen und private Eigentümer sollen mehr Geld für die Sanierung bekommen.

Die Grünen wollen alte Bau-Denkmäler schützen. Auf diesen Gebäuden sollen mehr Solar-Anlagen erlaubt sein. Besitzer sollen sie innen leichter umbauen dürfen. Für die Reparatur soll es mehr Geld geben. Die Ämter sollen Anträge schneller bearbeiten.

Umbauten im Inneren sollen neue Nutzungen erlauben und so Leerstand vermeiden. Die Denkmalbehörden sollen mehr Personal und Geld erhalten, damit Förderanträge schneller bearbeitet werden. Das Programm betont, dass neben bekannten Sehenswürdigkeiten auch die vielen kleineren Denkmäler Schutz brauchen. Verstöße gegen das Bayerische Denkmalschutzgesetz sollen konsequenter verfolgt werden, damit Denkmäler nicht verfallen oder absichtlich zerstört werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Wir erhöhen die finanziellen Mittel für Kommunen und private Eigentümer*innen für die Sanierung ihrer Denkmäler.“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Fördermittel und mehr Personal für Denkmalbehörden bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Solaranlagen und bessere Dämmung an geschützten Gebäuden lockern den Denkmalschutz zugunsten des Klimaschutzes.

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Alle Programme in Bayern im Vergleich