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AfD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Programm der Alternative für Deutschland für die Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ortsbilder, Kulturlandschaft und Denkmäler schützen

Die AfD will die bayerische Kulturlandschaft vor Windrädern, Solarparks und aus ihrer Sicht gesichtsloser Architektur schützen. Ortsbilder und Denkmäler sollen erhalten und eine regionale Baukultur gefördert werden. Eine Lockerung des Denkmalschutzes zugunsten des Klimaschutzes lehnt sie ab.

Die AfD will das Aussehen von Bayern bewahren. Windräder und Solar-Parks sollen die Landschaft nicht verändern. Alte Gebäude sollen besser geschützt werden. Der Denkmal-Schutz soll nicht wegen des Klimas gelockert werden.

Das Programm sieht weiträumige Bebauungspläne vor, die auf das Erscheinungsbild von Dörfern und Städten achten, sowie feste Kriterien für identitätsstiftenden Städtebau bei öffentlichen Ausschreibungen. Förderungen und Beratung für den Denkmalschutz sollen stark ausgebaut und Eigentümer stärker einbezogen werden, damit das Wohnen in geschützten Gebäuden attraktiver wird. Photovoltaik und Fassadendämmung an historischen Gebäuden nennt die AfD als Beispiele für eine Aufweichung, die sie ablehnt. Heimatpfleger und Kreisbaumeister sollen besser qualifiziert und gestärkt werden. Außerdem will die Partei junge Menschen an regionale Bräuche heranführen.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Die bayerische Kulturlandschaft wollen wir vor Zerstörungen durch Windräder, Solarparks und eine gesichtslose Architektur bewahren.“
Seite 90 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Regionale Baukultur, Brauchtum und überlieferte Ortsbilder sollen stärker bewahrt und gefördert werden, was zur Bewahrung gewachsener Kultur passt.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Der Schutz von Landschaft und Denkmälern soll Vorrang vor Windrädern, Solarparks und energetischer Sanierung an historischen Gebäuden haben, was Klimaschutzmaßnahmen einschränkt.

Deutsch in der Verfassung verankern, Gendersprache unterbinden

Die AfD will Deutsch als einzige Landes- und Amtssprache in die Bayerische Verfassung schreiben. Gendersprache in Behörden und öffentlich-rechtlichen Medien soll unterbunden werden. Die Partei sieht in der deutschen Sprache und den bayerischen Dialekten die Grundlage der kulturellen Identität.

Die AfD will Deutsch in die Verfassung von Bayern schreiben. Deutsch soll die einzige Sprache für Ämter sein. Ämter sollen keine Gender-Sprache benutzen. Das soll auch für öffentliche Sender gelten.

Deutsch soll nach dem Programm geschützt, gepflegt und gefördert werden. Genannt werden auch die bairischen, fränkischen und schwäbischen Dialekte, die zusammen mit dem Hochdeutschen als Basis der bayerischen Identität gelten. Das Verbot der Gendersprache soll für Behörden und für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Wir fordern, dass Deutsch als Amts- und Landessprache in der Bayerischen Verfassung fest verankert wird.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Eine Verfassungsverankerung des Deutschen und ein Ende der Gendersprache in Behörden und Sendern würden den heutigen Stand zugunsten überlieferter Sprachformen verschieben.

Vereine von Bürokratie entlasten, Brauchtum fördern

Die AfD will Auflagen für Vereinsfeste deutlich verringern und die Bürokratie für Vereine so klein wie möglich halten. Das bayerische Brauchtum soll stärker gefördert werden. Aus Sicht der Partei leidet das Vereinsleben unter zu vielen Vorgaben.

Vereine sollen weniger Regeln beachten müssen. Feste von Vereinen sollen leichter möglich sein. Die AfD will bayerische Bräuche stärker fördern. Karten-Turniere von Ehrenamtlichen sollen erlaubt bleiben.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass sich Vereine wieder auf das Miteinander konzentrieren sollen. Als Beispiel für Brauchtumsförderung nennt es traditionelle bayerische Kartenspiele. Ehrenamtlich organisierte Turniere mit angemessenen Geld- oder Sachpreisen sollen nicht strafbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Die Auflagen für Vereinsfeste müssen deutlich reduziert werden und wieder vernünftigen, praktikablen Maßstäben entsprechen.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Brauchtum und traditionelles Vereinsleben sollen stärker gefördert und von Auflagen befreit werden, was zur Bewahrung überlieferter Kultur passt.

Kulturelles Erbe der Heimatvertriebenen bewahren

Die AfD will Geschichte und Kultur der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten für künftige Generationen erhalten. Dazu fordert sie unter anderem eine statistische Erfassung dieser Gruppe in Bayern, die Aufnahme des Themas in den Lehrplan und ein Willkommensprogramm für Spätaussiedler.

Viele Deutsche mussten früher ihre Heimat im Osten verlassen. Die AfD will ihre Geschichte und Kultur bewahren. Schüler sollen diese Geschichte im Unterricht lernen. Spätaussiedler sollen ein Willkommens-Programm bekommen.

Die Geschichte der früheren Ostgebiete soll fester Teil des bayerischen Lehrplans in der Mittelstufe werden. In den Ländern dieser Gebiete will die AfD deutsche Erinnerungskultur, Sprache und Kultur stärker fördern, etwa durch Sprachschulen und Museen. Das Willkommensprogramm soll sich an Spätaussiedler und deutsche Auswanderer richten. Die Partei bezeichnet dies als vaterländische Pflicht und will dabei friedlich mit den Nachbarländern zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Dafür fordern wir eine statistische Erfassung aller in Bayern lebenden Volksdeutschen der ehemaligen Ostgebiete und ihrer Nachkommen“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Pflege der Geschichte und Kultur der Vertriebenen soll in Schule und Förderung ausgebaut werden, was die Bewahrung überlieferter nationaler Kultur stärkt.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk zum „Grundfunk“ umbauen

Die AfD will, dass Bayern den Medienstaatsvertrag verlässt und der Bayerische Rundfunk nur noch eine Grundversorgung anbietet. Dadurch soll der Beitrag stark sinken. Ein von den Bürgern direkt gewählter Rat soll den Sender kontrollieren.

Die AfD will den öffentlichen Rundfunk stark verändern. Bayern soll aus dem Vertrag der Bundesländer zum Rundfunk aussteigen. Der Bayerische Rundfunk soll nur noch ein kleines Angebot senden. Die Bürger sollen dann viel weniger zahlen. Die Bürger sollen einen Rat wählen, der den Sender kontrolliert.

Das Programm bezeichnet den heutigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Staatspropaganda und kündigt eine grundlegende Reform an. Nach dem Austritt aus dem Medienstaatsvertrag soll der Bayerische Rundfunk Kultur, Nachrichten und Bildung senden, dazu Berichte über Sport aus der Region. Die Aufsicht soll ein ehrenamtlicher Grundfunkrat führen, den die Bürger direkt wählen. An anderer Stelle fordert das Programm, den Rundfunkbeitrag ganz abzuschaffen.

Originalzitat anzeigen (Seite 136)
„Nach dem notwendigen Ausstieg Bayerns aus dem Medienstaatsvertrag wird der Bayerische Rundfunk die Grundversorgung mit ausgewogenen und niveauvollen Kultur-, Nachrichten- und Bildungsformaten übernehmen“
Seite 136 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein verkleinertes öffentliches Angebot mit stark gesenktem Beitrag verringert eine öffentliche Leistung und die Abgabe dafür.

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Alle Programme in Bayern im Vergleich