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parteiprogramm

SPD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Zukunft für Bayern. Soziale Politik für Dich.“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kulturförderung ausbauen und in alle Regionen bringen

Die SPD will die Kulturförderung modernisieren, den Kulturfonds aufstocken und ein Landeskulturprogramm für alle Regionen auflegen. Kulturelle Daseinsvorsorge soll Pflichtaufgabe der Kommunen werden, und der Zugang zu Kultur soll nicht von der sozialen Herkunft abhängen.

Die SPD will mehr Geld für Kultur ausgeben. Alle Regionen in Bayern sollen davon etwas haben. Gemeinden sollen sich verbindlich um Kultur-Angebote kümmern. Alle Menschen sollen Kultur erleben können, egal wie viel Geld sie haben.

Förderstrukturen sollen erneuert, Antragsverfahren transparenter und die Förderung von Bund und Land besser abgestimmt werden. Die freie Szene soll eine Strukturförderung erhalten, Kulturverbände sollen gestärkt und München sowie Nürnberg in den Kulturfonds einbezogen werden. Große staatliche Einrichtungen sollen mit der freien Szene kooperieren und Kulturvermittlung zur Kernaufgabe machen. Der Sanierungsstau bei öffentlichen Kulturbauten soll abgebaut werden, und für Baudenkmäler und Bodendenkmäler sind deutlich mehr staatliche Mittel vorgesehen. Kulturelle Bildung will die SPD über die Zusammenarbeit mit Kitas, Schulen und Erwachsenenbildung stärken und Inklusionsprojekte besonders unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Mit einer Strukturförderung für die Freie Kulturszene und der institutionellen Stärkung der Kulturverbände werden wir alle Kultursparten fördern, den Kulturfonds aufstocken und München und Nürnberg in die Förderkulisse aufnehmen.“
Seite 71 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere staatliche Kulturausgaben und eine neue kommunale Pflichtaufgabe erweitern öffentliche Leistungen.

Mindestvergütung für Kulturschaffende einführen

Die SPD will, dass Kultur- und Kreativschaffende von ihrer Arbeit leben können. Bei öffentlichen Aufträgen und geförderten Projekten sollen deshalb Mindest- und Basisvergütungen gelten, und die soziale Absicherung soll gestärkt werden.

Künstlerinnen und Künstler sollen von ihrer Arbeit leben können. Bei Aufträgen vom Staat soll es eine Mindest-Bezahlung geben. Das gilt auch für Projekte mit staatlicher Förderung. Die SPD will sie auch im Alter besser absichern.

Die Vergütungsregeln sollen für sämtliche Aufträge der öffentlichen Hand und für geförderte Vorhaben gelten. Bund, Land und Kommunen sieht das Programm gemeinsam in der Pflicht, Kulturschaffende besser sozial abzusichern, auch in Zeiten ohne Beschäftigung und im Alter. Zudem will die SPD überall im Freistaat mehr Gründungsberatung für die Kulturwirtschaft anbieten und bayernweit Standorte für Kreative aufbauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Das bedeutet eine faire Bezahlung und Mindest- und Basisvergütungen bei allen öffentlichen Aufträgen und geförderten Projekten.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verbindliche Mindestvergütungen bei öffentlicher Förderung und mehr soziale Absicherung sind zusätzliche Regulierung und Sozialleistung.

Erinnerungskultur stärken, Kolonialgeschichte aufarbeiten

Die SPD will Gedenkstätten stärker unterstützen, die koloniale Vergangenheit Bayerns aufarbeiten und einen kritischen Umgang mit Denkmälern und Straßennamen fördern. Zugleich soll das kulturelle Erbe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler bewahrt werden.

Die SPD will, dass Bayern sich an seine Geschichte erinnert. Gedenkstätten sollen mehr Hilfe bekommen. Auch die Kolonial-Zeit soll untersucht werden. Manche Straßen-Namen und Denkmäler will die SPD kritisch prüfen.

Mahn- und Gedenkstätten sollen bei neuen Vermittlungskonzepten deutlich mehr Unterstützung bekommen. Ziel ist es laut Programm, Menschen gegen rechte Gewalt und Fremdenhass zu stärken; historisch-politische Bildung steht dabei im Zentrum. Denkmäler und Straßennamen, die demokratischen Werten widersprechen, sollen kritisch behandelt und Orte der Demokratiegeschichte hervorgehoben werden. Die Verständigungs- und Versöhnungsarbeit von Initiativen und Verbänden der Vertriebenen soll weiter staatlich gefördert werden, ebenso der Austausch mit deren Herkunftsländern.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Es ist an der Zeit, die koloniale Vergangenheit Bayerns aufzuarbeiten und in der Erinnerungskultur zu verankern.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Aufarbeitung der Kolonialgeschichte und kritische Prüfung von Denkmälern und Straßennamen stehen für einen Wandel im Umgang mit überlieferter Erinnerung, verbunden mit der Pflege des Vertriebenenerbes.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Bayern im Vergleich