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parteiprogramm

CSU zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Für ein starkes und stabiles Bayern. In Bayern lebt es sich einfach besser.“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 24 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Klimaausgewogen (+0,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 2 ausgewogen, 2 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Erneuerbare Energien, Speicher und Netze ausbauen

Die CSU will den Strom aus erneuerbaren Quellen in Bayern bis 2030 verdoppeln, die Photovoltaik verdreifachen und 1.000 neue Windräder errichten. Auch Wasserkraft, Bioenergie, Geothermie, Speicher und Netze sollen ausgebaut werden. Ziel ist ein Strommix, der grundlastfähig, bezahlbar und klimaneutral ist.

Die CSU will viel mehr Strom aus Sonne, Wind und Wasser. Bis 2030 soll es doppelt so viel sein. Bayern soll 1.000 neue Windräder bekommen. Auch Strom-Speicher und Strom-Leitungen sollen wachsen. So soll Strom sicher und bezahlbar bleiben.

Photovoltaik soll bis 2025 auf staatlichen Gebäuden voll genutzt und auf Freiflächen wie Mooren oder an Verkehrswegen erleichtert werden. Für die Windkraft gründet die CSU eine landeseigene Gesellschaft „Bayernwind“. Die Wasserkraft soll 25 Prozent der Bruttostromerzeugung erreichen, die Bioenergie bis 2028 um 15 Prozent wachsen und Geothermie bis 2050 rund ein Viertel der Gebäudewärme liefern. Beim Strommarkt verlangt das Programm einen Kapazitätsmarkt und lehnt unterschiedliche Strompreiszonen ab. Kommunen sollen beim Aufbau von Speichern Hilfe erhalten, Pumpspeicherkraftwerke ermöglicht und der Netzausbau mit mehr Personal beschleunigt werden. Wasserkraftwerke von Uniper und Anteile am Netzbetreiber TenneT will der Freistaat übernehmen, falls der Bund sie abgibt beziehungsweise erwirbt.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Wir wollen die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien bis 2030 verdoppeln.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine landeseigene Windgesellschaft und die angestrebte Übernahme von Kraftwerken und Netzanteilen durch den Freistaat erweitern die Rolle des Staates in der Energiewirtschaft.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau erneuerbarer Energien soll mit konkreten Zielmarken beschleunigt werden, ohne neue Verbote oder Einschränkungen.

Wasserstoffwirtschaft aufbauen und Gasnetze erhalten

Die CSU will Bayern zum führenden Wasserstoffstandort machen und dafür 700 Millionen Euro investieren. Die bestehenden Gasnetze sollen erhalten und später für Wasserstoff genutzt werden. Zur Absicherung der Stromversorgung setzt sie zudem auf Gaskraftwerke und eine strategische Gasreserve.

Die CSU will viel Wasserstoff in Bayern nutzen. Wasserstoff ist ein Gas, das Energie liefert. Eine neue Leitung soll ihn von der Adria nach Bayern bringen. Die Gas-Leitungen in Bayern sollen bleiben. Später soll dort Wasserstoff fließen.

Die CSU will eine Südpipeline von der Adria über Österreich bauen, statt auf den Anschluss aus dem Norden zu warten. Das Netz „HyPipe Bavaria“ soll die Industriezentren bis 2030 anbinden. Geplant sind 50 Elektrolyseure mit jeweils fünf Megawatt, Zuschüsse für industrielle Großprojekte und geförderte Wasserstoff-Tankstellen. Einen Rückbau der Gasnetze, den das Programm der Bundesregierung zuschreibt, will die CSU in Bayern verhindern. Für Gaskraftwerke fordert sie bessere Rahmenbedingungen, dazu eine Gasreserve mit staatlicher Beteiligung und vor jedem Winter vollständig gefüllte Speicher.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir wollen Bayern zum Wasserstoffland Nr. 1 und Wasserstoffdrehkreuz in Europa entwickeln.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    700 Millionen Euro öffentliche Investitionen und eine Gasreserve mit staatlicher Beteiligung bedeuten mehr staatliches Engagement im Energiesektor.

  • Klimaausgewogen

    Das Vorhaben verbindet Investitionen in grünen Wasserstoff zur Dekarbonisierung mit dem Erhalt der Gasinfrastruktur und der Stärkung von Gaskraftwerken.

Kernkraftwerke weiterbetreiben, Kernforschung ausbauen

Die CSU will die bayerischen Kernkraftwerke als Brückentechnologie weiterlaufen lassen, falls nötig in Landeszuständigkeit. Sie begründet das mit dem Bedarf an bezahlbarem, verlässlichem und CO2-freiem Strom. Zudem soll Bayern bei Kerntechnologie und Kernfusion führend werden.

Die CSU will die Atom-Kraftwerke in Bayern weiter nutzen. Notfalls soll Bayern selbst dafür zuständig sein. Die CSU sagt: Atom-Strom ist verlässlich und ohne CO2. Bayern soll auch an neuer Kern-Technik forschen.

Nach Darstellung des Programms liefert Kernenergie die Grundlast, die das Netz auch in windstillen Nächten stabil hält. Die CSU plant einen Energieforschungs-Campus und strebt einen eigenen Forschungsreaktor an. Kohlenstoffspeicherung soll erforscht und angewendet werden. Zur Energieeffizienz gehören die stärkere Nutzung industrieller Abwärme, Hilfe für Kommunen bei Wärmebedarfsplänen und die Forderung nach einer Sonderabschreibung für Klimainvestitionen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wir wollen die bayerischen Kernkraftwerke weiterbetreiben – notfalls in eigener Zuständigkeit.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Die Rückkehr zur Kernenergie wird sowohl mit CO2-freiem Strom als auch mit Preisen und Versorgungssicherheit begründet und verbindet damit beide Anliegen.

Klimaneutralität 2040 ohne Vorziehen und Verbote

Die CSU will, dass Bayern bis 2040 klimaneutral wird, und lehnt ein früheres Zieljahr wie 2035 ab. Klimaschutz soll über Technologieoffenheit und Investitionen statt über Verbote gelingen. Protestierende, die sich bei Klebeaktionen nicht an das Recht halten, sollen konsequent bestraft werden.

Bayern soll bis 2040 klimaneutral sein. Früher soll das Ziel nicht kommen. Die CSU will Klima-Schutz ohne Verbote. Wer sich bei Protesten auf die Straße klebt und Gesetze bricht, soll hart bestraft werden.

Der Freistaat gibt nach Angaben des Programms jährlich eine Milliarde Euro für den Klimaschutz aus, bis 2040 zusammen 22 Milliarden Euro. Das Geld fließt unter anderem in erneuerbare Energien, Stromversorgung, natürliche CO2-Speicher, klimagerechtes Bauen, Mobilität und Klimaforschung. Ein Vorziehen der Klimaneutralität würde aus Sicht der CSU die Gesellschaft überfordern und die soziale Gerechtigkeit beeinträchtigen. Gewalttätige Aktionen für Forderungen, die die Partei für überzogen hält, verurteilt sie.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Wir wollen Bayern bis 2040 klimaneutral machen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Gegen Klimaprotestierende, die Gesetze brechen, soll das geltende Recht mit voller Härte angewandt werden.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Das bestehende Zieljahr 2040 wird ausdrücklich gegen ein diskutiertes Vorziehen auf 2035 verteidigt, und Verbote werden abgelehnt.

Heizungsverbote ablehnen, Technologieoffenheit beim Heizen

Die CSU lehnt die Heizungs- und Sanierungspläne der Bundesregierung ab, weil sie Wohnen und Eigentum aus ihrer Sicht für Normalverdiener zu teuer machen. Sie setzt auf Förderung und Anreize statt Verbote und will alle Heizarten offenhalten.

Die Bundesregierung plant neue Regeln für Heizungen. Die CSU ist dagegen. Sie sagt: Die Regeln machen Wohnen zu teuer. Die CSU will lieber Geld als Hilfe geben. Heizen mit Holz und Pellets soll erlaubt bleiben.

Nach dem Programm soll modernes Heizen zusammen mit Kommunen, Stadtwerken und Bürgern gestaltet werden. Die CSU verspricht Planungssicherheit für Neubau und Modernisierung. Die Heizung soll zum jeweiligen Haustyp passen. Holz, Hackschnitzel, Pellets und Biomethan sollen als Brennstoffe weiter zulässig bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„setzen auf Anreize und konkrete Förder- und Unterstützungsmaßnahmen statt eigentumsgefährdender Verbote“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die CSU stellt sich gegen die geplanten strengeren Heiz- und Sanierungsvorgaben des Bundes und gibt bezahlbarem Wohnen Vorrang.

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