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Freie Wähler zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Anpacken für Bayern“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 36 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 1 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Apotheken vor Ort und Arzneimittelversorgung sichern

Die Freien Wähler wollen Apotheken vor Ort flächendeckend erhalten; der Onlineversand soll sie nur ergänzen. Arzneimittel sollen verstärkt in Deutschland und Europa hergestellt und bevorratet werden.

Die Freien Wähler wollen Apotheken in der Nähe erhalten. Der Versand im Internet soll sie nicht ersetzen. Medikamente sollen mehr in Deutschland und Europa hergestellt werden. So sollen immer genug Medikamente da sein.

Das Programm will die Wirtschaftlichkeit der Apotheken sichern und wendet sich gegen strenge Rabattvorgaben und bürokratische Hürden von Bund und Krankenkassen. Die Ausbildungsberufe PTA und PKA sollen gestärkt werden. Apotheken sollen als leicht erreichbare Anlaufstellen für eine älter werdende Bevölkerung ausgebaut werden. Die Versorgung mit Medikamenten und Medizinprodukten soll sichergestellt werden, auch durch dezentrale heimische Produktion. Daneben nennt das Programm eine medizinische Grundversorgung für alle, gerade auf dem Land, und den Ausbau digitaler Gesundheitsangebote.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Erhalt der Apotheken vor Ort, Onlineversand nur ergänzend und nicht ersetzend“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Schutz der Vor-Ort-Apotheken gegenüber dem Versandhandel und eine geförderte heimische Arzneimittelproduktion setzen auf staatliche Steuerung statt Wettbewerb.

Krankenhäuser und Ärzte in der Fläche erhalten

Die Freien Wähler wollen Krankenhäuser, Notaufnahmen und Geburtsstationen flächendeckend erhalten und lehnen die Krankenhauspläne des Bundes ab, die sie als Kahlschlag bezeichnen. Die Fallpauschalen sollen abgeschafft werden, und gegen den Ärztemangel soll es mehr Medizinstudienplätze geben.

Die Freien Wähler wollen Kranken-Häuser überall in Bayern erhalten. Auch kleine Kranken-Häuser sollen bleiben. Der Bund soll genug Geld dafür geben. Es soll mehr Studien-Plätze für Medizin geben. So soll es auch auf dem Land genug Ärzte geben.

Kommunale Krankenhäuser sollen gestärkt und das bayerische Sonderprogramm für kleine Häuser soll ausgeweitet werden. Der Bund soll die Finanzierung notfalls aus Steuermitteln sichern. Das Programm fordert das Ende der DRG-Fallpauschalen, eine „Soziale Gesundheitsversicherung“ und eine zentrale Krankenhausaufsicht. Gegen den Hebammenmangel soll Geburtshilfe überall verfügbar sein. Der Numerus Clausus für Medizin und Zahnmedizin soll grundlegend reformiert, das Landarztstipendium erhöht und die Zahl der Studienplätze weiter gesteigert werden. Eine „Gemeindeschwester plus“ soll flächendeckend als ergänzendes Pflegeangebot kommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Der vom Bund angestrebte Kahlschlag in der Krankenhauslandschaft muss verhindert werden.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Abschaffung der Fallpauschalen und eine Finanzierung aus Steuermitteln würden das heutige, an Leistungsmengen orientierte Vergütungssystem der Krankenhäuser grundlegend umbauen.

Pflege aufwerten und Gesellschaftsjahr für alle einführen

Die Freien Wähler wollen die Pflege deutlich verbessern, pflegende Angehörige stärker unterstützen und eine unabhängige Berufsvertretung für Pflegekräfte einrichten. Unter den Zielen für die Pflege steht auch ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für alle.

Die Freien Wähler wollen die Pflege verbessern. Wer Angehörige zu Hause pflegt, soll mehr Hilfe und Geld bekommen. In Pflege-Heimen soll mehr Personal arbeiten. Alle sollen ein Jahr lang für die Gesellschaft arbeiten müssen.

Plätze für Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege sollen weiter wachsen, ebenso Pflegestützpunkte im ganzen Land. Ambulante Pflegedienste sollen einen Ausgleich für höhere Kosten bei Sprit, Energie und Material erhalten. Pflege zu Hause soll finanziell besser honoriert werden. Das Programm fordert einen besseren Personalschlüssel in Einrichtungen, auch in der Nacht, sowie „Pflegepools“ für Krisen wie eine Pandemie. Das Pflegestipendienprogramm und der Dienst „Pflege-SOS“ sollen ausgebaut werden, und Pflegeberufe sollen attraktiver werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Pflegende Angehörige müssen besser unterstützt werden“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Pflegeplätze, höhere Leistungen für häusliche Pflege und bessere Personalschlüssel bauen öffentliche Leistungen und Vorgaben schrittweise aus.

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

    Ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für alle wäre eine neue staatliche Dienstpflicht, die es heute nicht gibt.

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Alle Programme in Bayern im Vergleich