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Was sagen die Parteien im Saarland zur Familie?

3 aktuelle Wahlprogramme im Saarland haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

Landeserziehungsgeld von 500 Euro einführen

Die AfD will ein Landeserziehungsgeld schaffen: Eltern, die ihr Kind im zweiten und dritten Lebensjahr selbst zu Hause betreuen, sollen 500 Euro im Monat bekommen. Das Programm begründet dies damit, dass Kita-Plätze stark bezuschusst werden, die Betreuung daheim aber nicht.

Die AfD will ein neues Geld für Eltern im Saarland. Es heißt Landes-Erziehungsgeld. Eltern bekommen 500 Euro im Monat. Dafür betreuen sie ihr Kind im zweiten und dritten Lebensjahr zu Hause. Die AfD sagt: Eltern sollen frei wählen können.

Mehr Personal in Kitas einstellen

Die AfD fordert deutlich mehr Personal in der öffentlichen Kindertagesbetreuung. Aus Sicht des Programms liegt das Verhältnis von Fachkräften zu Kindern im Saarland weit unter dem, was Fachleute für nötig halten.

Die AfD will mehr Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas. Dann hat jede Fachkraft weniger Kinder. Die Kinder bekommen mehr Zuwendung. Das Personal hat weniger Stress.

Arbeitswelt familienfreundlicher gestalten

Die AfD will Beruf und Familie besser vereinbar machen und Familien mehr gemeinsame Zeit verschaffen. Dafür soll die Arbeitswelt flexibler werden. Nach Ansicht des Programms müssen sich Familien heute zu sehr den Bedingungen der Wirtschaft fügen, worunter vor allem Frauen und Kinder litten.

Die AfD will, dass Eltern Arbeit und Familie besser verbinden können. Arbeit soll flexibler werden. Mehr Menschen sollen von zu Hause arbeiten können. Mütter sollen leichter in den Beruf zurückkehren.

Familien bei Steuern und Abgaben entlasten

Die AfD will Familien finanziell entlasten, unter anderem durch ein Familiensplitting im Bund und durch Kinderfreibeträge bei den Sozialabgaben. Das Programm sieht Familien gegenüber Kinderlosen steuerlich und bei der Rente benachteiligt.

Die AfD will, dass Familien weniger Steuern und Abgaben zahlen. Wer Kinder hat, soll bei der Steuer besser dastehen. Erziehung soll bei der Rente mehr zählen. Der Schulbus soll auch für die Oberstufe kostenlos sein.

Lebensschutz stärken, Förderung von Abtreibungskliniken streichen

Die AfD fordert einen stärkeren Schutz von Kindern vor Missbrauch und zählt dazu neben Pädokriminalität und Kinderehen auch den Schwangerschaftsabbruch. Öffentliche Gelder für Einrichtungen, die Abbrüche vornehmen, sollen wegfallen. Die Partei beruft sich auf Artikel 2 des Grundgesetzes.

Die AfD will Kinder besser schützen. Sie meint damit auch ungeborene Kinder. Kliniken für Schwangerschafts-Abbrüche sollen kein Geld vom Staat mehr bekommen. Schwangere Frauen sollen Beratung und Hilfe bekommen. Schulen sollen über den Schutz des Lebens sprechen.

AfD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kita-Beiträge vollständig abschaffen

Die CDU will die Elternbeiträge für die Kita ganz abschaffen, nachdem sie nach eigenen Angaben bereits deren Halbierung bis 2022 eingeleitet hat. Daneben sollen Qualität und Verlässlichkeit der Betreuung, besonders in den Randzeiten, Vorrang haben.

Eltern zahlen heute Geld für die Kita. Die CDU will, dass die Kita nichts mehr kostet. Die Betreuung soll außerdem gut und zuverlässig sein. Das gilt auch früh morgens und spät am Nachmittag.

Kleinere Kita-Gruppen und mehr Fachkräfte sichern

Die CDU will die Gruppen in Krippen und Kindergärten verkleinern und dies mit Vertretungsregeln und einer Erzieher-Reserve absichern. Zusammen mit Kommunen und Trägern soll eine langfristige Strategie für Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften entstehen.

In den Kitas sollen weniger Kinder in einer Gruppe sein. Es soll eine Reserve an Erziehern geben, wenn jemand ausfällt. Auch andere Fachleute sollen in der Kita helfen. In jeder Kita soll eine Person Französisch sprechen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern

Die CDU will die Partnerschaftsmonate beim Elterngeld verlängern und Unternehmen bevorzugen, die flexible Arbeitszeiten und Homeoffice anbieten. Ein erweitertes Rückkehrrecht in Vollzeit soll den Wiedereinstieg erleichtern und die Erwerbsquote von Frauen im Saarland deutlich erhöhen.

Eltern sollen Familie und Beruf besser verbinden können. Die CDU will, dass Paare länger gemeinsam Elterngeld bekommen. Firmen mit flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice sollen Vorteile haben. Wer in Teilzeit arbeitet, soll leichter in Vollzeit zurückkehren können.

Kinderschutz im Gesundheitswesen ausbauen

Die CDU will ein Kompetenzzentrum für Kinderschutz im Gesundheitswesen aufbauen und Kinderschutzambulanzen möglichst flächendeckend anbieten. Die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder sollen auch nach dem sechsten Lebensjahr verbindlicher werden.

Kinder sollen besser vor Gewalt und Vernachlässigung geschützt werden. Die CDU will ein Fach-Zentrum für Kinderschutz aufbauen. Es soll überall spezielle Ambulanzen für Kinder geben. Vorsorge-Untersuchungen sollen auch für ältere Kinder stärker Pflicht sein.

Familienförderung vereinfachen und Angebote ausbauen

Die CDU will alle Förderprogramme für Familien überprüfen und vereinfachen, damit mehr Familien Wohneigentum erwerben können. Die Förderung von Familienurlauben für Haushalte mit geringem Einkommen soll mehr Geld erhalten, und vernetzte Angebote für Familien sollen wachsen.

Familien sollen leichter ein eigenes Zuhause kaufen können. Die CDU will die Förderung dafür einfacher machen. Eine Internet-Seite soll alle Programme zeigen. Familien mit wenig Geld sollen mehr Hilfe für Urlaub bekommen.

Förderung der Jugendarbeit dauerhaft erhöhen

Die CDU will die Fördermittel für Jugendarbeit, Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote langfristig anheben und dauerhaft sichern. Auch die Zahl der geförderten Stellen für Jugendbildungsreferenten soll weiter steigen.

Die CDU will mehr Geld für Jugendarbeit geben. Das Geld soll dauerhaft fließen. Es soll günstige Ferien-Freizeiten für Kinder und Jugendliche geben. Vereine sollen mehr bezahlte Fachleute für Jugendbildung bekommen.

Familienarbeitszeit einführen und häusliche Pflege erleichtern

Die CDU setzt sich für eine Familienarbeitszeit ein, bei der angesparte Arbeitszeit ohne spürbare finanzielle Einbußen für Familie oder Betreuung genutzt werden kann. Modellprojekte sollen zudem das Zusammenleben von Pflegebedürftigen und pflegenden Familien erleichtern.

Eltern und pflegende Angehörige sollen mehr Zeit für die Familie haben. Sie sollen angesparte Arbeitszeit dafür nutzen können. Dabei sollen sie kaum Geld verlieren. Die CDU will auch neue Hilfen für die Pflege zu Hause fördern.

CDU: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kita-Beiträge vollständig abschaffen

Die SPD will die Elternbeiträge für Kitas, die bereits halbiert wurden, ganz streichen. Bildung soll in jedem Alter kostenlos sein; das soll Bildungschancen verbessern und Familie und Beruf leichter vereinbar machen.

Eltern zahlen heute Geld für die Kita. Die SPD will diese Beiträge ganz abschaffen. Bildung soll für alle kostenlos sein. Das gilt von der Kita bis zum Meister oder zum Studium.

Kita-Plätze, Qualität und Erzieherausbildung ausbauen

Die SPD will mehr Krippen- und Kitaplätze schaffen, bestehende Einrichtungen sanieren und die Qualität steigern. Die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern soll vergütet und ohne Schulgeld sein, der Betreuungsschlüssel soll sich verbessern.

Die SPD will mehr Plätze in Krippen und Kitas. Alte Kitas sollen repariert werden. Wer Erzieherin oder Erzieher lernt, soll Lohn bekommen und kein Schulgeld zahlen. Eine Fachkraft soll weniger Kinder betreuen müssen.

Kinder- und Jugendbeteiligung verbindlich machen

Die SPD will Kinder und Jugendliche in Kommunen und im Land verbindlich an Entscheidungen beteiligen und Kinderrechte in die Landesverfassung schreiben. Dazu kommen ein Kinderschutzbeauftragter, mehr Demokratiebildung und mehr Geld für die Jugendarbeit.

Kinder und Jugendliche sollen mehr mitbestimmen. Die SPD will ihre Beteiligung zur Pflicht machen. Kinder-Rechte sollen in der Verfassung vom Saarland stehen. Es soll einen Beauftragten für Kinder-Schutz geben. Die Jugend-Arbeit soll mehr Geld bekommen.

SPD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl