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FDP zur Familie

Aus dem Programm „Von hier aus weiter. Landtagswahlprogramm der Freien Demokraten Nordrhein-Westfalen (Beschlussfassung vom 22. Januar 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 96 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kita-Plätze weiter ausbauen

Die FDP will zusammen mit Kommunen und Trägern mehr Betreuungsplätze schaffen, damit der Bedarf der Eltern gedeckt wird. Das soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und die frühkindliche Bildung stärken.

Die FDP will mehr Plätze in Kitas und bei Tageseltern. Städte und Kita-Betreiber sollen dabei mitmachen. So sollen Eltern leichter arbeiten können. Kinder sollen früh gut lernen können.

Das Programm verweist auf die seit 2017 geltende Platzausbaugarantie, nach der das Land jede örtliche Investition in neue Betreuungsplätze fördert. Durch die Reform des Kinderbildungsgesetzes stünden jährlich 1,3 Milliarden Euro zusätzlich bereit. Dieser Kurs soll fortgesetzt werden. Nach Ansicht der Partei ist gute, am Bedarf der Eltern ausgerichtete Betreuung die Grundlage dafür, Familie und Beruf zu verbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Wir werden die Betreuungsplätze gemeinsam mit den Kommunen und Trägern noch stärker ausbauen, um die Betreuungsbedarfe von Eltern abzudecken“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentlich geförderte Betreuungsangebot soll innerhalb des bestehenden Systems weiter wachsen.

Kita-Anmeldung digitalisieren und koordinieren

Die FDP will die Anmeldung für Kita-Plätze landesweit digitalisieren und mit Kommunen und Trägern weiterentwickeln. Familien sollen bei Bedarf einen Platz von der Kommune angeboten bekommen, statt selbst suchen zu müssen. Nach der Geburt soll das Jugendamt den Eltern Unterstützungsangebote zuschicken.

Eltern sollen ihr Kind online für die Kita anmelden können. Die Stadt soll den Familien einen Platz anbieten. Eltern müssen dann nicht mehr lange suchen. Nach der Geburt soll das Jugendamt einen Brief mit Hilfen schicken.

Die Digitalisierung des Verfahrens soll kurzfristig kommen. Darüber hinaus soll die Kommune die Platzvergabe in Abstimmung mit den örtlichen Trägern koordinieren. Das erste Schreiben an ein Neugeborenes soll nach dem Willen der Partei vom Jugendamt stammen und Angebote von frühen Hilfen bis zur Platzsuche enthalten. Wer eine sichere Zusage hat, soll den Platz anschließend mit einer anderen Kita tauschen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Kurzfristig wollen wir die flächendeckende Digitalisierung des Kita-Anmeldeverfahrens vorantreiben.“
Seite 6 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kita-Öffnungszeiten flexibler gestalten

Die FDP will die Öffnungszeiten von Kitas flexibler machen und vor allem die Betreuung früh morgens und am Abend ausbauen. Je nach Bedarf sollen auch Kitas entstehen, die Kinder über Nacht betreuen, etwa für Eltern im Schichtdienst. Ziel ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter gleichermaßen.

Kitas sollen länger und flexibler geöffnet sein. Das gilt vor allem früh morgens und abends. Manche Kitas sollen Kinder auch über Nacht betreuen. Das hilft Eltern, die in Schichten arbeiten.

Nach dem Programm muss Kinderbetreuung zum Leben der Eltern passen. Die Partei will Modelle wie Jobsharing ausbauen, die keinen Unterschied zwischen Müttern und Vätern machen. Betreuung über Nacht soll bedarfsgerecht ausgebaut werden. Auch in der Kindertagespflege soll die Betreuung in Randzeiten bekannter werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir wollen weiter für mehr Flexibilität bei den Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen sorgen und dabei insbesondere die Angebote in den Randzeiten ausbauen.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Längere und nächtliche Betreuungszeiten erweitern das öffentlich geförderte Angebot schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Betreuung soll Erwerbsarbeit beider Elternteile erleichtern und ausdrücklich nicht zwischen Müttern und Vätern unterscheiden.

Kita schrittweise ganz beitragsfrei machen

Die FDP will die Elternbeiträge für die frühkindliche Bildung Schritt für Schritt auch in den übrigen Kindergartenjahren abschaffen. Damit sollen Familien finanziell entlastet werden.

Eltern zahlen oft Geld für die Kita. Zwei Jahre sind in NRW schon kostenlos. Die FDP will nach und nach auch die anderen Jahre kostenlos machen. So sollen Familien mehr Geld übrig haben.

Das Programm verweist darauf, dass in der vergangenen Wahlperiode ein zweites Kindergartenjahr von Beiträgen befreit wurde. Die Beitragsfreiheit für die weiteren Jahre wird als Perspektive beschrieben und soll schrittweise kommen. Als Ziel nennt die Partei die Entlastung der Familien.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Schrittweise wollen wir die Angebote der frühkindlichen Bildung auch in den weiteren Kindergartenjahren beitragsfrei machen und die Eltern so weiter entlasten.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Elternbeiträge sollen in allen Kita-Jahren entfallen, sodass die öffentliche Hand die Kosten vollständig übernimmt.

Mehr Personal für Kitas gewinnen

Die FDP will kurz- und mittelfristig mehr Personal für die Kinderbetreuung gewinnen. Die bezahlte, praxisintegrierte Erzieherausbildung soll zur wichtigsten Ausbildungsform werden. Hauswirtschafts- und Verwaltungskräfte sollen das pädagogische Personal von anderen Aufgaben entlasten.

Kitas brauchen mehr Personal. Die FDP will die bezahlte Ausbildung mit viel Praxis zum Hauptweg machen. Andere Fachleute sollen Büro-Arbeit und Hausarbeit übernehmen. Dann haben Erzieherinnen und Erzieher mehr Zeit für die Kinder.

Fachkräfte aus Logopädie, Ergotherapie sowie Musik- und Theaterpädagogik, die seit der Pandemie in Kitas arbeiten dürfen, sollen dort dauerhaft tätig sein können; den Weg dahin will die Partei mit Trägern und Gewerkschaften klären. Die bezahlte Ausbildung soll stärker bei Männern beworben werden, da der Beruf überwiegend von Frauen ausgeübt wird. Die praxisintegrierte Ausbildung in der Kinderpflege, die für Teilnehmende des Kitahelfer-Programms geschaffen wurde, soll weiterentwickelt und ausgebaut werden. Auch die Weiterbildung in Kitas und Tagespflege soll besser werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir wollen diese Ausbildungsform darum weiter stärken und perspektivisch zum Hauptpfeiler der Ausbildung machen.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal und bezahlte Ausbildungsplätze erweitern die öffentlich finanzierte Kinderbetreuung schrittweise.

Familienzentren und Familiengrundschulzentren ausbauen

Die FDP will die Familienzentren an Kitas ausbauen und ihre Beratungsangebote erweitern. Landesweit sollen möglichst schnell 300 neue Familiengrundschulzentren entstehen, deren Finanzierung dauerhaft gesichert wird. Das soll für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen.

Familienzentren beraten und unterstützen Familien. Die FDP will mehr davon und mehr Beratung dort. An 300 Grundschulen sollen neue Zentren für Familien entstehen. Das Geld dafür soll dauerhaft sicher sein.

Die Familiengrundschulzentren übertragen das Modell der Kita-Familienzentren auf Grundschulen. Mit 300 neuen Zentren würden nach dem Programm zehn Prozent der Grundschulen ausgebaut, und zwar in Quartieren mit besonderem Bedarf. Die Partei will außerdem erreichen, dass Familien in allen Lebenslagen die Angebote der Familienzentren stärker nutzen.

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„Wir wollen schnellstmöglich und landesweit 300 Familiengrundschulzentren neu einrichten und deren Finanzierung dauerhaft sichern.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue, dauerhaft öffentlich finanzierte Zentren erweitern staatliche Unterstützungsangebote für Familien.

Kindertagespflege weiter fördern

Die FDP will die Kindertagespflege weiter fördern und Tagespflegepersonen den Zugang zu pädagogischen Fortbildungen öffnen. Überall im Land soll es Vertretungsregelungen bei Krankheit, Urlaub und Fortbildung geben, während die Geldleistungen weiterlaufen. Betreuungsverträge sollen flexibler werden.

Tagesmütter und Tagesväter betreuen Kinder in kleinen Gruppen. Die FDP will sie weiter fördern. Sie sollen Fortbildungen besuchen können. Bei Krankheit oder Urlaub soll es überall eine Vertretung geben. Das Geld soll dann weiter fließen.

Der Zugang zu Fortbildungen soll sich an der jeweiligen Vorbildung der Tagespflegepersonen orientieren. Die Betreuung in Randzeiten soll auch in der Tagespflege bekannter werden. Die Partei will sich zudem für flexiblere Betreuungsverträge einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Die Umsetzung von Vertretungsregelungen im Krankheitsfall sowie während der Urlaubs- und Fortbildungszeit bei Fortzahlung der Geldleistungen wollen wir flächendeckend sicherstellen.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Fortgezahlte Geldleistungen und flächendeckende Vertretung bauen die öffentliche Förderung der Tagespflege schrittweise aus.

Private Kita-Träger und Betriebs-Kitas unterstützen

Die FDP will private Anbieter und Betriebs-Kitas gezielt unterstützen und enger in die bestehenden Strukturen einbinden. Bürokratische Hindernisse bei der Gründung betrieblicher Betreuungseinrichtungen sollen wegfallen.

Manche Kitas gehören privaten Anbietern oder Firmen. Die FDP will diese Kitas gezielt unterstützen. Sie sollen auch Geld bekommen. Firmen sollen leichter eine eigene Kita gründen können. Dafür soll es weniger Vorschriften geben.

Nach dem Programm ergänzen private Anbieter und Betriebs-Kitas das vielfältige Betreuungsangebot im Land. Die Unterstützung soll sowohl organisatorisch als auch finanziell erfolgen. Der Abbau von Hürden betrifft auch Einrichtungen, die mehrere Betriebe gemeinsam gründen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Bürokratische Hürden, die mit der Gründung betrieblicher und betriebsübergreifender Betreuungseinrichtungen verbunden sind, wollen wir abbauen.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Private und betriebliche Anbieter sollen gestärkt und Vorschriften für ihre Gründung abgebaut werden, was mehr Trägervielfalt und weniger Regulierung bedeutet.

Kinderschutz und Prävention weiter ausbauen

Die FDP will das Landeskinderschutzgesetz weiterentwickeln und Vorbeugung, Eingreifen und Hilfen bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder verbessern. Wer mit Minderjährigen arbeitet, soll regelmäßig fortgebildet werden, Beratungsangebote sollen landesweit wachsen.

Die FDP will Kinder besser vor Gewalt und Missbrauch schützen. Menschen, die mit Kindern arbeiten, sollen regelmäßig geschult werden. Es soll überall leicht erreichbare Beratung geben. Kinder sollen ihre Rechte kennen.

Für Fortbildungen sollen Mindeststandards gelten, das Land fördert fachübergreifende Schulungen finanziell. Die Finanzierung der Beratungsangebote soll mit den kommunalen Spitzenverbänden überprüft werden. Kinder sollen über Rechte und Grenzen informiert, Lehrkräfte für Unterricht zu Sexualität und sexualisierter Gewalt befähigt und das Thema durch Öffentlichkeitsarbeit enttabuisiert werden. Auf Bundesebene setzt sich die FDP für geförderte Kinderschutz-Netzwerke ein. Der Umgang von Schulaufsicht und Sportinstitutionen mit Verdachtsfällen soll wissenschaftlich untersucht werden, das erweiterte Führungszeugnis für Ehrenamtliche soll nichts mehr kosten.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Aufbauend auf dem Handlungs- und Maßnahmenkonzept im Bereich „Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ wollen wir Prävention, Intervention und Hilfen deutlich verbessern.“
Seite 72 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Betroffenen Kindern schnell helfen, Justiz kindgerecht gestalten

Die FDP will, dass Kinder und Jugendliche nach sexualisierter Gewalt rasch therapeutische Hilfe erhalten, besonders auf dem Land. Gerichtsverfahren sollen kindgerechter ablaufen, um erneute Traumatisierungen zu vermeiden.

Kinder, die Gewalt erlebt haben, sollen schnell Hilfe bekommen. Auf dem Land soll es mehr Therapie-Angebote geben. Vor Gericht sollen Kinder schonend befragt werden. Sie sollen nicht mehrmals aussagen müssen.

Therapieangebote sollen vor allem im ländlichen Raum wachsen. Vorgesehen sind frühe Vernehmungen per Video, psychosoziale Begleitung im Prozess und frühe therapeutische Betreuung. Dafür soll es ein eigenes Aus- und Fortbildungsangebot zu kindgerechter Justiz geben. Anlaufstellen für Opfer sexuellen Missbrauchs und Childhood-Häuser sollen weiter ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Traumafolgenbehandlungen und psychiatrische sowie psychotherapeutische Unterstützung müssen flächendeckend und zeitnah verfügbar sein.“
Seite 73 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Familien und Alleinerziehende stärker unterstützen

Die FDP will Familienbildung und Familienberatung ausbauen und Allein- und Getrennterziehende besonders unterstützen. Dazu gehören mehr Betreuung auch zu Randzeiten, flexiblere Arbeitszeiten und finanzielle Entlastung. Das Programm begründet dies mit den finanziellen Problemen dieser Familien, die die Chancen der Kinder beeinträchtigen.

Die FDP will Familien mehr helfen. Es soll mehr Beratung für Eltern geben. Eltern, die allein erziehen, sollen mehr Kinder-Betreuung bekommen. Das gilt auch früh morgens und abends. Sie sollen auch mehr Geld behalten.

Die Angebote zur Vermittlung von Erziehungskompetenzen und die Beratung in Problemlagen sollen gestärkt und stärker beworben werden. Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen soll dort ein festes Thema werden. Familien, die von den Corona-Einschränkungen besonders betroffen waren, sollen Angebote der Familienerholung erhalten. Für Allein- und Getrennterziehende nennt das Programm außerdem Ausbildung in Teilzeit, Hilfe beim Kindesunterhalt und einfachere Leistungen über das Kinderchancengeld. Die FDP bekennt sich zudem zur Vielfalt von Familienformen und unterstützt die Vorhaben der Bundesregierung dazu.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Deswegen wollen wir Allein- und Getrennterziehende stärken: durch einen flächendeckenden Ausbau der Betreuungsangebote insbesondere auch in Randzeiten“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Betreuungs-, Beratungs- und Erholungsangebote für Familien sollen ausgebaut werden, was öffentliche Leistungen schrittweise erweitert.

  • Gesellschafteher progressiv

    Das Programm bekennt sich zur Vielfalt der Familienformen und unterstützt entsprechende Reformvorhaben des Bundes.

Kinderchancengeld als gebündelte Leistung einführen

Die FDP will familienpolitische Leistungen zu einem Kinderchancengeld zusammenfassen. Damit sollen Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen unterstützt und Kinderarmut verringert werden.

Für Familien gibt es viele verschiedene Hilfen. Die FDP will daraus eine einzige Hilfe machen. Sie heißt Kinder-Chancen-Geld. Sie soll Familien mit wenig Geld helfen. Kinder sollen Bildungs-Angebote selbst nutzen können.

Die Partei unterstützt die Absicht der Bundesregierung, Leistungen für Familien zu bündeln. Das Kinderchancengeld soll einfach gestaltet sein. Angebote für Bildung und Teilhabe sollen wachsen. Kinder und Jugendliche sollen diese Angebote eigenständig in Anspruch nehmen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Unser Ziel bleibt ein Kinderchancengeld – eine einfache und zusammengefasste Unterstützung.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Leistungen für Familien mit geringem Einkommen sollen gebündelt und bei Bildung und Teilhabe ausgeweitet werden, was Sozialleistungen moderat ausbaut.

Kinder- und Jugendarbeit sowie Ferienprogramme fördern

Die FDP will die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit stärken und Ferien- und Bildungsprogramme vor allem für benachteiligte Kinder stärker fördern. Auch der Ausbau der Schulpsychologie soll weitergehen, weil die Pandemie Kinder und Jugendliche seelisch belastet hat.

Die FDP will mehr Angebote für Kinder und Jugendliche außerhalb der Schule. Es soll mehr Geld für Ferien-Programme geben. Auch Mitgliedschaften in Vereinen sollen gefördert werden. Das soll vor allem benachteiligten Kindern helfen. An Schulen soll es mehr psychologische Beratung geben.

Angebote der Jugendarbeit versteht das Programm als Orte demokratischer Bildung und freiwilligen Lernens, die überall zugänglich sein sollen. Mentoring-Programme sollen jungen Menschen Perspektiven zeigen. Außerschulische Einrichtungen wie Junior-Universitäten und Museen sollen bessere Bedingungen erhalten, um auch Talente aus bildungsfernen Haushalten zu erreichen und Interesse an MINT-Fächern zu wecken. Schülerinnen und Schüler sollen vor Ort passende Beratung bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Wir wollen darum Ferienfreizeiten, Bildungsprogramme in den Schulferien sowie Mitgliedschaften in gemeinnützigen Vereinen finanziell stärker fördern und unterstützen.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Förderung für Jugendarbeit, Ferienprogramme und Schulpsychologie soll steigen, also mehr öffentliche Leistungen.

Digitales Familienportal NRW einrichten

Die FDP will ein zentrales Online-Portal schaffen, über das Familien alle Leistungen finden und beantragen können. Das soll Behördengänge, Wartezeiten und Bürokratie verringern.

Eltern müssen für Anträge oft zum Amt gehen. Die FDP will eine Internet-Seite für alle Familien-Leistungen. Dort können Eltern alles finden und beantragen. Wer möchte, kann weiter persönlich zum Amt gehen.

Das Portal soll als einzige Anlaufstelle alle wichtigen Informationen und Leistungen bündeln. Es soll nach Lebenslagen geordnet sein. Als Beispiele nennt das Programm Elterngeld, Unterhaltsvorschuss und Hilfen bei einer Kinderwunschbehandlung. Der persönliche Kontakt zu Behörden soll weiterhin möglich bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Wir wollen darum mit dem „Digitalen Familienportal NRW“ eine zentrale, digitale Anlaufstelle schaffen.“
Seite 75 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich