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Grüne zur Familie

Aus dem Programm „Von hier an Zukunft. Das grüne Wahlprogramm zur Landtagswahl 2022 (Alle Stimmen für den Wandel)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 122 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kinder- und Jugendarbeit dauerhaft und inklusiv fördern

Die Grünen wollen Projekte dauerhaft absichern, die sich in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie bei den Jugendverbänden bewährt haben. Die Angebote sollen allen jungen Menschen diskriminierungsfrei und barrierefrei offenstehen, weil die Partei Jugendarbeit als notwendiges und nicht als zusätzliches Angebot versteht.

Jugendtreffs und Jugendverbände sind wichtig für junge Menschen. Die Grünen wollen gute Projekte dauerhaft bezahlen. Alle Kinder und Jugendlichen sollen mitmachen können. Das gilt auch für Kinder mit Behinderung. Dafür soll das Land Geld geben.

Kommunen sollen unterstützt werden, Kinder- und Jugendarbeit ohne Diskriminierung für alle anzubieten. Der Kinder- und Jugendförderplan des Landes soll inklusiv gestaltet werden. Für barrierefreie Angebote will die Partei die nötigen Mittel bereitstellen. Als zentrale Themen der Jugendarbeit nennt das Programm Demokratie, Antirassismus, Geschlechtergerechtigkeit, Frieden und Menschenrechte.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Wir werden bewährte Projekte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendverbandsarbeit strukturell verankern.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Projekte sollen dauerhaft statt befristet finanziert und zusätzliche Mittel für Barrierefreiheit bereitgestellt werden.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Jugendarbeit soll stärker auf Inklusion, Diskriminierungsfreiheit und gesellschaftliche Vielfalt ausgerichtet werden.

Familienzentren an Kitas und Grundschulen ausbauen

Die Grünen wollen mehr Kitas auf dem Weg zum Familienzentrum unterstützen und auch Grundschulen zu Anlaufstellen für Familien machen. Eltern sollen dort Austausch, Beratung und leicht zugängliche Hilfe finden, auch nach der Kita-Zeit.

Ein Familienzentrum ist ein Ort, an dem Eltern Rat und Hilfe bekommen. Die Grünen wollen mehr Kitas zu Familienzentren machen. Auch Grundschulen sollen solche Orte werden. Die Beratung für Familien soll stärker werden.

Der Weg zum Familienzentrum soll für Kitas und Träger mit wenig Bürokratie verbunden sein. Die Zentren an Kitas und Grundschulen sollen sich mit anderen Einrichtungen im Stadtteil vernetzen, um umfassend zu beraten. Dazu will die Partei Familienbildung, Familienpflege und Familienberatung stärken. Kinder, Jugendliche und Eltern sollen die Familienbildung mitgestalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Grundschulen werden wir daher zu Orten der Bildung, Beratung, Begegnung und Unterstützung von Familien weiterentwickeln.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Familienzentren und gestärkte Beratungsangebote erweitern die öffentliche soziale Infrastruktur.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern

Die Grünen wollen kommunale Zeitbüros fördern, die Betreuungszeiten, Busfahrpläne und andere Abläufe besser auf den Alltag von Familien abstimmen. Außerdem soll ein Netzwerk familienfreundlicher Unternehmen entstehen und die öffentliche Verwaltung familienfreundlich werden.

Viele Familien haben im Alltag zu wenig Zeit. Die Grünen wollen Zeit-Büros in den Städten fördern. Diese Büros prüfen, welche Betreuungs-Zeiten Familien brauchen. Auch Bus-Fahrpläne sollen besser passen. Firmen und Ämter sollen mehr Rücksicht auf Familien nehmen.

Die Zeitbüros sollen die Bedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Nahverkehr, Schulen, Kitas und Dienstleistern aufeinander abstimmen. Das geplante Netzwerk „Familienfreundliches Unternehmen@NRW“ soll Firmen, Wissenschaft, Verbände und Politik zusammenbringen. Die öffentliche Verwaltung soll als Vorbild dienen. Familienbildung und -beratung sollen Familien bei und nach einer Trennung stärker unterstützen, auch bei der Aufteilung von Sorgearbeit.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Das ist der Grund dafür, dass wir kommunale Zeitbüros fördern wollen, in denen ermittelt wird, welche Betreuungszeiten Eltern und Kinder brauchen“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll neue kommunale Stellen und Beratungsangebote fördern, was öffentliche Leistungen für Familien leicht ausweitet.

Alleinerziehende besser unterstützen

Die Grünen wollen die Kinderbetreuung früh morgens und abends ausbauen und Betreuung in Notfällen ermöglichen. Alleinerziehende sollen zudem Hilfe aus einer Hand bei Behördenfragen und Angebote zur Erholung erhalten, weil sie besonders auf verlässliche Infrastruktur angewiesen seien.

Manche Eltern erziehen ihre Kinder allein. Die Grünen wollen ihnen mehr helfen. Es soll mehr Betreuung früh am Morgen und am Abend geben. Im Notfall soll jemand auf die Geschwister aufpassen. Beratungsstellen sollen bei Ämter-Fragen helfen.

Gefördert werden sollen auch Projekte, die Kinder zu Randzeiten in der eigenen Wohnung betreuen. Muss ein Kind ins Krankenhaus, soll für Geschwister eine Notfallbetreuung möglich sein. Kommunale Familienberatungsstellen und freie Träger, die Alleinerziehenden schnell helfen, sollen Fördermittel bekommen. Außerdem will die Partei Erholungs- und Gesundheitsprogramme für Alleinerziehende fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Deshalb werden wir die Kinderbetreuung in Randzeiten ausbauen und Projekte fördern, bei denen Kinder in den Randzeiten in ihrem Zuhause betreut werden.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Betreuungs-, Beratungs- und Erholungsangebote für Alleinerziehende erweitern öffentlich geförderte Leistungen.

Inklusive Spielflächen für Kinder fördern

Die Grünen wollen mit einer Landesinitiative mehr sichere Spielräume im Freien schaffen, weil Kinder Bewegung und frische Luft brauchen. Kommunen sollen Spielflächen erhalten und barrierefrei ausbauen können.

Kinder brauchen Platz zum Spielen draußen. Die Grünen wollen Städten dafür Geld geben. Spielplätze sollen bleiben und barriere-frei werden. Kinder sollen bei der Planung mitreden.

Das Förderprogramm richtet sich auf vorhandene Spielplätze, Parks, Bolz- und Skateplätze, die für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung nutzbar gemacht werden. Kommunen sollen Bauvorhaben so planen können, dass Freiräume zum Spielen bleiben und besser werden. Bedingung ist, dass Kinder und Jugendliche die Planung wesentlich beeinflussen und nicht weniger beteiligt sind als Vereine oder Nachbarschaftsinitiativen.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Mit unserem Förderprogramm „Mehr Platz zum Spielen inklusiv“ können Kommunen bereits bespielbare Flächen (Spielplätze, Parks, Bolz- oder Skateplätze) im öffentlichen Raum erhalten“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Landesprogramm für kommunale Spielflächen erhöht die öffentlichen Investitionen in soziale Infrastruktur.

Kinderschutz mit einheitlichen Standards und Landesbeauftragten stärken

Die Grünen wollen landesweit gleiche fachliche und personelle Standards in der Jugendhilfe und feste Kinderschutz-Netzwerke vor Ort. Eine unabhängige Landesbeauftragte oder ein Landesbeauftragter für Kinderschutz und Kinderrechte soll eingesetzt werden. Anlass sind laut Programm die Mängel, die der Untersuchungsausschuss zum Fall Lügde aufgedeckt hat.

Die Grünen wollen Kinder besser vor Gewalt schützen. Überall in NRW sollen gleiche Regeln für die Jugendhilfe gelten. Eine unabhängige Person soll sich im Land um Kinderschutz kümmern. Polizei und Gerichte sollen besser mit Kindern umgehen können.

Jugendhilfe, Justiz, Polizei, Bildungs- und Gesundheitswesen sollen dauerhaft in Netzwerken zusammenarbeiten, deren Koordination in den Kommunen das Land bezahlt. Soforthilfen nach der Aufdeckung von sexualisierter Gewalt und anderen Kindeswohlgefährdungen sollen ausgebaut werden. Bei der oder dem Beauftragten soll ein Betroffenenrat angesiedelt sein; zu den Aufgaben gehört auch die Aufarbeitung früherer Fälle, etwa in der Kirche. Kindgerechte Verfahren und Vernehmungen sowie die Fortbildung in Justiz und Polizei sollen gestärkt werden. Außerdem sollen die Childhood-Häuser gestärkt werden, in denen betroffene Kinder und Jugendliche an einem Ort begleitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 103)
„Wir richten die Stelle einer bzw. eines unabhängigen Landesbeauftragten für die Belange des Kinderschutzes und der Kinderrechte ein.“
Seite 103 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Landesfinanzierte Netzwerke, ausgebaute Soforthilfen und eine neue Beauftragtenstelle erweitern öffentliche Leistungen im Kinderschutz.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich