Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zur Familie

Aus dem Programm „Wahlprogramm der Alternative für Deutschland für die Wahl zum 18. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 55 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Familien mit Kindern finanziell fördern, Geburtenrate erhöhen

Die AfD will die Geburtenrate steigern und dafür die klassische Familienförderung in den Mittelpunkt stellen. Eltern sollen pro Kind 20.000 Euro Rentenbeiträge aus Steuermitteln erstattet bekommen, außerdem sind Familiensplitting, geringere Abgaben und Hilfen beim Wohneigentum vorgesehen. Die Kindergrundsicherung lehnt die Partei ab.

Die AfD will, dass mehr Kinder geboren werden. Eltern sollen für jedes Kind 20.000 Euro Renten-Beiträge zurückbekommen. Familien sollen weniger Steuern und Abgaben zahlen. Eine Kinder-Grundsicherung will die AfD nicht.

Die Partei bekennt sich zur traditionellen Familie als Leitbild, ohne nach eigenen Worten andere Entwürfe auszugrenzen, und sieht die wachsende staatliche Rolle in der Erziehung kritisch. Zuwanderung hält sie für kein geeignetes Mittel gegen niedrige Geburtenzahlen. Eltern sollen bei der Rente bessergestellt werden, weil sie durch Erziehungszeiten geringere Ansprüche erwerben als Kinderlose. Ziel ist, dass ein Vollzeiteinkommen für ein angemessenes Familienleben reicht. Kinder aus einkommensschwachen Familien sollen freien Zugang zu Schul-, Bildungs- und Sportangeboten haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Die AfD fordert, dass Familien für jedes Kind 20.000 € Beiträge zur Rentenversicherung aus Steuermitteln erstattet bekommen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Eine neue steuerfinanzierte Erstattung steht neben Steuer- und Abgabensenkungen und der Ablehnung der Kindergrundsicherung, sodass sich beide Richtungen die Waage halten.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Förderung richtet sich am Leitbild der traditionellen Familie mit einem Vollzeitverdiener aus und soll die Geburtenrate heben.

Berufliche Rückkehr nach Erziehungszeiten erleichtern

Die AfD will Betriebe dazu bewegen, Eltern nach einer familienbedingten Pause den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Der öffentliche Dienst soll Eltern bei Einstellungen stärker berücksichtigen als Kinderlose.

Viele Eltern machen eine Pause vom Beruf. Die AfD will die Rückkehr in den Beruf leichter machen. Firmen sollen dafür Hilfen bekommen. Der Staat soll als Arbeitgeber Eltern bevorzugt einstellen.

Nach Darstellung des Programms verzichten auch gut ausgebildete Fachkräfte aus Sorge vor beruflichen Nachteilen auf Kinder. Unternehmen sollen deshalb Angebote zum Wiedereinstieg schaffen, bei Bedarf mit flexiblen Arbeitszeiten. Als Mittel nennt die AfD weniger Bürokratie, steuerliche Erleichterungen oder Fördergeld für Arbeitgeber. Der öffentliche Dienst soll als Vorbild dienen und Eltern bei der Stellenvergabe stärker gewichten als Bewerber ohne Kinder.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Die AfD NRW will Unternehmen motivieren, Wiedereingliederungsmöglichkeiten, wenn nötig mit flexiblen Arbeitszeiten, nach familienbedingten Berufspausen zu schaffen.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Eltern sollen im öffentlichen Dienst gegenüber Kinderlosen bevorzugt werden, was die Familie mit Kindern als Leitbild stärkt.

Verdienstausgleich für Betreuung zu Hause einführen

Die AfD will Eltern, die ihre Kleinkinder selbst betreuen und dafür beruflich zurückstecken, den Verdienstausfall ausgleichen. Sie will klassische Familienformen fördern, die Wahl der Betreuungsform aber den Eltern überlassen.

Manche Eltern bleiben für ihre kleinen Kinder zu Hause. Dann verdienen sie weniger Geld. Die AfD will, dass der Staat das ausgleicht. Eltern sollen selbst entscheiden, wie sie ihre Kinder betreuen.

Das Programm verweist auf die Bindungsforschung und sieht in einer frühen Trennung von den Eltern Risiken für die Entwicklung von Kleinkindern. Einen materiellen Ausgleich sollen Eltern und Alleinerziehende erhalten, die selbst betreuen, ebenso Familienangehörige und Tagesmütter. Zur Begründung führt die AfD an, ein Krippenplatz für unter Dreijährige koste die Kommune im Schnitt mehr als 1000 Euro im Monat, und beruft sich auf Urteile des Bundesverfassungsgerichts. Erziehungszeiten sollen außerdem bei der Rente zählen. Ein einzelnes Gehalt soll nach Vorstellung der Partei wieder für eine Familie mit mehreren kleinen Kindern reichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„muss es einen finanziellen Ausgleich für etwaige Verdienstausfälle geben“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Es soll eine neue staatliche Geldleistung für selbst betreuende Eltern entstehen, die es heute so nicht gibt.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Betreuung zu Hause und klassische Familienformen sollen gezielt gefördert werden, bei erklärter Wahlfreiheit der Eltern.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich