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SPD zur Familie

Aus dem Programm „Unser Land von morgen. Regierungsprogramm der SPD für Nordrhein-Westfalen zur Landtagswahl am 15. Mai 2022“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 104 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Familienzentren an Grundschulen aufbauen

Die SPD will Familienzentren, die es bisher vor allem an Kitas gibt, auch an Schulen einrichten und an jeder Grundschule möglich machen. Dort sollen Familienbildung, Förderung und Hilfen an einem Ort zusammenkommen, damit Eltern den Bildungsweg ihrer Kinder leichter unterstützen können.

Familien-Zentren sind Orte mit Hilfen und Infos für Familien. Bisher gibt es sie vor allem an Kitas. Die SPD will sie auch an Grundschulen aufbauen. Eltern finden dann alle Angebote an einem Ort.

Nach dem Programm sollen an den Grundschulen Förder- und Hilfsangebote an einem Ort zusammengeführt werden. Dazu zählt die Familienbildung mit Austauschformaten, Spielgruppen oder Familienfreizeiten, die weiter ausgebaut und verlässlich gefördert werden soll. Die Träger der Familienbildung und die Familienzentren sollen enger zusammenarbeiten. Die SPD will außerdem Kommunen weiter beim Aufbau von Präventionsketten unterstützen, damit Jugendhilfe, Schule und Sozialbereich Familien früh erreichen. Schule, Ganztag und Familienzentrum sollen als Einheit gedacht werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Das an Kitas erfolgreiche Konzept der Familienzentren wollen wir auch an Schulen aufbauen und ausbauen.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein bestehendes öffentliches Unterstützungsangebot soll von Kitas auf Grundschulen ausgeweitet werden, was mehr staatliche Leistungen bedeutet.

Familienarbeitszeit und Partnerfreistellung einführen

Die SPD will eine Familienarbeitszeit einführen, mit der Eltern weniger arbeiten können, ohne Einkommen zu verlieren. Zusätzlich soll es eine Freistellung für Partnerinnen und Partner nach der Geburt und ergänzende Betreuung zu Randzeiten geben. Ziel ist mehr gemeinsame Zeit und eine partnerschaftliche Aufteilung der Betreuung.

Eltern sollen weniger arbeiten können. Sie sollen dabei kein Geld verlieren. Nach der Geburt soll auch der Partner frei bekommen. Früh morgens und spät abends soll es zusätzliche Betreuung für Kinder geben.

Die Familienarbeitszeit soll vor allem unterstützen, dass Eltern sich die Betreuungsarbeit partnerschaftlich teilen. Für die Zeit direkt nach der Geburt sieht das Programm eine Partnerfreistellung vor, damit die Familie zusammenwachsen kann. Betreuung zu Randzeiten soll im häuslichen Umfeld stattfinden. Als Vorbild nennt das Programm die ergänzende Kindertagesbetreuung, die der Essener Verband alleinerziehender Mütter und Väter anbietet und die nach Darstellung der SPD das Armutsrisiko von Alleinerziehenden senkt. Als Familie gilt für die SPD jede Konstellation, in der Kinder leben.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Mit einer Familienarbeitszeit wollen wir Familien ermöglichen, Arbeitszeiten zu reduzieren und dennoch nicht auf Einkommen verzichten zu müssen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine neue Leistung, die Einkommensverluste bei reduzierter Arbeitszeit ausgleicht, und eine neue Freistellung nach der Geburt gibt es bisher nicht.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Punkt fördert die partnerschaftliche Aufteilung der Betreuung und bezieht ausdrücklich alle Familienformen ein.

Familienbüros für Anträge einführen

Die SPD will Familienbüros schaffen, die jungen Eltern Anträge wie den auf Elterngeld in den ersten Wochen nach der Geburt abnehmen. Auch später sollen sie beim Beantragen von Leistungen und bei der Suche nach Angeboten helfen.

Nach einer Geburt müssen Eltern viele Anträge stellen. Die SPD will Familien-Büros einführen. Diese Büros helfen bei den Anträgen, zum Beispiel beim Elterngeld. Sie helfen Familien auch später.

Die Familienbüros sollen den Verwaltungsaufwand in den ersten Wochen nach der Geburt verringern. Sie übernehmen die Antragstellung in dieser Zeit und unterstützen Familien danach weiter bei Leistungen und passenden Angeboten. Die Büros können an die Familienzentren angebunden werden, die an Schulen neu entstehen sollen. Familien sollen so mehr Zeit für ihre eigenen Bedürfnisse gewinnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„wollen wir Familienbüros einführen, die sich um die Antragstellung in den ersten Lebenswochen kümmern und Familien auch später bei der Beantragung von Leistungen und dem Finden passender Angebote unterstützen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine zusätzliche öffentliche Anlaufstelle erleichtert den Zugang zu Sozialleistungen und erweitert staatliche Dienste.

Kita-Plätze ausbauen und Gebühren abschaffen

Die SPD will Kitas nach Bedarf ausbauen und für jedes Kind ein passendes Betreuungsangebot schaffen. Die Kita soll vollständig gebührenfrei werden, damit Bildung aus Sicht der Partei nicht vom Einkommen oder Wohnort abhängt.

Die SPD will mehr Kita-Plätze schaffen. Jedes Kind soll einen passenden Platz bekommen. Eltern sollen für die Kita nichts mehr bezahlen. Geld soll bei der Entscheidung für die Kita keine Rolle spielen.

Das Programm kritisiert, die bisherige Landesregierung habe zuletzt nur 3.349 neue Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen. Kinder sollen auch während des laufenden Kita-Jahres aufgenommen werden können, abgestimmt auf das Ende von Elterngeld oder Elternzeit. Das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern soll erhalten bleiben, weshalb die Vielfalt der Träger gestärkt werden soll. Dazu will die SPD mit Trägern und Kommunen im Gespräch bleiben. Eltern sollen bei der Entscheidung über einen Kita-Platz nicht zuerst auf die Kosten schauen müssen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Mit uns wird es eine umfängliche Gebührenfreiheit geben.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die vollständige Abschaffung der Elternbeiträge für alle Kita-Jahre verlagert die Kosten grundlegend auf die öffentliche Hand.

Kita-Finanzierung und Personalschlüssel neu regeln

Die SPD will die Kita-Finanzierung mit einem Kita-Zukunftsgesetz neu ordnen. Statt Pauschalen nach Belegung und Buchungszeiten sollen Einrichtungen eine feste Sockelfinanzierung und mehr Personal pro Gruppe erhalten. Das soll Bürokratie verringern und mehr Zeit für die Kinder schaffen.

Die SPD will ein neues Gesetz für Kitas. Kitas sollen einen festen Grund-Betrag bekommen. Sie sollen weniger Anträge und Abrechnungen schreiben müssen. Es soll mehr Personal für die Kinder geben.

Der Personalschlüssel soll sich an den tatsächlichen Öffnungszeiten ausrichten. Kitas mit vielen Kindern, die besondere Unterstützung brauchen, sollen zusätzliche Mittel erhalten; dafür soll der Sozialindex weiterentwickelt und der Ansatz der plusKitas fortgeführt werden. Für Erziehungsberufe plant die SPD mehr Aufstiegsmöglichkeiten über Funktionsstellen, etwa für Sprachförderung oder Kinderschutz, und einen Ausbau der praxisorientierten Ausbildung. Kita-Helferinnen und -Helfer sowie Kita-Kaufleute sollen Fachkräfte und Leitungen von nichtpädagogischen Aufgaben entlasten. Außerdem sollen Frühförderstellen ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir wollen eine Einrichtungsfinanzierung mit einem verbesserten Personalschlüssel, der sich an realen Öffnungszeiten orientiert, Erzieherinnen und Erzieher entlastet und die Betreuungsqualität deutlich verbessert.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliches Geld und mehr Personal für Kitas bauen die staatliche Leistung innerhalb des bestehenden Systems aus.

Kinderschutz landesweit einheitlich regeln

Die SPD will den Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen einheitlich organisieren. Jugendämter sollen überall gleich ausgestattet sein, und die Zusammenarbeit der Behörden soll einheitlichen Regeln folgen. Ein Kinderschutzgesetz soll dies laufend weiterentwickeln.

Die SPD will Kinder besser schützen. Alle Jugendämter im Land sollen gleich gut ausgestattet sein. Behörden sollen nach gleichen Regeln zusammenarbeiten. Ein Kinderschutz-Gesetz soll das festlegen.

Kinderschutz soll fester Teil der Aus- und Fortbildung in den betroffenen Berufsgruppen werden. Die SPD versteht ihn als Aufgabe der gesamten Gesellschaft und nicht allein der Jugendhilfe. Schutzkonzepte in Einrichtungen und Bildungsinstitutionen sollen gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen erarbeitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Deshalb sorgen wir für einheitliche Strukturen für den Kinderschutz. Jugendämter werden landesweit gleich ausgestattet sein.“
Seite 24 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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