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Was sagen die Parteien im Saarland zur Digitalpolitik?

3 aktuelle Wahlprogramme im Saarland haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Bürgerrechte zuerst (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

NetzDG aufheben und Upload-Filter abschaffen

Die AfD will das Netzwerkdurchsetzungsgesetz streichen und Upload-Filter abschaffen, weil beides aus ihrer Sicht die Meinungsfreiheit einschränkt. Über die Zulässigkeit von Inhalten sollen nicht mehr die Plattformbetreiber, sondern Gerichte entscheiden.

Die AfD will das Netz-DG abschaffen. Das ist ein Gesetz gegen strafbare Inhalte in sozialen Netzwerken. Auch Upload-Filter sollen weg. Die AfD sagt: Beides schränkt die freie Meinung ein. Über Inhalte im Internet sollen nur Gerichte entscheiden.

Verwaltung digitalisieren, persönlichen Zugang erhalten

Die AfD will die digitale Verwaltung ausbauen und die Abläufe schlanker und einheitlicher machen. Bürger sollen aber weiterhin wählen können, ob sie Behördengänge online oder persönlich erledigen, und Gebühren bar bezahlen dürfen.

Die AfD will mehr Ämter-Dienste im Internet. Die Abläufe sollen einfacher werden. Man soll aber auch weiter persönlich zum Amt gehen können. Jeder soll das selbst wählen. Gebühren soll man immer mit Bargeld bezahlen können.

Funklöcher mit Landesförderprogramm schließen

Die AfD will ein eigenes Förderprogramm des Landes, um Lücken im Mobilfunknetz zu schließen, und schnelles Internet für die gesamte Bevölkerung. Sie begründet das mit Nachteilen für den Wirtschaftsstandort, mit fehlender Erreichbarkeit in Notfällen und mit Wertverlusten bei Immobilien.

Im Saarland gibt es viele Funk-Löcher. Dort hat das Handy keinen Empfang. Die AfD will ein Förder-Programm vom Land dagegen. Alle Menschen sollen schnelles Internet bekommen. Auch auf dem Land und nahe der Grenze.

AfD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Verwaltungsverfahren vollständig digitalisieren und automatisieren

Die CDU will Verwaltungsverfahren vom Antrag bis zum Bescheid durchgehend digital abwickeln und dabei Künstliche Intelligenz einsetzen. Beschäftigte sollen von Routinearbeit entlastet werden und mehr Zeit für Bürger und Unternehmen haben.

Anträge beim Amt sollen komplett digital laufen. Das gilt vom Antrag bis zur Antwort. Computer-Programme mit Künstlicher Intelligenz sollen dabei helfen. Die Mitarbeiter müssen dann weniger Daten eintippen. Sie haben mehr Zeit für die Menschen.

Zentrale Cyberagentur für die Landes-IT gründen

Die CDU will eine zentrale Cyberagentur schaffen, die die IT-Einheiten des Landes bündelt. Sie soll Angebote für die digitale Modernisierung der Verwaltung entwickeln und Landes- wie Kommunalbehörden auf freiwilliger Basis zur Verfügung stehen.

Die CDU will eine Cyber-Agentur gründen. Das ist eine zentrale Stelle für die Computer-Technik des Landes. Sie soll alle IT-Abteilungen zusammenführen. Ämter von Land und Gemeinden können ihre Dienste nutzen. Das ist freiwillig.

Souveräne Cloud für die Verwaltung schaffen

Die CDU will die Abhängigkeit der Verwaltung von externen IT-Anbietern verringern und fordert eine souveräne Cloud für Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst. Open-Source-Software und offene Standards können dazu beitragen, ein Verbot proprietärer Software lehnt die Partei ab.

Ämter hängen oft von großen Computer-Firmen ab. Die CDU will das ändern. Die Verwaltung soll eine eigene, sichere Cloud bekommen. Eine Cloud ist ein Speicher im Internet. Frei verfügbare Software kann dabei helfen. Andere Software will die CDU aber nicht verbieten.

Dörfer und Städte zu Smart Regions entwickeln

Die CDU will Dörfer, Gemeinden und mittelgroße Städte mit digitalen Mitteln zu „Smart Regions“ weiterentwickeln. Als Vorbild nennt sie das Projekt „Smart Wendeler Land“. Ziel sind gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Kommunen.

Die CDU will Dörfer und Städte digitaler machen. Ein Projekt im Kreis St. Wendel dient als Vorbild. Die Menschen auf dem Land sollen so gut leben wie in der Stadt.

Kommunalen IT-Verband eGo-Saar stärken

Die CDU will den kommunalen IT-Zweckverband eGo-Saar stärken. Gemeinsame Standards sollen den Aufwand für Betrieb und Wartung senken und die IT-Sicherheit erhöhen.

Die Gemeinden im Saarland haben einen gemeinsamen IT-Verband. Er heißt eGo-Saar. Die CDU will ihn stärker machen. Das soll Arbeit sparen und die Computer sicherer machen.

Glasfasernetze überall zum Standard machen

Die CDU will gigabitschnelle Glasfasernetze im ganzen Saarland zum Standard machen. Der Ausbau soll vorrangig durch die Netzbetreiber erfolgen; wo das nicht gelingt, will das Land 100 Millionen Euro Fördermittel einsetzen.

Die CDU will überall sehr schnelles Internet. Dafür braucht es Glasfaser-Leitungen. Zuerst sollen Firmen die Leitungen bauen. Wo das nicht klappt, gibt das Land Geld dazu.

Funklöcher schließen und 5G ausbauen

Die CDU will die verbliebenen Funklöcher im Saarland schließen und den Mobilfunkstandard 5G rasch flächendeckend ausbauen. Dabei setzt sie auf die Zusammenarbeit mit Bund und Netzbetreibern.

An manchen Orten gibt es kein Handy-Netz. Die CDU will diese Lücken schließen. Auch das neue schnelle Netz 5G soll bald überall funktionieren.

Verwaltungsdaten offen und kostenlos bereitstellen

Die CDU will nicht personenbezogene Daten der Verwaltung von sich aus kostenlos für Forschung und Unternehmen bereitstellen. Das Saarland soll zum „Open Government Data-Bundesland“ werden. Der Schutz personenbezogener Daten soll dabei ohne Abstriche gelten.

Ämter sammeln viele Daten. Manche Daten betreffen keine einzelnen Personen. Diese Daten will die CDU kostenlos für alle öffnen. Forscher und Firmen sollen sie nutzen können. Persönliche Daten bleiben geschützt.

Once-only-Prinzip für Verwaltungsdaten einführen

Die CDU will, dass Daten in der digitalen Verwaltung nur einmal und dezentral bei der jeweils zuständigen Behörde gespeichert werden. Bürgerinnen und Bürger sollen nachsehen können, welche Behörde auf ihre Daten zugegriffen hat.

Ämter sollen Daten nur einmal speichern. Jedes Amt speichert nur seine eigenen Daten. Andere Ämter fragen die Daten dort ab. Bürger sollen sehen, wer ihre Daten angeschaut hat.

Freiwillige Cyberwehr für Großschadenslagen aufstellen

Die CDU will eine Cyberwehr aufbauen, der auch freiwillige IT-Sicherheitsfachleute angehören. Sie soll bei großen Schadenslagen Sicherheitsbehörden und Betreiber kritischer Infrastruktur unterstützen.

Die CDU will eine Cyberwehr gründen. Das ist eine Gruppe von Computer-Fachleuten. Auch Freiwillige sollen mitmachen. Sie helfen bei großen Angriffen aus dem Internet.

DigitalPakt für Kitas unterstützen

Die CDU unterstützt die Forderung nach einem bundesweiten DigitalPaktKita. Er soll neben der technischen Ausstattung der Kitas auch kindgerechte Konzepte für den Einsatz digitaler Medien umfassen.

Die CDU will ein Programm für digitale Technik in Kitas. Die Kitas sollen Geräte bekommen. Es soll auch Pläne geben, wie Kinder gut damit lernen. Die Erzieher sollen dafür geschult werden.

Justiz digitalisieren und Online-Zugänge schaffen

Die CDU will die Digitalisierung der Justiz mit deutlich mehr Personal und Sachmitteln vorantreiben. Bürgerinnen und Bürger sollen über eine virtuelle Rechtsantragsstelle und einen virtuellen Service-Point online Zugang zu den Gerichten bekommen.

Die CDU will die Gerichte digital machen. Dafür soll es mehr Personal und mehr Geld geben. Menschen sollen Anträge an das Gericht auch online stellen können. Es soll auch eine Online-Auskunft geben.

Plattformen regulieren und Medienkonzentration begrenzen

Die CDU will die Macht großer Medienkonzerne begrenzen und Internetplattformen klare rechtliche Vorgaben machen. Löschungen und Sperren sollen sich nach Medienrecht richten, nicht nach dem Ermessen der Betreiber. Angebote sollen sich auch mit wenig persönlichen Daten nutzen lassen.

Die CDU will die Macht großer Medien-Firmen begrenzen. Für Plattformen im Internet soll es klare Regeln geben. Die Betreiber sollen nicht allein über Löschen und Sperren entscheiden. Nutzer sollen wenig persönliche Daten abgeben müssen.

Hassrede verfolgen, Jugendschutz und Medienkompetenz stärken

Die CDU will strafbare Hassrede im Netz verfolgen lassen und nicht nur löschen. Für altersbeschränkte Inhalte soll es eine sichere Altersprüfung geben. Dazu soll die Medienkompetenz von Kindern und Erwachsenen wachsen.

Die CDU will Hass im Internet verfolgen, wenn er strafbar ist. Die Täter sollen gefunden werden. Für manche Inhalte soll das Alter sicher geprüft werden. Kinder und Erwachsene sollen lernen, Medien gut zu nutzen.

Landesamt für Soziales als digitales Pilotprojekt

Die CDU will das Landesamt für Soziales zum Vorreiter der digitalen Verwaltung machen. Anträge sollen neu gestaltet werden, damit Menschen mit Behinderung ihre Leistungen einfach und schnell erhalten.

Das Landesamt für Soziales soll digital arbeiten. Anträge sollen einfacher werden. Menschen mit Behinderung sollen ihre Hilfen schneller bekommen. Die Beschäftigten im Amt sollen mehr Zeit für Beratung haben.

CDU: alle 15 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Schnelles Internet und Mobilfunk überall sichern

Die SPD betrachtet schnelles Internet als Teil der Daseinsvorsorge und will den Zugang gesetzlich festschreiben. Breitband und Mobilfunk sollen flächendeckend verfügbar sein; wo der Markt das nicht leistet, soll der Staat eingreifen.

Alle Menschen sollen schnelles Internet haben. Das soll im Gesetz stehen. Auch auf dem Land soll das Handy-Netz gut sein. Wenn Firmen das Netz nicht bauen, soll der Staat helfen. Schulen bekommen zuerst Glasfaser.

Verwaltung digitalisieren, Saarland-App einführen

Die SPD will Verwaltungsleistungen schneller digital anbieten und den Rückstand beim Onlinezugangsgesetz aufholen. Geplant sind eine Saarland-App, eine zentrale Digitalisierungsplattform des Landes und eine gemeinsame Digitalisierung der Kommunen.

Die SPD will, dass man Ämter-Dinge online erledigen kann. Dafür soll es eine Saarland-App geben. Die Angebote sollen einfach und in leichter Sprache sein. Das Land soll den Gemeinden dabei helfen.

Digitalen Wandel in Betrieben sozial absichern

Die SPD will kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung fördern und zugleich Arbeitnehmerrechte schützen. Neue digitale Beschäftigungsformen sollen in die Sozialversicherung einbezogen werden, Weiterbildung soll Beschäftigte auf den Wandel vorbereiten.

Die SPD will kleinen Firmen bei der Digitalisierung helfen. Die Rechte der Beschäftigten sollen dabei bleiben. Auch wer über Internet-Plattformen arbeitet, soll sozial abgesichert sein. Es soll mehr Weiterbildung geben.

KI kontrollieren, digitale Selbstbestimmung sichern

Die SPD fordert transparente, überprüfbare und diskriminierungsfreie Algorithmen, die Behörden kontrollieren können. Sie bekennt sich zu Netzneutralität und Datensouveränität und will digitale Bildung für alle Altersgruppen ausbauen.

Computer-Programme sollen fair und nachprüfbar sein. Behörden sollen sie kontrollieren können. Jeder soll über seine eigenen Daten bestimmen. Die SPD will mehr Bildung zu digitalen Themen. Auch Kitas sollen digitale Ausstattung bekommen.

SPD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl