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SPD zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Unser Saarland Plan: Regierungsprogramm der Saar-SPD 2022-2027 – Echte #SaarlandLiebe ist bei uns Programm“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 56 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Illegale Müllablagerungen härter ahnden

Die SPD will das wilde Abladen von Müll in der Natur strenger bestrafen. Sie begründet das mit steigenden Kosten für die Beseitigung von Abfall im Staatswald.

Manche Menschen werfen ihren Müll in den Wald. Die SPD will das härter bestrafen. Das Aufräumen kostet immer mehr Geld. Dieses Geld zahlen alle.

Nach Darstellung des Programms wird Abfall immer häufiger in der Natur abgeladen, was sich an höheren Beseitigungskosten im Staatswald zeige. Müll gehöre auf Wertstoffhöfe, Grünschnittdeponien oder in Verbrennungsanlagen. Wer ihn in der Natur entsorgt, schade Umwelt, Tieren und Pflanzen und wälze die Kosten auf die Allgemeinheit ab. Deshalb sollen solche Verstöße strenger geahndet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Daher setzen wir uns dafür ein, illegale Müllablagerungen härter zu ahnden.“
Seite 27 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Masterplan Wasser und saubere Gewässer

Die SPD will die Qualität des Trinkwassers mit einem Masterplan Wasser sichern. Alle Flüsse und Seen im Land sollen in einen guten Zustand gebracht werden, wofür das Land Geld bereitstellen soll.

Die SPD will das Trinkwasser schützen. Dafür soll es einen großen Plan geben. Alle Flüsse und Seen sollen sauber werden. Das Land soll das nötige Geld geben.

Das Programm zählt sauberes Trinkwasser zur Daseinsvorsorge und nennt seine Qualität das höchste Schutzgut. Laut Programm sind derzeit mehr als 25 Prozent der Oberflächengewässer in gutem oder sehr gutem Zustand. In den nächsten Jahren sollen alle Gewässer dieses Niveau erreichen. Auch das Entsiegeln von Flächen soll helfen, weil versickerndes Regenwasser Grundwasser bildet und Schäden durch Starkregen mindert.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Dazu erarbeiten wir einen Masterplan Wasser, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Wasserwirtschaft gewährleisten zu können.“
Seite 29 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Flächenverbrauch binnen zehn Jahren halbieren

Die SPD will den Verbrauch neuer Flächen im Saarland innerhalb von zehn Jahren halbieren und das Bundesziel, netto keine neuen Flächen mehr zu verbrauchen, vor 2050 erreichen. Versiegelte Flächen sollen wieder geöffnet werden, und im ländlichen Raum soll das Bauen innerhalb der Orte Vorrang haben.

Im Saarland wird viel Boden bebaut. Die SPD will das in zehn Jahren halbieren. Zugebaute Flächen sollen wieder frei werden. Gebaut werden soll vor allem in den Orten selbst. In Städten soll es mehr Grün geben.

Eine Entsiegelungsstrategie soll bewirken, dass der Natur mehr Fläche zurückgegeben als neu beansprucht wird. Die Ziele sollen in den neuen Landesentwicklungsplan einfließen und mit einer sozialen Wohnsiedlungsentwicklung verbunden werden. Im ländlichen Raum soll Innenverdichtung vor dem Bauen im Außenbereich stehen. Das Programm zur Sanierung der Ortskerne wird fortgesetzt und mit Landesgeld zusätzlich zu Bundes- und EU-Mitteln ausgestattet. In Städten sollen Erholungs- und Naturräume das Stadtklima verbessern und den Zugang zur Natur gerechter machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„werden wir das von der Bundesregierung vorgegebene Ziel des „Nettonullverbrauchs“ schon vor 2050 erfüllen wollen und deshalb in den kommenden zehn Jahren den Flächenverbrauch im Saarland halbieren.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein früheres Erreichen des Flächenziels und Vorgaben gegen Versiegelung verschärfen den Umwelt- und Klimaschutz gegenüber dem Bundesziel.

Wald schonen und Urwald verdoppeln

Die SPD will den Masterplan Wald fortschreiben und dabei ökologische Belange über wirtschaftliche Erträge stellen. Alte Buchen sollen möglichst nicht mehr gefällt und der Urwald bei Saarbrücken auf 2.000 Hektar verdoppelt werden.

Die SPD will den Wald besser schützen. Die Gesundheit des Waldes ist ihr wichtiger als Gewinn. Alte Buchen sollen möglichst stehen bleiben. Der Urwald bei Saarbrücken soll doppelt so groß werden.

Der geringere Einschlag soll den Holzvorrat erhöhen und so Stabilität, Klimaschutz und Artenvielfalt dienen. Personal und Qualifikation beim Landesbetrieb SaarForst sollen erhalten und verstärkt werden. Ökologische, soziale und klimabezogene Aufgaben will die SPD unabhängig davon finanzieren, ob sich die Holznutzung rechnet. Private Waldbesitzer sollen weiter unterstützt werden; beim Bund will sich die SPD für eine Förderung ohne Unterschied nach Besitzart und für eine Vergütung von Ökosystemleistungen einsetzen. Der Warndtwald und der Wald bei Dudweiler sollen als Natur- und Erholungswald ausgewiesen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Dabei hat die Gesundheit des Waldes und das ökologische Gleichgewicht Vorrang vor betriebswirtschaftlichen Interessen.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Landesforst soll unabhängig von der Wirtschaftlichkeit finanziert und personell gestärkt werden, was mehr öffentliche Mittel bedeutet.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Vorrang der Ökologie vor Holzerträgen und mehr ungenutzter Wald stellen Klima- und Naturschutz über wirtschaftliche Nutzung.

Artenvielfalt und Schutzgebiete stärken

Die SPD will die Biodiversitätsstrategie des Landes weiterentwickeln und die drei großen Schutzgebiete stärken. Für das Biosphärenreservat Bliesgau prüft sie eine Erweiterung und setzt sich für ein Biosphärenhaus ein.

Im Saarland leben viele Tier- und Pflanzen-Arten. Die SPD will sie besser schützen. Die drei großen Schutz-Gebiete sollen gestärkt werden. Im Bliesgau soll ein Info-Haus entstehen.

Besonders achten will die SPD auf den Erhalt des artenreichen Grünlands und auf mehr Raum für Wildnis. Den Nationalpark Hunsrück-Hochwald will sie zusammen mit Rheinland-Pfalz als Projekt zum Schutz von Wildnisflächen weiterentwickeln. Für den Naturpark Saar-Hunsrück verfolgt sie mit dem Nachbarland ein gemeinsames Großschutzgebiet und eine engere Zusammenarbeit. Das Biosphärenreservat Bliesgau soll weiter unterstützt werden; ein Biosphärenhaus soll als zentraler Informationsort dienen.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Wir werden die drei Nationalen Naturlandschaften im Saarland weiterhin stärken und voranbringen.“
Seite 30 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierschutz ausbauen und Pelzhandel unterbinden

Die SPD will Tierheime und Auffangstationen besser finanzieren und die Nutztierhaltung stärker am Tierwohl ausrichten. Bestimmte Tiertransporte, Pelztierzucht, Pelzhandel und Schwarzmarkthandel mit Tieren sollen unterbunden werden.

Die SPD will Tiere besser schützen. Tierheime sollen mehr Geld bekommen. Höfe sollen nicht zu viele Tiere pro Fläche halten. Pelz-Handel und Pelz-Zucht sollen aufhören. Tierversuche sollen durch andere Methoden ersetzt werden.

Der Runde Tisch Tierschutz und der Landestierschutzbeauftragte bleiben bestehen. In der Nutztierhaltung strebt die SPD Obergrenzen je Fläche und eine am Tierwohl orientierte Agrarförderung an. Mobile Schlachtanlagen sollen stärker gefördert werden, um lange Tiertransporte zu vermeiden und regionale Kreisläufe zu stärken. Transporte in Länder außerhalb der EU sollen enden, wenn dort europäische Tierschutzstandards nicht gelten. Aufklärungskampagnen sollen Haustierhalter beraten. Der Forschungspreis für Alternativen zu Tierversuchen wird fortgeführt.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Tiertransporte in Drittstaaten ohne Einhaltung der europäischen Tierschutzstandards wollen wir ebenso unterbinden wie den Schwarzmarkthandel mit Tieren, die Zucht von Pelztieren und den Pelzhandel.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Haltungsobergrenzen, Handelsverbote und mehr Fördergeld bedeuten stärkere Regulierung und höhere öffentliche Ausgaben.

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Alle Programme im Saarland im Vergleich