Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Grüne zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Wir sind Stadt. Land. Schleswig-Holstein. Programm zur Landtagswahl am 8. Mai 2022“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 212 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 9 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fischerei ökologisch umstellen, Grundschleppnetze beenden

Die Grünen wollen die Fischerei in Nord- und Ostsee erhalten und zugleich sensible Meeresgebiete schützen. Dazu gehören ein rascher Ausstieg aus der Grundschleppnetzfischerei, strengere Regeln für Stellnetze und Subventionen, die auf eine ökologische Meeresnutzung zielen.

Fischerei gehört zu Schleswig-Holstein. Die Grünen wollen sie umwelt-freundlicher machen. Netze, die über den Meeres-Boden gezogen werden, sollen bald verboten sein. Fischer sollen Hilfe bei der Umstellung bekommen. Bedrohte Fisch-Arten soll niemand gezielt fangen.

Regionale Fischereibetriebe sollen bei der Umstellung und beim Aufbau von Alternativen wie umweltfreundlichen touristischen Angeboten Unterstützung erhalten. Fangquoten sollen sich nach internationalen Forschungsergebnissen richten. Mit Mecklenburg-Vorpommern und dem Bund sollen Perspektiven für die Fischerei entstehen, falls die Fangmengen länger stark eingeschränkt bleiben. Gefährdete Arten dürfen weder gezielt gefischt noch geangelt werden. Die Aquakulturstrategie soll fortgeschrieben werden und sich an Tierwohl, Futter, Energie sowie Gewässer- und Meeresschutz ausrichten.

Originalzitat anzeigen (Seite 106)
„Dazu gehören auch ein schnellstmöglicher Ausstieg aus der klima- und umweltschädlichen Grundschleppnetzfischerei und eine naturschutzgerechte Regulierung von Stellnetzen.“
Seite 106 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine Fangmethode soll auslaufen, Stellnetze sollen stärker reguliert und Subventionen an ökologische Kriterien gebunden werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausstieg aus der als klimaschädlich bezeichneten Grundschleppnetzfischerei stellt Klima- und Umweltschutz über die bisherige Fangpraxis.

Agrarförderung an öffentliche Leistungen binden

Die Grünen wollen eine Agrarwende hin zu einer klimaneutralen Landwirtschaft, die Betrieben eine dauerhafte Perspektive gibt. Öffentliche Agrargelder sollen sich nach ökologischen und sozialen Leistungen der Höfe richten. Regeln für die Märkte sollen faire Erzeugerpreise ermöglichen.

Die Grünen wollen die Landwirtschaft umbauen. Sie soll dem Klima und der Natur nicht schaden. Geld vom Staat soll es für Leistungen für Umwelt und Gesellschaft geben. Bäuerinnen und Bauern sollen faire Preise bekommen.

Die Partei will sich auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene für diese Reform der Agrarpolitik einsetzen. Die Öko-Regelungen (Eco Schemes) der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik sollen Ökobetriebe und Grünlandbetriebe mit Weidetieren stärken und nicht benachteiligen. Landwirtinnen und Landwirte sollen an der Biodiversitätsstrategie des Landes beteiligt und beim Umbau ihrer Betriebe unterstützt werden. Dabei soll neben Natur- und Klimaschutz auch die soziale Seite beachtet werden, damit kleine und mittlere Betriebe bestehen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 143)
„für eine Agrarpolitik einsetzen, die konsequent und zeitnah nach dem Grundsatz „öffentliches Geld für öffentliche Leistung“ reformiert wird“
Seite 143 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Subventionen sollen an Gemeinwohlleistungen geknüpft und Märkte durch Leitplanken stärker reguliert werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Agrarförderung soll auf Klimaneutralität und ökologische Leistungen ausgerichtet werden.

Ökolandbau auf 30 Prozent der Fläche ausweiten

Die Grünen wollen den Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche im Land von derzeit 7 auf mindestens 30 Prozent steigern. Fördermittel des Landes sollen dafür vorrangig nach ökologischen Kriterien fließen. Auch Ausbildung und Forschung sollen stärker auf Ökolandbau ausgerichtet werden.

Die Grünen wollen viel mehr Bio-Landwirtschaft. Heute sind 7 Prozent der Fläche bio. Es sollen mindestens 30 Prozent werden. Dafür soll es mehr Geld und mehr Beratung geben.

Die Ökolandbauprämie soll erhöht und ausgebaut, die Umstellungsberatung erweitert und Bürokratie verringert werden; auf Bundesebene soll das Öko-Landbaugesetz überarbeitet werden. Grünland soll erhalten und sein Anteil erhöht werden, zudem sollen Agroforst, Paludikulturen, Agriphotovoltaik und eine neue Eiweißpflanzenstrategie gegen Sojaimporte vorankommen. Digitale und robotische Technik auf dem Acker will die Partei fördern. An Fach- und Berufsschulen soll Ökolandbau umfassend in den Lehrplan, und Hochschulen sowie öffentliche Forschungsgelder sollen sich stärker der Ökologisierung widmen. Staatliche Forschung soll außerdem vielfältiges, klimaangepasstes Saatgut aus klassischer Zucht sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 144)
„Wir verfolgen das Ziel des „Green Deals“ der EU und der neuen Bundesregierung von mindestens 30 Prozent im Ökolandbau bewirtschafteter Fläche für Schleswig-Holstein.“
Seite 144 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Landesförderung soll gezielt umgelenkt und Prämien sowie staatliche Beratung und Forschung ausgebaut werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau des Ökolandbaus und klimaschonender Bewirtschaftungsformen wird über Förderung vorangetrieben und gibt ökologischen Zielen Vorrang.

Gentechnik in der Landwirtschaft ablehnen

Die Grünen lehnen Gentechnik in Land- und Forstwirtschaft ab, auch die sogenannten neuen Verfahren. Diese sollen weiter unter die Risikoprüfung und Zulassung des Gentechnikrechts fallen. Gentechnikfreiheit sieht die Partei als Standortvorteil.

Die Grünen sagen Nein zur Gen-Technik auf dem Feld und im Essen. Das gilt auch für neue Verfahren. Der Staat soll diese Verfahren streng prüfen. Die Partei will Umwelt und Gesundheit schützen.

Die Ablehnung gilt laut Programm für Acker, Wald, Lebensmittel und Tiere. Begründet wird die Forderung mit der Vorsorge für Umwelt und Gesundheit sowie mit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. Eine gentechnikfreie Erzeugung sei ein Vorteil für Schleswig-Holstein und Europa.

Originalzitat anzeigen (Seite 144)
„Gerade auch die neuen Gentechniken müssen innerhalb des Risikoprüfungs- und Zulassungsregimes des Gentechnikrechts überwacht werden.“
Seite 144 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Partei verteidigt die bestehende strenge Regulierung gegen die diskutierte Lockerung für neue Gentechnikverfahren.

Regionale Verarbeitung und Ernährungsbildung fördern

Die Grünen wollen, dass Lebensmittel stärker in der Region verarbeitet und verkauft werden. Das soll der Landwirtschaft eine wirtschaftliche Perspektive sichern. Zugleich soll Bildung von der Kita an vermitteln, woher Lebensmittel kommen.

Die Grünen wollen mehr Essen aus der Region. Kleine Molkereien und Schlachtereien sollen leichter eine Erlaubnis bekommen. Kinder sollen lernen, woher das Essen kommt. Sie sollen auch lernen, frisch zu kochen.

Genannt werden mehr mobile Schlachtungen sowie lokale Verarbeitung und Vermarktung pflanzlicher und tierischer Produkte. Genehmigungen für kleine Molkereien, Fleischereien und Schlachtbetriebe sollen einfacher werden. Der Wert ökologisch und regional erzeugter Lebensmittel soll bekannter werden. Dafür will die Partei Lehrinhalte in Schule, Ausbildung und Studium weiterentwickeln, einschließlich der frischen Zubereitung von Speisen.

Originalzitat anzeigen (Seite 144)
„Wir setzen uns für die Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten ein.“
Seite 144 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Bodenbesitz breit streuen, Hofübernahmen erleichtern

Die Grünen wollen verhindern, dass sich Agrarflächen bei Investoren und Finanzunternehmen sammeln. Dafür soll das Grundstücksverkehrsrecht im Land angepasst werden. Junge Landwirtinnen und Landwirte sollen leichter Höfe übernehmen können.

Die Grünen wollen, dass Acker-Land vielen Menschen gehört. Große Geld-Firmen sollen nicht immer mehr Land kaufen. Dafür will die Partei ein Gesetz ändern. Junge Leute sollen leichter einen Hof übernehmen können.

Der Bund soll sogenannte Share Deals wirksam einschränken, also den Erwerb von Flächen über Firmenanteile. Die Anpassung des Grundstücksverkehrsrechts soll in der kommenden Legislaturperiode erfolgen. Für Hofübernahmen sind erweiterte Beratungsangebote zusammen mit Beratungsstellen, Initiativen und der Landwirtschaftskammer vorgesehen. Außerdem will die Partei gemeinwohlorientierte Modelle wie solidarische Landwirtschaft, Bürgeraktien und Genossenschaften fördern und dafür eine Anlaufstelle des Landes samt Förder- und Beratungsprogramm einrichten.

Originalzitat anzeigen (Seite 145)
„Darum wollen wir einer Konzentration des Besitzes von landwirtschaftlicher Fläche in den Händen von Investoren und der Finanzindustrie entgegenwirken.“
Seite 145 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Bodenmarkt soll stärker reguliert werden, um Käufe durch Investoren zu begrenzen, und gemeinwohlorientierte Wirtschaftsformen sollen gefördert werden.

Pestizideinsatz halbieren, Pestizidabgabe einführen

Die Grünen wollen den Einsatz von Pestiziden bis 2030 in einem ersten Schritt halbieren und Gewässer besser vor Dünger schützen. Auf Bundesebene setzen sie sich für eine Pestizidabgabe ein. Wer Umweltschäden verursacht, soll nach dem Programm selbst dafür zahlen.

Die Grünen wollen weniger Gift auf den Feldern. Bis 2030 soll es nur noch halb so viel sein. Am Rand von Gewässern soll es keinen Dünger und kein Gift mehr geben. Hersteller und Nutzer sollen für Schäden selbst zahlen.

Die Abgabe soll sich an der Giftigkeit der Wirkstoffe orientieren; hinzu kommen eine Produkthaftung und eine Versicherungspflicht für Umweltschäden bei Herstellern und Anwendern. Gewässerrandstreifen sollen frei von Dünger und Pestiziden werden, wofür die Partei Vertragsnaturschutz und den Dialog mit den Betrieben nutzen will. Die EU-Nitrat- und die Wasserrahmenrichtlinie sollen über die Düngeverordnung umgesetzt und im Land wirksam kontrolliert werden. Der Anteil von Agrarflächen mit hohem Naturwert soll 19 Prozent erreichen, vor allem im Umkreis von einem Kilometer um Schutzgebiete. Baumschulen sollen bei der Umstellung auf pestizidfreie Verfahren unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 146)
„Dafür muss der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft wie in der Farm-to-Fork-Strategie vorgesehen in einem ersten Schritt um 50 Prozent bis 2030 sinken.“
Seite 146 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Abgabe, Haftungsregeln und eine Versicherungspflicht legen Herstellern und Anwendern zusätzliche Kosten und Pflichten auf.

Nachhaltige Verpflegung und Lebensmittelkennzeichnung ausbauen

Die Grünen wollen das Essen in Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Kantinen gesünder und nachhaltiger machen und den Bio-Anteil dort stetig erhöhen. Ein Qualitätslabel soll zeigen, wie viele regionale und ökologische Produkte verarbeitet werden. Im Bund setzen sie sich für verbindliche Kennzeichnungen von Lebensmitteln ein.

Die Grünen wollen besseres Essen in Kitas, Schulen und Kliniken. Dort soll es mehr Bio-Essen geben. Ein Zeichen soll zeigen, wie viel Essen aus der Region kommt. Auf Lebensmitteln soll klar stehen, woher sie kommen und was drin ist.

Für öffentlich finanzierte Einrichtungen sollen Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards gelten, die sich an den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren und zusätzlich strengere Anforderungen an Umwelt-, Klima-, Tier- und Meeresschutz enthalten. Kantinen und Mensen des Landes sollen Vorzeigeprojekte werden und mehr ökologische, vegane, vegetarische, saisonale und regionale Gerichte anbieten. Beratungsangebote für Küchenfachkräfte nach dem Vorbild des Kopenhagener „House of Food“ sollen gefördert werden. Ein Qualitätslabel für Kantinen, Gastronomie und Lebensmittelbranche soll den Anteil regionaler und ökologischer Produkte sichtbar machen. Auf Bundesebene wollen die Grünen Standards und Kennzeichnungspflichten zu Herkunft, Inhaltsstoffen und Herstellung, auch für Gentechnik.

Originalzitat anzeigen (Seite 147)
„Unser Ziel ist, dass in der Verpflegung öffentlich finanzierter Einrichtungen der Anteil an Bio-Lebensmitteln kontinuierlich gesteigert wird.“
Seite 147 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Standards, ein Label und Kennzeichnungspflichten erweitern die staatliche Regulierung der Verpflegung und der Lebensmittelbranche schrittweise.

Tierdichte auf zwei Großvieheinheiten pro Hektar begrenzen

Die Grünen wollen, dass Betriebe weniger Tiere pro Fläche halten. Als Zielwert nennen sie höchstens zwei Großvieheinheiten je Hektar. Begründet wird das mit Klimaschutz, Gewässerschutz und Tierwohl.

Die Grünen wollen weniger Tiere auf einer Fläche. Auf einem Hektar sollen höchstens zwei Großvieh-Einheiten leben. Eine Großvieh-Einheit entspricht etwa einer ausgewachsenen Kuh. Das soll dem Klima, dem Wasser und den Tieren helfen.

Die Zahl der Tiere soll sich künftig stärker nach der bewirtschafteten Fläche eines Betriebs richten. Nach Darstellung des Programms senkt eine geringere Tierdichte den CO2-Ausstoß sowie die Belastung der Gewässer mit Nitrat und Phosphat. Außerdem sinke das Risiko von Seuchen, und es gelangten weniger Antibiotika und Schadstoffe in Lebensmittel.

Originalzitat anzeigen (Seite 147)
„Künftig muss sich die Zahl der gehaltenen Tiere stärker an der zur Verfügung stehenden bewirtschafteten Fläche orientieren. Wir streben maximal zwei Großvieheinheiten pro Hektar an.“
Seite 147 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine Obergrenze für die Tierdichte wäre eine zusätzliche Vorgabe für landwirtschaftliche Betriebe.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Tierzahl pro Fläche soll auch aus Klimagründen sinken, was die Tierhaltung einschränkt, ohne dass ein festes Verbot genannt wird.

Tierhaltung artgerecht umbauen und finanzieren

Die Grünen wollen die Nutztierhaltung langfristig auf die höheren Haltungsstufen 3 und 4 umstellen und folgen dabei den Empfehlungen der Borchert-Kommission. Zur Finanzierung soll es im Bund ein eigenes Instrument geben, etwa eine Tierwohlabgabe. Weidehaltung und der Wechsel zur ökologischen Tierhaltung sollen gefördert werden.

Die Grünen wollen, dass Tiere auf Bauernhöfen besser leben. Die Tiere sollen mehr Platz und Auslauf bekommen. Dafür soll es Geld geben, zum Beispiel aus einer Tierwohl-Abgabe. Das ist ein Aufschlag auf tierische Produkte. Bauern sollen leichter auf Bio-Haltung umsteigen können.

Tiere sollen mehr Platz, Beschäftigung und Auslauf erhalten, die Fütterung soll angepasst und die Schlachtung schonender werden. Da laut Programm rund 90 Prozent der Schweine in Haltungsform 1 leben, sollen Betriebe mit schwierigen Voraussetzungen zunächst rasch Stufe 2 erreichen. Bundesweit soll eine Weidetierprämie eingeführt werden, die auch für Milchvieh gilt; Freilandhaltung mit robusten Rassen wird unterstützt. Eine Umstiegsplattform soll den Wechsel zur ökologischen Tierhaltung erleichtern, als Hilfen nennt das Programm Tierwohlabgabe und Gemeinwohlprämie. Stehen Immissionsschutzregeln im Weg, wollen die Grünen im Bund Änderungen im Bau- und Umweltrecht erreichen. Zudem soll universitäre Forschung zur Vermeidung von Stress und Schmerzen bei Nutztieren gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 148)
„Wir setzen uns für den langfristigen Umbau zu mehr artgerechter Tierhaltung (Stufe 3 / 4) ein.“
Seite 148 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Abgabe und zusätzliche Prämien sollen den Umbau der Tierhaltung finanzieren, was die staatliche Lenkung in der Landwirtschaft ausbaut.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Schleswig-Holstein im Vergleich