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Was sagen die Parteien in Mecklenburg-Vorpommern zur Landwirtschaft?

4 aktuelle Wahlprogramme in Mecklenburg-Vorpommern haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Landwirten mehr Freiheit geben, Nitratmessnetz ausbauen

Die AfD sieht inhaber- und familiengeführte Betriebe als Leitbild der Landwirtschaft und will ihnen mehr unternehmerischen Spielraum statt Kontrolle geben. Das Netz der Nitratmessstellen soll deutlich größer und repräsentativer werden, damit Düngeauflagen geringer ausfallen.

Die AfD will Bauernhöfe stärken, die Familien gehören. Bauern sollen freier entscheiden können. Es soll mehr Mess-Stellen für Nitrat geben. Nitrat ist ein Stoff aus Dünger im Grundwasser. So sollen Bauern weniger strenge Dünge-Regeln bekommen.

Regionale Schlachtung wieder aufbauen

Die AfD will Schlachtbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern gezielt wieder aufbauen, damit Tiertransporte kürzer werden. Höhere Haltungsstandards sollen nur mit wirtschaftlich tragbaren Übergangsfristen kommen und sich im Erzeugerpreis niederschlagen.

Die AfD will wieder mehr Schlacht-Betriebe im Land. Dann müssen Tiere nicht so weit fahren. Bessere Ställe sollen Bauern Zeit für die Umstellung lassen. Bauern sollen dafür höhere Preise bekommen. Das Schlachten ohne Betäubung lehnt die AfD ab.

Bodenmarkt lenken, Junglandwirte fördern

Die AfD will, dass der Staat über Vorkaufsrechte in den Markt für Ackerland eingreifen kann, um eine Konzentration bei wenigen Eigentümern zu begrenzen. Flächen sollen bevorzugt an Betriebe aus der Region gehen, und Junglandwirte sollen mehr Unterstützung erhalten.

Ackerland soll nicht wenigen großen Besitzern gehören. Der Staat soll deshalb Land zuerst kaufen dürfen. Land soll vor allem an Bauern aus der Gegend gehen. Junge Bauern sollen mehr Hilfe bekommen.

Regionale Produkte schützen und besser vermarkten

Die AfD will Hersteller dabei unterstützen, regionale Spezialitäten für die Herkunftssiegel der EU anzumelden. Das Landeszeichen „Natürlich aus MV“ soll im Handel überall sichtbar werden. Zudem soll die Bioökonomie auf dem Land als Wirtschaftszweig wachsen.

Die AfD will Essen aus der Region bekannter machen. Hersteller sollen Hilfe bekommen, um ein EU-Siegel zu beantragen. Das Siegel schützt den Namen vor Nachahmung. Das Zeichen „Natürlich aus MV“ soll in mehr Läden zu sehen sein.

Fischerei und Stellnetze erhalten

Die AfD bekennt sich zur Stellnetzfischerei in den Küstengewässern und setzt auf Forschung und Zusammenarbeit mit den Fischern statt auf Verbote. Landeseigene Gewässer sollen ausschließlich an Fischer aus der Gegend verpachtet werden.

Die AfD will die Fischerei im Land erhalten. Fischer sollen weiter mit Stell-Netzen fischen dürfen. Das sind Netze, die fest im Wasser stehen. Gewässer des Landes sollen nur Fischer aus der Gegend pachten dürfen.

AfD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Ökologischen Umbau der Landwirtschaft finanziell absichern

Die Grünen wollen die Landwirtschaft klima- und naturverträglicher machen und den Betrieben dabei Einkommen und Planungssicherheit geben. Vorgesehen sind weniger Bürokratie, Investitionshilfen für die Tierhaltung und ein deutlicher Ausbau des Ökolandbaus. Der Umbau soll nach Ansicht der Partei nicht zulasten der Höfe gehen.

Die Grünen wollen eine Landwirtschaft, die Natur und Klima schont. Bauern sollen dafür Geld und Hilfe bekommen. Anträge sollen einfacher und digital werden. Es soll mehr Bio-Höfe geben. Junge Bio-Bauern sollen Start-Hilfe bekommen.

Kleine handwerkliche Fischerei erhalten und fördern

Die Grünen wollen die Fischerei im Land erhalten und vor allem kleine Handwerksbetriebe stützen. Fangmengen sollen sich an der Wissenschaft orientieren, Laichgebiete geschützt und schonende Fangmethoden gefördert werden. Das Programm verweist auf schrumpfende Bestände, sinkende Quoten und wirtschaftlichen Druck.

Die Grünen wollen kleine Fischerei-Betriebe erhalten. Es gibt immer weniger Fische. Forscher sollen sagen, wie viel Fisch man fangen darf. Fischer sollen Geld für schonende Fang-Geräte bekommen. Sie sollen auch auf andere Art Geld verdienen können.

Grüne: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Löhne und Absicherung in der Landwirtschaft verbessern

Die Linke will für Beschäftigte in Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft überall Tarifverträge und eine verlässliche soziale Absicherung erreichen. Auch Saisonkräfte sollen einen Mindestlohn oberhalb der Armutsgrenze und Sozialversicherung erhalten.

Die Linke will bessere Löhne in der Landwirtschaft. Überall sollen Tarif-Verträge gelten. Auch Saison-Kräfte sollen sozial versichert sein. Sie sollen einen Lohn bekommen, der vor Armut schützt.

Regionale Verarbeitung stärken, Marktmacht von Konzernen begrenzen

Die Linke will regionale Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte fördern und die Marktmacht großer Handels- und Verarbeitungskonzerne begrenzen. Regionale Kreisläufe sichern aus Sicht des Programms Einkommen vor Ort und bezahlbare Lebensmittel.

Die Linke will Lebensmittel aus der Region stärken. Betriebe vor Ort sollen sie verarbeiten und verkaufen. Große Konzerne sollen weniger Macht haben. Bauern sollen faire Preise bekommen.

Ökolandbau ausweiten, Pflanzenschutzmittel reduzieren

Die Linke will den ökologischen Landbau auf wenigstens ein Viertel der Fläche ausdehnen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich senken. Betriebe sollen für Leistungen beim Tierwohl sowie beim Klima-, Natur- und Umweltschutz bezahlt werden.

Die Linke will mehr Bio-Landwirtschaft. Mindestens ein Viertel der Felder soll bio sein. Bauern sollen weniger Pflanzenschutz-Mittel nutzen. Wer Natur und Tiere schützt, soll dafür Geld bekommen.

Bodenspekulation begrenzen und Tierhaltung umbauen

Die Linke will mit einem Agrarstrukturgesetz gegen Spekulation mit Ackerland vorgehen und ortsansässige sowie junge Landwirte bei der Flächenvergabe bevorzugen. Die Tierhaltung soll sozialverträglich auf hohe Standards umgestellt werden. Boden ist nach dem Programm Lebensgrundlage und keine Ware.

Die Linke will Spekulation mit Ackerland begrenzen. Spekulation heißt: Land kaufen, um es teurer zu verkaufen. Bauern aus der Region und junge Bauern sollen zuerst Land bekommen. Tiere sollen besser gehalten werden.

Fischerei erhalten und neu ausrichten

Die Linke will die Berufs- und die Freizeitfischerei im Land bewahren und weiterentwickeln. Weil sich die ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen ändern, sollen die Gewässer nachhaltig genutzt werden und Fischer neue Perspektiven erhalten.

Die Linke will die Fischerei im Land erhalten. Das gilt für Berufs-Fischer und für Angler. Die Fischer sollen neue Möglichkeiten zum Geldverdienen bekommen. Die Gewässer sollen dabei geschont werden.

Linke: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Agrarstrukturgesetz gegen Bodenspekulation prüfen

Die SPD will prüfen, ob ein Agrarstrukturgesetz mit einer Genehmigungspflicht für den Verkauf von Agrarflächen und Betrieben sinnvoll ist. Hintergrund ist ihre Sorge über die Konzentration von Flächen und Käufe durch Investoren, die nicht aus der Landwirtschaft kommen.

Acker-Land wird immer teurer. Oft kaufen es Firmen, die keine Bauern sind. Die SPD will ein neues Gesetz prüfen. Dann bräuchte man für den Verkauf von Acker-Land eine Erlaubnis. So soll das Land bei Bauern aus der Gegend bleiben.

EU-Agrarpolitik mit eigenem Budget erhalten

Die SPD will, dass die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) ein eigener Politikbereich mit eigenem Haushalt bleibt. Eine Kappung oder Degression der Direktzahlungen für große Betriebe lehnt sie ab, weil nach ihrem Grundsatz jeder Hektar gleich viel zählen soll.

Die EU gibt Bauern Geld für ihre Flächen. Die SPD will, dass es dafür weiter einen eigenen Geld-Topf gibt. Die EU plant, großen Betrieben weniger Geld pro Fläche zu geben. Das lehnt die SPD ab. Für jede Fläche soll es gleich viel Geld geben.

Bodenschonenden Anbau, Tierwohl und Ökolandbau fördern

Die SPD will die Agrarförderung auf eine bodenschonende und präzise Bewirtschaftung ausrichten, um Gewässer, Böden und Artenvielfalt zu schützen. Außerdem setzt sie sich für tierwohlgerechte Haltung ein und will den ökologischen Landbau weiter nach Bedarf fördern.

Bauern sollen den Boden schonen. Sie sollen Dünger und Spritz-Mittel genau und sparsam einsetzen. Das schützt Wasser, Boden und Tiere. Die SPD will auch gute Tier-Haltung und Bio-Betriebe weiter fördern.

Digitale Landwirtschaft und Agrarforschung fördern

Die SPD will Digitalisierung, künstliche Intelligenz und andere Innovationen in der Landwirtschaft stärker fördern. Die Agrar- und Umweltforschung im Land soll gesichert und die mittelständische Pflanzenzucht unterstützt werden.

Bauern sollen moderne Technik nutzen. Zum Beispiel Roboter und Computer-Programme. So sollen sie mehr ernten und die Natur schonen. Die SPD will auch die Forschung zur Landwirtschaft im Land erhalten.

Artgerechte Nutztierhaltung und Seuchenschutz stärken

Die SPD bekennt sich zu einer Nutztierhaltung, die an die Fläche gebunden, regional verträglich und artgerecht ist. Neue und umgebaute Ställe für mehr Tierwohl sollen weiter gefördert werden. Gegen die Vogelgrippe will sich die Partei beim Bund für neue Impfstoffe einsetzen.

Die SPD will, dass Nutz-Tiere gut gehalten werden. Bauern sollen weiter Geld für bessere Ställe bekommen. Krankheiten wie die Vogel-Grippe belasten die Tier-Halter. Die SPD will, dass es neue Impf-Stoffe gegen die Vogel-Grippe gibt.

Küstenfischerei erhalten und unterstützen

Die SPD will die Küsten- und Binnenfischerei als prägenden Teil des Landes erhalten. Die verbliebenen Küstenfischer sollen Hilfe bei Infrastruktur und neuen Fanggeräten bekommen, und die Ausbildung zum Fischer soll gesichert werden. Schäden durch geschützte Arten wie Robbe und Kormoran sollen ausgeglichen werden.

Die SPD will die Fischerei im Land erhalten. Die Fischer an der Küste sollen Hilfe bekommen. Zum Beispiel für neue Netze, in denen weniger falsche Tiere landen. Robben und Kormorane machen Schäden bei den Fischern. Dafür sollen die Fischer einen Ausgleich bekommen.

SPD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl