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parteiprogramm

SPD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Sozial. Digital. Klimaneutral. – Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein (SPD. Besser ist das.)“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 96 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landwirtschaftliches Vorkaufsrecht stärken

Die SPD will den Preisanstieg bei Pacht und Kauf von Agrarflächen stoppen. Dazu soll das Vorkaufsrecht für Landwirte gestärkt werden, um Investoren von außerhalb der Branche zu begrenzen.

Ackerland wird immer teurer. Die SPD will das stoppen. Bauern sollen Land vor anderen Käufern kaufen dürfen. Dieses Recht heißt Vorkaufs-Recht. Die SPD will es stärken. So sollen Geld-Anleger von außen weniger Land bekommen.

Das Vorhaben soll die heimische, bäuerliche Landwirtschaft unterstützen, deren Betriebe laut Programm oft mit Sorgen in die Zukunft blicken. Es richtet sich gegen steigende Preise bei Pacht- und Kaufverträgen. Investoren, die nicht aus der Landwirtschaft kommen, sollen Grenzen gesetzt bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„branchenfremden Investoren Grenzen setzen, indem wir das landwirtschaftliche Vorkaufsrecht stärken“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein stärkeres Vorkaufsrecht und Grenzen für Investoren regulieren den Bodenmarkt stärker als heute.

Landwirtschaft nachhaltiger ausrichten

Die SPD will weniger Dünger und Pestizide, mehr Schutz der Artenvielfalt und eine Agrarförderung, die nachhaltiges Wirtschaften wettbewerbsfähig macht. Sie begründet das mit der Rolle der Landwirtschaft beim Klimawandel und ihrer Verwundbarkeit durch Dürre und Starkregen.

Die SPD will eine Landwirtschaft, die Natur und Klima schont. Bauern sollen weniger Dünger und Pflanzen-Gift nutzen. Förder-Geld soll nachhaltigen Höfen helfen. Das Land soll einen eigenen Plan für den Ackerbau bekommen.

Agrarförderprogramme sollen so gestaltet werden, dass nachhaltige Betriebe im Wettbewerb bestehen können. Die nationale Ackerbaustrategie soll zu einer Strategie für das Land weiterentwickelt werden, da Bodenschutz aus Sicht der SPD Klimaschutz ist. Mit Landwirtschaft und Wissenschaft sollen Zukunftscluster beschrieben werden. Die SPD begrüßt die EU-Strategie „Farm-to-Fork“ und setzt sich für eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ein, die Leistungen für Naturschutz und Ernährungssicherheit in den Mittelpunkt der Förderung stellt.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir werden uns für den Schutz und die Entwicklung der Biodiversität sowie für eine stärkere Reduzierung des Einsatzes von Dünger und Pestiziden starkmachen.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Weniger Dünger und Pestizide und eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Förderung verschieben die Agrarpolitik schrittweise zu mehr Klima- und Umweltschutz.

Beratung, Ausbildung und Digitalisierung der Höfe fördern

Die SPD will landwirtschaftliche Betriebe bei der Neuausrichtung mit Beratung, mehr Ausbildungsangeboten und digitaler Infrastruktur unterstützen. Die Landwirtschaftskammer soll dabei eine zentrale Rolle übernehmen.

Bauern sollen bei Veränderungen Hilfe bekommen. Die SPD will gute Beratung für Höfe. Es soll mehr Ausbildung in grünen Berufen geben. Das sind Berufe in der Landwirtschaft. Höfe sollen schnelles Internet bekommen.

Die Landwirtschaftskammer soll sozial-ökonomische Beratung, Weiterbildung und unabhängige betriebswirtschaftliche Begleitung bieten und dabei auch Frauen in den Betrieben im Blick haben. Die überbetriebliche Ausbildung soll mehr Geld erhalten. Geprüft wird ein neuer Ausbildungsgang, der Bereiche wie Tourismus, Direktvermarktung, Seniorenbetreuung, Hof-Kita und Energie abdeckt. Für die Digitalisierung nennt das Programm leistungsfähige Datenverbindungen, rechtliche Grundlagen für neue Technik, Datenschutz und flächendeckenden Breitbandausbau.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wir wollen das Angebot „grüner“ Ausbildungsgänge ausbauen und die überbetriebliche Ausbildung noch besser finanziell unterstützen.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliches Geld für Ausbildung, Beratung und Breitband baut staatliche Leistungen für die Landwirtschaft aus.

Regionale Lebensmittel und Ernährungswirtschaft stärken

Die SPD will, dass mehr Lebensmittel aus der Region im Land verarbeitet, vermarktet und verzehrt werden. Dazu plant sie Vermarktungshilfen, regionale Kost in Kitas und Schulen sowie eine Gesamtstrategie für die Ernährungswirtschaft.

Die SPD will mehr Essen aus der Region. Supermärkte sollen regionale Produkte besser zeigen. Kitas und Schulen sollen mehr regionales Essen bekommen. Schlachthöfe in der Region sollen bleiben. Kinder sollen mehr über gesundes Essen lernen.

Vorgesehen sind ein „regionaler Meter“ im Supermarktregal, modernisierte regionale Gütezeichen und die Förderung regionaler Vermarktung. Ein Cluster und eine mit den Beteiligten entwickelte Gesamtstrategie sollen dafür sorgen, dass Rohstoffe aus dem Land stärker dort verwertet werden. Regionale Schlachtkapazitäten sollen erhalten und gefördert werden, um Transporte zu vermeiden und das Handwerk zu stärken. Das Wissen über gesunde Ernährung und den Wert von Lebensmitteln soll in allen Altersgruppen wachsen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Wir wollen die regionale Wertschöpfung beispielsweise bei Lebensmitteln verbessern.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Förderung regionaler Vermarktung, Schlachtkapazitäten und Verpflegung in Kitas und Schulen lenkt den Markt mit öffentlichen Mitteln.

Nachhaltige Landwirtschaft und Artenvielfalt stärken

Die SPD will zusammen mit bäuerlichen Familienbetrieben eine Landwirtschaft fördern, die Umwelt, Tierwohl, soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit verbindet. So soll die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft wieder zunehmen. Den Ausbau erneuerbarer Energien auf dem Land will sie gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestalten.

Die SPD will eine Landwirtschaft, die die Natur schont. Es soll wieder mehr Tier- und Pflanzen-Arten geben. Die Höfe von Familien sollen dabei mitmachen. Auch Wind- und Sonnen-Energie sollen auf dem Land wachsen.

Das Programm sieht die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft und in ländlichen Siedlungen als gefährdet an. Ziel sind geschützte Gewässer, eine vielfältig gegliederte Landschaft und regionale, nachhaltig erzeugte Lebensmittel. Die Landwirtschaft soll nach dem Willen der SPD einen eigenen Beitrag zum Klima- und Naturschutz leisten. Dass erneuerbare Energien das Landschaftsbild in Teilen des Landes verändern, nimmt die Partei ausdrücklich in Kauf.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Klima- und Naturschutz, erneuerbare Energien und nachhaltige Landwirtschaft sind kein Gegensatz, sondern die Zukunft in Schleswig-Holstein.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Landwirtschaft soll stärker zum Klima- und Naturschutz beitragen und der Ausbau erneuerbarer Energien wird trotz veränderter Landschaft befürwortet, was den Klimaschutz schrittweise stärkt.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Schleswig-Holstein im Vergleich