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CDU zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Auf den Inhalt kommt es an. #kurSHalten – Unser Wahlprogramm zur Landtagswahl am 8. Mai“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 166 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 2 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Zukunftsdialog fortführen und Familienbetriebe erhalten

Die CDU will den Zukunftsdialog Landwirtschaft fortsetzen und dessen Ergebnisse in konkrete Maßnahmen umsetzen. Ziel ist eine von bäuerlichen Familienbetrieben geprägte Landwirtschaft mit Ackerbau und Nutztierhaltung, die langfristig planen kann.

Die CDU will weiter mit den Bauern über die Zukunft reden. Aus den Gesprächen sollen feste Maßnahmen werden. Bauernhöfe von Familien sollen bleiben. Die Bauern sollen lange im Voraus planen können.

Das Programm betont Planbarkeit für die Betriebe und will Maßnahmen gemeinsam und auf wissenschaftlicher Grundlage entwickeln. Die Betriebe sollen frei entscheiden können, ob sie konventionell oder ökologisch, im Haupt- oder Nebenerwerb wirtschaften. In den Berufsschulen sollen ökologische und konventionelle Landwirtschaft in gemeinsamen Klassen gelehrt werden. Geprüft werden soll, ob neben der Stiftung Naturschutz auch Landwirte mit Landschaftspflege beauftragt werden können. Der Ackerstatus von Flächen soll auch bei vorübergehend anderer Nutzung bestehen bleiben, und die Baumschulwirtschaft soll weiter unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Wir werden den Zukunftsdialog Landwirtschaft weiter fortführen und gemeinsam an der Umsetzung arbeiten.“
Seite 54 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Für heimische Lebensmittel werben, Hofbesuche für Schulkinder

Die CDU will die frühere Agrar-Marketinggesellschaft CMA neu aufsetzen und eine nationale Lebensmittel-Agentur anstoßen, die im In- und Ausland für regionale Produkte wirbt. Zudem soll jedes Schulkind im Land einmal einen Bauernhof besuchen.

Die CDU will mehr Werbung für Essen aus der Region. Dafür soll es eine neue Agentur geben. Die Menschen sollen die Arbeit der Bauern mehr schätzen. Jedes Schulkind soll einmal einen Bauernhof besuchen.

Die Agentur soll für regionale Erzeugnisse, die geltenden Standards und die hiesige Produktionsweise werben. Nach dem Programm soll das die Wertschätzung für Lebensmittel und Landwirtschaft erhöhen. Das Projekt „Schulklassen auf dem Bauernhof“ soll fortgeführt und ausgebaut werden. Bei der Landwirtschaftskammer soll eine Fachberatung für Start-ups entstehen, die sich mit Digitalisierung und regionaler Vermarktung im ländlichen Raum befassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Darüber hinaus wollen wir die ursprüngliche Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) neu aufsetzen und uns für eine nationale Lebensmittel-Agentur einsetzen.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue nationale Agentur für die Vermarktung von Agrarprodukten weitet die organisierte Absatzförderung gegenüber heute aus.

Förderung statt Auflagen in der Landwirtschaft

Die CDU will Tierwohl, Klimaschutz, Artenvielfalt und Gewässerschutz in der Landwirtschaft über Förderprogramme erreichen und nicht über rechtliche Auflagen. Sie begründet das mit der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Bundes- und EU-Standards sollen im Land nicht verschärft werden.

Die CDU will Bauern nicht mit neuen Vorschriften belasten. Für Umwelt-Schutz und Tier-Schutz soll es Förder-Geld geben. Das Land soll Regeln von Bund und EU nicht strenger machen. So sollen die Höfe im Wettbewerb bestehen.

Nach dem Programm sollen sich Ökologie und Wettbewerbsfähigkeit nicht ausschließen, und die Lebensmittelerzeugung im Land soll gesichert bleiben. Für importierte Agrarprodukte sollen dieselben Standards gelten wie für heimische. Die Agrarverwaltung soll modernisiert und digitalisiert werden, um Antrags- und Kontrollverfahren zu vereinfachen und Bürokratie zu verringern. Die Arbeit der Allianz für Gewässerschutz soll weitergehen, und der Insektenschutz soll gemeinsam mit den Landwirten erfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„setzen wir dabei nicht auf ordnungsrechtliche Auflagen, sondern auf ein System vielfältiger Fördermaßnahmen zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die CDU lehnt zusätzliche Auflagen und eine Verschärfung von Standards ab und will Bürokratie abbauen, setzt also auf weniger Regulierung.

  • Klimaausgewogen

    Mehr Klima- und Umweltschutz wird angestrebt, aber nur über freiwillige Förderung und mit Rücksicht auf die Wettbewerbsfähigkeit.

Kompetenzzentrum für klimaeffiziente Landwirtschaft gründen

Die CDU will ein Kompetenzzentrum gründen, das das wissenschaftliche Wissen zu klimaeffizienter Landwirtschaft bündelt und Betriebe beim Senken ihrer Treibhausgas-Emissionen unterstützt. Außerdem fördert sie digitale Verfahren in Feld und Stall und befürwortet einen CO2-Grenzausgleich für Importe.

Die CDU will ein neues Zentrum für Landwirtschaft und Klima gründen. Dort arbeiten Fachleute zusammen. Sie helfen Bauern, weniger schädliche Gase auszustoßen. Auch digitale Technik soll dabei helfen.

Landwirtschaft, Umweltschutz, Energieerzeugung und Klimaschutz sollen nach dem Programm zusammen betrachtet werden. Gefördert wird der Einsatz von Precision Farming und Smart Farming, also digitaler Technik, mit der Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz und Futter genau nach Bedarf eingesetzt werden. Diese Technik soll auch mehr Transparenz für Verbraucher schaffen. Ein Grenzausgleich soll verhindern, dass Importe die Klimapolitik unterlaufen und heimische Betriebe dadurch Nachteile haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Wir wollen Landwirtschaft, Umweltschutz, Energieerzeugung und Klimaschutz gemeinsam denken und die vorhandene wissenschaftliche Expertise durch Gründung eines „Kompetenzzentrums für klimaeffiziente Landwirtschaft“ bündeln.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein neues Zentrum und Technikförderung sollen die Emissionen der Landwirtschaft schrittweise senken, ohne neue Verbote.

Umweltleistungen der Landwirte in der EU-Agrarpolitik vergüten

Die CDU will, dass Betriebe mit Umwelt- und Klimaschutz Geld verdienen können. Sie begrüßt die Eco-Schemes der EU-Agrarpolitik und unterstützt Vergütungssysteme, die von der Wirtschaft getragen werden. Die geforderte Ökologisierung soll für die Betriebe leichter umsetzbar werden.

Bauern sollen mit Umwelt-Schutz Geld verdienen können. Die CDU findet die neuen Öko-Regeln der EU gut. Das sind Zahlungen für freiwillige Umwelt-Leistungen. Auch die Wirtschaft soll Bauern dafür bezahlen.

Das Programm rechnet damit, dass die Direktzahlungen der EU langfristig und geordnet auslaufen. Die EU-Strategien „Green Deal“ und „Farm to Fork“ sollen zusammen mit der Agrarpolitik gedacht und durch Agrar-Umweltprogramme begleitet werden. Die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen der zweiten Säule, also der EU-Förderung für ländliche Entwicklung, sollen ein attraktives und abgestimmtes Angebot bilden.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Daher unterstützen wir die Etablierung wirtschaftsgetragener Honorierungssysteme, um höhere Nachhaltigkeitsleistungen der Landwirtinnen und Landwirte auch abseits vom Produktpreis vergüten zu können.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Europaausgewogen

    Die CDU arbeitet innerhalb der bestehenden EU-Agrarpolitik und begrüßt deren neue Instrumente, ohne Zuständigkeiten zu verschieben.

  • Klimaausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Umwelt- und Klimaleistungen mit dem Ziel, dass sie sich für die Betriebe wirtschaftlich lohnen.

Weidetierhaltung erleichtern, Gänse und Wolf managen

Die CDU will die Weidetierhaltung attraktiver machen, indem Vorgaben vereinfacht und Förderprogramme aufgelegt werden. Landwirte sollen Geld für Wolfsschutzzäune erhalten. Wegen Ernteschäden durch Wildgänse hält die Partei ein Gänsemanagement mit Bejagung für nötig.

Tiere auf der Weide zu halten soll einfacher werden. Die CDU will dafür Regeln abbauen und Geld geben. Bauern sollen Hilfe für Zäune gegen Wölfe bekommen. Wild-Gänse fressen Felder leer. Deshalb soll man Gänse auch jagen dürfen.

Abgebaut werden sollen Hürden durch Zaunvorschriften und aufwendige Meldungen des Tierbestands. Die finanzielle Hilfe für Wolfsschutzzäune soll sowohl den Aufbau als auch den Abbau abdecken. Das Gänsemanagement soll sich am Bestand der Tiere orientieren, weil nach dem Programm Ernten auf Futterbaubetrieben teils ganz ausfallen. Zudem kündigt die CDU ein Konzept gegen die weitere Ausbreitung des Jakobskreuzkrauts an.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Erschwernisse durch Zaunvorgaben, komplizierte Meldeverfahren des Tierbestandes sind abzubauen und praxisgerechte Förderprogramme sind aufzulegen.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet den Abbau von Vorgaben mit neuen staatlichen Förderprogrammen und Zuschüssen.

Küsten- und Krabbenfischerei im Land erhalten

Die CDU will die gewerbliche Fischerei in Schleswig-Holstein trotz der stark gesenkten EU-Fangquoten erhalten. Stilllegeprämien und EU-Fördermittel sollen so eingesetzt werden, dass die verbleibenden Betriebe überleben. Die Krabbenfischerei soll im Wattenmeer keine weiteren Sperrzonen bekommen.

Die CDU will, dass es weiter Fischer im Land gibt. Die EU erlaubt viel weniger Fang von Dorsch und Hering. Darum sollen die Fischer Hilfen bekommen. Im Wattenmeer soll es keine neuen Verbots-Zonen für Krabben-Fischer geben.

Das Programm fordert neue Konzepte für den kommerziellen Fischfang und den Erhalt der Fischerei-Infrastruktur. Mittel aus dem europäischen Fonds EMFAF sollen gezielt fließen, etwa in selektives Fanggerät, das ungewollten Beifang vermeidet. Verbraucher sollen stärker für nachhaltigen Fischfang sensibilisiert werden, um die familiengeführte Küstenfischerei zu stützen. Das Kormoran-Management soll mit den Fischern verbessert und ausgeweitet werden, und die Teichwirtschaft soll Hilfe im Umgang mit dem Fischotter erhalten. Die Fischer sollen bei allen Vorhaben in den Dialog einbezogen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Wir werden die Fangmöglichkeiten der Krabbenfischerei im Nationalpark Wattenmeer nicht durch zusätzliche Nullnutzungszonen weiter einschränken.“
Seite 56 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Aquakulturen als Alternative zum Fischfang ausbauen

Die CDU will Aquakulturanlagen ausbauen und ihre Weiterentwicklung unterstützen, weil sie den Bedarf an Fisch zunehmend decken könnten. Hürden durch Auflagen für umweltschonende Kreislaufanlagen sollen sinken. Die Umwelt dürfe dabei nicht wesentlich beeinträchtigt werden.

Die CDU will mehr Fisch-Zucht in Anlagen. Diese Anlagen heißen Aquakulturen. Sie sollen den Fang auf dem Meer zum Teil ersetzen. Für umweltfreundliche Anlagen soll es weniger Vorschriften geben.

Aquakulturen gelten im Programm als nachhaltige Alternative zum Hochseefischfang. Erleichterungen sind für Kreislaufsysteme vorgesehen, also Anlagen, die ihr Wasser wiederverwenden. Als Bedingung nennt die CDU, dass die Anlagen die Umwelt nicht wesentlich belasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Wir wollen Aquakulturen stärker als nachhaltige Alternative zum Hochseefischfang ausbauen und die durch Auflagen bedingten Hürden für umweltschonende Kreislaufsysteme abbauen.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Auflagen für Aquakulturanlagen sollen abgebaut werden, was die Regulierung für diese Branche schrittweise verringert.

Borchert-Empfehlungen umsetzen und Stallumbau erleichtern

Die CDU will die Empfehlungen der Borchert-Kommission zum Umbau der Nutztierhaltung umsetzen und befürwortet eine Tierwohlabgabe. Stallneubauten und -umbauten für mehr Tierwohl sollen rechtlich einfacher und weiter gefördert werden. Statt lebender Tiere soll verarbeitetes Fleisch exportiert werden.

Die CDU will, dass es Tieren in Ställen besser geht. Dafür findet sie eine Tierwohl-Abgabe richtig. Das ist ein Aufschlag, der bessere Ställe bezahlen soll. Neue und umgebaute Ställe sollen leichter erlaubt werden. Lebende Tiere sollen nicht mehr ins Ausland gebracht werden.

Die Borchert-Kommission ist ein Expertengremium, das Vorschläge für eine tiergerechtere Nutztierhaltung und deren Finanzierung vorgelegt hat. Die CDU verweist darauf, dass das Land bereits Stallumbauten gefördert und Rinderexporte in Drittstaaten gestoppt hat. Diesen Weg will sie fortsetzen. Regionale Schlachthöfe sollen erhalten und gefördert werden, was auch durch den Export von Fleisch statt lebender Tiere erreicht werden soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 115)
„Wir werden die Beschlüsse der Borchert-Kommission umsetzen und halten eine Tierwohlabgabe für einen richtigen Weg hin zu mehr Tierwohl.“
Seite 115 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Abgabe und fortgesetzte staatliche Förderung für den Stallumbau erweitern die Rolle des Staates in der Tierhaltung gegenüber heute.

Ernährungsbildung und regionale Lebensmittel stärken

Die CDU will den Ernährungsführerschein an allen Schulen einführen und Aufklärungsprojekte in Kitas und Schulen fortsetzen. Regionale Erzeugnisse sollen besser vermarktet werden, und öffentliche Einrichtungen sollen stärker regional und saisonal kochen.

Kinder sollen in der Schule lernen, wie man sich gesund ernährt. Dafür soll es überall den Ernährungs-Führerschein geben. Die CDU will auch Lebensmittel aus der Region fördern. Kitas und Heime sollen mehr Essen aus der Region anbieten.

Das EU-Schulobstprogramm soll ausgebaut werden. Gefördert werden sollen sogenannte Essbare Städte, also der Anbau von Lebensmitteln im städtischen Raum, sowie Ernährungsräte, in denen sich lokale Beteiligte von der Erzeugung bis zur Entsorgung austauschen. Digitale Plattformen wie das Gütezeichen Schleswig-Holstein sollen Hofläden, unabhängige Märkte und Erzeugergemeinschaften vernetzen. Das Essen in öffentlichen Einrichtungen soll privaten Trägern als Vorbild dienen. Das Lübecker Netzwerk aus Lebensmittelwirtschaft und Ernährungsmedizin will die CDU weiter unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 119)
„Wir werden den Ernährungsführerschein in unseren Schulen flächendeckend etablieren.“
Seite 119 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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