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AfD zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Heimat ist wählbar! Wahlprogramm der AfD Saarland zur Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 102 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1,4), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 4 eher Wachstum zuerst, 3 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Klimapolitik global ausrichten statt teurer Maßnahmen im Inland

Die AfD lehnt Milliardenausgaben für Klimamaßnahmen ab, die sie für wenig wirksam und für die Bürger belastend hält. Stattdessen will sie den Export umweltfreundlicher Technik, Projekte in Schwellenländern und Wiederaufforstung fördern.

Die AfD sagt: Das Klima ändert sich durch Natur und Mensch. Deutschland verursacht nur zwei Prozent des CO2 auf der Welt. Die Partei will deshalb weniger Geld für Klima-Maßnahmen im Inland ausgeben. Sie will lieber deutsche Umwelt-Technik ins Ausland verkaufen. Außerdem will sie mehr Bäume pflanzen.

Das Programm sieht natürliche wie menschliche Ursachen des Klimawandels und verlangt eine offene wissenschaftliche Debatte, die auch Kritiker der Mehrheitsmeinung einbezieht. Die AfD verweist auf den deutschen Anteil von zwei Prozent am weltweiten CO2-Ausstoß und folgert, Umweltpolitik müsse zuerst global ansetzen. Vor Ort setzt sie auf Umwelt- und Naturschutz und beruft sich auf eine Studie der ETH Zürich zur Wiederaufforstung. Die Ausrufung eines Klimanotstands lehnt sie ab. Politik soll wirtschaftliche, soziale und ökologische Belange gegeneinander abwägen.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Hier wäre es weitaus sinnvoller, den Export umweltfreundlicher deutscher Technologien zu fördern oder Umweltschutz-Projekte in Schwellenländern zu unterstützen“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die Partei will Ausgaben für Klimamaßnahmen im Inland zurückfahren und Belastungen der Bürger vermeiden, ohne ein konkretes Gesetz zu streichen.

10-H-Abstandsregel für Windkraftanlagen einführen

Die AfD fordert, dass Windkraftanlagen mindestens das Zehnfache ihrer Höhe von Wohngebieten entfernt stehen müssen. Sie begründet das mit Gesundheitsgefahren durch Infraschall, die aus ihrer Sicht eine Studie der Universität Mainz belegt. Zudem soll ein Lärmrichtwert von 45 Dezibel gelten.

Die AfD will mehr Abstand zwischen Windrädern und Wohnhäusern. Der Abstand soll zehnmal so groß sein wie das Windrad hoch ist. Die AfD sagt: Windräder machen sehr tiefe Töne. Diese Töne können krank machen. Außerdem soll es eine Grenze für den Lärm geben.

Das Programm verweist auf eine Studie der Universität Mainz, nach der Infraschall von Windrädern die Gesundheit gefährde. Anwohner berichteten laut Programm häufig von Herzbeschwerden, Kopfschmerzen und Übelkeit. Neben der Abstandsregel will die AfD die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation umsetzen: einen Richtwert von 45 Dezibel für die durchschnittliche Lärmbelastung durch Windräder nahe Wohngebieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Daher fordern wir die Einführung der 10-H-Regelung (Abstand zu Wohngebieten entspricht mindestens der zehnfachen Höhe der Windkraftanlage).“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Eine neue 10-H-Abstandsregel würde den Bau von Windrädern im Land stark einschränken und stellt den Anwohnerschutz über den Ausbau erneuerbarer Energie.

Ausbau von Wind- und Solarenergie stoppen

Die AfD lehnt den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie ab, solange Speicher und Reservekraftwerke fehlen, und will den Windkraftausbau stoppen sowie die Strompreise senken. Die Energiewende in ihrer bisherigen Form hält sie für weitgehend gescheitert und unsozial.

Die AfD will keine weiteren Windräder. Auch Solar-Energie soll nicht weiter wachsen. Sie sagt: Es fehlen Speicher für den Strom. Ohne Wind und Sonne gibt es dann keinen Strom. Die AfD will, dass Strom billiger wird.

Nach Auffassung der AfD sind Wind- und Solarstrom nicht grundlastfähig, weshalb ein weiterer Ausbau ohne Speicher und Reservekraftwerke die Netzstabilität gefährde. Das Programm beziffert die voraussichtlichen Gesamtkosten der Energiewende auf über eine Billion Euro und kritisiert, sie habe weder den CO2-Ausstoß noch den Energieverbrauch wesentlich gesenkt. Die Strompreise für Verbraucher seien seit 2000 um mehr als hundert Prozent gestiegen, Steuern, Abgaben und Umlagen hätten sich verdreifacht. Die AfD sieht darin eine Umverteilung von unten nach oben zugunsten von Investoren. Sie kritisiert außerdem den Einspeisevorrang und die Vergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie Eingriffe in Landschaft und Natur.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Solange entsprechende Speichertechnik oder für Flauten vorzuhaltende Reservekraftwerke fehlen, können die erneuerbaren Energiequellen nicht noch weiter ausgebaut werden, ohne die Netzstabilität zu gefährden.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Der gesetzlich vorgesehene Ausbau von Wind- und Solarenergie soll gestoppt werden, womit Strompreise und Versorgungssicherheit grundlegend über die Klimaziele gestellt werden.

Mindestabstand von 2000 Metern für Windräder

Die AfD verlangt, dass Windkraftanlagen mindestens 2000 Meter von Wohngebieten und Arbeitsstätten entfernt stehen. Sie begründet das mit Gesundheitsgefahren, die aus ihrer Sicht vom Infraschall der Anlagen ausgehen.

Windräder sollen weit weg von Häusern stehen. Die AfD will mindestens 2000 Meter Abstand. Sie sagt: Windräder machen sehr tiefe Töne. Diese Töne machen nach Meinung der AfD krank.

Das Programm verweist auf Studien und Mediziner, die Infraschall als gesundheitsgefährdend einstufen, und nennt Herzleistung, Schlaf, Konzentration und Wohlbefinden. Der Abstand soll unabhängig vom geforderten Ausbaustopp gelten. Zusätzlich will die AfD ihn mit der 10-H-Regel verbinden, die in Bayern seit November 2014 gilt: Der Abstand zur Wohnbebauung beträgt dann mindestens das Zehnfache der Gesamthöhe des Windrads. Das soll rasch umgesetzt werden, vor allem für den Ersatz alter Anlagen durch größere (Repowering).

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„einen Mindestabstand von 2000 Metern zu Wohngebieten und Arbeitsstätten“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Größere Pflichtabstände würden die verfügbaren Flächen für Windkraft verkleinern und den Ausbau erschweren.

Erneuerbare-Energien-Gesetz bundesweit abschaffen

Die AfD will die bundesweite Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) anstoßen. Sie hält das Gesetz für den wichtigsten Preistreiber beim Strom und für den Grund des starken Ausbaus von Wind- und Solaranlagen.

Das EEG ist ein Gesetz. Es fördert Strom aus Wind und Sonne. Die AfD will dieses Gesetz abschaffen. Sie sagt: Das Gesetz macht den Strom teuer.

Aus Sicht des Programms setzt das EEG falsche Anreize, weil ohne es niemand Windräder in den windschwachen Regionen des Saarlands bauen würde. Die bestehenden Zahlungspflichten sollen einmalig in den allgemeinen Haushalt übernommen werden. Das soll vor allem Unternehmen in einer schwieriger werdenden Wirtschaftslage entlasten. Die AfD erwartet außerdem, dass die Netzentgelte dadurch gedeckelt werden und die Nebenkosten beim Strom nicht weiter steigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Das völlig ineffiziente EEG ist deswegen abzuschaffen. Die gigantischen Zahlungsverpflichtungen sind einmalig in den allgemeinen Haushalt zu überführen“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine staatlich garantierte Förderung soll entfallen und Unternehmen sollen von Umlagen entlastet werden, während der Haushalt die Altlasten trägt.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Mit dem EEG würde das zentrale Förderinstrument für erneuerbare Energien wegfallen, begründet mit Strompreisen und Entlastung der Wirtschaft.

Wärmekraftwerke als Rückgrat der Stromversorgung

Die AfD will, dass Wärmekraftwerke die saarländische Stromversorgung tragen, solange es nicht genug Speicher gibt. Sie kritisiert den Ausstieg aus Kernenergie und Kohle und nennt die CO2-Debatte unehrlich.

Die AfD will weiter Strom aus Wärme-Kraftwerken. Das sind zum Beispiel Kohle-Kraftwerke. Sie sagt: Nur diese liefern immer sicher Strom. Den Ausstieg aus Kohle und Atomkraft findet die AfD falsch.

Nach Auffassung des Programms liefern nur Wärmekraftwerke Strom ohne Schwankungen bei Spannung und Frequenz. Die Kernenergie hätte als CO2-freie, grundlastfähige Übergangstechnik eine Rolle spielen können. Der Kohleausstieg treffe ganze Regionen wirtschaftlich und gefährde die Versorgungssicherheit. Erneuerbare Energien befürwortet die AfD, wenn sie grundlastfähig und umweltschonend sind, etwa Fluss-Schachtkraftwerke. Auch die Kernfusion sieht sie als mögliche langfristige Lösung.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Solange keine ausreichenden Speichermöglichkeiten bestehen, müssen Wärmekraftwerke das Rückgrat der saarländischen Stromversorgung sein.“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Das Festhalten an Wärmekraftwerken und die Kritik am Kohleausstieg stellen Versorgungssicherheit und regionale Wirtschaft vor den geltenden Ausstiegspfad.

Energiesparen bei Gebäuden ohne Zwang fördern

Die AfD will Wärmedämmung und Energiesparen in Gebäuden nur fördern, wenn es sich wirtschaftlich begründen lässt. Sanierungen bestehender Gebäude sollen nicht vorgeschrieben, sondern über Anreize des Landes und im Einvernehmen mit den Eigentümern erreicht werden.

Die AfD will keine Pflicht zum Sanieren von alten Häusern. Sanieren heißt hier: ein Haus so umbauen, dass es weniger Energie braucht. Das Land soll Eigentümern lieber Geld-Hilfen anbieten. Die Kosten sollen für Bürger und Firmen nicht zu hoch sein.

Maßnahmen und Kosten, die die Partei für unverhältnismäßig hält, lehnt sie ab und verweist auf die angespannte Wirtschaftslage. Förderung soll nicht vorrangig dazu dienen, alternative Energiequellen durchzusetzen. Vorgaben zur Senkung des Verbrauchs sollen sich nicht nur auf den Strommarkt beziehen, und Anreize für Energieeffizienz sollen technologieneutral sein. Positiv sieht das Programm Grünschnittplätze mit örtlicher thermischer Verwertung samt Anschluss an Nahwärmenetze sowie den Ausbau flacher Geothermie.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Die Sanierung von Bestandsgebäuden sollte nicht per Anordnung durchgesetzt, sondern durch entsprechende Anreize seitens des Landes im Konsens mit den Eigentümern gefördert werden.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Verbindliche Sanierungsvorgaben werden abgelehnt und Kosten für Bürger und Unternehmen über Einsparziele gestellt, bei fortbestehender freiwilliger Förderung.

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Alle Programme im Saarland im Vergleich