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SPD zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Unser Saarland Plan: Regierungsprogramm der Saar-SPD 2022-2027 – Echte #SaarlandLiebe ist bei uns Programm“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 56 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Saarland zum führenden Wasserstoffstandort machen

Die SPD will das Saarland bis 2030 zum bundesweit führenden Wasserstoffstandort ausbauen. Das Land soll Wasserstoff selbst herstellen, an das europäische Fernleitungsnetz angeschlossen werden und ein regionales Verteilnetz erhalten. Wasserstoff gilt im Programm als wichtiger Energieträger für klimaneutrale Produktion.

Die SPD setzt auf Wasserstoff. Wasserstoff ist ein Gas, das Energie liefert. Das Saarland soll ihn selbst herstellen. Es soll Leitungen und Tankstellen dafür geben. Bis 2030 soll das Saarland hier vorne liegen.

Der Kraftwerksstandort Fenne soll für die Herstellung von Wasserstoff entwickelt werden. Ein Wasserstoffcampus könnte Forschung und die Qualifizierung von Beschäftigten verbinden. Weil auch Importe nötig seien, plant die SPD den Anschluss an das entstehende europäische Fernleitungsnetz und ein regionales Verteilnetz. Für Busse, Bahnen und schwere Lkw soll das Saarland Teil eines europäischen Tankstellennetzes werden. Laut Programm investieren Bund und Land bis zu 400 Millionen Euro.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Bis 2030 machen wir das Saarland zum führenden Standort in Sachen Wasserstoff, der auch in Europa an der Spitze mitspielt.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll mit hohen öffentlichen Investitionen Infrastruktur und einen neuen Industriezweig aktiv aufbauen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Aufbau von Wasserstoffproduktion und -netzen soll die Industrie auf klimaneutrale Verfahren umstellen und treibt damit den Klimaschutz voran.

Atomkraft ablehnen, Cattenom abschalten

Die SPD lehnt es ab, dass die EU Atomkraft als klimafreundlich einstuft, und fordert die Abschaltung des französischen Kernkraftwerks Cattenom. Als Brückentechnologie unterstützt sie den Bau von Gaskraftwerken. Die Versorgung von Industrie und Bevölkerung soll gesichert bleiben.

Die SPD ist gegen Atomkraft. Sie hält Atomkraft für unsicher und zu teuer. Das Atom-Kraftwerk Cattenom soll abgeschaltet werden. Für eine Übergangszeit soll es Gas-Kraftwerke geben. Strom soll immer sicher verfügbar sein.

Das Programm hält Atomkraft für nicht sicher und sieht Langzeitkosten sowie Endlagerrisiken als nicht vertretbar an. Deshalb wendet sich die SPD gegen die von der EU geplante Einstufung der Kernenergie als klimafreundlich. Das grenznahe Kraftwerk Cattenom soll vom Netz gehen. Gaskraftwerke sollen als Übergangslösung gebaut werden, damit Unternehmen und Haushalte verlässlich versorgt sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Wir lehnen die geplante Einstufung der EU von Atomkraft als klimafreundliche Energie ab. Cattenom muss abgeschaltet werden.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Der Punkt verbindet den Vorrang erneuerbarer Energien mit neuen Gaskraftwerken als Übergang und dem Ziel sicherer Versorgung.

Klimaschutzgesetz und Klima-Bürgerrat einführen

Die SPD will ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Zielen für das Saarland beschließen und Nachhaltigkeit in der Landesverfassung verankern. Außerdem soll ein Bürgerrat zum Klima entstehen.

Die SPD will ein Gesetz für den Klima-Schutz im Saarland. Das Gesetz soll feste Ziele haben. Nachhaltigkeit soll in der Verfassung des Landes stehen. Bürger sollen in einem Klima-Rat mitreden.

Das Programm bezeichnet den Kampf gegen den Klimawandel als Staatsziel und leitet daraus drei Vorhaben ab: eine Verfassungsänderung, ein Landesgesetz mit bindenden Klimazielen und einen Klima-Bürgerrat. Der Nachhaltigkeitsgrundsatz in der Verfassung soll auch bedeuten, dass die Landesregierung bei eigenen Maßnahmen Nachhaltigkeit berücksichtigt. Zugleich will die SPD den Umbau der Wirtschaft, nachhaltiges Bauen und die Verkehrswende voranbringen. Klimaschutz soll nach ihrer Vorstellung konsequent, klug und sozial sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„wird eine SPD-geführte Landesregierung das Nachhaltigkeitsgebot in der Landesverfassung festschreiben, ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Zielen auf den Weg bringen und einen Klima-Bürger:innenrat einrichten.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein Landesgesetz mit verbindlichen Zielen und ein Verfassungsgrundsatz stärken den Klimaschutz im Land, ergänzen aber den bestehenden Bundesrahmen.

Erneuerbare Energien bis 2030 verdoppeln

Die SPD will den Anteil von Wind- und Sonnenstrom am Stromverbrauch bis 2030 mindestens verdoppeln und den Ausstoß von Treibhausgasen halbieren. Dazu plant sie eine Solarpflicht für öffentliche Gebäude, Förderprogramme und eine Beteiligung der Bevölkerung an Windkraft-Erträgen.

Die SPD will viel mehr Strom aus Wind und Sonne. Bis 2030 soll es doppelt so viel sein. Der Ausstoß von schädlichen Gasen soll sich halbieren. Öffentliche Gebäude sollen Solar-Anlagen aufs Dach bekommen. Bürger sollen an Wind-Anlagen mitverdienen.

Bei Neubau oder grundlegender Sanierung öffentlich genutzter Gebäude sollen Photovoltaik-Anlagen Pflicht werden; die geplante Bundespflicht für gewerbliche Neubauten unterstützt die SPD, verbunden mit einer Dämmpflicht. Für private Gebäude setzt sie auf Anreize, etwa ein Förderprogramm für Stromspeicher. Auf Agrarflächen sollen aufrecht stehende Solaranlagen gefördert werden, um wenig Fläche zu verbrauchen. Bürger und Kommunen sollen am Ertrag von Windanlagen beteiligt, bestehende Standorte durch Repowering leistungsfähiger werden. Um Strom bezahlbar zu halten, tritt die SPD für das Ende der EEG-Umlage ein. Geplant sind außerdem eine zentrale Koordinierungsstelle, zinsfreie Kredite für Energiegenossenschaften und leichtere Klimainvestitionen der Kommunen.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir werden den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2030 mindestens verdoppeln. Den Treibhausgasausstoß werden wir bis 2030 halbieren.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Pflichten, Förderprogramme und zinsfreie Kredite erweitern die Rolle des Staates beim Energieausbau.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Eine Verdoppelung des Erneuerbaren-Anteils, die Halbierung der Emissionen bis 2030 und neue Solarpflichten gehen weit über den heutigen Stand im Land hinaus.

Schutz vor Hochwasser und Pflichtversicherung

Die SPD will Kommunen mit Beratung und Geld beim Schutz vor Hochwasser und Starkregen unterstützen. Zusätzlich fordert sie eine Pflichtversicherung für Elementarschäden und flächendeckende Warnsysteme.

Die SPD will Orte besser vor Hochwasser schützen. Das Land soll dafür Geld geben. Alle sollen eine Versicherung gegen Natur-Schäden haben. Warn-Systeme sollen überall funktionieren.

Das Land soll Städte und Gemeinden weiter beraten und die Erstellung passender Vorsorgekonzepte voranbringen. Für die daraus folgenden Investitionen ist finanzielle Hilfe vorgesehen. Mit Blick auf die Wetterextreme der letzten Jahre hält die SPD auch eine bessere Regulierung von Schäden für nötig. Deshalb fordert sie eine verpflichtende Versicherung gegen Elementarschäden. Warnsysteme sollen überall vorhanden und für alle Menschen zugänglich sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir brauchen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden und funktionierende, flächendeckende und inklusive Warnsysteme, um die Bürger:innen bestmöglich zu schützen.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Versicherungspflicht und öffentliche Mittel für die Vorsorge bedeuten mehr staatliche Vorgaben und Ausgaben.

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Alle Programme im Saarland im Vergleich