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SPD zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Unser Saarland Plan: Regierungsprogramm der Saar-SPD 2022-2027 – Echte #SaarlandLiebe ist bei uns Programm“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 56 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Lohnlücke schließen, Frauenerwerbstätigkeit fördern

Die SPD will Frauen stärker am Erwerbsleben beteiligen und die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern schließen. Soziale Berufe sollen besser bezahlt und der Wechsel von Teilzeit in Vollzeit unterstützt werden.

Frauen verdienen oft weniger als Männer. Die SPD will das ändern. Soziale Berufe sollen besser bezahlt werden. Frauen sollen leichter von Teilzeit in Vollzeit wechseln können. Es soll mehr Beratung für Frauen geben.

Besonderen Handlungsbedarf sieht das Programm bei unfreiwilliger Teilzeit und bei der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, dem Gender Pay Gap. Das Landesprogramm Frauen in Arbeit mit der Netzwerkstelle Frauen im Beruf soll als leicht zugängliches Beratungsangebot wachsen. Ziel ist, dass mehr Frauen eine Stelle aufnehmen oder ihre Arbeitszeit ausweiten. Die SPD verweist auf gesenkte Krippen- und Kita-Gebühren als bisherigen Beitrag zur Vereinbarkeit.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Wir wollen die Lohnlücke durch die finanzielle Aufwertung sozialer Berufe und die Unterstützung des Wechsels von Teilzeit in Vollzeit schließen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Bezahlung in sozialen Berufen und ein ausgebautes Landesprogramm bedeuten mehr öffentliche Leistungen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Gleichstellung von Frauen im Beruf soll durch Programme und bessere Bezahlung schrittweise vorangebracht werden.

Inklusion von Menschen mit Behinderung ausbauen

Die SPD will Menschen mit Behinderung in Wohnen, Arbeit, Gesundheit und Freizeit mehr Teilhabe ermöglichen und sie an Entscheidungen beteiligen. Für Werkstätten strebt sie eine bundesweite Bezahlung nach den Regeln des Mindestlohns an.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Die SPD will mehr Hilfe beim Wohnen und Arbeiten. In Werkstätten soll es Lohn wie beim Mindest-Lohn geben. Infos vom Staat soll es auch in Leichter Sprache geben.

Persönliche und technische Assistenz soll für Wohnen, Arbeit und soziale Teilhabe entwickelt und bezahlt werden. Die Eingliederungshilfe wird auf Zuständigkeit und Funktionsfähigkeit überprüft, Entscheidungen über Hilfen sollen schneller fallen. Die SPD lehnt es ab, Menschen mit Behinderung in Altenheimen unterzubringen, und will stattdessen alternative Wohnformen, besonders genossenschaftliche, ausbauen. Am Arbeitsmarkt sollen Arbeitgeber und Beschäftigte aktiv unterstützt werden. In Kliniken sind Schulungen für das Personal und spezialisierte Stationen vorgesehen. Kultur, Freizeit und öffentliche Informationen sollen barrierefrei zugänglich sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„An allen Entscheidungen müssen Menschen mit Behinderung aktiv beteiligt werden und die Chance bekommen, ihre Rechte auch tatsächlich zu nutzen.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Finanzierte Assistenz, mehr Wohnangebote und eine Mindestlohn-Regelung für Werkstätten erweitern staatliche Leistungen und Regulierung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Beteiligung, Barrierefreiheit und inklusive Angebote stärken Gleichstellung und Selbstbestimmung.

Paritätsgesetz und Frauenquote einführen

Die SPD will ein Paritätsgesetz, damit künftig die Hälfte der Landtagsabgeordneten Frauen sind. In Unternehmen, die mehrheitlich dem Land gehören, soll eine Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände gelten, und der Landeshaushalt soll auf seine Wirkung für die Geschlechter untersucht werden.

Die SPD will mehr Frauen in wichtigen Ämtern. Im Landtag soll die Hälfte der Abgeordneten Frauen sein. Dafür soll es ein Gesetz geben. Firmen vom Land sollen eine Frauen-Quote bekommen. Das Land soll prüfen, wie es Geld auf Frauen und Männer verteilt.

Das Programm begründet dies damit, dass Frauen strukturell benachteiligt seien, mehr unbezahlte Sorgearbeit leisteten und weniger Lohn erhielten. Vorstände landeseigener Unternehmen mit mehr als zwei Mitgliedern sollen mindestens eine Frau haben. Das Saarland soll eine Gleichstellungsstrategie bekommen, und Gremien, Ämter und Stellen sollen möglichst je zur Hälfte besetzt werden. Gleichstellungsbeauftragte, Frauenverbände und Familienberatungsstellen werden weiter unterstützt. Außerdem setzt sich die SPD für Familienarbeitszeit-Modelle ein und will Jugendliche ermutigen, Berufe jenseits alter Rollenbilder zu wählen.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Deswegen setzen wir uns weiterhin für ein Paritätsgesetz auf Landesebene ein, sodass künftig die Hälfte der Abgeordneten im saarländischen Landtag weiblich ist.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Ein Paritätsgesetz für den Landtag und verbindliche Quoten in Landesunternehmen gibt es bisher nicht; sie würden Gleichstellung per Gesetz neu vorschreiben.

Verhütung und Kinderwunschbehandlung finanziell fördern

Die SPD will ein Förderprogramm auflegen, das Frauen mit geringem Einkommen die Kosten für Verhütungsmittel abnimmt. Ungewollt kinderlose Paare sollen bei einer Kinderwunschbehandlung Geld erhalten, unabhängig von ihrer sexuellen Identität. Außerdem soll es mehr Beratung für ungewollt Schwangere geben.

Die SPD will Frauen mit wenig Geld helfen. Das Land soll ihre Verhütungs-Mittel bezahlen. Paare ohne Kind sollen Geld für eine Kinderwunsch-Behandlung bekommen. Das gilt auch für Paare aus zwei Frauen oder zwei Männern. Es soll mehr Beratung für schwangere Frauen geben.

Das Förderprogramm für Verhütungsmittel orientiert sich am Modellprojekt biko von pro familia. Das Programm bezeichnet die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen als unantastbar und zählt dazu den Zugang zu frei gewählter, zuverlässiger Verhütung. Über die Pflichtberatung hinaus soll ein flächendeckendes, vielfältiges Beratungsangebot für betroffene Frauen entstehen. Die finanzielle Hilfe bei Kinderwunschbehandlungen soll nicht von der sexuellen Identität der möglichen Eltern abhängen.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Für Frauen mit wenig Geld schaffen wir angelehnt an das Modellprojekt biko von pro familia ein Förderprogramm, das die Kosten für Verhütungsmittel übernimmt“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Landesförderprogramm übernimmt Kosten für Menschen mit geringem Einkommen und erweitert damit öffentliche Leistungen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Punkt baut reproduktive Selbstbestimmung aus und öffnet die Kinderwunschförderung für alle sexuellen Identitäten, was dem progressiven Pol entspricht.

Strategie gegen Rassismus und Diskriminierung entwickeln

Die SPD will Rassismus als Querschnittsthema behandeln und eine umfassende Präventionsstrategie gegen Diskriminierung aufstellen. Betroffene sollen leicht zugängliche Anlaufstellen und bessere Hilfe erhalten. Die Verwaltung soll sich interkulturell öffnen.

Die SPD will mehr gegen Rassismus tun. Es soll einen Plan gegen Benachteiligung geben. Betroffene sollen leicht Hilfe finden. Dafür soll es Anlauf-Stellen geben. Auch die Ämter sollen offener für Menschen aus anderen Kulturen werden.

Schulungs- und Beratungsangebote gegen Diskriminierung sollen ausgebaut werden. Bei den Anlaufstellen verweist das Programm auf Modelle anderer Bundesländer. Um deren Erfahrungen zu nutzen, will die SPD einen Dialog mit allen Beteiligten beginnen. Begründet wird das Vorhaben mit zunehmenden Aggressionen gegen Minderheiten, denen Solidarität mit den Betroffenen entgegengesetzt werden soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Dazu bedarf es einer ganzheitlichen, alle Lebensbereiche umfassenden Präventionsstrategie gegen Diskriminierung und besserer Unterstützungsangebote für von Rassismus betroffenen Menschen.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Antidiskriminierungsarbeit und Anlaufstellen sollen ausgebaut werden, was Gleichstellung und Vielfalt schrittweise stärkt.

Queere Menschen schützen und Hasskriminalität bekämpfen

Die SPD will sexuelle und geschlechtliche Identität in Artikel 3 des Grundgesetzes schützen lassen. Sie plant eine Strategie gegen homophobe und transfeindliche Hasskriminalität. Zudem sollen die Bedürfnisse queerer Menschen im Gesundheitswesen stärker beachtet werden.

Die SPD will queere Menschen besser schützen. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. Das Grundgesetz soll diesen Schutz nennen. Es soll einen Plan gegen Hass-Taten geben. Die Polizei soll eine eigene Ansprech-Person bekommen.

Homo- und transphobe Gewalttaten sollen in der Kriminalstatistik gesondert erfasst werden, und bei der Polizei soll es eine Ansprechperson geben. Im Gesundheitsbereich will die SPD vor allem Trans-Personen stärker berücksichtigen, auch bei Selbsthilfegruppen. Vorgesehen sind Aufklärung, sogenannte Safe Spaces und stärkere Community-Strukturen im ländlichen Raum. Für Gemeinschaftseinrichtungen sollen eigene Schutzkonzepte und bei Bedarf besondere Schutzräume entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir verurteilen Hasskriminalität auf die LSBTIQ-Community aufs Schärfste und werden eine Strategie gegen homophobe und transfeindliche Hasskriminalität entwickeln.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Schutz sexueller und geschlechtlicher Identität soll rechtlich und praktisch ausgebaut werden, was dem progressiven Pol entspricht.

Schutz vor Gewalt gegen Frauen ausbauen

Die SPD will den Kampf gegen Gewalt an Frauen, vor allem häusliche Gewalt, zu einem Schwerpunkt ihrer Gleichstellungspolitik machen. Eine unabhängige Stelle soll prüfen, wie die Istanbul-Konvention umgesetzt wird. Schutz- und Hilfsangebote sollen ausgebaut und verlässlich finanziert werden.

Die SPD will Frauen besser vor Gewalt schützen. Eine neue Stelle soll prüfen, ob das Land genug tut. Hilfs-Angebote sollen mehr Geld bekommen. Jede Frau soll einen Schutz-Platz finden. Auch betroffene Männer sollen Schutz bekommen.

Die Istanbul-Konvention ist ein Abkommen des Europarats gegen Gewalt an Frauen. Einrichtungen wie ALDONA e.V., Nele e.V. und der Frauennotruf sollen ausgebaut werden, und ein Beratungszentrum mit trägerübergreifendem Angebot soll entstehen. Das Programm sagt jeder Frau Zugang zu einem finanzierten Schutzplatz zu und sieht das Nachsorgeprogramm „second stage“ für den Übergang in eine eigene Wohnung vor. Das Angebot „Kraft in der Krise“ soll institutionell gefördert, Paarberatung und Täterarbeit ausgebaut werden. Opfer sollen bis zum Strafverfahren begleitet, Polizei und Justiz sensibilisiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir errichten eine unabhängige und angemessen ausgestattete Monitoring-Stelle zur Überwachung der Umsetzung der Istanbul-Konvention.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Hilfsangebote und Schutzplätze sollen dauerhaft öffentlich finanziert und ausgebaut werden.

  • Gesellschafteher progressiv

    Gewaltschutz wird als Schwerpunkt der Gleichstellungspolitik ausgebaut, was die Gleichstellung schrittweise stärkt.

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