Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Heimat ist wählbar! Wahlprogramm der AfD Saarland zur Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 102 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 2 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Keine weiteren Lockdowns in der Corona-Pandemie

Die AfD lehnt weitere Lockdowns ab und will, dass die Gesellschaft lernt, mit dem Coronavirus zu leben. Ungeimpfte sollen nicht benachteiligt werden. Das Programm begründet dies mit den Folgen der Einschränkungen für Existenzen, Schüler und junge Menschen.

Die AfD will keinen neuen Lockdown. Bei einem Lockdown schließt der Staat viele Orte und begrenzt Kontakte. Die Menschen sollen lernen, mit dem Virus zu leben. Ungeimpfte sollen keine Nachteile haben.

Das Programm verweist auf fast zwei Jahre starker Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben im Saarland. Viele Menschen hätten dadurch ihre wirtschaftliche Existenz verloren, Schüler bekämen keine grundlegende Bildung mehr. Jungen Menschen würden wichtige Lebensjahre genommen. Trotz der Maßnahmen sei das Virus nicht verschwunden.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Es darf keinen weiteren Lockdown geben. Und keine Diskriminierung von Ungeimpften.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Staatliche Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens sowie Zugangsregeln nach Impfstatus sollen künftig ausgeschlossen werden, was individuelle Freiheiten über staatliche Auflagen stellt.

Corona-Impfpflicht verhindern

Die AfD will eine Pflicht zur Corona-Impfung verhindern und hält sie für unverhältnismäßig. Die Impfung soll wie die Grippeimpfung freiwillig bleiben. Aus Sicht des Programms schützen die verfügbaren Impfstoffe nicht ausreichend, und Corona sei für die Mehrheit keine schwere Gefahr.

Die AfD ist gegen eine Impf-Pflicht bei Corona. Jeder soll selbst entscheiden, ob er sich impfen lässt. Die Partei meint: Die Impfstoffe schützen nicht gut genug. Sie fürchtet, dass Menschen sich sonst immer wieder impfen lassen müssen.

Das Programm nennt Corona eine ernste Krankheit, die aber für die meisten Menschen und besonders für gesunde Kinder und Jugendliche keine besondere Gefahr darstelle. Die mRNA- und Vektor-Impfstoffe schützten nach Darstellung der AfD nicht genug, auch Geimpfte gäben das Virus weiter. Tot- und Protein-Impfstoffe seien noch nicht verfügbar. Eine Pflicht würde laut Programm auf dauerhaft wiederholte Impfungen hinauslaufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Eine Impfpflicht, wie sie die Landesregierung jetzt forciert, ist daher völlig unverhältnismäßig.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die AfD verteidigt die geltende Freiwilligkeit der Impfung gegen eine konkret diskutierte neue staatliche Pflicht.

Intensivbetten und Klinikpersonal ausreichend vorhalten

Die AfD verlangt, dass die Regierung dauerhaft für genügend Intensivbetten und Personal sorgt. Außerdem sollen Medikamente und Schutzausrüstung für alle Betroffenen gesichert sein. Das Programm kritisiert, dass während der Pandemie Kapazitäten abgebaut worden seien.

Die AfD will mehr Sicherheit in Krankenhäusern. Es soll genug Betten für schwer Kranke geben. Es soll auch genug Personal geben. Medizin und Schutz-Ausrüstung sollen für alle reichen.

Nach Darstellung des Programms wurde im Saarland während der Pandemie ein Drittel der Intensivbetten abgebaut. Die Politik habe das Gesundheitswesen nicht krisenfest gemacht. Die AfD hält das für besonders schwerwiegend, weil Freiheitsbeschränkungen mit knappen Kapazitäten begründet würden. Die Vorsorge soll unabhängig von der aktuellen Krise gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Die Regierung hat unabhängig von der jetzigen Krise dafür zu sorgen, dass ausreichend Intensivbetten und vor allem Personal zur Verfügung stehen.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll mehr Kapazitäten und Personal im Gesundheitswesen sicherstellen, was einen Ausbau öffentlicher Daseinsvorsorge bedeutet.

Kliniken erhalten, mehr Ärzte ausbilden, Geburtshilfe sichern

Die AfD will die Investitionsförderung des Landes für Krankenhäuser am tatsächlichen Bedarf ausrichten und Schließungen sowie Bettenabbau stoppen. Die Zahl der Medizinstudienplätze soll stark steigen, die ärztliche Versorgung auf dem Land und die Geburtshilfe sollen gefördert werden.

Die AfD will mehr Geld vom Land für Kranken-Häuser. Es sollen keine Kliniken und Geburts-Stationen mehr schließen. Mehr junge Menschen sollen Medizin studieren können. Auch auf dem Land soll es genug Ärzte geben.

Laut Programm deckt das Land derzeit nur die Hälfte der Investitionskosten der Kliniken. Die öffentliche Hand soll für die Krankenhaus-Infrastruktur verantwortlich bleiben; Trägervielfalt ist möglich, gewinnorientierte Konzerne sollen das Gesundheitswesen aber nicht bestimmen. Die AfD fordert Praxen und Polikliniken mit angestellten Ärzten, auch in kommunaler Hand, weniger Bürokratie und ein Ende der Honorardeckelung. Telemedizin sieht sie nur als Ergänzung zum persönlichen Gespräch. Für Epidemien sollen genügend Betten vorgehalten werden. In der Geburtshilfe will sie von Hebammen geleitete Kreißsäle fördern und Hebammen bei den Versicherungsprämien entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Die Investitionsfördermittel des Landes für die Kliniken decken nur zur Hälfte deren tatsächliche Investitionskosten und müssen dringend dem Bedarf der Kliniken angepasst werden.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Landesförderung, die laut Programm nur die Hälfte der Investitionskosten deckt, soll auf den vollen Bedarf steigen, dazu kommen öffentliche Trägerschaft und mehr Studienplätze.

Apotheken vor Ort erhalten, Rabattverträge abschaffen

Die AfD will kleine Apotheken vor Ort erhalten und Lieferengpässe bei Medikamenten vermeiden. Rabattverträge und die Reimportquote sollen entfallen, die Produktion von Arzneimitteln in Deutschland oder der EU soll durch Anreize gefördert werden.

Die AfD will kleine Apotheken in den Orten erhalten. Medikamente sollen immer lieferbar sein. Mehr Medikamente sollen aus Deutschland oder der EU kommen. Die AfD will Rabatt-Verträge abschaffen. Das sind Preis-Absprachen zwischen Kranken-Kassen und Herstellern.

Das Programm sieht Apotheke und Arzt im Ort als Standortvorteil für strukturschwache Regionen. Das Landesamt, das die Herstellung von Wirkstoffen und Arzneimitteln überwacht, soll genügend Personal bekommen. Mit Produktionsanreizen will die AfD die Abhängigkeit von globalen Lieferketten senken. Die Reimportquote lehnt sie ab, weil häufige Wechsel des Präparats aus ihrer Sicht eine gleichmäßige und sichere Einnahme erschweren.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Außerdem ist es von höchster Bedeutung, die derzeit bestehenden „Rabattvertragsregelungen“ abzuschaffen.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Preiswettbewerb über Rabattverträge soll entfallen und die heimische Produktion staatlich angereizt werden, was den Markt zugunsten staatlicher Lenkung zurückdrängt.

Flächentarifvertrag für alle Pflegekräfte einführen

Die AfD fordert, dass sämtliche Pflegekräfte unter einen Flächentarifvertrag fallen und dadurch angemessen bezahlt werden. Dazu kommen familienfreundliche Arbeitszeiten, geförderte Umschulungen und mehr Werbung für Pflegeberufe. So soll dem Fachkräftemangel in der Pflege begegnet werden.

Die AfD will einen Tarif-Vertrag für alle Pflege-Kräfte. Ein Tarif-Vertrag legt den Lohn für eine ganze Branche fest. Pflege-Kräfte sollen so gut bezahlt werden. Auch die Arbeits-Zeiten sollen besser zu Familien passen.

Der Tarifvertrag soll auch Dienste nachts, an Feiertagen und am Wochenende abdecken. Die Arbeitsagentur soll die Umschulung von Pflegehilfskräften zu examinierten Fachkräften gezielt fördern und bezahlen. Für Pflegeberufe soll dauerhaft geworben werden, mit Broschüren in Kliniken, Praxen, Bibliotheken und Rathäusern sowie mit kurzen Spots in Radio und Fernsehen. Das Programm verweist auf die alternde Bevölkerung.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„fordern wir einen Flächentarifvertrag für alle Pflegekräfte, der eine angemessene Bezahlung sichert und auch die Nacht-, Feiertags- und Wochenenddienste umfasst.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein für alle Pflegekräfte geltender Flächentarifvertrag besteht heute nicht und würde die Löhne der Branche verbindlich regeln.

Pflegende Angehörige und Heimbewohner finanziell entlasten

Die AfD will das Pflegegeld für die Pflege durch Angehörige auf das Niveau der Sachleistungen für Pflegedienste anheben und zusätzlich einen jährlichen Landeszuschuss zahlen. Außerdem sollen Heimkosten sinken und Pflegekräfte entlastet werden. Das Programm begründet dies damit, dass Angehörige den Großteil der Pflege leisten und dafür zu wenig Anerkennung erhalten.

Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause. Die AfD will ihnen mehr Geld geben. Dazu soll es einmal im Jahr einen Zuschuss vom Land geben. Auch das Pflege-Heim soll billiger werden.

Das Pflegegeld bei häuslicher Pflege soll so hoch werden wie die Beträge, die Pflegedienste als Sachleistung erhalten. Hinzu kommt ein Landeszuschuss einmal im Jahr in Höhe eines Monatsbetrags des Pflegegeldes der jeweiligen pflegebedürftigen Person. In Krankenhäusern sollen Plätze für Kurzzeitpflege entstehen, damit Patienten ohne Heimplatz versorgt sind und Kliniken nicht zusätzlich belastet werden. Der Anteil der Investitionskosten im Pflegesatz der Heime soll halbiert werden, damit Pflege kein Armutsrisiko wird. Für Pflegekräfte fordert die AfD weniger Bürokratie, moderne Technik und eine Mischung aus Fachpersonal, Helfern und Assistenzsystemen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Wir möchten daher das Pflegegeld bei häuslicher Pflege durch Angehörige an die Pflegesachleistungen der Pflegedienste angleichen.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Das Pflegegeld soll auf das deutlich höhere Niveau der Sachleistungen steigen, dazu kommen ein neuer Landeszuschuss und halbierte Investitionskosten, also erheblich mehr öffentliche Leistungen.

Was sagen die anderen Parteien zu Gesundheit und Pflege?

Alle Programme im Saarland im Vergleich